woanders http://feed.informer.com/digests/GLYBI41TFO/feeder woanders Respective post owners and feed distributors Sat, 11 Mar 2017 15:45:25 +0100 Feed Informer http://feed.informer.com/ Für ein buntes Bergedorf https://www.dolledeerns.de/2021/01/26/f%C3%BCr-ein-buntes-bergedorf/ www.dolledeerns.de Blog Feed urn:uuid:07d7eecf-ebcd-7612-0854-bbf48e3792c2 Tue, 26 Jan 2021 17:39:35 +0100 <?xml version="1.0"?> <div id="cc-matrix-4254899329"><div id="cc-m-14601203229" class="j-module n j-text "><p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"> <span style="font-size: medium;" size="3">Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremes Gedankengut bekommen in unserer Gesellschaft leider immer mehr Gewicht und treten auf vielf&#xE4;ltige Art und Weise auf. Auch im Alltagsleben sto&#xDF;en unsere Besucher*innen oftmals durch eigene Erfahrung auf intolerante Grundeinstellungen, Rassismus, autorit&#xE4;re Denkmuster, Gewaltbereitschaft gegen Andersdenkende. Dagegen m&#xF6;chten wir etwas tun.</span> </p> <p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"> <span style="font-size: medium;" size="3">Aus diesem Grund haben die M&#xE4;dchen*treffs Lohbr&#xFC;gge &amp; Neu-Allerm&#xF6;he zusammen mit weiteren Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe im Bezirk Bergedorf eine "Aktionswoche gegen Rechts" mit Workshops, kleinen Konzerten, Ausstellungen, Kreativangeboten u.v.m. geplant, um mit den Besucher*innen &#xFC;ber die Thematik ins Gespr&#xE4;ch zu kommen, zu diskutieren und gemeinsam gesellschaftliche Werte zu erarbeiten, die Grundlage f&#xFC;r ein gutes Zusammenleben f&#xFC;r alle sind.</span> </p> <p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"> <span style="font-size: medium;" size="3">Leider muss die Aktionswoche in dieser Form verschoben werden, allerdings m&#xF6;chten die Einrichtungen bez&#xFC;glich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus auch diese Woche auf das Thema aufmerksam machen. Schaut auf den Instagram-Kan&#xE4;len der Einrichtungen und buntes_bergedorf vorbei!</span> </p></div></div> `Vielfalt – Wir leben sie!` – neue Webside! https://agot-nrw.de/vielfalt-wir-leben-sie-neue-webside/ AGOT e. V. urn:uuid:3f83d2e5-250c-17b4-8a75-682a8b55f33c Tue, 26 Jan 2021 15:20:44 +0100 Die neue Webside im Projekt `Vielfalt &#8211; Wir leben sie!` für das Jahr 2021 ist jetzt online und wächst und wächst&#8230; `Vielfalt -Wir leben sie 2021! &#160; Online-Forum am 27. Januar 2021 mit Input zu Videokonferenztools https://agjf-sachsen.de/newsreader/online-forum-am-27-januar-2021-mit-input-zu-videokonferenztools.html Feed urn:uuid:5f4ce612-e055-93c5-0201-20598de51856 Tue, 26 Jan 2021 08:24:00 +0100 <p>Unter den momentanen fordernden Bedingungen, wird (und bleibt) Jugendarbeit für Fachkräfte zu einer besonderen Herausforderung. Hier braucht es neue Ideen und Anknüpfung an vorhanden Erfahrungen, um die auch jetzt sehr wichtige und notwendige Arbeit umzusetzen. Dieses Wissen lässt sich im Austausch mit anderen Fachkräften im Freistaat Sachsen alltagsorientiert und kollegial erwerben.</p> <p><strong>Wir möchten den Austausch unterstützen und bieten wieder am 27. Januar ein moderiertes Onlineforum an.</strong></p> <p>Neben dem kollegialen Austausch, ausreichend Zeit für Ihre Fragen, Diskussion und Anliegen in Bezug auf die momentane Situation, wird es einen thematischen Kurzinput von André Dobrig und Anja Kölbel geben. Vorstellen und diskutieren wollen wir die unterschiedlich angebotenen Video(Konferenz)Tools mit ihren Vor- und Nachteilen und jeweiligen möglichen Einsätzen in der Arbeit.</p> <p>Die Foren werden auf 12 Teilnehmer*innen begrenzt und finden im Januar und Februar jeweils <strong>mittwochs von 13:00 bis 15:00 Uhr</strong> statt.</p> <p>Weitere geplante inhaltliche Impulse für den Februar werden am 29. Januar bei bei <a href="https://www.facebook.com/agjf.sachsen/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a> und auf unserer Website veröffentlicht.</p> <p>Anmelden können Sie sich über: <a href="mailto:koelbel@agjf-sachsen.de">koelbel@agjf-sachsen.de</a></p> <p>Sie bekommen einen Tag vor der Veranstaltung einen Link für die Einwahl bei Zoom zugesandt.</p> Neue CoronaSchV und FAQs in der 27. Fassung! https://agot-nrw.de/neue-coronaschv-und-faqs-in-der-27-fassung/ AGOT e. V. urn:uuid:adc72918-b31b-6c87-ace1-287af12a4819 Mon, 25 Jan 2021 20:43:14 +0100 Die neue, ab heute gültige (25.01.), CoronaSchV (bis 14.02.), sowie die FAQs in der 27 Fassung liegen jetzt vor. 2021-01-21_coronaschvo_ab_25.01.2021_0 22. Erläuterungserlass CoronaSchVO &#8211; MKFFI ab 25.01.2021 210125_27. FAQ &#8211; ... <div><a href="https://agot-nrw.de/neue-coronaschv-und-faqs-in-der-27-fassung/" class="more-link">Read More</a></div> Zehn Kommunen geben politische Entscheidungen an Jugendliche ab https://www.jugendhilfeportal.de/politik/kinder-und-jugendpolitik/artikel/zehn-kommunen-geben-politische-entscheidungen-an-jugendliche-ab/ Jugendhilfeportal Jugendliche urn:uuid:9656125f-50ce-2157-22e1-73cf1ba74527 Mon, 25 Jan 2021 11:11:00 +0100 Mit zehn Kommunen startet die Gemeinnützige Hertie-Stiftung im Januar 2021 das Projekt „Jugend entscheidet – Das Hertie-Programm für innovative Kommunen“. Die teilnehmenden Städte und Gemeinden geben in einem begleiteten Verfahren eine reale kommunalpolitische Entscheidung an Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren ab. Jugenddelegierte für G20-Jugendgipfel 2021 in Italien gesucht https://www.jugendhilfeportal.de/politik/kinder-und-jugendpolitik/artikel/jugenddelegierte-fuer-g20-jugendgipfel-2021-in-italien-gesucht/ Jugendhilfeportal Jugendliche urn:uuid:e29aea26-b8f4-a9d5-700c-c3ec1de4d9ba Fri, 22 Jan 2021 11:36:00 +0100 Das Deutsche Nationalkomitee für Internationale Jugendarbeit (DNK) entsendet drei Jugenddelegierte zum Youth 20 Summit. Junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren können ihre Bewerbungen bis zum 7. Februar 2021 einreichen. Kindererziehung von Hunden lernen? Fragen zur Empörung über die RTL-Sendung „Train your baby like a dog“ https://www.blog.dgsa.de/kindererziehung-von-hunden-lernen-fragen-zur-emporung-uber-die-rtl-sendung-train-your-baby-like-a-dog DGSA Blog Soziale Arbeit urn:uuid:5f2b88c0-f7a8-b3e1-819d-e61d9de3c263 Fri, 22 Jan 2021 08:59:54 +0100 <div class="posthaven-post-body"><p>Am 3.1.2021 strahlte RTL eine Pilot-Sendung des Genres des ‚Reality TV‘ aus, die schon im Vorfeld ein Aufreger war: Eine Hundetrainerin unterstützt vor laufender Kamera zwei Familien bei der Bewältigung der Erziehungsprobleme mit ihren Kindern. Das Filmkonzept erinnert an die „Supernanny“, ein Coaching-Fernsehformat, das 2004 bis 2011 in RTL lief und das damals auch schon stark in der Kritik war. Während aber die „Supernanny“ Katharina Saalfrank vom Sender als Diplompädagogin vermarktet wurde, also als einschlägig, formal und akademisch qualifiziert zur Kindererziehung, ist dies nun anders. Zu der aktuellen Erziehungsexpertin Aurea Verebes heißt es, dass sie eine Ausbildung als Hundetrainerin hat und bei der Erziehung der eigenen Kinder mit Techniken des Hunde-Trainings erfolgreich war. </p> <p>Zu sehen ist, wie die hilfesuchenden Mütter in einfache Konditionierungsverfahren eingewiesen werden, mit denen es möglich ist, ihre Kinder dazu zu bringen, das zu tun, was das Leben mit ihnen leichter macht: Schlafen im eigenen Bett, Zähneputzen, kooperationsbereit sein, der Mutter zuhören und ihren Ansagen folgen. Zentral ist hierbei das Clicker-Training. In der Hundeerziehung wird damit klassisch konditioniert, indem auf erwünschte Handlungen des Hundes ein Click-Geräusch folgt, das mit einem Leckerli verbunden wird. In einem weiteren Schritt geht es dann darum, dass der Hund lernt, das Geräusch – die sekundäre Verstärkung – auch ohne die primäre Verstärkung des Leckerlis als Belohnung zu begreifen. Der schlichte Click soll dem Hund mitteilen: „Gut gemacht, weiter so!“ Auf diese Weise kann der Hund dazu gebracht werden, sich so zu verhalten, wie Herrchen oder Frauchen sich dies wünschen, bis hin zum Erlernen von raffinierten Kunststücken, so heißt es jedenfalls durchgängig auf den Homepages zur Hundeerziehung. </p> <p>Diese Methode wendet Aurea Verebes nun auch bei den ‚Problem-Kindern‘ an. Mit der Kombination von ‚Leckerlis‘ in Obstform und Clicker werden ‚Umorientierungen‘ eingeübt. Das eine Mädchen soll immer, wenn die Mutter ein gemeinsam vereinbartes Wort sagt, sich ihr aufmerksam zuwenden, um aggressive Eskalationsspiralen zu beenden. Bei dem anderen Mädchen mit Schlafproblemen wird ein „Deckentraining“ durchgeführt. Zunächst wird eine Decke positiv assoziiert, indem auf ihr schöne Tätigkeiten durchgeführt werden, geclickert und Obst vergeben wird, um die Decke anschließend in das verweigerte Kinderbett zu legen und so den Weg dafür zu bereiten, das eigene Bett zu einem annehmbaren Ort zu machen. Auch zum Zähneputzen, gegen das sich das Mädchen mit aller Kraft gewehrt hat, wird so ein Weg gefunden. Zwangloses Spiel mit einer neuen Zahnbürste in Verbindung mit Belohnungen und Clickern lassen das Kind schließlich selbst nach der Zahnbürste greifen. </p> <p>Es ist ein leichtes, sich mit Verve den öffentlichen Empörungen über dieses Format eines privaten Senders anzuschließen. Da werden Kinder und ihre Eltern ungeschützt zur Schau gestellt, der Lächerlichkeit preisgegeben und damit Geld gemacht. Da wird eine ‚Schein-Realität‘ erfolgreicher Erziehung inszeniert, bei der all die Verwerfungen pädagogischer Prozesse verschleiert werden. Und da wird schließlich Reiz-Reaktionslernen als Wundermittel der Erziehung propagiert, bei dem sämtliche erziehungswissenschaftlichen Erkenntnisse zur Co-Produktion von Erziehung und moderne Paradigmen vom Kind als Subjekt seines Lebens über Bord geworfen sind. Das alles verschafft das gute Gefühl, dass man es selbst natürlich besser weiß als die Filmmachenden und Aurea Verebes. Kinder sind keine Tiere. Ihre Psyche ist komplizierter als eine Hundeseele. Auch sollen sie nicht gehorsam und gefügig sein, sondern zu emanzipierten Erwachsenen heranwachsen, die ihr Leben zu ihrem eigenen und zum gesellschaftlichen Wohlergehen autonom gestalten können. Von daher verbieten sich bei ihnen Dressurtechniken aus der Tiererziehung. Sie brauchen eine menschenspezifische Erziehung! So oder so ähnlich klingt es bei allen Kommentaren, die im Netz zu der Sendung kursieren. Aber ist damit eigentlich alles schon klar? Die Frage ist doch, warum diese Gleichheit von Hund und Kind einerseits überhaupt pädagogisch erzählbar (und filmisch vermarktbar) ist und warum sie andererseits gleichzeitig die Öffentlichkeit so triggert. </p> <p>Die kurze Antwort darauf ist: Die soziale Demarkationslinie zwischen Tier und Mensch ist schwebend, unsicher und umkämpft zwischen den Polen binärer Differenz und Similarität. Die lange Antwort sieht so aus: Menschliche Gesellschaften haben immer das Verhältnis zwischen Tier und Mensch und die Frage bearbeitet, ob Tiere wie menschliche Lebewesen sind und zur menschlichen Gemeinschaft gehören oder doch ganz anders sind und außerhalb der menschlichen Gesellschaft stehen – mit unterschiedlichen Ergebnissen.  </p> <p>Für die modernen Gesellschaften des globalen Nordens lässt sich ein eigentümliches Nebeneinander von massiven Vermenschlichungen der Tiere und gleichzeitigen scharfen Grenzziehungen ausmachen. Auf der einen Seite haben wir jene Tiere, die wir als Nutztiere vor allem für Nahrungszwecke funktionalisieren. Sie leben und sterben in Sonderzonen, gut abgeschirmt von den menschlichen Lebenswelten unter desaströsen Bedingungen und weit ab von der Wertewelt der menschlichen Gesellschaft. Für sie gilt all das nicht, was für Menschen gilt. Sie gelten als nicht-menschliche Lebewesen, und dies ermöglicht und legitimiert die speziesistischen Herrschaftsverhältnisse. Doch auch dies ist nicht fix, sondern gesellschaftlich durchaus umkämpft. Soziale Bewegungen prangern bekanntlich diese Situation an und klagen für Tiere jene Lebensrechte ein, die für menschliche Lebewesen selbstverständlich sind.  </p> <p>Auf der anderen Seite haben wir das Phänomen der Verflüssigung der Mensch-Tier-Grenze. Weit verbreitet sind ‚Animalisierungen‘ vor allem in der Kinderwelt: Kindergartengruppen haben vorzugsweise Namen von Tieren, tierliche Kosenamen – wie Maus, Hase, Spatz oder Schnecke – sind für Kinder gang und gäbe, und die Kinderbücherwelt ist gefüllt mit Tieren als Protagonisten. Haustiere rücken zu Gefährten auf, mit denen der private Lebensraum geteilt wird. Sie werden dabei quasi zu Menschen: sie bekommen vergeschlechtlichte Menschennamen, Bekleidungsutensilien, Spielzeug, Geschirr, eigene Pflegemittel und Speisen, sie werden in (Hunde-)Schulen geschickt, in ‚Hutas‘ betreut, sie gehen mit auf Reisen, sie erhalten Aufmerksamkeit und Fürsorge, im Krankheitsfall werden sie medizinisch versorgt bis dahin, dass sie nach ihrem Tod manches Mal auf einem Friedhof beerdigt werden. Ihre Besitzer_innen binden sich emotional an sie, investieren viel, dass es ihnen gut geht, und erleben das Leben mit ihren Haustieren als kostbare Bereicherung. </p> <p>Dies schließt auch ein: diese Tiere werden erzogen. Damit das Zusammenleben mit ihnen sozialverträglich ist, müssen sie lernen, sich störungsfrei im komplizierten Gefüge der menschlichen Lebensräume zu verhalten. Dabei ist nun spannend, dass die Gestaltung der erforderlichen Lernprozesse letztlich denselben Prinzipien folgt wie bei Kindern. Jutta Buchner-Fuhs hat dies in einem aufschlussreichen Aufsatz herausgearbeitet (Tiererziehung als Menschenerziehung, in: Buchner-Fuhs/Rose: Tierische Sozialarbeit. VS 2012). So wie in der Menschenerziehung sich ein Wertewandel weg von repressiven Unterwerfungs- und Strafprozeduren, hin zu Gewaltfreiheit, Empathie und Kommunikation als Erziehungsmitteln vollzogen hat, hat sich auch die Tiererziehung – gut wahrnehmbar vor allem bei der Hundeerziehung – in gleicher Weise verändert. Auch hier sind gewalttätige Praktiken der Unterwerfung zunehmend verpönt. Stattdessen werden positive Verstärkung, Zuwendung und Bindung als Techniken der Regulierung des Tierverhaltens propagiert. Wir sehen: Tiere werden in einer Art und Weise erzogen, die der Kindererziehung ähnelt wie dies auch umgekehrt gilt. Die Autorin spricht hier von einer „Entgrenzung von Mensch und Hund“. </p> <p>Vor diesem Hintergrund kann es also gar nicht weiter erstaunen, sondern ist völlig konsequent, dass in einer Sendung vorgeführt wird, wie Techniken der Hundeerziehung bei der Kindererziehung nutzbar sind. Sie liegen in der Praxis so nah beieinander, dass das, was wir sehen, quasi nur der finalisierende Schritt der Entgrenzung ist, von der Jutta Buchner-Fuhs spricht.</p> <p>Wie viele Verfahren der Kindererziehung sind letztlich nur eine Variante des gescholtenen Verstärkertrainings, mit dem die Hundetrainerin in den Familien arbeitet? Wenn Eltern empfohlen wird, stabile Einschlafrituale für das Baby zu schaffen, um den Übergang in die Nacht zu erleichtern, wenn in Schulen Smileys unter gute Hausaufgaben gesetzt werden und unter fehlerhafte nicht, wenn der ‚Leisefuchs‘ eingesetzt wird, um Ruhe in der Klasse herzustellen, wenn Punktesysteme installiert werden, mit denen das Verhalten von Kindern erfasst, bewertet und gegebenenfalls belohnt wird, wenn der Nachtisch erst nach der Hauptspeise gegessen und Fernsehen erst geguckt werden darf, wenn das Zimmer aufgeräumt ist, dann ist das alles nah dran am Clickern und Leckerli-Verteilen. Statt sich zu echauffieren über das Sendeformat, wäre es also sinnvoller danach zu schauen, wieviel Konditionierung im pädagogischen Alltag längst (unerkannt) völlig selbstverständlich steckt und sich kritisch damit zu beschäftigen. </p> <p>Zu guter Letzt: Dass die Empörung über einer Hundetrainerin als Helferin bei der Kindererziehung so überschießt, lässt sich lesen als Ausdruck des Unbehagens angesichts der so offensichtlich werdenden Permeabilität zwischen Mensch und Tier. Der Mensch als Krone der Schöpfung, der eben nicht wie das Tier ist, sondern sich über seine tierlichen Verwandten hinaus entwickelt und sich über sie erhoben hat (eine Idee, die der Kolonialismus variierte) – diese Idee scheint gefährdet angesichts einer Pädagogik, die für Tiere auch passt. Bezeichnenderweise formulieren beide Mütter ihre Bedenken, dass doch ihre Kinder nicht wie Hunde erzogen werden können – um diese Bedenken aber gleich wieder zu zerstreuen. Und ebenso ist bemerkenswert, dass der Hundetrainerin noch ein Kinder- und Jugendpsychotherapeut in der Sendung an die Seite gestellt wird, der ihr Tun öffentlich gutheißt. Offenbar reicht die hundeerzieherische Qualifikation nicht aus, um Aurea Verebes als Expertin für kindererzieherische Fragen zu legitimieren. </p> <p>So besehen bietet „Train your baby like a dog“ viel Anlass, um über unser widersprüchliches und fragwürdiges Mensch-Tier-Verhältnis nachzudenken, statt sich im vermeintlich medienkritischen RTL-Bashing zu gefallen.  </p> <p> </p> <p>Prof. Dr. Lotte Rose, Frankfurt University of Applied Sciences, FB Soziale Arbeit und Gesundheit, Sprecherin der Fachgruppe Gender der DGSA</p> <p>   </p> <p> </p> <p> <br></p></div> Begriff „Migrationshintergrund“ soll weg! https://agot-nrw.de/begriff-migrationshintergrund-soll-weg/ AGOT e. V. urn:uuid:62b6654a-c500-6d6b-99bf-f361091f40c5 Thu, 21 Jan 2021 21:22:30 +0100 Begriff &#8222;Migrationshintergrund&#8220; soll weg! Das ist die Forderung einer von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission, die nach ihrer zweijährigen Arbeit der Bundeskanzlerin ihren Bericht überreicht hat.  Die Arbeitsgemeinschaft Offene Türen Nordrhein-Westfalen ... <div><a href="https://agot-nrw.de/begriff-migrationshintergrund-soll-weg/" class="more-link">Read More</a></div> FAQs in der 26. Fassung! https://agot-nrw.de/faqs-in-der-26-fassung/ AGOT e. V. urn:uuid:e8b9daac-0729-3010-4f56-4a941a533bdc Thu, 21 Jan 2021 20:41:19 +0100 Die 26. Fassung der FAQs liegt vor und kann hier heruntergeladen werden: _210118_26. FAQ &#8211; Corona JUFOE NRW_LWL_LVR_G5_MKFFI Was kommt nach dem Abitur? https://www.jugendhilfeportal.de/jugendarbeit/artikel/was-kommt-nach-dem-abitur/ Jugendhilfeportal Jugendliche urn:uuid:c618704e-1ec3-e352-5dfc-c258a16fcb20 Thu, 21 Jan 2021 09:52:00 +0100 Bis zum 21. März können sich Jugendliche, die 2023 (Fach-)Abitur machen werden, an verschiedenen Standorten bundesweit für die Teilnahme am Studienkompass bewerben. Das das gemeinnützige Förderprogramm begleitet Schülerinnen und Schüler bei der Studien- und Berufswahl. Landesweite Träger sprechen sich für die Aufstockung der Jugendpauschale aus https://agjf-sachsen.de/newsreader/landesweite-traeger-sprechen-sich-fuer-die-aufstockung-der-jugendpauschale-aus.html Feed urn:uuid:20aed723-bee8-3309-c6a3-3579a936b8da Wed, 20 Jan 2021 13:04:00 +0100 <p>In der aktuellen Positionierung des Forum Jugendarbeit Sachsen zum Doppelhaushalt 2021/22 sprechen sich die Landesverbände für die Stärkung der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort aus. Dazu sollte die Jugendpauschale angehoben werden. In dem Schreiben heißt es:</p> <p>„Trotz aller anzuerkennenden Bemühungen der politischen Entscheidungsträger*innen vergangener und aktueller Koalitionen konnten die Kürzungen aus dem Jahr 2010 bisher noch nicht kompensiert werden. So liegt der Ansatz des DHH-Entwurfs für 2021/22 mit reichlich 2 Mio. € immer noch deutlich unter dem Ansatz von 2009/2010.</p> <p>Die Jugendpauschale ist eine wichtige Grundlage für kommunale Jugendarbeit allgemein und für die Entwicklung strukturschwacher ländlicher Regionen sowie zur Unterstützung städtischer Räume mit besonderen Zielgruppen. Darüber hinaus stellen sich in den kommenden Jahren enorme Herausforderungen bei der Bewältigung der Auswirkungen der Pandemie und der damit einhergehenden sich wandelnden Lebenswelten und Herausforderungen an junge Menschen.</p> <p>Aus diesen Gründen fordern wir die Anhebung der Jugendpauschale im Freistaat Sachsen auf mindestens 15,5 Mio. € für 2021 und 16,5 Mio. 2022.“</p> <p>Hier findet sich die <strong><a href="http://www.agjf-sachsen.de/files/Bilder/Aktuelles/2021/Positionierung_Forum%20Jugendarbeit_Haushalt.pdf">Positionierung des Forum Jugendarbeit zum vorliegenden Haushaltsentwurf [PDF]</a>.</strong></p> Schülerstipendium „Talent im Land“ geht in die nächste Runde https://www.jugendhilfeportal.de/foerdermittel/artikel/schuelerstipendium-talent-im-land-geht-in-die-naechste-runde/ Jugendhilfeportal Jugendliche urn:uuid:99b4a6b5-237b-0af2-dc32-ea661cedb094 Wed, 20 Jan 2021 12:05:00 +0100 Mit dem Stipendienprogramm „Talent im Land“ erhalten Jugendliche aus Baden-Württemberg finanzielle Förderung, Beratung bei der Berufsorientierung sowie Bildungsangebote. Die Baden-Württemberg-Stiftung und die Josef-Wund-Stiftung unterstützen mit ihrem Programm begabte Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zum Abitur oder zur Fachhochschulreife. Bewerbungen sind bis zum 15. März 2021 möglich. Thesen zur Diskussion https://akshamburg.wordpress.com/2021/01/19/thesen-zur-diskussion/ Uncategorized – AKS Hamburg urn:uuid:aab63169-e78d-f966-31b6-f3003d6801a2 Tue, 19 Jan 2021 21:55:29 +0100 um die Reform des Kinder-und Jugendhilferechts (SGB VIII) Zielgruppen des Kinder- und Jugendhilferechts sind erst in zweiter Linie die Kinder, Jugendlichen und deren Familien, in erster Linie sind es die staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteure, die dieses Feld zu einer Kampfarena um Geld, Macht, Einfluss und patriarchale Hierarchisierung machen. Das Missverständnis, dass es umgekehrt sei, begleitet [&#8230;] <p><strong>um die Reform des Kinder-und Jugendhilferechts (SGB VIII)</strong></p> <div class="wp-block-file"><a href="https://akshamburg.files.wordpress.com/2021/01/thesen-aks-hh.pdf">thesen-aks-hh</a><a href="https://akshamburg.files.wordpress.com/2021/01/thesen-aks-hh.pdf" class="wp-block-file__button" download>Herunterladen</a></div> <ul><li>Zielgruppen des Kinder- und Jugendhilferechts sind erst in zweiter Linie die Kinder, Jugendlichen und deren Familien, in erster Linie sind es die staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteure, die dieses Feld zu einer Kampfarena um Geld, Macht, Einfluss und patriarchale Hierarchisierung machen. Das Missverständnis, dass es umgekehrt sei, begleitet die fachlich-politische und wissenschaftliche Diskussion, seitdem es zentralstaatliche Regelungen für diesen Bereich gibt, also seit dem Reichsjugendwohlfahrtsgesetz von 1922. Die sogenannte Novellierung zum JWG von 1961 stellte lediglich klar, dass dieses Feld in erster Linie durch religiöse und weltanschauliche Verbände reguliert wird. Das Subsidiaritätsprinzip setzte sich umfassend durch. Erst mit dem KJHG von 1989 gab es einen ersten Versuch, die AdressatInnen dieses Gesetzes mit eigenen Rechten auszustatten, mit subjektiv einklagbaren Ressourcen. Leider waren damit nicht die Kinder und Jugendlichen gemeint, sondern deren „Erziehungsberechtigte“.</li><li>Dieser „Geburtsfehler“ zeitigt bis heute schwerwiegende Folgen. Wie der 8.Jugendbericht (1990), der als Kommentar zum KJHG gelesen werden kann, deutlich macht, sollten mit diesem Gesetz Einrichtungen geschaffen werden, die es allen Kindern und Jugendlichen ermöglichen, ein individuell und sozial gelingendes Leben zu führen. Für die Ausnahmesituation, dass das aufgrund von schwierigen Verhältnissen das nicht möglich sein sollte, wurde in §§ 27 ff. das Leistungsspektrum der Hilfen zur Erziehung geschaffen. Sie waren deutlich als Ausnahme konzipiert, wenn die anderen Einrichtungen nicht in der Lage waren, derartige Situationen zu bewältigen. Dieses Regel-Ausnahmeverhältnis ist heute durch die überwältigende Dominanz von Einzelfallhilfen und einer diese Dominanz noch stärkenden Konzeption von Kindeswohlgefährdung auf den Kopf gestellt worden. Es kommt drauf an, dieses Verhältnis – als ersten Schritt – wieder auf die Füße zu stellen.</li><li>Zusammen mit dem subjektorientierten Betreuungsrecht, den modernisierten gesetzlichen Regelungen zu Alter, Krankheit und Arbeitslosigkeit – also im Zusammenhang der Verabschiedung des historisch einmaligen zwölfteiligen Sozialgesetzbuches – entstand so etwas wie ein „Care-industrieller Komplex“. Vergleichbar der wechsel- und gegenseitigen Verschränkung und Durchdringung verbandlicher, staatlicher und kapitalistischer Interessen im Gefängnis- oder Rüstungs-industriellen Komplex geht es hier nicht etwa um eine „Versorgung-Verpflichtung“, sondern um Schaffung von Geldanlagemöglichkeiten des überreichlich am Markt herumirrenden und nach Anlage suchenden Kapitals.&nbsp; Im beruflichen Alltag der Sozialen Arbeit wird dieser Zusammenhang häufig als Sparpolitik missdeutet – es geht um neoliberale Umverteilung, horizontal zwischen den verschiedenen Wirtschaftssektoren, vertikal – wie schon immer – von unten nach oben.</li><li>In der Praxis bildet sich dieser Zusammenhang in hochkomplexen, bürokratischen Apparaten, ausgestattet vor allem mit den Organisationsmitteln Geld und Recht. Im Mittelpunkt dieser Praxis steht der privatrechtliche Vertrag. Dieser hat zunehmend die staatlichen Zuschüsse und Alimentierungen ersetzt, von denen vor allem die Wohlfahrtsverbände Jahrzehnte lang profitierten (ohne dass es je gelang, eine wissenschaftliche Analyse dieses Bereiches zu realisieren). In diesem Sinne war das KJHG Vorreiter neoliberaler Modernisierung des um die sogenannten „freien Träger“ erweiterten Staatsapparates. Das komplexe „Tuning“ dieses Entgelt-Vertrags-Systems funktioniert als Markt-Simulation und steht im Mittelpunkt der jetzigen Reformdebatte. Der Staatsapparat als „Monopol-Kunde“ lässt die Anbieter zum Teil europaweit gegeneinander konkurrieren. Ein inklusives Kinder- und Jugendhilferecht bedeutet eine willkommene Investitionsanlage – staatlich finanziert und privat angeeignet – von jährlich mehreren Milliarden €.</li><li>Neben den Eigeninteressen der Fachbehörden und Wohlfahrtsverbände spielen in dieser Kampfarena die professionellen, beruflichen und Einkommens- und Aufstiegs-Interessen der beteiligten Berufsgruppen eine zentrale Rolle. Liest man unter diesem Aspekt die Kommentare der diese Gruppen repräsentierenden Vereine und Verbände, so tritt die Dominanz des Konkurrenzdenkens und der Selbstreferenz fast schamlos zutage. Am ehrlichsten ist da noch die Gewerkschaft ver.di, der es gelungen ist, den Preis der Ware Arbeitskraft in den letzten Jahren deutlich zu verteuern, d. h. die Lebenslagen vor allem der ErzieherInnen, aber auch der SozialarbeiterInnen zu verbessern. Wenn aber am Elend der Flüchtlinge die Minderwertigkeitsgefühle von Professionen kompensiert werden sollen, wird es peinlich – siehe z.B. das Berliner Positionspapier zur Sozialen Arbeit mit Geflüchteten der Alice-Salomon-Hochschule (2015).</li><li>Wenn die Beschäftigten im Care-industriellen Komplex nicht um ihre Systemrelevanz kämpfen würden, sondern um ihre System-Transformations-Relevanz (Vorschlag vom AKS Hamburg 2020), dann würden sie sich dafür einsetzen und – gegebenenfalls subversiv – das weiter entwickeln, was in den meisten Bereichen der offenen Kinder- und Jugendarbeit heute schon Praxis ist: der Vorschein einer demokratischen Kooperations- und Beteiligungskultur. Es lohnt sich, den Gesetzentwurf systematisch danach zu untersuchen, wo Ansätze eigenständiger Kinder- und Jugendrechte zu finden sind, auch wenn sie manchmal nur mit Fantasie zu entdecken sind. In diesem Sinne ist das Recht auf Beratung ohne Beteiligung der Erziehungsberechtigten für sich genommen kein wirklicher Schritt, aber angesichts der dominierenden Tradition von institutionalisierter Zwangserziehung ist es der Zipfel eines Wechsels zur Subjektperspektive. Vor diesem Hintergrund erscheint der neu eingeführte § 4a wie von einem anderen Stern: Selbstorganisierte Zusammenhänge von jungen Menschen werden nicht nur positiv bewertet, sondern sollen auch materiell ausgestattet werden bzw. von den etablierten Trägern unterstützt werden. Vielleicht bekommt die Diskussion um sozial-räumliche Orientierung nun doch noch eine interessante Wendung.</li><li>Auf der Basis von Inklusion und Ganztagsschule könnte ungefähr folgende Option dieses Sektors des Care-industriellen Komplexes diskutiert werden: Perspektive ist ein demokratisches, d. h. ein Teilhabe- und Teilnahme-orientiertes Kinder- und Jugendrecht, in dem „Hilfe“ wesentlich dadurch aufgehoben ist, dass die Akteure sich wechselseitig unterstützen, wobei Akteure in diesem Feld natürlich auch die Professionellen sind. Solange dieses Feld durch ein zwei bis fünfgliedriges selektives Schulsystem dominiert wird, muss das in Ansätzen bereits existierende Gegenmachtmodell systematisch gestärkt werden. Die systemische Machtlosigkeit <em>aller </em>Beteiligten, die durch das Selektionssystem der „Leistungsnormalverteilungs-kurve“ immer wieder reproduziert wird, kann nur durch Zeiten und Orte verlässlicher Begegnungen in die Schranken verwiesen werden (solange es nicht abgeschafft werden kann). Dieser nicht-selektive soziale Raum müsste Schritt für Schritt dem selektiven gleichgestellt werden, indem zum Beispiel der Lebenssituation unterschiedlicher Alters- und Geschlechtsgruppen angemessene Tagesrythmen entwickelt werden, die von den Freiräumen der Schülerinnen und Schüler her gedacht werden.</li><li>Konkret könnte das so aussehen, dass die Schulsozialarbeit nicht mehr ein Anhängsel der Schulleitung ist, sondern dass die die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter eines Quartiers/eines Stadtteils schulunabhängig zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen der Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der Familienbildung und -förderung und der Jugendsozialarbeit einen selbstverwalteten Sozialraum gestalten, dem ein eigenständiges Budget zugeordnet ist, das wiederum – wie in einer Genossenschaft – als Anteilsscheine jedem Mitglied dieses Sozialraums gutgeschrieben wird. Was bei der Erhaltung und dem Bau von Schulgebäuden als aus dem Haushalt ausgelagertes Budget funktioniert, warum soll das hier nicht möglich sein? Es wäre zugleich auch ein Ansatz einer direkten Demokratie, der einen Möglichkeitsraum über den erstarrten und ritualisierten Parlamentarismus hinaus bilden könnte.</li><li>„Kommunale Ressourcenfonds“ (KoReF), demokratisch gestaltet und an artikulierten Bedürfnissen orientiert, könnten sich auf diese Weise zu einer praktikablen Kultur des Aufwachsens entwickeln, in der die institutionellen Zwänge durch die Vielfalt formeller, informeller und non-formaler Orte gemeinsamer Aufgabenbewältigung von jungen Menschen und junggebliebenen Professionellen überflüssig werden.</li></ul> Wir sind für Euch da! https://www.dolledeerns.de/2021/01/19/wir-sind-f%C3%BCr-euch-da/ www.dolledeerns.de Blog Feed urn:uuid:05942d3d-e6e1-b218-3374-8261978fcabf Tue, 19 Jan 2021 16:54:00 +0100 <?xml version="1.0"?> <div id="cc-matrix-4254898229"><div id="cc-m-14601199829" class="j-module n j-text "><p> Vielf&#xE4;ltige Angebote in unsere Einrichtungen bestehen weiter. In einigen Einrichtungen gibt es Pr&#xE4;senzangebote nach Anmeldung, in anderen finden Angebote ausschlie&#xDF;lich online statt. Hausaufgabenhilfe, Lernunterst&#xFC;tzung, Tanzkurse, Schreibgruppen, Bastelanleitungen usw. Erreichbar sind wir per Mail, Telefon und verschiedene Social Media Kan&#xE4;le. Bei Fragen, Sorgen, Langeweile, zur Beratung und Unterst&#xFC;tzung, zum Quatschen...&#xA0; Schaut unter "Einrichtungen" nach der, die ihr sucht! </p></div></div> Missionen für die Nachhaltigkeit – Das Logbuch der DIGITALWERKSTATT Karlsruhe https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2021/01/19/missionen-fuer-die-nachhaltigkeit/ Medienpädagogik Praxis-Blog urn:uuid:3223e129-c0b4-9944-5596-cd325b7802d4 Tue, 19 Jan 2021 06:00:00 +0100 <p><img width="300" height="236" src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage-300x236.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Das gelbe Logbuch auf einem schwarzen Tisch mit Smartphone und Scanner App" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage-300x236.jpg 300w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage-640x502.jpg 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage-768x603.jpg 768w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage-1536x1206.jpg 1536w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage.jpg 2000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>Seit 2014 beschäftigt sich die DIGITALWERKSTATT Karlsruhe mit dem „Dekonstruieren“ als pädagogische Praxis. Sie schraubt auf und forscht mit Gruppen an nicht mehr benötigten Geräten. Im medienpädagogsichen Kontext spielen wegen der vielen Bauteile und Rohstoffe wie Gold und Platinen, die im Workshop freigelegt werden, vor allem die Wow-Effekte des Öffnens, aber auch des Staunens eine [&#8230;] <p><img width="300" height="236" src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage-300x236.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Das gelbe Logbuch auf einem schwarzen Tisch mit Smartphone und Scanner App" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage-300x236.jpg 300w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage-640x502.jpg 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage-768x603.jpg 768w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage-1536x1206.jpg 1536w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage.jpg 2000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p><p class="has-drop-cap">Seit 2014 beschäftigt sich die DIGITALWERKSTATT Karlsruhe mit dem „Dekonstruieren“ als pädagogische Praxis. Sie schraubt auf und forscht mit Gruppen an nicht mehr benötigten Geräten. Im medienpädagogsichen Kontext spielen wegen der vielen Bauteile und Rohstoffe wie Gold und Platinen, die im Workshop freigelegt werden, vor allem die Wow-Effekte des Öffnens, aber auch des Staunens eine Rolle. Dadurch wurde der Fokus auf Recycling, Upcycling und nachhaltige Gerätenutzung und den Workshops gelegt.</p> <p><span id="more-7581"></span></p> <p>Aufgrund der kontaktlosen Zeit hat sich die <a rel="noreferrer noopener" href="https://digitalwerkstatt-karlsruhe.de/" target="_blank">DIGITALWERKSTATT Karlsruhe</a> die Zeit genommen und diese Erfahrungen in ein Logbuch gepackt. Das Logbuch funktioniert in Verbindung mit einer AR-App. So konnte der Workshopinput in Videos gepackt und direkt im Logbuch platziert werden. Eine sehr gute Möglichkeit die Stärken von Print und digitalen Inhalten im medienpädagogischen Kontext gewinnbringend zu nutzen. Als Technik kommt der AR-Server von <a rel="noreferrer noopener" href="https://augmelity.com/" target="_blank">Augmelity</a> zum Einsatz. Darüber hinaus wurde die Whitelabel <a rel="noreferrer noopener" href="https://digitalwerkstatt-karlsruhe.de/app/" target="_blank">Scanner-App</a> dazu erstellt. </p> <p>Im Logbuch sind fünf Missionen auf je einer Doppelseite enthalten, die es ermöglichen, im Gruppenkontext Gespräche anzuregen und eine eigene Haltung zum Thema Gerätenutzung zu entwickeln. Dieses Thema wurde in diesem Blog bereits im <a href="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2019/08/20/urban-mining-workshop/">Urban Mining Workshop</a> vorgestellt.</p> <h3>So funktioniert das Logbuch und die App:</h3> <figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"> <div class="wp-block-embed__wrapper"> <iframe title="So nutzt das Logbuch und die AR-Scanner App Print und Digital für den Bildungsbereicht optimal." width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/muH7j6JrXiY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe> </div><figcaption>Wenn Material damit hergestellt werden soll, dann kann die Plattform Augmelity für die Items genutzt werden (für Bildungsinstitutionen kostenlos), die DIGTIALWERKSTATT nutzt Scanner und greift auf den jeweiligen Account der Plattform zu. Für Bildungszwecke etwas reduzierter als die hauseigene Augemelity App und daher besser geeignet.</figcaption></figure> <h3 class="has-text-align-left">So kann es eingesetzt werden:</h3> <p>Das Logbuch gibt es als PDF kostenlos zum <a rel="noreferrer noopener" href="https://digitalwerkstatt-karlsruhe.de/logbuch/" target="_blank">Download</a> und die <a rel="noreferrer noopener" href="https://digitalwerkstatt-karlsruhe.de/app/" target="_blank">App</a> ist in beiden Stores ebenfalls kostenlos verfügbar. Das Logbuch ist zur freien Verwendung lizenziert, es kann also selbst ausgedruckt und verwendet werden. Die DIGTIALWERKSTATT bietet auch den Kauf einer CO2-neutral gedruckten Version an. Es ist auch möglich, Logbücher für eine Institution/ MakerSpace/ Förderverein o.ä. mit dem eigenen Logo zu bekommen. </p> <figure class="wp-block-gallery columns-4 is-cropped"> <ul class="blocks-gallery-grid"> <li class="blocks-gallery-item"> <figure><img src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage-640x502.jpg" alt="" data-id="7582" data-full-url="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage.jpg" data-link="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/?attachment_id=7582" class="wp-image-7582" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage-640x502.jpg 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage-300x236.jpg 300w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage-768x603.jpg 768w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage-1536x1206.jpg 1536w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Logbuch-und-Scanner-APP-fotomontage.jpg 2000w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure> </li> <li class="blocks-gallery-item"> <figure><img src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200707_140623-640x480.jpg" alt="" data-id="7584" data-full-url="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200707_140623.jpg" data-link="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/?attachment_id=7584" class="wp-image-7584" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200707_140623-640x480.jpg 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200707_140623-300x225.jpg 300w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200707_140623-768x576.jpg 768w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200707_140623.jpg 1200w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure> </li> <li class="blocks-gallery-item"> <figure><img src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/2DCBE185-2E5E-4278-BD58-3FABBCC5A197.jpeg" alt="" data-id="7585" data-full-url="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/2DCBE185-2E5E-4278-BD58-3FABBCC5A197.jpeg" data-link="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/?attachment_id=7585" class="wp-image-7585" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/2DCBE185-2E5E-4278-BD58-3FABBCC5A197.jpeg 480w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/2DCBE185-2E5E-4278-BD58-3FABBCC5A197-225x300.jpeg 225w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></figure> </li> <li class="blocks-gallery-item"> <figure><img src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200922_115528-1-640x853.jpg" alt="" data-id="7586" data-full-url="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200922_115528-1.jpg" data-link="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/?attachment_id=7586" class="wp-image-7586" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200922_115528-1-640x853.jpg 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200922_115528-1-225x300.jpg 225w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200922_115528-1.jpg 720w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure> </li> </ul><figcaption class="blocks-gallery-caption">Ergebnisse der Mission 3: Upcycling</figcaption></figure> <h3>So war der Entwicklungsprozess:</h3> <p>Kann man nachhaltiges Handeln lernen? Die DIGTIALWERKSTATT Karlsruhe hat sich viele Gedanken darüber gemacht. Das Fazit: Nur, wenn es Spaß macht und das Leben dadurch interessanter wird, werden Ideen auch tatsächlich langfristig im Alltag umgesetzt. Da in den Haushalten immer mehr elektronische Geräte lagern, wurde dieses Thema genauer betrachtet. So sind die MISSIONEN der DIGITALWERKSTATT Karlsruhe entstanden.<br />Im Raum Karlsruhe ist die DIGITALWERKSTATT mit Fahrrad und Anhänger unterwegs und hat für Schulklassen und Jugendhäuser spannende Missionen im Gepäck.<br />Das Ziel: möglichst viele Geräte in den Kreislauf zurückzuführen. Spielerisch entdecken die Kinder beim Bearbeiten des Heftes kreative Möglichkeiten, mit nicht mehr genutzten Geräten umzugehen und bekommen Tipps, wie sie ihr digitales Leben nachhaltiger gestalten können. Mit der Scanner App werde die Fotos zu Videos verwandelt und die Kinder werden mit Videobotschaften beim Durchspielen begleitet. Haben sie eine MISSION bestanden, dürfen sie eine Schatzkiste öffnen.</p> <p class="has-text-align-center">Autor:</p> <div class="wp-block-image"> <figure class="aligncenter size-large is-resized"><img src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Thorsten-Belzer-Bitmoji-Karlsruhe-Medienpädagoge-Digitalpädagoge-Filmemacher-Workshops-Fortbildungen-transparent.png" alt="" class="wp-image-7583" width="170" height="167" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Thorsten-Belzer-Bitmoji-Karlsruhe-Medienpädagoge-Digitalpädagoge-Filmemacher-Workshops-Fortbildungen-transparent.png 339w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/Thorsten-Belzer-Bitmoji-Karlsruhe-Medienpädagoge-Digitalpädagoge-Filmemacher-Workshops-Fortbildungen-transparent-300x295.png 300w" sizes="(max-width: 170px) 100vw, 170px" /><figcaption>Thorsten Belzer, Gründer der DIGITALWERKSTATT Karlsruhe, Medienpädagoge, Mitgründer der Medienakademie-BW</figcaption></figure> </div> <ul class="wp-block-social-links aligncenter"> <li class="wp-social-link wp-social-link-wordpress"><a href="https://thorstenbelzer.de" aria-label="Link zu WordPress"> <svg width="24" height="24" viewBox="0 0 24 24" version="1.1" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" role="img" aria-hidden="true" focusable="false"><path d="M12.158,12.786L9.46,20.625c0.806,0.237,1.657,0.366,2.54,0.366c1.047,0,2.051-0.181,2.986-0.51 c-0.024-0.038-0.046-0.079-0.065-0.124L12.158,12.786z M3.009,12c0,3.559,2.068,6.634,5.067,8.092L3.788,8.341 C3.289,9.459,3.009,10.696,3.009,12z M18.069,11.546c0-1.112-0.399-1.881-0.741-2.48c-0.456-0.741-0.883-1.368-0.883-2.109 c0-0.826,0.627-1.596,1.51-1.596c0.04,0,0.078,0.005,0.116,0.007C16.472,3.904,14.34,3.009,12,3.009 c-3.141,0-5.904,1.612-7.512,4.052c0.211,0.007,0.41,0.011,0.579,0.011c0.94,0,2.396-0.114,2.396-0.114 C7.947,6.93,8.004,7.642,7.52,7.699c0,0-0.487,0.057-1.029,0.085l3.274,9.739l1.968-5.901l-1.401-3.838 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Auf der Projektwebsite stehen eine umfängliche Dokumentation und Materialsammlung zur Verfügung.</p> <ul> <li><a href="https://www.agjf-sachsen.de/GesundesAufwachsenStaerken.html">Projektwebsite Gesundes Aufwachsen stärken</a></li> </ul> <p>Entwickelt wurde u.a. ein Wegweiser, der die sozialpädagogische Fachpraxis in Sachsen bei der Navigation hin zu einer gesundheitsförderlichen Gestaltung der Kinder- und Jugendarbeit unterstützen möchte und sich an Menschen wendet, die „Gesundes Aufwachsen“ von jungen Menschen voranbringen und mitgestalten wollen.</p> <ul> <li><a href="http://www.agjf-sachsen.de/gesunde-wege.html">Broschüre "Kinder- und Jugendarbeit gesundheitsförderlich gestalten – Wegweiser für die sächsische Praxis"</a></li> </ul> <p>Außerdem sind verschiedene Veranstaltungen auf der Projektwebsite dokumentiert, z.B.</p> <ul> <li><a href="http://www.agjf-sachsen.de/Images_of_Health.html">Multimediale Dokumentation zum Workshop "Bilder sprechen lassen" im CityClub Döbeln</a></li> <li><a href="https://www.agjf-sachsen.de/fachwerkstaetten.html">Dokumentation zur Online-Fachwerkstatt "Trifft Corona alle gleich?"</a></li> </ul> Großputz! Care nach Corona neu gestalten – nicht ohne Profession und Disziplin Soziale Arbeit https://www.blog.dgsa.de/grossputz-care-nach-corona-neu-gestalten-nicht-ohne-profession-und-disziplin-soziale-arbeit DGSA Blog Soziale Arbeit urn:uuid:94b5823e-4b96-3362-4670-318eaaa766e7 Fri, 15 Jan 2021 14:56:19 +0100 <div class="posthaven-post-body"><p>Was die Corona-Pandemie lehrt, ist in Sozialer Arbeit alltägliche Erfahrung: Menschsein bedeutet nicht nur der Wunsch nach Autonomie, Unabhängigkeit und Eigenständigkeit, sondern in allen Lebensphasen ist – in unterschiedlicher Ausprägung und differentem Umfang – Verletzlichkeit und Angewiesenheit bedeutsam (Thiessen 2011). Menschen können in ihrer gesamten Biografie ohne Care nicht (über-)leben. Sie sind zudem auf wertschätzende Beziehungen und soziale Netze angewiesen. Soziale Arbeit, die auf das Verhindern und die Bewältigung sozialer Probleme abzielt, befasst sich im Kern mit den „Gegebenheiten des gebrechlichen Lebens“ (Klinger 2014: 22) und stellt einen bedeutenden Anteil an professioneller Care-Arbeit neben Pflege und Erziehung. Sozialarbeitende sind Prekaritätsexpert*innen. Da Soziale Arbeit von der Wiege bis zur Bahre, von individuellen Problemlagen bis Konfliktklärungen in Sozialräumen zuständig ist, fördert diese professionelle Breite zugleich auch ihre Diffusität, Unbestimmbarkeit und letztlich Unsichtbarkeit. Weder ihr Status als akademische Profession noch die Breite der Handlungsfelder sind in der Öffentlichkeit präsent. In Berufsstatistiken wird Soziale Arbeit mit Erziehungsberufen und Heilerziehungspflege zusammengefasst, also mit Fachausbildungen unterhalb einer akademischen Ausbildung (zuletzt Koebe et al. 2020). Und selbst in Lehrbüchern zu Sozialer Arbeit wird unter diesem Titel nicht selten ausschließlich Bezug auf das Praxisfeld der Kinder- und Jugendhilfe im Sinne klassischer Sozialpädagogik genommen (Sandermann/Neumann 2018, siehe insb. S. 16). </p> <p> </p> <p><i>Soziale Arbeit: „systemrelevant“, aber unsichtbar</i></p> <p>So sind die Voraussetzungen schon schlecht, wie Soziale Arbeit in der (Fach-)Öffentlichkeit bereits vor der Pandemie wahrgenommen wurde. Es ist daher nicht verwunderlich, dass nun während der Pandemiesituation in den medialen Debatten und politischen Entscheidungsgremien Profession und Disziplin Sozialer Arbeit kaum eine Rolle spielen, obwohl mehr denn je das alltägliche Überleben Einzelner, von Familien und Lebenszusammenhängen und der soziale Zusammenhalt in unterschiedlichen lebensweltlichen Räumen auf Soziale Arbeit angewiesen sind (vgl. dazu auch Buschle/Meyer 2020). Thematisiert werden in (fach-)öffentlichen Debatten vor allem die Care-Berufe im Feld der Pflege und Erziehung. Wie Fachkräfte Sozialer Arbeit in der Obdachlosenarbeit, in der stationären Jugendhilfe, in der ambulanten Betreuung chronisch psychisch Erkrankter oder in der Gemeinwesenarbeit durch Covid-19 bedroht und betroffen sind, bleibt unsichtbar.</p> <p>Mit dem Begriff der „Systemrelevanz“ ist in der Pandemiesituation in Deutschland die Unverzichtbarkeit eines Berufsbereiches etikettiert worden, mit dem die Berufsangehörigen auch während eines „Lockdowns“ weiterhin tätig sein müssen und ihnen bei Bedarf Kinderbetreuung zur Verfügung gestellt wird. Als „systemrelevante“ Bereiche gelten neben Transport- und Reinigungsdiensten sowie Teilen des Verkaufsgewerbes insbesondere Care-Berufe in Gesundheit, Pflege, Erziehung und Sozialer Arbeit. Die – überwiegend weiblich Beschäftigten in den Dienstleistungsberufen sind also diejenigen–, „die den Laden am Laufen“ halten (Eichhorn 2020). </p> <p>Bemerkenswert ist die empirisch belegte Diskrepanz zwischen der offiziellen Zuschreibung einer „Systemrelevanz“ und der wahrgenommenen gesellschaftlichen Anerkennung durch die Beschäftigten, die Buschle und Meyer (2020: 161f.) im Berufsfeld Sozialer Arbeit im April 2020 untersucht haben. Besonders drastisch fällt diese Diskrepanz in den Handlungsfeldern Arbeit mit obdachlosen sowie suchtkranken Menschen aus (ebd.:161). Zudem wird fraglos erwartet, dass Beschäftigte Sozialer Arbeit sich der Ansteckungsgefahr aussetzen, wenn im Umgang mit Adressat*innen Abstände nicht einzuhalten sind. Während in den Medien fehlende Schutzausrüstung in der Pflege – zu Recht – skandalisiert wurde, wurde derselbe Missstand bezogen auf Soziale Arbeit nicht thematisiert. Ebenso wird die Dringlichkeit prioritärer Impfmöglichkeiten für Fachkräfte Sozialer Arbeit unterschlagen. In der <a href="https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/Ausgaben/02_21.pdf?__blob=publicationFile">Empfehlung der STIKO</a> (2021: 4) zur Priorisierung von Personengruppen wird Pflegepersonal mit Priorität 1, Tätige in Versorgung von demenziell Erkrankten oder von Personen mit Down-Syndrom mit Priorität 2, Fachkräfte in Gemeinschaftsunterkünften mit Priorität 3 vorgesehen. Erzieher*innen und Lehrer*innen werden in der 4. Stufe aufgeführt. Fachkräfte Sozialer Arbeit, die nicht mit den eben genannten Risikogruppen arbeiten, sondern im Frauenhaus, in ambulanten Hilfen und aufsuchender Arbeit beschäftigt sind, sollen also erst an sechster Stelle, wenn „alle übrigen Personen“ an der Reihe sind, die Chance auf eine Impfung erhalten.</p> <p>Wenn bereits auf der Praxisebene Belange Sozialer Arbeit kaum in den öffentlichen Diskurs gelangen, wundert es nicht, dass disziplinäre Expertise weder in Politikberatung noch bei in der Vergabe wissenschaftlicher Studien prominent vertreten ist. Hier führen systematische Lücken der Verankerung von Wissenschaft Sozialer Arbeit in Förderstrukturen sowie die Geringschätzung der angewandten Wissenschaften gegenüber den Universitäten als erhebliche Verstärkung eines geflissentlichen Übersehens der Disziplin Sozialer Arbeit.</p> <p> </p> <p><i>Wenn zur Krise eine Pandemie hinzukommt: Kritische Lücken in der Daseinsvorsorge</i></p> <p>Während in der Finanzkrise 2008 das Bankengewerbe als systemrelevant mit erheblichen Mitteln aus öffentlichen Haushalten subventioniert wurde, gilt dies nun für die systemrelevanten Care-Bereiche keineswegs in gleicher Weise. Der personelle Mehraufwand in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe, in der Arbeit mit Wohnungslosen, sucht- und psychisch erkrankten Menschen, im Gewaltschutz, in den Beratungsangeboten (wie bspw. Schuldner*innen-, Schwangerschaftskonfliktberatung) wird öffentlich kaum wahrgenommen und von den Kostenträgern zumeist nicht beglichen. Aulenbacher (2020: 398) stellt auch für die Corona-Pandemie fest, dass Wirtschaftssubventionen ungleich höher ausfallen als Sozial(staats)investitionen, Systemrelevanz hin oder her.</p> <p>Die „Ökonomisierung des Sozialen“ (Olk 1994, Lemke/Krasmann/Bröckling 2007), die in den letzten drei Dekaden stetig vorangetrieben wurde, um öffentliche Haushalte zu entlasten, erweist sich in der Pandemiesituation als fatal. Weder personell noch materiell sind soziale, Bildungs- und Gesundheitsdienste für meine pandemische Situation ausgestattet. Wie die Trägerlandschaft nach der Pandemie aussehen wird, ist noch nicht abzusehen. Die Zunahme privatgewerblicher Anbieter und die Einführung nachfrageorientierte Finanzierungsmodelle im Feld Sozialer Arbeit haben bereits vor der Pandemie zu einer Zunahme atypischer und prekärer Beschäftigung einerseits (Fuchs-Rechlin 2018) und zugleich zu einer Qualitätsminderung der Angebote andererseits (Candeias 2008; Seithe 2010) geführt. </p> <p> </p> <p><i>Gelegenheit beim Schopfe packen: Großputz im Care-Bereich</i></p> <p>Es ist daher höchste Zeit und gute Gelegenheit, die Frage der Unverzichtbarkeit von Care-Arbeit und den Wert des Sozialen für das Gemeinwesen ein weiteres Mal und laut zu stellen. Dabei muss die Bedeutung Sozialer Arbeit neben Pflege- und Erziehungsbedarfen systematisch und selbstbewusst konturiert werden. Benötigt werden Konzepte für eine gesellschaftlich solidarischere Organisation und Finanzierung von bezahlter und unbezahlter Care-Arbeit. </p> <p>Eine Reihe von Initiativen hat in den letzten Monaten bereits stattgefunden. Der <a href="https://www.dbsh.de/der-dbsh/junger-dbsh/stellungnahmen.html">Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit</a> (DBSH) initiierte die Fachkräfte-Kampagne #dauerhaftsystemrelevant (Bogorinsky 2020) mit dem Ziel der Vernetzung und Kooperation im Feld Sozialer Arbeit. Auch die <a href="https://www.verdi.de/themen/rente-soziales/++co++59cfd9aa-b222-11ea-8440-525400b665de">ver.di-Kampagne</a> #WIRSINDUNVERRZICHTBAR fokussiert explizit Soziale Arbeit, um auf unzumutbare Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen und nachhaltige Verbesserungen anzumahnen. Der <a href="https://www.der-paritaetische.de/fachinfo/bericht-20-vorlaeufige-lehren-aus-corona/">Paritätische Gesamtverband</a> hat im Dezember 2020 „20 vorläufige Lehren aus Corona“ aus Sicht eines Wohlfahrtsverbandes formuliert. Darin werden die Themen Armutsgefährdung, Wohnungsmisere und Unterfinanzierung sozialer Leistungen sowie Defizite bei partizipativer Maßnahmengestaltung aufgeführt – mithin langjährig bekannte Missstände, die nun in der Pandemiesituation Notlagen verstärken. Im Januar 2021 startet der <a href="https://www.frauenrat.de/das-politische-wirkt-privat/">Deutsche Caritasverband</a> eine care-politische Kampagne mit einer Bevölkerungsumfrage, nach der die Aufwertung sozialer Berufe als prioritäre Aufgabe eingeschätzt wird und zugleich die Meinung vorherrscht, dass die Corona-Pandemie den gesellschaftlichen Zusammenhalt geschwächt habe (Caritas 2021).</p> <p>Zudem gibt es eine Fülle von Stellungnahmen, Positionspapieren und Manifesten aus den vielfältigen Bewegungskontexten zur Care. Das <a href="https://equalcareday.de/manifest/">Equal Care Manifest</a> wurde noch kurz vor Ausbruch der Pandemie auf einem Kongress im Februar 2020 beschlossen, wird aber in der Debatte um Neugestaltung von Care und Aufwertung von SAHGE-Berufen seitdem breit rezipiert. Der <a href="https://www.frauenrat.de/wp-content/uploads/2020/11/Fachausschuss-Sorgearbeit-Deutscher-Frauenrat-Forderungen.pdf">Deutsche Frauenrat</a> hat im November 2020 „Maßnahmen für eine Umverteilung und Aufwertung von Sorgearbeit“ verabschiedet, in denen an den Forderungen des <a href="https://www.gleichstellungsbericht.de/de/topic/2.zweiter-gleichstellungsbericht-der-bundesregierung.html">Zweiten Gleichstellungsberichtes</a> angeknüpft wird. In einem Positionspapier hat die <a href="https://care-macht-mehr.com/">Initiative Care.Macht.Mehr</a> (Thiessen et al. 2020) im August 2020 erste Arbeitspakete für einen „Großputz“ mit dem Ziel einer Neugestaltung von Care vor dem Hintergrund interdisziplinärer und länderübergreifender Forschungen geschnürt. Neben der Einführung von Care-Mainstreaming in ökonomischen und sozialpolitischen Planungsprozessen, um bei allen politischen Maßnahmen die Auswirkungen auf Menschen, die Care-Verantwortung tragen, die Care-Tätigkeiten leisten oder die Care benötigen, als verpflichtende Dimension bei Entscheidungen mit zu berücksichtigen, wird hervorgehoben, Daseinsvorsorge als öffentliche Aufgabe neu zu bestimmen. Weitere Themen betreffen Entlohnungssysteme in den Care-Berufen, Arbeitszeitmodelle und die systematische Verknüpfung privater und öffentlicher Care sowie Digitalisierungsfragen und Beteiligungsrechte von Adressat*innen.</p> <p>Auch international kommt Bewegung in die Diskussionen um Fürsorgepraxen und sozialstaatliche Verankerung von Care. The Care Manifesto ist ein Beitrag von <a href="https://www.versobooks.com/authors/2499-the-care-collective">„The Care Collective“</a> aus Großbritannien (Chatzidakis et al. 2020), in dem kapitalismuskritische Analysen mit konkreten Vorschlägen für eine systematische Berücksichtigung von Care in Ökonomie, Politik- und Gemeinwesengestaltung vorgestellt werden. Ausgehend von der US-amerikanischen <a href="https://domesticworkers.org/">National Domestic Workers Alliance</a> hat sich bereits 2011 das breite Bündnis <a href="https://caringacross.org/">Caring across Generations</a> gebildet, das private und verberuflichte Care-Arbeit thematisiert und für bessere Care-Bedingungen insbesondere im Bereich haushaltsnaher Dienstleistungen sorgen möchte. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie werden ebenso Vorschläge für eine verbesserte Care-Infrastruktur und Arbeitsbedingungen vorgelegt. Das australische <a href="https://www.workandfamilypolicyroundtable.org/">Work + Family Roundtable</a>, in dem über 30 Wissenschaftler*innen aus 18 Universitäten und Forschungsinstituten organisiert sind, veröffentlicht im Dezember 2020 eine politische Agenda für einen neuen Gesellschaftsvertrag, in dem Erwerbs- und Care-Arbeit in genderkritischer Perspektive neu konturiert werden.</p> <p>Für die Disziplin und Profession Soziale Arbeit liegt in diesen Initiativen eine doppelte Chance, die zugleich eine Aufgabe darstellt: Die (internationale) Care-Debatte hat – verstärkt durch die Corona-Pandemie – einen deutlichen Schub bekommen und zu Vernetzungen zwischen Berufs- und Fachverbänden, migrations-, frauen- und queerpolitischen Initiativen, Selbsthilfegruppen, Gewerkschaften, wissenschaftlichen Projekten und Einzelpersonen geführt. Damit werden unter der Leitkategorie Care zentrale Themen, die auch Soziale Arbeit als Profession und Disziplin wesentlich betreffen, verhandelt (Rerrich/Thiessen 2021). Wenn Verbände und Gruppierungen Sozialer Arbeit sich hier einklinken und deutlich zu Wort melden, können in diesen Bündnissen zentrale Anliegen Sozialer Arbeit transportiert werden und die öffentliche Aufmerksamkeit genutzt werden, um langfristig soziale Missstände und Problemlagen solidarisch zu bearbeiten sowie Bedingungen für Profession und Disziplin Sozialer Arbeit zu verbessern. Oder wie die <a href="https://www.ifsw.org/to-the-top-of-the-cliff-how-social-work-changed-with-covid-19/">International Federation of Social Worker</a> im November 2020 pointiert: “We have the capacity to lead transformation and prevent slipback. Inclusive social protection systems and the active prevention of crises that stem from poverty, marginalisation, denial of rights and climate change need to be fundamental for humanity’s continuing story. The social work profession is large and growing. Time and time again, and no more so than during the COVID-19 pandemic, it has demonstrated its capacity to transform crises into better futures.” (IFSW 2020: 40)</p> <p> </p> <p>Prof. Dr. Barbara Thiessen, Co-Vorstandsvorsitzende der DGSA </p><p><br></p> <p><a></a><b>Literatur</b></p> <p>Aulenbacher, Brigitte (2020): Covid-19 – Warnzeichen oder Weckruf? Über die Sorglosigkeit des Kapitalismus und die „Systemrelevanz“ der Sorge. In: Thomas Schmidinger, Josef Weidenholzer (Hg.), Virenregime. Wie die Coronakrise unsere Welt verändert. Befunde, Analysen, Anregungen, Wien: bahoe books, 394-400.</p> <p>Bogorinsky, Ellen (2020): #dauerhaftsystemrelevant – die Fachkräfte-Kampagne macht Soziale Arbeit in der Pandemie sichtbar, <a href="https://www.blog.dgsa.de/number-dauerhaftsystemrelevant-die-fachkrafte-kampagne-macht-soziale-arbeit-in-der-pandemie-sichtbar">https://www.blog.dgsa.de/number-dauerhaftsystemrelevant-die-fachkrafte-kampagne-macht-soziale-arbeit-in-der-pandemie-sichtbar</a>, 10.1.21.</p> <p>Candeias, Mario (2008): Prekarisierung und prekäre Soziale Arbeit. In: Christian Spatschek, Manuel Arnegger, Sibylle Kraus, Astrid Mattner, Beate Schneider (Hrsg.), Soziale Arbeit und Ökonomisierung: Analysen und Handlungsstrategien. Berlin et al: Schibri-Verlag, 94-110.</p> <p>Deutscher Caritas Verband (2021): Miteinander durch die Krise: #DasMachenWirGemeinsam, <a href="https://www.caritas.de/fuerprofis/presse/pressemeldungen/aufwertung-von-sozialen-berufen-ist-laut-umfrage-aktuell-wichtigstes-handlungsfeld-fuer-die-politik-aa28caf2-9b87-4f88-ab7d-87821c602539">https://www.caritas.de/fuerprofis/presse/pressemeldungen/aufwertung-von-sozialen-berufen-ist-laut-umfrage-aktuell-wichtigstes-handlungsfeld-fuer-die-politik-aa28caf2-9b87-4f88-ab7d-87821c602539</a>, 15.1.21. </p> <p>Deutscher Frauenrat, Fachausschuss Sorgearbeit (2020): Das Politische wirkt privat. Maßnahmen für eine Umverteilung und Aufwertung von Sorgearbeit, <a href="https://www.frauenrat.de/wp-content/uploads/2020/11/Fachausschuss-Sorgearbeit-Deutscher-Frauenrat-Forderungen.pdf">https://www.frauenrat.de/wp-content/uploads/2020/11/Fachausschuss-Sorgearbeit-Deutscher-Frauenrat-Forderungen.pdf</a>, 10.1.21.</p> <p>Eichhorn, Anja (2020): Soziale Arbeit und Systemrelevanz, Blogbeitrag für DGSA Blog, <a href="https://www.blog.dgsa.de/soziale-arbeit-und-die-systemrelevanz">https://www.blog.dgsa.de/soziale-arbeit-und-die-systemrelevanz</a>, 10.1.21.</p> <p>Equal-Care-Day-Konferenz (2020): Das Equal Care Manifest, <a href="https://equalcareday.de/manifest/">https://equalcareday.de/manifest/</a>, 10.1.21.</p> <p>Fuchs-Rechlin, Kirsten (2018): Beschäftigungsbedingungen in sozialen Berufen im Spiegel der amtlichen Statistik. In G. Graßhoff, A. Renker &amp; W. Schröer (Hrsg.), Soziale Arbeit, Wiesbaden: VS Springer, 699-711.</p> <p>International Federation of Social Workers (IFSW) (2020): To the Top of the Cliff: How Social Work Changed with Covid-19, <a href="https://www.ifsw.org/product/books/to-the-top-of-the-cliff-how-social-work-changed-with-covid-19/">https://www.ifsw.org/product/books/to-the-top-of-the-cliff-how-social-work-changed-with-covid-19/</a>, 10.1.21.</p> <p>Kalipeni, Josephine; Kashen, Julie (2020): Building Our Care Infrastructure for Equity, Economic Recovery and Beyond, <a href="https://caringacross.org/carepaper/">https://caringacross.org/carepaper/</a>, 10.1.21.</p> <p>Klinger, Cornelia (2014): Selbst- und Lebenssorge als Gegenstand sozialphilosophischer Reflexionen auf die Moderne. In: Soziale Welt, Sonderband 20, 21-40.</p> <p>Koebe, Josefine; Samtleben, Claire; Schrenker, Annekatrin; Zucco, Aline (2020): Systemrelevant und dennoch kaum anerkannt: Das Lohn- und Prestigeniveau unverzichtbarer Berufe in der Corona-Krise unterdurchschnittlich. In: DIW aktuell, Nr. 48, <a href="https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.792728.de/diw_aktuell_48.pdf">https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.792728.de/diw_aktuell_48.pdf</a>.</p> <p>Lemke, Thomas; Krasmann, Susanne; Bröckling, Ulrich (2000), Gouvernementalität, Neoliberalismus und Selbsttechnologie. Eine Einleitung. In: Ulrich Bröckling, Susanne Krasmann, Thomas Lemke (Hg.), Gouvernementalität der Gegenwart. Studien zur Ökonomisierung des Sozialen, Frankfurt/M., 7-40. </p> <p>Olk, Thomas (1994). Jugendhilfe als Dienstleistung. Vom öffentlichen Gewährleistungsauftrag zur Marktorientierung. In: Widersprüche, 14. Jg., Heft 53, 11-32.</p> <p>Rerrich, Maria S.; Thiessen, Barbara (2021): Verhältnisbestimmung zwischen Sozialer Arbeit und Care. In: Bomert, Christiane, Sandra Landhäuser, Eva-Maria Lohner und Barbara Stauber (Hg.), Care! Zum Verhältnis von Sorge und Sozialer Arbeit, VS Springer Verlag (i.E.).</p> <p>Sandermann, Phillipp; Neumann, Sascha (2018): Grundkurs Theorien der Sozialen Arbeit, München: Reinhardt.</p> <p>Seithe, Mechthild (2010). Schwarzbuch Soziale Arbeit. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.</p> <p>Ständige Impfkommission (STIKO) (2021): Beschluss der STIKO für die Empfehlung der COVID-19-Impfung und die dazugehörige wissenschaftliche Begründung. In: Epidemiologisches Bulletin, Nr. 2, 3-63, <a href="https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/Ausgaben/02_21.pdf?__blob=publicationFile">https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/Ausgaben/02_21.pdf?__blob=publicationFile</a>, 14.1.21</p> <p>Thiessen, Barbara (2011): Verletzte Körper: Intersektionelle Anmerkungen zu Geschlecht und Behinderung, Beitrag für die Zeitschrift für Inklusion-online.net, 1/2011, <a href="http://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion/article/view/101/103">http://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion/article/view/101/103</a>, 8.1.21.</p> <p>Thiessen, Barbara, Weicht, Bernhard, Rerrich, Maria S., Luck, Frank, Jurczyk, Karin, Gather, Claudia, Fleischer, Eva; Brückner, Margrit (2020). Großputz! Care nach Corona neu gestalten. Ein Positionspapier zur Care-Krise aus Deutschland, Österreich, Schweiz, <a href="http://care-macht-mehr.com/">http://care-macht-mehr.com</a>, 8.1.21.</p> <p>Work + Family Roundtable 2020: Work +care in a genderinclusive recovery: A bold policy agenda for a new social contract, <a href="https://www.workandfamilypolicyroundtable.org/wp-content/uploads/2020/12/Work-Family-Policy-Roundtable_FINAL-Statement_Dec-11.pdf" title="Link: https://www.workandfamilypolicyroundtable.org/wp-content/uploads/2020/12/Work-Family-Policy-Roundtable_FINAL-Statement_Dec-11.pdf">https://www.workandfamilypolicyroundtable.org/wp-content/uploads/2020/12/Work-Family-Policy-Roundtable_FINAL-Statement_Dec-11.pdf</a>, 10.1.21.<br></p> <div class="posthaven-gallery" id="posthaven_gallery[1664668]"> <p class="posthaven-file posthaven-file-image posthaven-file-state-processed"> <img class="posthaven-gallery-image" src="https://phaven-prod.s3.amazonaws.com/files/image_part/asset/2562903/Dtvm5_lqhTwP94NT8TACJayuZI4/medium_Schildkr_te.jpg" data-posthaven-state='processed' data-medium-src='https://phaven-prod.s3.amazonaws.com/files/image_part/asset/2562903/Dtvm5_lqhTwP94NT8TACJayuZI4/medium_Schildkr_te.jpg' data-medium-width='800' data-medium-height='538' data-large-src='https://phaven-prod.s3.amazonaws.com/files/image_part/asset/2562903/Dtvm5_lqhTwP94NT8TACJayuZI4/large_Schildkr_te.jpg' data-large-width='1200' data-large-height='808' data-thumb-src='https://phaven-prod.s3.amazonaws.com/files/image_part/asset/2562903/Dtvm5_lqhTwP94NT8TACJayuZI4/thumb_Schildkr_te.jpg' data-thumb-width='200' data-thumb-height='200' data-xlarge-src='https://phaven-prod.s3.amazonaws.com/files/image_part/asset/2562903/Dtvm5_lqhTwP94NT8TACJayuZI4/xlarge_Schildkr_te.jpg' data-xlarge-width='2013' data-xlarge-height='1355' data-orig-src='https://phaven-prod.s3.amazonaws.com/files/image_part/asset/2562903/Dtvm5_lqhTwP94NT8TACJayuZI4/Schildkr_te.jpg' data-orig-width='2013' data-orig-height='1355' data-posthaven-id='25 Kinderrechte ins Grundgesetz – AGOT-NRW sieht weiteren Handlungsbedarf https://agot-nrw.de/kinderrechte-ins-grundgesetz-agot-nrw-sieht-weiteren-handlungsbedarf/ AGOT e. V. urn:uuid:5f61efbb-00dd-0a32-2102-75ac95406085 Fri, 15 Jan 2021 13:39:42 +0100 Die Koalitionsparteien haben sich nach langem und zähem Ringen auf eine Formulierung für die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz geeinigt. Die Arbeitsgemeinschaft Offene Türen NRW (AGOT-NRW) begrüßt, dass es zu ... <div><a href="https://agot-nrw.de/kinderrechte-ins-grundgesetz-agot-nrw-sieht-weiteren-handlungsbedarf/" class="more-link">Read More</a></div> #mppb21 – Da kommt etwas… https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2021/01/14/mppb21-da-kommt-etwas/ Medienpädagogik Praxis-Blog urn:uuid:b1fd42d1-1319-6af7-19dc-92f108e0aa75 Thu, 14 Jan 2021 06:00:00 +0100 <p><img width="300" height="111" src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2021/01/mppb21_fd-300x111.png" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2021/01/mppb21_fd-300x111.png 300w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2021/01/mppb21_fd-640x236.png 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2021/01/mppb21_fd-768x284.png 768w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2021/01/mppb21_fd-1536x567.png 1536w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2021/01/mppb21_fd-2048x756.png 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>Wir hoffen, Ihr seid alle gut in das neue Jahr gestartet! Auch hier tut sich im Hintergrund einiges, die Planungen für das #mppb21 sind angelaufen. Auch wenn es hinsichtlich der Corona-Pandemie alles noch nicht so locker planen lässt: Wir haben da etwas was richtig Schönes vor!  Nach drei Jahren in Mainz, zwei Jahren in Leipzig [&#8230;] <p><img width="300" height="111" src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2021/01/mppb21_fd-300x111.png" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2021/01/mppb21_fd-300x111.png 300w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2021/01/mppb21_fd-640x236.png 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2021/01/mppb21_fd-768x284.png 768w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2021/01/mppb21_fd-1536x567.png 1536w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2021/01/mppb21_fd-2048x756.png 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p><p>Wir hoffen, Ihr seid alle gut in das neue Jahr gestartet!</p> <p>Auch hier tut sich im Hintergrund einiges, die Planungen für das #mppb21 sind angelaufen. Auch wenn es hinsichtlich der Corona-Pandemie alles noch nicht so locker planen lässt: Wir haben da etwas was richtig Schönes vor! </p> <p>Nach <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2018/09/11/das-war-das-mppb18-nachschau-auf-das-medienpaedagogik-praxis-camp-2018-in-mainz/" target="_blank">drei</a> <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2017/09/13/medienpaedagogik-praxis-camp-die-zweite-mppb17/" target="_blank">Jahren</a> in <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2016/09/27/das-war-das-medienpaedagogik-praxis-camp-mppb10/" target="_blank">Mainz</a>, zwei Jahren in <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2019/09/10/mppb19-nachschau/" target="_blank">Leipzig</a> (<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2020/09/18/nachlese-mppb20/" target="_blank">eines davon virtuell</a>) geht das Barcamp des Medienpädagogik-Praxisblogs wieder auf Reisen! Der nächste Stopp ist einigermaßen zentral in der Mitte von Deutschland: <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.openstreetmap.org/#map=13/50.5519/9.6778" target="_blank">Fulda</a> heißt das #mppb21 herzlich Willkommen!</p> <p>Hier also ganz offiziell:</p> <p><strong>Please save the date! Wir laden zum #mppb21 vom 09. bis 10.09.2021 nach Fulda!</strong> <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f973.png" alt=" Neue CoronaSchV und FAQs in der 25. Fassung! https://agot-nrw.de/neue-coronaschv-und-faqs-in-der-25-fassung/ AGOT e. V. urn:uuid:486bc2aa-6929-946e-87e5-f4524348ce00 Tue, 12 Jan 2021 16:13:36 +0100 Wir wünschen allen ein erfolgreiches, aber vor allem gesundes neues Jahr 2021! Es wird uns sicher noch eine gehörige Portion Geduld abgefordert, bis das Leben wieder seinen normalen Gang geht. ... <div><a href="https://agot-nrw.de/neue-coronaschv-und-faqs-in-der-25-fassung/" class="more-link">Read More</a></div> Leitbild der AGOT-NRW e.V.! https://agot-nrw.de/leitbild-der-agot-nrw-e-v/ AGOT e. V. urn:uuid:0e5e553c-6817-52e5-d66e-f34cdc7b49a4 Tue, 12 Jan 2021 15:43:27 +0100 Auf ihrer letzten Klausur hatten die Trägervertreter*innen der vier angeschlossenen Trägergruppen der AGOT-NRW e.V. die Diskussion über ein neues Leitbild begonnen. Dieser Prozess ist jetzt abgeschlossen und das neue Leitbild ... <div><a href="https://agot-nrw.de/leitbild-der-agot-nrw-e-v/" class="more-link">Read More</a></div> Online-Foren für Austausch und Vernetzung - Fortsetzung https://agjf-sachsen.de/newsreader/online-foren-fuer-austausch-und-vernetzung-fortsetzung.html Feed urn:uuid:d1a845b3-80bd-9d66-80d4-0b4262bbdadd Tue, 12 Jan 2021 14:45:00 +0100 <p>Unter so schwierigen Bedingungen, wie wir sie aktuell vorfinden, wird (und bleibt) Jugendarbeit für Fachkräfte zu einer besonderen Herausforderung. Hier braucht es neue Ideen und Anknüpfung an vorhanden Erfahrungen, um die auch jetzt sehr wichtige Arbeit umzusetzen. Dieses Wissen lässt sich im Austausch mit anderen Fachkräften im Freistaat Sachsen praxisnah erwerben.</p> <p><strong>Wir möchten den Austausch unterstützen und bieten ab 20. Januar 2021 wieder moderierte Onlineforen an.</strong></p> <p>Für den 20. Januar haben wir Folgendes geplant: Neben einem kollegialen Austausch wird es einen thematischen Kurzinput von Anke Miebach-Stiens geben. Vorgestellt werden Impulse aus der neusten JuCo-Studie und der HAW-Studie. Im Anschluss bleibt ausreichend Zeit für Fragen, Diskussion und Ihre Anliegen in Bezug auf die momentane Situation.</p> <p>Die Foren werden auf 12 Teilnehmer*innen begrenzt und finden vorerst jeweils <strong>mittwochs von 13:00 bis 15:00</strong> Uhr statt. Weitere geplante inhaltliche Impulse werden zeitnah auf unserer Website und bei <a href="https://www.facebook.com/agjf.sachsen/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a> veröffentlicht.</p> <p>Anmelden können Sie sich über: <a href="mailto:koelbel@agjf-sachsen.de">koelbel@agjf-sachsen.de</a></p> <p>Sie bekommen einen Tag vor der Veranstaltung einen Link für die Einwahl bei Zoom zugesandt.</p> Novelle zum Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/gesetze/neues-kinder-und-jugendstaerkungsgesetz/162860 Aktuelles - Bundesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik urn:uuid:41077862-b39f-7e0f-8110-c29ec6ec4f12 Fri, 08 Jan 2021 21:25:54 +0100 <p>Der Referent*innen-Entwurf zum  <a href="https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/gesetze/neues-kinder-und-jugendstaerkungsgesetz/162860" target="_blank" rel="noopener">Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen</a> (KJSG) der Bundesegierung liegt vor.</p><p>Im Zuge der Novellierung soll § 9 SGB VIII "Grundrichtung der Erziehung, Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen" geändert werden.</p><p>Die Bundesarbeitsgemeinschaften haben dazu eine Eingabe gemacht.</p><p>Die gemeinsame Stellungnahme finden Sie <a title="Stellungnahme zum KJSG" href="https://www.maedchenpolitik.de/files/Dateien/PDF/Stellungnahmen/Stellungnahme zur Novelle SGB VIII § 9.3_neu.pdf" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</p> <br/><br/><span style="font-size:12px; color: gray;">(Feed generated with <a href="http://fetchrss.com" target="_blank">FetchRSS</a>)</span> Erneute Forderung: Persönliche Kontakte im Sinne der aufsuchenden Jugendarbeit sicherstellen https://agjf-sachsen.de/newsreader/erneute-forderung-persoenliche-kontakte-im-sinne-der-aufsuchenden-jugendarbeit-sicherstellen.html Feed urn:uuid:ac8f775d-2a88-5001-fce1-f6a23f1c0ca0 Thu, 07 Jan 2021 16:15:00 +0100 <p>Am 06.01.2021 haben sich landesweite Träger erneut an Verantwortungsträger in Sachsen gewandt mit dem dringenden Anliegen, die Angebote der Leistungsbereiche der §§ 11 - 14 und § 16 SGB VIII mit der neuen SächsCoronaSchVO wieder zu ermöglichen.</p> <p>In einem Schreiben vom 16.12.2020 wiesen wir bereits auf die Notwendigkeit hin, dass Kontakte zu Fachkräften und Ansprechpersonen möglich sein müssen, um junge Menschen in dieser für sie sehr schwierigen Zeit zu unterstützen.</p> <p>Wir schrieben im Dezember (inklusive Formulierungsvorschlag unsererseits):</p> <p><em>bezugnehmend auf die seit dem 15.12.2020 gültige SächsCoronaSchVO machen wir als sächsische Jugendhilfeträger auf unbedingt notwendige Änderungen aufmerksam. Die Grundintention, die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern und damit Menschenleben zu retten, teilen wir und damit auch die hierzu getroffenen Anordnungen, insbesondere die Regelung, dass Angebote der Kinder- und Jugendhilfe ohne pädagogische Betreuung untersagt sind.</em></p> <p><em>Allerdings werden mit der ebenfalls geregelten Schließung von Angeboten der Leistungsbereiche §§11-14 sowie 16 SGB VIII den Kindern und Jugendlichen wichtige Anlaufstellen verwehrt. So werden persönliche Kontakte zu Fachkräften und Ansprechpersonen unterbrochen, die insbesondere mit Blick auf Kindeswohlgefährdung dringend notwendig sind.</em></p> <p><em>Wir interpretieren die Bestimmungen des § 4 (16) SächsCoronaSchVO so, dass auch die Staatsregierung die Sicherung des Kindeswohls im Blick hat und dabei die mobile, aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit als wirksamen Ansatz betrachtet. Aus unserer Sicht muss dieser Ansatz allerdings durch die Fachkräfte aller Leistungsbereiche (§§11-14, 16 SGB VIII) umgesetzt werden. Wir empfehlen bis zur Überarbeitung/Änderung der aktuellen Verordnung diesbezüglich eine Präzisierung der Intentionen Ihres Hauses über die FAQ wie folgt herzustellen:</em></p> <blockquote> <p><strong>"Die Regelungen folgen dem Ziel, notwendige Maßnahmen zur Bewältigung der Pandemie mit dem gesetzlichen Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe in Einklang zu bringen. Die Sicherung des Kindeswohls und die Verhinderung weiterer Infektionen haben oberste Priorität. Die Fachkräfte der Leistungsbereiche §§ 11-14 und § 16 SGB VIII sollen weiterhin zur Verfügung stehen und Hilfs- sowie Unterstützungsangebote vorhalten, die neben Onlineangeboten wie folgt beschrieben möglich sind: Für alle Einrichtungen und Angebote der genannten Leistungsparagraphen sind persönliche Kontakte im Sinne der aufsuchenden Jugendarbeit möglich, insbesondere dann, wenn sie der Wahrung des Kindeswohls dienen. Diese Kontakte sind auf das zwingend notwendige Maß zu reduzieren; wann immer möglich und fachlich verantwortbar, ist eine kontaktlose Kommunikation zu bevorzugen. Sofern im Falle von drohender/vermuteter Kindeswohlgefährdung auf persönlichen Face-to-Face-Kontakt wie z. B. Beratungs-/Krisengespräch nicht verzichtet werden kann, sind die vorgeschriebenen Hygienekonzepte/-maßnahmen der Einrichtungen einzuhalten."</strong></p> </blockquote> <p>Auch bundesweit wird der Ruf danach laut, dass die Angebote der Kinder- und Jugendhilfe offen bleiben müssen, um die Rechte von Kindern und jungen Menschen zu sichern. Diesen Aufruf haben namhafte Wissenschaftler*innen sowie Verbände und Projekte der Praxis unterschrieben (<a href="http://www.agjf-sachsen.de/files/Bilder/Aktuelles/2021/PM_Kinder-Jugendhilfe-muss-offen-bleiben.pdf">im Anhang</a>). Folgende Forderungen werden aufgemacht:</p> <ul> <li><em>"Kinder und Jugendliche brauchen Orte, an denen sie sicher sind und ihre Zeit kinder- und jugendgerecht verbringen können!</em></li> <li><em>Jungen Menschen müssen soziale Beziehungen ermöglicht werden!</em></li> <li><em>Die Kinder- und Jugendhilfe muss offensiv auf die Kinder, Jugendlichen und Familien zugehen. Altersgerechte Informationen und digitale Kommunikationsformen sind jetzt</em><br><em>notwendig! Bund und Länder müssen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass alle Einrichtungen über ausreichende digitale Möglichkeiten verfügen, um mit jungen Menschen und Familien in Kontakt zu bleiben!</em></li> <li><em>Keine „Abschottung“ von Kindern und Jugendlichen in Wohngruppen, Heimen und Pflegefamilien! Das gilt umso mehr für Kinder mit Behinderung, die fast ganz aus dem Blick geraten sind.</em></li> <li><em>Die Kinder- und Jugendhilfe muss in die Teststrategie des Bundes aufgenommen werden!</em></li> <li><em>Die nach wie vor hohe Belastung der Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe muss stärker in den Blick der Öffentlichkeit! Wertschätzung und finanzielle sowie personelle Unterstützung sind notwendig!</em></li> <li><em>Ein reines Notprogramm in diesem Lockdown ist zu wenig! Kinder- und Jugendhilfe als Infrastruktur des Aufwachsens aufrechterhalten!</em></li> </ul> <p><em>Die Unterzeichner*innen dieses Aufrufs setzen sich dafür ein, dass auch unter den Bedingungen des Infektionsschutzgesetzes den Bedürfnissen und Rechten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen deutlich mehr Beachtung geschenkt wird. Das muss auch im Krisenmanagement für den Schutz und für ein gesundes Aufwachsen junger Menschen im Alltag spürbar und erkennbar sein. Es geht nicht mehr nur um ein paar Wochen, sondern auch darum, die Kinder- und Jugendhilfe für das Jahr 2021 gut aufzustellen."</em></p> <p>Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit und würden uns freuen, wenn unsere vorgeschlagenen Änderungen im Sinne der Interessen von Kindern und Jugendlichen aufgenommen werden können.</p> <p>Mandy Wiesner, Sächsische Landjugend e.V.</p> <p>Olaf Boye, Deutscher Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e.V.</p> <p>Anke Miebach-Stiens, AGJF Sachsen e.V.</p> <p>Susann Böhme, Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit Sachen e.V.</p> <p>Simone Stüber, LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V.</p> <p>Uwe Majewski, Aktion Jugendschutz Sachsen e.V.</p> <p>Hardy Spitzner, LV KiEZ Sachsen e.V</p> <p>Katrin Schröter - Hüttich, LAG Mädchen und junge Frauen Sachsen e.V.</p> Bundesweiter Aufruf: Die Kinder- und Jugendhilfe muss während des Lockdowns offen bleiben https://agjf-sachsen.de/newsreader/bundesweiter-aufruf-die-kinder-und-jugendhilfe-muss-waehrend-des-lockdowns-offen-bleiben.html Feed urn:uuid:04179b07-1a57-4cc1-d6f4-b596e85eecef Thu, 07 Jan 2021 15:51:00 +0100 <p> „Die Kinder- und Jugendhilfe muss während des Lockdowns offen bleiben! Die Rechte von Kindern und Jugendlichen müssen gesichert sein!“</p> <p>Zahlreiche Unterstützer*innen aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe haben diesen bundesweiten Aufruf unterzeichnet. Auch in der aktuellen Phase der Pandemie muss die Kinder- und Jugendhilfe aktiv auf Familien zugehen und junge Menschen unterstützen. Dafür müssen Rahmenbedingungen geschaffen und geeignete Konzepte umgesetzt werden.</p> <p>Hier gehts zum Aufruf: <a href="http://www.agjf-sachsen.de/files/Bilder/Aktuelles/2021/PM_Kinder-Jugendhilfe-muss-offen-bleiben.pdf">Kinder- und Jugendhilfe muss offen bleiben [PDF]</a></p> <p> </p> Zum neuen Jahr https://www.dolledeerns.de/2021/01/06/zum-neuen-jahr/ www.dolledeerns.de Blog Feed urn:uuid:57a8f35f-384f-e734-b679-c92a2daa300a Wed, 06 Jan 2021 10:03:00 +0100 <?xml version="1.0"?> <div id="cc-matrix-4254289229"><div id="cc-m-14598074929" class="j-module n j-text "><div class="default-style"> Liebe Mitfrauen*, liebe Unterst&#xFC;tzer*innen und liebe Interessierte* der Dollen Deerns, </div> <p> &#xA0; </p> <div class="default-style"> </div> <p> &#xA0; </p> <div class="default-style"> wir w&#xFC;nschen Euch ein sch&#xF6;nes, bewegtes und nat&#xFC;rlich gesundes Jahr 2021.&#xA0; </div> <p> &#xA0; </p> <div class="default-style"> </div> <p> &#xA0; </p> <div class="default-style"> Wir hoffen sehr, dass alle mit viel Kraft und Energie in das neue Jahr starten konnten und f&#xFC;r weitere Herausforderungen gewappnet sind. </div> <p> &#xA0; </p></div></div> Oh oh oh statt Ho ho ho? - Ergebnisse des Teilbandes Computerspiele und Internet der Drogenaffinitätsstudie 2019 der BZgA veröffentlicht https://agjf-sachsen.de/newsreader/oh-oh-oh-statt-ho-ho-ho.html Feed urn:uuid:c66328c5-f616-e0ce-d6ce-d387602227ab Tue, 05 Jan 2021 15:06:00 +0100 <p>Noch bevor das eine oder andere digitale Geschenk unter dem Weihnachtsbaum lag, veröffentlichte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) am 15.12.2020 die Ergebnisse des Teilbandes Computerspiele und Internet der Drogenaffinitätsstudie 2019.</p> Dokumentation „Vielfalt – Wir leben sie! 2021“ als E-Paper https://agot-nrw.de/dokumentation-vielfalt-wir-leben-sie-2021-als-e-paper/ AGOT e. V. urn:uuid:792609d5-d66b-96a9-be4c-13a140374f4d Mon, 04 Jan 2021 15:49:54 +0100 Endlich ist es soweit! Unter dem Link: https://vielfalt.agot-nrw.de/2020 könnt ihr die Dokumentation des Projektjahres &#8222;Vielfalt &#8211; Wir leben sie! 2021&#8220; als E-Paper einsehen und herunterladen. Die Dokumentation ist nun auch ... <div><a href="https://agot-nrw.de/dokumentation-vielfalt-wir-leben-sie-2021-als-e-paper/" class="more-link">Read More</a></div> Fortbildungsprogramm 2021 erschienen https://agjf-sachsen.de/newsreader/fortbildungsprogramm-2021-erschienen.html Feed urn:uuid:da5a161c-c892-0639-bd1c-c93e0e9545fb Wed, 23 Dec 2020 13:06:00 +0100 <p>Das Fortbildungsprogramm der AGJF Sachsen für 2021 ist seit wenigen Tagen erhältlich. Es kann auf unserer Seite heruntergeladen oder als Printversion kostenfrei bestellt werden.</p> <ul> <li><a href="http://www.agjf-sachsen.de/files/Downloads-Dokumente/agjf-fobiprogramme/2021/AGJF-Fortbildungsprogramm-2021.pdf">AGJF-Fortbildungsprogramm 2021 [PDF]</a></li> <li><a title="zum Bestellformular" href="https://www.agjf-sachsen.de/bestellformular.html">AGJF-Fortbildungsprogramm 2021 als Printversion bestellen</a></li> </ul> <p>Damit sind ab sofort auch Anmeldungen zu den Fortbildungen 2021 möglich: <a href="https://www.agjf-sachsen.de/alle-fortbildungen.html">Übersicht aller zukünftigen Fortbildungen</a></p> <p> </p> Jahresende https://www.dolledeerns.de/2020/12/22/jahresende/ www.dolledeerns.de Blog Feed urn:uuid:d8711409-7fd4-eed7-60a0-b7103396889a Tue, 22 Dec 2020 18:58:32 +0100 <?xml version="1.0"?> <div id="cc-matrix-4253654629"><div id="cc-m-14594955729" class="j-module n j-text "><p> <span style="font-size: 14px;">Liebe Interessierte und Spender*innen, ein herausforderndes und besonderes Jahr neigt sich dem Ende!</span> </p> <p> <span style="font-size: 14px;">Wir danken allen&#xA0; f&#xFC;r Ihr Interesse und das Engagement f&#xFC;r</span> <span style="font-size: 14px;"><span style="font-size: 14px;">unsere Arbeit!</span></span> </p> <p> <span style="font-size: 14px;">Wir w&#xFC;nschen allen eine erholsame Zeit zum Jahresende und einen sch&#xF6;nen Start ins neue Jahr,</span> <span style="font-size: 14px;"><span style="font-size: 14px;">mit viel&#xA0; Energie und Zuversich!</span></span> </p> <p> &#xA0; </p></div></div> Überlegungen zum Aktionstag #4genderstudies am 18.12.2020: Geschlechtertheoretische Perspektiven auf die Corona-Pandemie https://www.blog.dgsa.de/uberlegungen-zum-aktionstag-number-4genderstudies-am-18-dot-12-dot-2020-geschlechtertheoretische-perspektiven-auf-die-corona-pandemie DGSA Blog Soziale Arbeit urn:uuid:63294029-d3b9-21d0-b908-904b4be1cf44 Fri, 18 Dec 2020 11:19:17 +0100 <div class="posthaven-post-body"><p>Gender Studies stehen scheinbar zur Disposition: Mit Begriffen wie „Gender-Gaga“ oder „Gender-Wahn“ tituliert, werden Ansätze der Geschlechterforschung diffamiert, neben der AfD will auch die CSU den Studien öffentliche Mittel streichen. In Ungarn wurde das Studienfach Gender Studies abgeschafft. </p> <p>Solche Forderungen bzw. Diffamierungen lassen unberücksichtigt, dass Theorien der Geschlechterforschung nicht nur einen zentralen Beitrag zu Gesellschaftsanalysen leisten, sondern dass deren Fehlen in gesellschaftlichen Analysen zu umfangreichen Blindstellen und Auslassungen führt. Die Entwicklung und Festsetzung der sogenannten Coronaschutzmaßnahmen erfolgte ohne Bezugnahme auf Geschlechtertheorien und ohne Bezugnahme auf die Expertise Sozialer Arbeit, die sich auf Geschlechtertheorien hätte berufen können. Das scheint überraschend, insbesondere da die Adressat:innen Sozialer Arbeit besonders von den sogenannten Coronaschutzmaßnahmen betroffen sind. Ein Grund für die Abwesenheit Sozialer Arbeit könnte darin zu sehen sein, dass zu Beginn der Corona-Pandemie die zu treffenden Maßnahmen nahezu ausschließlich aus medizinischer Perspektive diskutiert wurden. Aus dieser Perspektive erschien nachvollziehbar – gar alternativlos – Einrichtungen Sozialer Arbeit zu schließen, galt es doch, die Mitarbeitenden und die Adressat:innen durch eine Reduzierung sozialer Kontakte zu schützen.</p> <p>Heute soll der Aktionstag #4genderstudies zum Anlass genommen werden, um die Phänomene der Corona-Pandemie aus einer geschlechtertheoretischen Perspektive zu betrachten:</p> <p>„So ist mit der Corona-Krise die Natur zurückgekehrt“ postuliert Udo Thiedeke in seinem Artikel „Der stille Frühling der Soziologie“ und führt aus, dass wir mit „der Unhintergehbarkeit einer kollektiven Gefährdung unserer Physiologie […] drastisch mit der Tatsache konfrontiert [sind], […] dass wir bei aller geistigen Abstraktionsfähigkeit (auch der soziologischen) und trotz aller kultureller Konstruktionen und technischen Manipulationen, biologische Existenzen geblieben sind“ (Thiedeke 2020). Und als solche biologischen Existenzen sind „wir darauf verwiesen, dass es derzeit dem Subjekt wenig nutzt, auf sein Naturrecht zu pochen, weil die Natur ihr Recht einfordert“ (Thiedeke 2020). Thiedeke stellt eine naturalistische Perspektive in den Fokus, er hebt <a>„das Virus auf die Stufe einer Naturgesetzlichkeit, eine Bedrohung, gegen die ‚wir‘ uns zusammenschließen müssen“ </a>(Grüneklee/Heni/Nowak 2020, S. 52).</p> <p>Eine andere Analysemöglichkeit bieten geschlechtertheoretische Perspektiven: Geschlechtertheoretische Zugänge sind für Soziale Arbeit zentral, ist diese doch seit ihrem Beginn mit geschlechtsbezogenen Dimensionen verwoben. Ende des 19. Jahrhunderts waren es vor allem Frauen, die „für eine sozialpolitisch und gesellschaftstheoretisch rückgebundene Soziale Arbeit stritten“ (Böhnisch 2015, S. 63). Und auch in der weiteren Etablierung der Sozialen Arbeit lassen sich die „Konstruktionen von Männlichkeit und Weiblichkeit und die damit verbundenen ungleichen Zuschreibungen besonders gut betrachten. Liebe und Zuwendung, Sorge, Fürsorge […] werden auf Frauen projiziert“ (ebd., S. 69) und sind dadurch mit gesellschaftlichen Abwertungen konfrontiert (Rubin 2020, 228ff.). Geschlechtsbezogene Zugänge finden sich aber nicht nur im historischen Kontext und auf der strukturellen Ebene der Verhältnisse, geschlechtsbezogene Zugänge finden sich auch als Interaktions- und Herstellungsprozesse auf der Ebene des Doing Gender. Dieser analytische Zugang ist für die Einordnung der Maßnahmen während der Corona-Pandemie insofern relevant, als eine zentrale Aussage des Doing Genders ist, dass es „eine strikte Trennung zwischen Natur, Kultur und Gesellschaft nicht geben kann“ (Ehlert 2017, S. 25). Kurz skizziert sind die Annahmen des Doing Gender folgende: Die Geschlechtszugehörigkeit von Personen scheint zwar „zu den fraglosen und nicht weiter begründungsbedürftigen Selbstverständlichkeiten unseres Alltagswissens“ (Wetterer 2010, S. 126) zu gehören. Zieht man Konzepte zur sozialen Konstruktion von Geschlecht heran, dann wird allerdings deutlich, dass „Geschlechter in Gesellschaften […] als Ergebnis historischer Entwicklungsprozesse und einer fortlaufenden sozialen Praxis“ (ebd.) zu verstehen sind. Geschlecht stellt nicht die Basis sozialen Handelns dar, es ist der Effekt von Handlungen (Hirschauer 1989, S. 101). Wenn Geschlecht als Herstellungsprozess verstanden wird, dann gibt es „keine außerkulturelle Basis sozialen Handelns, keine vorsoziale Grundlage oder Anschlussstelle sozialer Differenzierungs- und Klassifizierungsprozesse, keine der Geschichte vorgelagerte ‚Natur des Menschen‘ (mehr)“ (Wetterer 2010, S. 126). Es ist nicht der Unterschied, der die Bedeutung konstituiert, es ist die Bedeutung, die die Differenz konstituiert.</p> <p>Das außer Acht lassen dieser Perspektive führt dazu, dass durch die sogenannten Coronaschutzmaßnahmen bestehende geschlechtsbedingte Ungleichheiten verstärkt werden: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird – zumindest für die Angehörigen privilegierter Berufsgruppen, die ins Homeoffice ‚ziehen‘ können – ganz neu herausgefordert: Betreuung und Homeschooling von Kindern und Jugendlichen müssen zeitgleich mit der Erwerbstätigkeit stattfinden. Angehörige weniger privilegierter Berufsgruppen, z.B. Verkäufer:innen (zumeist Verkäuferinnen) müssen sich einer potenziellen Infektionsgefährdung durch den Kontakt mit anderen Menschen aussetzen. Zudem sind sie mit einer nahezu völlig unberechenbaren Betreuung ihrer Kinder konfrontiert, da die Betreuungseinrichtungen jeden Tag wieder schließen könnten, bzw. Kinder mit Erkältungssymptomen nahezu augenblicklich aus den Einrichtungen abgeholt werden müssen. Kinderbetreuung und Sorgearbeit – schon vor der Corona-Pandemie der hauptsächliche Zuständigkeitsbereich der Frauen – werden auch während der Corona-Pandemie weiterhin hauptsächlich von Frauen übernommen: Frauen sind während der Corona-Pandemie seltener im üblichen Stundenumfang erwerbstätig als Männer und sie haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, gar nicht erwerbstätig zu sein, ihre Erwerbstätigkeit also zu verlieren (Bünning/Hipp/Munnes 2020, S. 4).</p> <p>Und auch an der Verteilung der zur Verfügung stehenden, bzw. neu geschaffenen Ressourcen, lassen sich geschlechtsbedingte Konnotationen ablesen: Während für die Pfleger:innen (zumeist Pflegerinnen) am Fenster geklatscht und gesungen wurde, wurde die Luftfahrt- und Autoindustrie mehrfach in nicht unerheblichem Umfang finanziell mit staatlichen Hilfen bedacht.</p> <p>Wenn wir die Erkenntnisse der Geschlechterforschung im Rahmen der Umsetzung der sogenannten Coronaschutzmaßnahmen berücksichtigen, dann können sie entgegengesetzt zu den Annahmen von Thiedeke verstanden werden: ‚Die Natur‘ stellt in diesem Verständnis nichts Absolutes und damit auch nicht die außerkulturelle Basis des Handelns dar. Und diese Erkenntnisse lassen dann schlussfolgern, dass es nicht nur <i>eine richtige</i> Handlungsmöglichkeit gibt, sondern dann eröffnen sich Entscheidungsspielräume, die partizipativ und emanzipatorisch genutzt werden und geschlechtergerecht umgesetzt können.</p><p><br></p><p>Dr. Yvonne Rubin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin / M.A. Soziale Arbeit, Hochschule Fulda<br></p> <p></p><h1><br></h1><p></p><p><a></a><i>Literaturverzeichnis</i></p><p><a title="Link: null">Böhnisch, Lothar (2015): Bleibende Entwürfe. Impulse aus der Geschichte des sozialpädagogischen Denkens. Weinheim: Beltz Juventa.</a><br></p> <p><a title="Link: null">Bünning, Mareike/Hipp, Lena/Munnes, Stefan (2020): Erwerbsarbeit in Zeiten von Corona. Berlin.</a></p> <p><a title="Link: null">Ehlert, Gudrun (2017): Gender in der Sozialen Arbeit. Konzepte, Perspektiven, Basiswissen. Berlin: Wochenschau Verlag.</a></p> <p><a>Grüneklee, Gerald/Heni, Clemens/Nowak, Peter (2020): Corona und die Demokratie. Eine linke Kritik. Berlin: Edition Critic.</a></p> <p><a>Hirschauer, Stefan (1989): Die interaktive Konstruktion von Geschlechterzugehörigkeit. In: Zeitschrift für Soziologie 18, H. 2, S. 100–118.</a></p> <p><a>Rubin, Yvonne (2020): „Lohnt sich das denn“? - Zur Vergesellschaftung sorgender Tätigkeiten für ältere Personen durch freiwillig Engagierte. In: Rose, Lotte/Schimpf, Elke (Hrsg.): Sozialarbeitswissenschaftliche Geschlechterforschung. Methodologische Fragen, Forschungsfelder und empirische Erträge. Opladen, Berlin &amp; Toronto: Verlag Barbara Budrich. S. 219–232.</a><a></a></p> <p><a>Thiedeke, Udo (2020): Der stille Frühling der Soziologie. Wie die Corona-Krise Gewissheiten der Soziologie herausfordert.</a></p> <p><a>Wetterer, Angelika (2010): Konstruktion von Geschlecht: Reproduktionsweisen der Zweigeschlechtlichkeit. In: Becker, Ruth/Kortendiek, Beate (Hrsg.): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. 3., erw. und durchges. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften/ GWV Fachverlage, Wiesbaden. S. 126–136.</a></p> <p> <br></p></div> Bundesstiftung Gleichstellung https://www.frauenrat.de/gleichstellungsstiftung-jetzt-gruenden/#_ftnref1 Aktuelles - Bundesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik urn:uuid:c3395e90-7c55-a685-3439-8a4f69ecc2c2 Tue, 15 Dec 2020 21:33:00 +0100 <p>Die BAG Mädchen*politik begrüßt, dass für den Aufbau der im Koalitionsvertrag 2018 vereinbarten Bundesstiftung Gleichstellung nun finanzielle Mittel im Bundeshaushalt eingestellt wurden. Die zügige Errichtung einer unabhängigen Einrichtung für Gleichstellung und Geschlechterfragen hatten bereits im <a href="https://www.frauenrat.de/gleichstellungsstiftung-jetzt-gruenden/#_ftnref1" target="_blank" rel="noopener">Juli 2020 viele Akteur*innen (u.a. die BAG Mädchen*politik) im Aufruf des Deutschen Frauenrates gefordert. </a> <br/>Die Stiftung widmet sich "...wissenschaftlich fundiert, insbesondere den Fragen der gerechten Partizipation von Frauen in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft“. </p><p>Mehr zur Gleichstellungsstrategie der Bundesregierung unter: <a href="https://www.gleichstellungsstrategie.de/rgs-de/ziele/gleichstellung-als-aufgabe-der-gesamten-regierung/bundesinstitut--stiftung-gleichstellung/157718" target="_blank" rel="noopener">Bundesinstitut/-stiftung Gleichstellung</a></p> <br/><br/><span style="font-size:12px; color: gray;">(Feed generated with <a href="http://fetchrss.com" target="_blank">FetchRSS</a>)</span> Soziale Arbeit und die Systemrelevanz https://www.blog.dgsa.de/soziale-arbeit-und-die-systemrelevanz DGSA Blog Soziale Arbeit urn:uuid:e46f2188-fcf6-5920-2312-7b71b40ea963 Tue, 15 Dec 2020 12:57:14 +0100 <div class="posthaven-post-body"><h2> <i>Kritische Gedanken über ein fragwürdiges Etikett</i><i> </i> </h2> <p>In Anbetracht der Coronavirus-Pandemie und der mit ihr einhergehenden gesellschaftlichen Herausforderungen ist die Soziale Arbeit derzeit an verschiedenen Stellen damit befasst, sich über ihr Selbstverständnis und ihre gegenwärtigen wie zukünftigen Aufgaben zu vergewissern. Teil dieses Reflexionsprozesses ist die vom DBSH initiierte Fachkräftekampagne „#dauerhaftsystemrelevant“. Ich möchte den kürzlich in diesem Blog erschienenen Beitrag über die Kampagne zum Anlass nehmen, einige kritische Fragen aufzuwerfen, die sich mir angesichts des Kampagnentitels gestellt haben. Denn der durch die Kampagne in den Anerkennungs- und Professionsdiskurs der Sozialen Arbeit eingebrachte Begriff der „Systemrelevanz“ macht es aus meiner Sicht einmal mehr nötig, über die Angemessenheit professionsfremder Begrifflichkeiten und damit einhergehender Implikationen für die Soziale Arbeit nachzudenken. Ich gebe hier Gedanken aus einem von mir geschriebenen Artikel wieder, der im Sammelband <i>Corona, Gesellschaft und Soziale Arbeit. Neue Perspektiven und Pfade</i> (Kniffki/Lutz/Steinhaussen 2021) erscheinen wird und den ich für diesen Blog gekürzt und leicht abgeändert habe. Die Vorabveröffentlichung ist mit den Herausgebern des Sammelbandes abgestimmt. </p> <p>Zum Zeitpunkt der Entstehung meines Beitrags ist die Corona-Krise nicht überwunden, und ihre Folgen für die Gesellschaft und die Soziale Arbeit sind noch nicht absehbar. Meine Überlegungen stellen daher eine Momentaufnahme dar, und ich erlaube mir ausdrücklich, auch unfertige Gedanken zu äußern und Fragen aufzuwerfen, zu denen ich vielleicht selbst noch keine Antwort parat habe. Fragen zu stellen, ohne sofort gebrauchsfertige Antworten an der Hand zu haben, mag angesichts mancher mit der Corona-Krise verbundener Zumutungen und Handlungsbedarfe als ein Privileg erscheinen. Angesichts der globalen Krise und der deswegen nötigen Standortbestimmung und Neujustierung Sozialer Arbeit erscheint mir eine „Praxis des Fragens“ (Burzlaff/Eifler 2018) allerdings als eine Kompetenz, die es (neu) zu entdecken und zu etablieren gilt. </p> <p><b>Corona und die Relevanz der Systemrelevanz</b></p> <p>In den gesellschaftlichen und medialen Debatten um Systemrelevanz ging und geht es um die Sichtbarmachung von Berufsgruppen und Personen, die sprichwörtlich „den Laden am Laufen halten“. Teil dieser Debatten ist, dass diese – zumeist weiblich besetzten – Berufe und Berufsgruppen traditionell wenig gesellschaftliches Prestige genießen, materiell schlecht ausgestattet, in der Regel personell unterbesetzt und oft unterbezahlt sind. Mit dem Systemrelevanz-Diskurs geht insofern die Hoffnung einher, dass ein Diskussionsprozess in Gang gesetzt wird, der mittelfristig zu mehr Anerkennung und finanzieller Aufwertung dieser Berufsgruppen und Personen führt. Dass eine Einstufung als „systemrelevant“ tatsächlich existenziell sein kann, zeigte sich während des ersten sogenannten „Lockdowns“ im Frühjahr dieses Jahres, als im Zuge der vorübergehenden Schließung von Schulen und Kitas nur noch Eltern aus sogenannten systemrelevanten Berufen einen Anspruch auf Notbetreuung hatten. Außerdem bedeutet eine Einstufung als „systemrelevant“ einen priorisierten Zugang zu Schutzkleidung, Masken und Desinfektionsmittel. Dass gerade von gewerkschaftlicher Seite der Ruf nach einer Einstufung Sozialer Arbeit und ihrer Beschäftigten als „systemrelevant“ laut geworden ist, ist vor diesen Hintergründen zunächst verständlich. </p> <p><b>Bietet „Systemrelevanz“ wirklich einen Mehrwert?</b></p><p>Nun sind die Anliegen der DBSH-Kampagne nicht grundsätzlich neu. Sie werden von Vertreter*innen einer kritischen Sozialen Arbeit schon länger vorgetragen (z.B. Seithe 2013). Zudem erinnert einiges aus der Systemrelevanz-Kampagne an den Slogan „Soziale Arbeit ist mehr wert!“, unter dem die AWO, ver.di und der DGB bereits verschiedentlich auf die Situation von Beschäftigten in sozialen Dienstleistungsberufen aufmerksam gemacht haben. Auch wenn die Corona-Pandemie als Aufhänger der DBSH-Kampagne neue Aspekte in die Debatte einbringt, so stellt sich aus Professions- und Professionalisierungsaspekten sowie mit Blick auf die Außendarstellung Sozialer Arbeit dennoch die Frage, welcher <i>Mehrwert</i> in der Bemühung des Systemrelevanz-Etiketts liegt: Wird darüber ein Berufsbild vermittelt? Liefert es eine Antwort auf die Frage, was Soziale Arbeit <i>ist</i>, was Sozialarbeiter*innen <i>tun</i> und <i>warum</i> sie es tun <i>wie</i> sie es tun? Gibt „Systemrelevanz“ Aufschluss darüber, was professionelle Identität in der Sozialen Arbeit ausmacht und worin sich eine professionsethische Haltung auszeichnet?</p> <p>Die Fachkräftekampagne möchte Soziale Arbeit in der Pandemie sichtbar machen – aber sichtbar als was? Um es mit den Worten des Arbeitskreises kritische Soziale Arbeit Hamburg zu formulieren: „Es ist verständlich, dass die eigene Bedeutung betont wird, dabei stellt sich jedoch die Frage, <i>wofür</i> Bedeutung erlangt werden will: was ist mit der ‚Systemrelevanz‘ gemeint? Relevant wofür? Um die ‚Feuerwehr‘ zu sein (nicht nur) in der Krise – und dafür die gebührende […] Anerkennung zu bekommen?“ (AKS Hamburg 2020; Hervorh. im Orig.).<b> </b></p> <p><b>Systemrelevanz – ein problematisches Etikett für die Soziale Arbeit</b></p> <p>Begreifen wir das Systemrelevanz-Etikett als eines, das, von außen vergeben, immer auch politisch motiviert ist, so stellt sich die Frage, ob mit ihm nicht die Gefahr der Fremdmandatierung Sozialer Arbeit einhergeht. Schließlich geht es in der Systemrelevanz-Debatte nicht nur um Fragen von Anerkennung und um die Verteilung von Ressourcen, sondern auch um gesellschaftliche Aufträge (Meyer 2020). So wurde der Nachweis von Systemrelevanz für soziale Dienstleister beispielsweise im Zuge des neu erlassenen Sozialdienstleister-Einsatz-Gesetzes (SodEG) obligat: Um finanzielle Zuschüsse zu erhalten, müssen die Antragstellenden erklären, dass sie „Arbeitskräfte, Räumlichkeiten und Sachmittel in Bereichen zur Verfügung stellen, die für die Bewältigung von Auswirkungen der Coronavirus SARS-CoV-2 Krise geeignet sind“ (§ 1 S. 1 SodEG). Nikolaus Meyer (2020) sieht das Gesetz aus professionstheoretischer Perspektive als „brandgefährlich“ an, denn statt die Funktion Sozialer Arbeit im Hinblick auf Menschen und Gesellschaft anzuerkennen, ermögliche das SodEG, Beschäftigte der Sozialen Arbeit unter dem Label der „Systemrelevanz“ zum Ernteeinsatz oder zum Füllen von Supermarktregalen heranzuziehen. Für die Soziale Arbeit, die im Kontext ihres (De-)Professionalisierungsdiskurses immer wieder mit Fragen ihres Mandats und ihrer Mandatierung befasst ist, sollte eine kritische Auseinandersetzung mit der „Systemrelevanz“ daher grundlegend sein. Möglicherweise schießt sich die Soziale Arbeit, wenn sie sich in dem Wunsch, (endlich) als unverzichtbare Profession mit Prestige wahrgenommen und anerkannt zu werden, als „dauerhaft systemrelevant“ ausweist, aus professionstheoretischer Sicht sogar ein Eigentor. Und ich wage zu behaupten, dass sich dieses auch nicht einfach mit der Feststellung umdeuten lässt, „Systemrelevanz“ bedeute „gleichzeitig auch Systemkritik und -veränderung“ (s. „Unsere Antworten auf die 3 häufigsten Einwände“, www.dauerhaft-systemrelevant.de; Zugriff: 13.12.2020).</p> <p>Silvia Staub-Bernasconi äußerte einmal den Gedanken, dass die Deprofessionalisierung der Sozialen Arbeit nicht nur eine Gefahr von außen sei, sondern dass sie intern „auf einen Anerkennungshunger [trifft], den man mit Konformität gegenüber dem Zeitgeist zu stillen sucht“ (Staub-Bernasconi 2005, S. 6). Ob im Ruf nach dem Systemrelevanz-Etikett möglicherweise solch eine auf „Anerkennungshunger“ basierende Konformität liegt, wäre zu diskutieren. Angesichts der Tatsache, dass die Soziale Arbeit immer wieder mit der Zuschreibung defizitärer Professionalität konfrontiert ist, wäre aus meiner Sicht zumindest zu überlegen, ob sich in dem Wunsch nach einer von außen vorgenommenen Etikettierung als „systemrelevant“ die Angst der Sozialen Arbeit abbildet, sich angesichts einer globalen Krise <i>von innen heraus</i> kompetent im Sinne einer autonomen Profession zu zeigen – und damit auch die Gefahr des eigenen Scheiterns vor Augen zu haben (Hünersdorf 2019, S. 288). </p> <p><b>Im Spannungsfeld von Systemrelevanz und Systemirrelevanz </b></p> <p>Abgesehen von den bisher genannten Punkten, birgt das Kriterium der Systemrelevanz einen weiteren problematischen Aspekt: Gerade weil es in der Debatte vorrangig um gesellschaftliche Anerkennung und die Verteilung von Ressourcen geht, produziert eine Etikettierung als „systemrelevant“ notwendigerweise gesellschaftliche Ausschlüsse und Spaltungen. Denn wo auf der einen Seite die „Systemrelevanten“ stehen, stehen auf der anderen Seite die „Systemirrelevanten“. (Andernfalls würde sich eine Etikettierung faktisch erübrigen.) </p> <p>Soziale Arbeit ist per definitionem (IFSW/IASSW 2014) aber gerade für diejenigen relevant, die von sozialer Ausgrenzung oder Unterdrückung betroffen oder bedroht sind, und sie zieht ihre Interventionsmotive häufig gerade aus den <i>systemimmanenten</i> Bedingungen, die zu Ausgrenzung, sozialem Ausschluss und Unterdrückung beitragen. Wie verträgt sich ein Systemrelevanz-Etikett damit? Führt es Soziale Arbeit nicht ad absurdum? Was bedeutet eine <i>System</i>relevanz Sozialer Arbeit für ihre Adressat*innen und für die Adressierungsprozesse? Und welchen Stellenwert hätte ein Systemrelevanz-Etikett gegenüber dem Ethikkodex (IFSW/IASSW 2004), wenn Praktiker*innen mit mandatswidrigen Forderungen konfrontiert sind oder in Praktiken verwickelt werden, die im Widerspruch zur Definition Sozialer Arbeit stehen? </p> <p>Wenn Soziale Arbeit wegfiele, konsequent bestreikt würde – was würde dann zusammenbrechen? Das System? (Zur Verdeutlichung stelle man diese beiden Fragen einmal mit Blick auf die Soziale Arbeit in Frauenhäusern und ersetze „System“ durch „Patriarchat“.) </p> <p><b> </b><b>Soziale Arbeit in der Krise? Von der Systemrelevanz zum Relevanzsystem</b></p> <p>Die eigentliche Frage ist doch: Wie kann Soziale Arbeit auf ihre Anliegen und die Situation von Adressat*innen aufmerksam machen, wie kann sie ihr Handeln begründen und ihre Expertise herausstellen, <i>ohne</i> sich unbedingt der Vokabeln bedienen zu müssen, die in einer bestimmten Zeit oder einem bestimmten Diskurs gerade en vogue sind? Etwas zugespitzt formuliert: Es wird auch nach der Corona-Krise nicht ausreichen, auf die Frage „Was ist Soziale Arbeit?“ mit „Systemrelevant!“ zu antworten. Möglicherweise wird im Zuge der zu erwartenden (Welt-)Wirtschaftskrise nämlich erneut eine semantische Verschiebung des Begriffs „Systemrelevanz“ stattfinden und, wie bereits in der Finanzkrise 2007/08 geschehen, zur Priorisierung derjenigen Institutionen und Branchen führen, die Relevanz für die Stabilität des <i>Finanzsystems</i> haben. Soziale Arbeit müsste sich dann (wieder einmal) damit auseinandersetzen, dass Relevanz hat, wer am effizientesten wirtschaftet und seine Wirksamkeit am besten anhand betriebswirtschaftlicher Kriterien nachweist. </p> <p>Wir sollten auch bedenken, dass der Fokus Sozialer Arbeit und die Schwerpunkte ihrer Interventionen nicht nur sozioökonomisch, sondern auch historisch, politisch und kulturell beeinflusst werden. Sozialarbeiter*innen agieren nicht jenseits des Zeitgeistes und Soziale Arbeit ist nicht per se eine Profession des Widerstandes. Sollte sich der Rechtsruck in Europa weiter fortsetzen und sollten sich auch in Deutschland die politischen Verhältnisse weiter nach rechts bewegen – mit Blick auf die Corona-Krise denke man dabei auch an die rechtsextreme Mobilisierung und Radikalisierung der sogenannten „Querdenken“-Demonstrationen –, was würde eine heutige „Systemrelevanz“ Sozialer Arbeit dann in zwei oder fünf Jahren bedeuten? </p> <p>Um nicht missverstanden zu werden: Es geht mir nicht darum zu klären, wem „wirklich“ Systemrelevanz zuerkannt werden sollte. Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten, weil es eben immer darauf ankommt, wer sie aus welcher Perspektive mit welcher Absicht stellt – und im Übrigen: welcher Systembegriff zugrunde gelegt wird. Genau darin liegt meines Erachtens der springende Punkt der Systemrelevanz-Kampagne: Sie lässt offen, welches System gemeint ist, oder – um den Begriff der Systemrelevanz einmal spielerisch zu wenden – was in Anbetracht einer globalen Krise ein professionelles <i>Relevanzsystem </i>Sozialer Arbeit ist oder sein könnte. </p> <p>Es brauchte sicher keine Pandemie, um festzustellen, dass die Soziale Arbeit sich zu wenig politisch positioniert und gesellschaftlich zu wenig wahrnehmbar ist. Diese Tatsache ist oft beklagt und die Widerstandslosigkeit sowie das Schweigen der Sozialen Arbeit sind verschiedentlich analysiert worden (z.B. Burzlaff/Eifler 2018; Prasad 2017; Seithe 2013; Seithe 2012). Es wird künftig darauf ankommen, ob und mit welchen Konsequenzen solche Analysen innerhalb der Sozialen Arbeit zur Kenntnis genommen werden.</p> <p> </p> <p><i>Anja Eichhorn, Sozialarbeiterin (MSW), wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Siegen</i></p> <p><i> </i></p> <p><b>L</b><b>iteratur</b></p> <p>AKS Hamburg (2020): Systemrelevanz? Nein! Systemtransformationsrelevant! Ein Zwischenruf. https://akshamburg.files.wordpress.com/2020/06/zwischenruf_akshamburg.pdf (Zugriff 13.12.2020).</p><p>Burzlaff, Miriam/Eifler, Naemi (2018): Kritisch intervenieren!? Über Selbstverständnisse, Kritik und Politik Sozialer Arbeit – oder aber: Was ist der ‚weiße Kittel‘ Sozialer Arbeit? In: Prasad, Nivedita (Hrsg.): Soziale Arbeit mit Geflüchteten. Rassismuskritisch, professionell, menschenrechtsorientiert. Stuttgart: Barbara Budrich. S. 345–365.<br></p><p>Hünersdorf, Bettina (2019): Paradoxien der Normalisierung (in) der Sozialpädagogik. In: Zeitschrift für Sozialpädagogik 17, H. 3, S. 281–296.<br></p><p>IFSW/IASSW (2004): „Ethics in Social Work, Statement of Principles“. www.iassw-aiets.org/wp-content/uploads/2015/10/Ethics-in-Social-Work-Statement-IFSW-IASSW-2004.pdf (Zugriff 13.12.2020).<br></p><p>IFSW/IASSW (2014): „Globale Definition Sozialer Arbeit; deutsche Übersetzung: Avenir Social: Die IFSW/IASSW-Definition der Sozialen Arbeit von 2014“. www.ifsw.org/wp-content/uploads/2019/07/definitive-deutschsprachige-Fassung-IFSW-Definition-mit-Kommentar-1.pdf (Zugriff 13.12.2020).<br></p><p>Kniffki, Johannes/Lutz, Ronald/Steinhaussen, Jan (Hrsg., 2021): Corona, Gesellschaft und Soziale Arbeit. Neue Perspektiven und Pfade. Bd. 1. Weinheim/München: Juventa (im Druck).<br></p><p>Meyer, Nikolaus (2020): Verwerfung in der Sozialen Arbeit – Corona als Auslöser? In: Böhmer, Anselm/Engelbracht, Mischa/Hünersdorf, Bettina/Kessl, Fabian/Täubig, Vicki (Hrsg.): Soz Päd Corona. Der sozialpädagogische Blog rund um Corona. https://sozpaed-corona.de (Zugriff 13.12.2020).<br></p><p>Prasad, Nivedita (2017): Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession im Kontext von Flucht. In: Gebrande, Julia/Melter, Claus/Bliemetsrieder, Sandro (Hrsg.): Kritisch ambitionierte Soziale Arbeit. Intersektional praxeologische Perspektiven. Weinheim: Beltz Juventa. S. 349–368.<br></p><p>Seithe, Mechthild (2012): Schwarzbuch Soziale Arbeit. 2., durchges. und erw. Aufl. Wiesbaden: VS-Verlag.<br></p><p>Seithe, Mechthild (2013): Zur Notwendigkeit der Politisierung der Sozialarbeitenden. In: Sozialmagazin 38, 1-2, S. 24–31.<br></p><p>Staub-Bernasconi, Silvia (2005): Deprofessionalisierung und Professionalisierung der Sozialen Arbeit - gegenläufige Antworten auf die Finanzkrise des Sozialstaates oder Das Selbstabschaffungsprogramm der Sozialen Arbeit. Vortrag an der Staatlichen Fachhochschule München, 4. Mai 2005. https://w3-mediapool.hm.edu/mediapool/media/fk11/fk11_lokal/forschungpublikationen/lehrmaterialen/dokumente_112/sagebiel_1/STB-2005-Deprofessionalisierung.pdf (Zugriff 13.12.2020)<br></p></div> Im Gespräch über Maker-Kultur und medienpädagogisches Making https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2020/12/15/was-braucht-medien-paedagogisches-making/ Medienpädagogik Praxis-Blog urn:uuid:3274ef3a-d701-779a-1373-39fa89e36b2c Tue, 15 Dec 2020 06:00:00 +0100 <p><img width="300" height="224" src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/ped_making-300x224.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/ped_making-300x224.jpg 300w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/ped_making-640x479.jpg 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/ped_making-768x574.jpg 768w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/ped_making.jpg 856w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>Pädagogisches Making ist ein noch recht junger Ansatz im Repertoire der Medienpädagogik. Doch sein Potential für eine praktisch-aktive und umfangreiche Medienpädagogik scheint unbestritten. In einem Gespräch zwischen einer jungen Wissenschaftlerin (CB), die sich in ihrer Abschlussarbeit mit dem Phänomen der Maker-Kultur beschäftigt hat und einem Akteur der Maker-Kultur im medienpädagogischen Kontext (MB), geht es um [&#8230;] <p><img width="300" height="224" src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/ped_making-300x224.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/ped_making-300x224.jpg 300w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/ped_making-640x479.jpg 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/ped_making-768x574.jpg 768w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/ped_making.jpg 856w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p><p>Pädagogisches Making ist ein noch recht junger Ansatz im Repertoire der Medienpädagogik. Doch sein Potential für eine praktisch-aktive und umfangreiche Medienpädagogik scheint unbestritten. In einem Gespräch zwischen einer jungen Wissenschaftlerin (CB), die sich in ihrer Abschlussarbeit mit dem Phänomen der Maker-Kultur beschäftigt hat und einem Akteur der Maker-Kultur im medienpädagogischen Kontext (MB), geht es um die Fragen, was Maker-Kultur ist und inwiefern Maker-Kultur und Medienpädagogik ineinander greifen (können).</p> <hr class="wp-block-separator"/> <p><strong>CB:</strong> Wenn du den Begriff Maker-Kultur hörst, was assoziierst du damit?</p> <p><strong>MB:</strong> Also Making ist für mich etwas Greifbares. Etwas Physisches entsteht, weil ich mit Holz oder Kunststoff oder Metall in der Werkstatt stehe. Ich denke da an Do-It-Yourself, Basteln und Arduino, an den Austausch mit Anderen. Also im Prinzip Heimwerken im 21. Jahrhundert, aber eben mit anderen Menschen zusammen. Mir fällt aber auch auf, obschon&nbsp;jede:r unterschiedliche Themen mit Making assoziiert, es doch einen gemeinsamen Nenner zu geben scheint. Es ist nichts Ungewöhnliches sich für Stricken zu interessieren, obwohl man vorher eher so der „Löt-Mensch“ war.</p> <p><strong>CB:</strong> In den meisten Definitionen, die mir in meiner Recherche begegnet sind, wird insbesondere die Verwendung von digitalen sowie industriellen Technologien als ein wichtiges Merkmal für Making oder Maker-Kultur benannt. Für dich scheint nun aber die soziale Ebene, also das Gemeinsam-Machen und Voneinander-Lernen insbesondere im Vordergrund zu stehen. Ist das dann die „Maker- Kultur“?</p> <p><strong>MB:</strong> Für mich ist das eine Frage des Blickwinkels. Wenn man, wie ich, zunächst den Umgang mit digitalen Werkzeugen gelernt hat und später erst den Umgang mit Holz oder Metall, besteht der Aha-Moment in der Erweiterung ins physische Basteln. Das ist für mich genauso Making wie den umgekehrten Weg zu beschreiten.<br />&nbsp;&nbsp;Das Zusammentreffen mit Anderen stellt für mich das eigentliche Highlight dieser Szene dar. Man geht in einen Makerspace seiner Wahl und wenn man etwas Glück hat, trifft man auf nette Menschen, die einem bei der Einweisung in neue Werkzeuge und/oder handwerklichen Fertigkeiten zur Seite stehen. Und solange man neugierig bleibt und nicht erwartet, dass alles für einen gemacht wird, kann man erfahrungsgemäß gar nicht zu viele Fragen stellen.</p> <p><strong>CB:</strong> Deine erste Betrachtung finde ich spannend, weil sie für mich die oft gelesene und gängige Beschreibung der Maker-Kultur als eine Ausweitung des physischen Heimwerkens oder Do-It-Yourself umkehrt. Das heißt dann: Making ist eben auch interessant, wenn man zuerst mit digitalen Werkzeugen in Berührung gekommen ist. Es bietet vielmehr die Möglichkeit, mit Werkzeugen, seien es nun digitale oder herkömmliche, umzugehen zu lernen und diese zu verbinden. Gleichzeitig scheint mir diese Betrachtung auch nicht dem Bild der Medienpädagogik zu entsprechen, die davon ausgeht, dass vor allem der Umgang mit digitalen Werkzeugen und Medien erst erlernt werden muss. Der Umgang mit herkömmlichen Werkzeugen wird vorausgesetzt oder bestenfalls nicht thematisiert.<br />Nun hast du ja aber auch insbesondere das Gemeinsame, also das tätig werden mit und durch andere, als Merkmal von Making betont. Maker-Kultur kann also Menschen mit verschiedenen Hintergründen zusammenbringen, was mich an eine Beschreibung dieser als „familienfreundliche“ Hacker-Kultur erinnert. In der Maker-Kultur findet sich dann also nicht nur das Klischee der technikaffinen Nerds.</p> <p>Diese beiden Punkte zeigen vielleicht das Potenzial, welches nun innerhalb der Medienpädagogik zum immer populäreren Ansatz des pädagogischen Making führt.<br />Making wird hierbei in meiner Beobachtung vor allem auf der Ebene der Inhalte sowie dessen immanentes, implizites Lernverständnis für die pädagogischen Formate angewandt. (Anm.: eine sehr detaillierte und gute Aufschlüsselung verschiedener pädagogischer Ansätze, welche im pädagogischen Making zusammenfließen, lassen sich in der <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.kopaed.de/kopaedshop/?pg=1_12&amp;pid=1083" target="_blank">Kunst&amp;Kabel </a>2017 finden). Die reflexive Ebene über das Geschaffene oder die verwendeten Medien werden dann jedoch der Seite der Medienpädagogik zugeschrieben.<br />Wird deiner Erfahrung nach in der Maker-Kultur kritisch reflektiert? Oder braucht es hierzu tatsächlich die (Medien-)Pädagogik?</p> <p><strong>MB:</strong> Making ist ja ein gesellschaftliches Phänomen, da gibt es neben den schon genannten Makerspaces auch Stiftungen und andere Non-Profits, z.&nbsp;B. in der Jugendarbeit oder in der ökologischen Nachhaltigkeitsdebatte. Diese begleiten Making nicht nur organisatorisch und finanziell,sondern setzen auch Impulse für die Reflexion und liefern Einordnungen und Deutungen. Trotzdem kann ich beobachten, dass die Verzahnung dieser verschiedenen Herangehensweisen in der Praxis nicht immer so gut gelingt. Bei typischen Wochenendveranstaltungen setzen Veranstalter:innen gerne Themenkomplexe und/oder (medien-) pädagogisch affineren Mentor:innen Impulse. Diese gut gemeinten Absichten&nbsp;sorgen aber dennoch oft für lange Gesichter. Insofern sehe ich die Medienpädagogik als willkommenen Ansprechpartnerin, die aber auch noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten muss.</p> <p><strong>CB:</strong> Wie könnte diese Überzeugungsarbeit aussehen?</p> <p><strong>MB:</strong> In der Hochschule haben wir ein zweisemestriges Seminarformat entwickelt, welches von einem Dreierteam aus den Bereichen Medien- und Kulturwissenschaft, Medienpädagogik und Making geleitet wird. Die Studierenden entwickeln dabei ihr eigenes (Making-) Projekt und werden turnusmäßig in praktischen, organisatorischen und reflexiven Themen kompetent gemacht, um dann im zweiten Semester eigenverantwortlich in die Projektphase überzugehen. Dabei habe ich die Erfahrung gesammelt, dass der Austausch super produktiv ist, und wir uns in den individuellen Schwerpunkten sehr gut ergänzen. Uns drei hat schon vor diesem Seminar ein Interesse an Making und DIY geeint, aber jede:r bringt seine:n individuellen Blickwinkel und Erfahrung paritätisch ein. Das spiegelt sich auch sehr gut in den Projektergebnissen der Studierenden wider. Insofern plädiere ich neben dem obligaten Wissensaustausch auch für eine bewusste Teamzusammenstellung und Co-Teaching.</p> </p> <p><strong>Über die Autoren:</strong></p> <p><strong>Charlotte Blume</strong> studierte bis September 2020 Kultur- und Medienpädagogik an der Hochschule Merseburg. In ihrer Bachelor-Arbeit beschäftigte sie sich mit der Maker-Kultur und näherte sich dem Phänomen gegenwärtiger Kultur diskursanalytisch.</p> <p><strong>Maksim Bronsky</strong> ist seit 2018 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Merseburg im Komplexlabor Digitale Kultur angestellt und kümmert sich unter anderem um den technischen Aufbau des physischen Labors. Seine Schwerpunkte sind Virtual Reality, Digitale Kultur und Techniksoziologie. </p> <p><a href="https://digitalekultur.hs-merseburg.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://digitalekultur.hs-merseburg.de/</a></p> Moderierte Online-Foren - Austausch und Vernetzung für Jugendarbeiter*innen https://agjf-sachsen.de/newsreader/moderierte-online-foren-austausch-und-vernetzung-fuer-jugendarbeiter-innen.html Feed urn:uuid:29e8badf-5d6f-d6d4-1fff-914bfdf9d1b0 Fri, 11 Dec 2020 13:29:00 +0100 <p>Aufgrund der aktuell steigenden Inzidenzzahlen unternimmt das Land Sachsen alle erforderlichen Anstrengungen, um die Pandemie-Entwicklung einzudämmen.</p> <p>Die AGJF Sachsen unterstützt dies in ihrem Zuständigkeitsbereich und stärkt sozialpädagogische Fachkräfte und Träger, spezifische Hygienekonzepte zu entwickeln. Dazu fördern wir auch weiterhin den Austausch und die Vernetzung im Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendarbeit.</p> <p>Unter so schwierigen Bedingungen, wie wir sie aktuell vorfinden, wird (und bleibt) Jugendarbeit für Fachkräfte zu einer besonderen Herausforderung. Hier braucht es neue Ideen und Anknüpfung an vorhanden Erfahrungen, um die auch jetzt sehr wichtige Arbeit umzusetzen. Dieses Wissen lässt sich im Austausch mit anderen Fachkräften im Freistaat Sachsen praxisnah erwerben.</p> <p><strong>Wir möchten den Austausch unterstützen und bieten wieder jede Woche moderierte Onlineforen an.</strong></p> <p>Folgende Themen können und sollen hier besprochen werden:</p> <ul> <li>Diskussion zum Notkonzept &gt; <a href="https://www.agjf-sachsen.de/newsreader/landesverband-formuliert-not-konzept-zum-weiterbetrieb-der-kinder-und-jugendeinrichtungen.html">Notkonzept zum Weiterbetrieb der Kinder- und Jugendeinrichtungen</a></li> <li>Aktueller Beitrag der Jugendarbeit zum Kindeswohl &gt;<a href="https://www.agjf-sachsen.de/newsreader/kindeswohl-beim-weiterbetrieb-von-kinder-und-jugendeinrichtungen-verstaerkt-in-den-blick-nehmen.html">Kindeswohl beim Weiterbetrieb von Kinder- und Jugendeinrichtungen verstärkt in den Blick nehmen</a></li> <li>Aktuelle gesetzliche Einschränkungen und deren Bedeutung für die Jugendarbeit</li> <li>Erreichbarkeit von Kindern und Jugendlichen mit digitalen und analogen Medien in Balance zum Datenschutz</li> <li>Digitale und Hybride Angebote für Kinder- und Jugendliche</li> <li>Umsetzung der Grundprinzipien von Jugendarbeit wie Offenheit, Freiwilligkeit, Partizipation, Geschlechtergerechtigkeit, Lebenswelt- und Sozialraumorientierung in der Pandemie</li> </ul> <p>Die Foren werden auf 12 Teilnehmer*innen begrenzt und finden jeweils <strong>mittwochs von 13:00 bis 15:00 Uhr</strong> statt. Die Einladung zur Meeting Plattform Zoom erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung per Mail.</p> <p>Bitte melden Sie sich unter <a href="mailto:gelfert@agjf-sachsen.de">gelfert@agjf-sachsen.de</a> immer jeweils für den nächsten Mittwoch an. Um gut in das neue Jahr starten zu können, finden die Foren auch am 23. und 30.12.2020 statt.</p> <p>Wir freuen uns auf rege Beteiligung und wünsche Ihnen allen Kraft und Gesundheit in den besonderen Zeiten!</p> Landesverband formuliert Not-Konzept zum Weiterbetrieb der Kinder- und Jugendeinrichtungen https://agjf-sachsen.de/newsreader/landesverband-formuliert-not-konzept-zum-weiterbetrieb-der-kinder-und-jugendeinrichtungen.html Feed urn:uuid:ecc01efc-0c05-e18f-0fd6-e83680b499d5 Thu, 10 Dec 2020 15:49:00 +0100 <hr> <p><em>Hier geht's zum Beitrag: <a href="http://www.agjf-sachsen.de/newsreader/kindeswohl-beim-weiterbetrieb-von-kinder-und-jugendeinrichtungen-verstaerkt-in-den-blick-nehmen.html"><span style="transform: scaleX(0.932882);">Fachliche Perspektiven</span><span style="transform: scaleX(0.928915);"> auf Kinderschutz und Kindeswohl</span></a></em></p> <hr> <p>In den letzten Tagen mehrten sich die Hinweise, dass ein harter Lockdown in Sachsen notwendigerweise bevorsteht.</p> <p>Nun hat das Land entsprechende Maßnahmen angekündigt.</p> <p>Der Landesverband wirbt dafür, aus der Schließung im Frühjahr Ableitungen zu treffen und die Erreichbarkeit der Kinder- und Jugendeinrichtungen für ihre Adressatengruppen zu sichern.</p> <p>Dazu wurde ein entsprechendes Not-Konzept mit den wesentlichen fachlichen Prämissen formuliert.</p> <p>Grundlage bilden die Erfahrungen der Praxis aus den letzten Wochen sowie die Erkenntnisse aus verschiedenen Studien sowie die Einschätzung der BAGLJÄ.</p> <p>Damit wird es möglich, dass Einrichtungen und sozialpädagogische Fachkräfte vor Ort sind, um junge Menschen in der aktuellen Krise sozialpädagogisch beraten, begleiten und unterstützen zu können.</p> <p>Die Mitarbeitenden der AGJF Sachsen sind erreichbar und unterstützen die Praxis beratend und begleitend.</p> <p>Zum PDF-Dokument: <a href="http://www.agjf-sachsen.de/files/Bilder/Aktuelles/2020/Notkonzept_fuer_Weiterbetrieb_der_KJE_08122020_AGJFSachsen.pdf">Not-Konzept für den Weiterbetrieb der Kinder- und Jugendeinrichtungen nach §11 SGB VIII</a></p> <hr> <p>UPDATE 15.12.2020</p> <p>Die aktuelle Sächsische Corona-Schutz-Verordnung beschränkt die Arbeit der Kinder- und Jugendarbeit auf Online-Formate sowie mobile Kinder- und Jugendarbeit.</p> <p>Das von uns im Vorfeld formulierte Notkonzept haben wir entsprechend angepasst: <a href="http://www.agjf-sachsen.de/files/Bilder/Aktuelles/2020/Notkonzept%20angepasst%20f%C3%BCr%20Weiterbetrieb%20der%20KJE_15122020_AGJFSachsen.pdf">Angepasstes Not-Konzept für den mobilen und digitalen Weiterbetrieb der Kinder- und Jugendarbeit nach §11 SGB VIII für den intensivierten Lockdown im Freistaat Sachsen, Stand 15.12.2020 [PDF]</a></p> <p>Weitere Informationen: <a href="http://www.agjf-sachsen.de/corona-virus.html">https://agjf-sachsen.de/corona-virus.html</a></p> Der AK fordert: Hotelunterbringung für junge wohnungslose Menschen“ http://jungwohnungslos-hamburg.de/uncategorized/der-ak-fordert-hotelunterbringung-fuer-junge-wohnungslose-menschen/ Jung und wohnungslos Hamburg urn:uuid:89d7bad2-cebf-07a1-c15e-500873010d02 Thu, 10 Dec 2020 12:07:00 +0100 Kontaktbeschränkungen behindern die Schlafplatzsuche. Eine Hotelunterbringung bietet mehr als &#8222;nur&#8220; Infektionsschutz. Die komplette Forderung des AK´s &#8222;Wohnraum für junge Menschen&#8220; ist hier zu finden. <p>Kontaktbeschränkungen behindern die Schlafplatzsuche. Eine Hotelunterbringung bietet mehr als &#8222;nur&#8220; Infektionsschutz.</p> <p><a href="http://jungwohnungslos-hamburg.de/ak-wjm-stellungnahme-hotelunterbringung/">Die komplette Forderung des AK´s &#8222;Wohnraum für junge Menschen&#8220; ist hier zu finden.</a></p> Tipps und Tricks für mehr Sicherheit im Internet https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2020/12/10/mehr-sicherheit-im-internet/ Medienpädagogik Praxis-Blog urn:uuid:9d533733-289a-ddea-a847-991b547bbbdb Thu, 10 Dec 2020 06:00:00 +0100 <p><img width="300" height="210" src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/privacytutor-titelbild-300x210.png" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/privacytutor-titelbild-300x210.png 300w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/privacytutor-titelbild-640x448.png 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/privacytutor-titelbild-768x538.png 768w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/privacytutor-titelbild.png 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>Online-Sicherheit im Netz muss nicht mit einem großen Zeit-Investment verbunden sein. Wer kompakte Tipps für den digitalen Alltag sucht, aber keine Zeit hat, um sich intensiv einzuarbeiten, findet bei privacytutor.de hilfreiche Informationen. Wir legen dort großen Wert darauf, ein technisches Grundwissen rund um das Thema Internet und Sicherheit zu vermitteln. Mit nur wenig Aufwand kannst [&#8230;] <p><img width="300" height="210" src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/privacytutor-titelbild-300x210.png" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/privacytutor-titelbild-300x210.png 300w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/privacytutor-titelbild-640x448.png 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/privacytutor-titelbild-768x538.png 768w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/12/privacytutor-titelbild.png 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p><p>Online-Sicherheit im Netz muss nicht mit einem großen Zeit-Investment verbunden sein. Wer kompakte Tipps für den digitalen Alltag sucht, aber keine Zeit hat, um sich intensiv einzuarbeiten, findet bei <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.privacytutor.de" target="_blank">privacytutor.de</a> hilfreiche Informationen.</p> <p>Wir legen dort großen Wert darauf, ein technisches Grundwissen rund um das Thema Internet und Sicherheit zu vermitteln. Mit nur wenig Aufwand kannst du in kürzester Zeit das neu erworbene Wissen selbst in deiner medienpädagogischen Praxis implementieren.</p> <p><span id="more-7535"></span></p> <div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div> <h2>Worüber schreiben wir?</h2> <p>Die Themen, die wir in unserem Blog aufnehmen, sind für uns selbstverständliche Basics. Über die Jahre haben wir allerdings erkannt, dass nur die wenigsten davon etwas wissen.</p> <p>Mit jedem Beitrag erhältst du hilfreiche Technik-Tricks, die wir für dich einfach und verständlich zusammengefasst haben. Es ist uns wichtig, dass du die Grundlagen verstehst, auch wenn du kein großes technisches Know-How hast.</p> <p>Wir konzentrieren uns dabei nicht ausschließlich auf Themen, die direkt etwas mit dem Schutz der Privatsphäre im Netz zu tun haben. Unser Fokus liegt darin, Informationen zu teilen, mit denen du dir ohne großen Aufwand wichtiges Wissen rund um das World Wide Web aneignen kannst.</p> <p>Damit du einen Eindruck bekommst, stellen wir dir kurz ein paar Beispiele vor.</p> <h3>Datenschutz bei Zoom: praktische Tipps für mehr Privatsphäre</h3> <p>Das wohl bekannteste Softwareunternehmen für Videokonferenzen steht immer mal wieder in der Kritik aufgrund von Datenschutz- und Sicherheitslücken. Das hat zur Folge, dass sich schon einige große Unternehmen bereits von der Plattform distanziert haben.</p> <p>Falsch konfiguriert, können die Einstellungen die Privatsphäre der Teilnehmer stark gefährden. Beispielsweise ist es möglich, dass ungebetene Besucher an den Konferenzen teilnehmen. So werden nicht nur Gespräche mitgehört, die Unbefugten erhalten durch die Videoübertragung außerdem einen Einblick in das private Umfeld.</p> <p>Deshalb ist es besonders als Host einer Konferenz wichtig darauf zu achten, dass keine Daten ausgespäht werden können. Du möchtest ja schließlich nicht die Online-Identität deiner Zoom-Teilnehmer aufs Spiel setzen.</p> <p><a href="https://www.privacytutor.de/blog/zoom/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">In unserem Zoom-Artikel</a> erklären wir dir, worauf du bei der Nutzung von Zoom achten solltest. Denn egal ob Host oder Teilnehmer einer Konferenz &#8211; mit nur wenigen Tricks, kannst du die Informationen, die über dich preisgegeben werden, um einiges einschränken.</p> <div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div> <figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/10/6-tipps-fuer-teilnehmer-von-zoom-meetings-640x705.png" alt="Datenschutz bei Zoom - Infografik von PrivacyTutor" class="wp-image-7537" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/10/6-tipps-fuer-teilnehmer-von-zoom-meetings-640x705.png 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/10/6-tipps-fuer-teilnehmer-von-zoom-meetings-272x300.png 272w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/10/6-tipps-fuer-teilnehmer-von-zoom-meetings.png 700w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption><em>Die wichtigsten Tipps auf einen Blick: Die meisten Artikel lockern wir mit selbst erstellten Infografiken auf</em></figcaption></figure> <div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div> <h3>Sichere Passwörter erstellen und verwalten</h3> <p>Ob online Banking, Shopping oder berufliche Team-Meetings – immer mehr Vorgänge finden mittlerweile online statt. Das Problem mit unsicheren Passwörtern ist daher ausgeprägter als je zuvor.  </p> <p>Viele Menschen sind sich bewusst, dass ein schwaches Passwort viele Gefahren mit sich bringt. Die Wenigsten setzen dieses Wissen jedoch in die Tat um. Viel zu häufig werden Passwörter verwendet, die sich einfach zu merken sind. Obwohl man sich in der realen Welt vor Einbrechern schützt und nicht denselben Schlüssel für Auto, Haus und Safe benutzt, scheinen viele Menschen diese Vorsichtsmaßnahmen noch nicht in der digitalen Welt umzusetzen.&nbsp;</p> <p>Damit deine privaten Daten geschützt sind, musst du für jedes Konto ein individuelles und kompliziertes Passwort erstellen. Genau das ist es, was die meisten Menschen abschreckt.&nbsp;</p> <p><a href="https://www.privacytutor.de/blog/passwoerter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">In unserem Passwort-Beitrag</a> erklären wir dir nicht nur, worauf es bei der Passworterstellung ankommt. Wir geben dir außerdem Tipps, wie du Passwörter konfigurieren und verwalten kannst, damit du sie dir ganz leicht merken kannst. Am Ende musst du dir dafür sogar nur ein einziges Passwort merken, hast aber trotzdem für jeden Account ein einzigartiges Kennwort.</p> <div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div> <figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/10/kriterien-sicheres-passwort-640x908.png" alt="Kriterien für sichere Passwörter - Infografik von PrivacyTutor" class="wp-image-7536" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/10/kriterien-sicheres-passwort-640x908.png 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/10/kriterien-sicheres-passwort-212x300.png 212w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/10/kriterien-sicheres-passwort-768x1089.png 768w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/10/kriterien-sicheres-passwort.png 1000w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption><em>Die 9 wichtigsten Kriterien für die sichere Verwaltung von Passwörter</em></figcaption></figure> <div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div> <h3>Internetverkehr mit einem VPN verschlüsseln</h3> <p>Unter einem VPN versteht man <a href="https://www.privacytutor.de/vpn/#was-ist-ein-vpn" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ein virtuelles privates Netzwerk</a>. Viele Menschen verbinden damit ein Tool, mit dem man anonym im Internet surfen kann. Das entspricht allerdings nur der halben Wahrheit.</p> <p>In erster Linie verbirgt ein VPN deine IP-Adresse. Nutzt du einen zuverlässigen Anbieter, kannst du in der Tat anonymer im Internet surfen. Möchtest du deine Privatsphäre schützen, gehört jedoch viel mehr dazu, denn die IP-Adresse ist nur eine von wenigen Faktoren, die dabei eine Rolle spielt.</p> <p>Was die wenigsten wissen ist, dass ein VPN sehr umfangreich eingesetzt werden kann. Es schützt sensible Daten und kann dir Zugriff auf Inhalte und Webseiten verschaffen, die, aufgrund von geografischen Sperren, normalerweise nicht aufrufbar sind. So lässt sich beispielsweise <a href="https://www.privacytutor.de/vpn/netflix/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mit einem VPN für Netflix</a> auf Inhalte zugreifen, die normalerweise nur US-Amerikanern zur Verfügung stehen.</p> <p>Neben den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und der einfachen Erklärung von Fachbegriffen, zeigen wir dir in diesem Beitrag, wie du die Sicherheit deines VPNs testen kannst und welche Faktoren bei der Wahl des richtigen Anbieters eine Rolle spielen. Außerdem vergleichen wir VPN-Dienste mit Proxy-Servern oder dem <a href="https://www.sonntagmorgen.com/tor-browser/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tor-Browser</a>.</p> <div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div> <figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/10/einsatzzwecke-fuer-ein-vpn-640x444.png" alt="Einsatzzwecke vonfür ein VPN - Infografik von PrivacyTutor" class="wp-image-7539" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/10/einsatzzwecke-fuer-ein-vpn-640x444.png 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/10/einsatzzwecke-fuer-ein-vpn-300x208.png 300w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/10/einsatzzwecke-fuer-ein-vpn.png 700w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption><em>Ein VPN wird für unterschiedliche Einsatzzwecke genutzt</em></figcaption></figure> <div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div> <h2>Wer sind wir?</h2> <p>Wir, das sind Lena und Alex, sind ein junges und dynamisches Pärchen aus dem Schwarzwald, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, simple Grundlagen des Internets verständlich zu erklären. Bereits in unserer Jugend haben wir eine Leidenschaft für die digitale Welt entwickelt und uns allerlei Fähigkeiten am Computer, Smartphone und Co. angeeignet.</p> <p>Unsere Mission ist es, unser Wissen kostenlos mit dir zu teilen, damit du deine Privatsphäre im Netz schützen kannst und in dem weltweiten Web besser zurecht kommst.</p> <p>Mit mir als freiberuflichen Webdesigner und einem Bachelor in Wirtschaftsinformatik und Lena als Designerin sowie Fotografin gelingt es uns, eine einfache Darstellung mit selbst erstellten Grafiken und leicht verständlichen Texten von wichtigen Themen rund um die digitale Welt zu erstellen.</p> <p>Möchtest du noch mehr hilfreiche Tipps rund um das Thema Internetsicherheit? Dann freuen wir uns, dich auf unserem Blog <a href="https://www.privacytutor.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.privacytutor.de</a> wiederzusehen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f642.png" alt=" Kindeswohl beim Weiterbetrieb von Kinder- und Jugendeinrichtungen verstärkt in den Blick nehmen https://agjf-sachsen.de/newsreader/kindeswohl-beim-weiterbetrieb-von-kinder-und-jugendeinrichtungen-verstaerkt-in-den-blick-nehmen.html Feed urn:uuid:9c78d8bc-fc43-cbad-98d1-ebff53bf3455 Wed, 09 Dec 2020 18:51:00 +0100 <p>Wie entsprechende Jugendstudien belegen, war der harte Lockdown im Frühjahr zwar effektiv bei der Bekämpfung der Ausbreitung des Corona-Virus, ging jedoch auch mit Gefährdungen für junge Menschen einher. Fachliche Perspektiven auf Kinderschutz und Kindeswohl machen deutlich, wie wichtig es ist, bei den Corona-Schutz-Verordnungen entsprechende Abwägungen zu treffen, damit junge Menschen in dieser Krisensituation nicht allein gelassen werden. Die AGJF Sachsen hat diese Position zusammengefasst. Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit leisten einen verlässlichen Beitrag.</p> <p><a href="http://www.agjf-sachsen.de/files/Bilder/Aktuelles/2020/corona/Position_Kinderschutz_Covid.pdf">Positionierung: Kindeswohl und Corona-Pandemie [PDF]</a></p> Regierungsentwurf für den Doppelhaushalt 2021/2022 verabschiedet - Kinder- und Jugendarbeit erhalten und stärken https://agjf-sachsen.de/newsreader/regierungsentwurf-fuer-den-doppelhaushalt-2021-2022-verabschiedet-kinder-und-jugendarbeit-erhalten-und-staerken.html Feed urn:uuid:942a5339-da11-1d9e-c5c9-9275ef0bd050 Wed, 09 Dec 2020 13:56:00 +0100 <p>Unter der Überschrift „Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts“ hat das Kabinett nun den <strong>Regierungsentwurf</strong> beschlossen. Hierin heißt es u.a. „Mit dem Doppelhaushalt 2021/2022 erhalten und stärken wir die Strukturen im Bereich Soziales, Integration und Zusammenhalt mit rund 79,6 Millionen Euro im kommenden Jahr und rund 82,4 Millionen Euro in 2022.“</p> <p>„Die Jugendpauschale und die Angebote des Präventiven Kinderschutzes und der Frühen Hilfen sowie der Kinder- und Jugendbeteiligung werden beibehalten und im kommenden Doppelhaushalt mit insgesamt über 41 Millionen Euro gefördert. Der Freistaat setzt damit auch ein Zeichen gegenüber der kommunalen Gemeinschaft.“</p> <p>„Weiterhin wird der im Koalitionsvertrag vereinbarte »Pakt für die Jugend« umgesetzt. Landesweite Projekte der Kinder- und Jugendhilfe können erweitert oder neu initiiert werden. Insgesamt stehen hierfür im Doppelhaushalt über 12 Millionen Euro zur Verfügung. Die in den letzten Jahren flächendeckend ausgebaute Schulsozialarbeit führen wir mit erhöhtem Niveau fort. Dafür stehen insgesamt 64 Millionen Euro zur Verfügung.“</p> <p>„Konkret profitieren … unter anderem das Ehrenamtsprogramm »Wir für Sachsen!«, die Flüchtlingssozialarbeit, die Tafeln, Vereine und Verbände im Förderprogramm »Integrative Maßnahmen« oder das Demokratie-Zentrum Sachsen. Im Landesprogramm »Weltoffenes Sachsen« stehen jährlich eine Million Euro mehr zur Verfügung, ebenso wird ein neues Programm »Soziale Orte« aufgelegt, welches mit 1,2 Millionen Euro im kommenden und mit vier Millionen Euro in 2022 ausgestattet ist.“</p> <p>Mehr dazu findet sich unter <a href="https://medienservice.sachsen.de/medien/news/243873" target="_blank" rel="noopener">https://medienservice.sachsen.de/medien/news/243873</a></p> <p>Der KJRS hat einen Haushaltsvorschlag formuliert, der zum Abgleich herangezogen werden kann, siehe <a href="https://www.kjrs.de/ueber-uns/aktuelles/detailansicht/position-vorschlag-des-kjrs-zum-saechsischen-doppelhaushalt-2021-2022" target="_blank" rel="noopener">https://www.kjrs.de/ueber-uns/aktuelles/detailansicht/position-vorschlag-des-kjrs-zum-saechsischen-doppelhaushalt-2021-2022</a></p> #dauerhaftsystemrelevant – die Fachkräfte-Kampagne macht Soziale Arbeit in der Pandemie sichtbar https://www.blog.dgsa.de/number-dauerhaftsystemrelevant-die-fachkrafte-kampagne-macht-soziale-arbeit-in-der-pandemie-sichtbar DGSA Blog Soziale Arbeit urn:uuid:f7f56d17-c5a8-e0b3-5ff5-9f462b0e272d Tue, 08 Dec 2020 13:52:27 +0100 <div class="posthaven-post-body"><p>Wird Soziale Arbeit während einer Pandemie benötigt? Ist es notwendig, dass soziale Einrichtungen während einer Pandemie geöffnet bleiben? Wie sollen Fachkräfte der Sozialen Arbeit mit ihren Klient*innen im Kontakt bleiben? Was passiert, wenn Fachkräfte Sozialer Arbeit sich und ihre Klient*innen nicht vor einer Virusansteckung schützen können, weil es keine Schutzkonzepte, Schutzmaßnahmen und Schutzausrüstung gibt? Und wie bleiben Fachkräfte der Sozialen Arbeit handlungsfähig, wenn die Kommunikation und der fachliche Austausch, zum Beispiel durch nicht mehr gestattete Teamsitzungen, stark reduziert wird?</p><p>Im Zuge der Covid-19-Pandmie stellen sich viele fachliche Fragen für die Soziale Arbeit, die spezifischen Handlungsfelder und die Fachkräfte. Diese einleitenden Fragen sind ein Ausschnitt der Fragen, die Fachkräfte der Sozialen Arbeit im Rahmen ihrer Praxisberichte für die Kampagne #dauerhaftsystemrelevant nachgegangen sind. </p> <p>Das Covid-19-Virus verändert in diesem Jahr unser aller Leben gravierend. Bisher gewohnte Lebens- und Arbeitsweisen sind zurzeit nicht praktizierbar. Diverse politische Ge- und Verbote sind Maßnahmen gegen eine unkontrollierte Verbreitung des Corona-Virus und dienen dem Schutz vor einer Ansteckung. Hygienevorschriften und Schutzkonzepte wurden in allen gesellschaftlichen Bereichen erarbeitet und bestimmen seither maßgeblich den (Arbeits-)Alltag. </p> <p>Zu Beginn der Pandemie entstanden in Deutschland eine politische und mediale Debatte und Systematisierung von Berufsgruppen nach dem Merkmal der „Systemrelevanz“. Dies hatte zur Folge, dass einige Professionen und Berufsgruppen in den gesellschaftlichen, politischen und medialen Fokus rückten und als systemrelevant anerkannt wurden. Es handelte sich dabei um Berufsgruppen, aus bspw. der Pflege-, Lebensmittel- und Transportbranche, die vorher kaum Beachtung und Wertschätzung in der Gesellschaft und der öffentlichen Wahrnehmung erfuhren. Die verantwortungsvolle Funktion dieser Berufsgruppen für die Aufrechterhaltung der Versorgung der Bevölkerung wurde zu Beginn der Pandemie besonders deutlich. Doch welche Rolle spielte die Soziale Arbeit in diesen Debatten? Ist Soziale Arbeit systemrelevant, sodass sie auch in Zeiten einer Pandemie in ihrer Funktion und Bedeutung für die Gesellschaft anerkannt werden muss? </p> <p> </p> <p><b>Entstehung, Ziele und Arbeitsweise der Kampagne #dauerhaftsystemrelevant</b> </p> <p>Zu Beginn der Pandemie stellte die Soziale Arbeit weder in der medialen noch in der politischen Wahrnehmung eine zentrale Rolle hinsichtlich der Systematisierung von systemrelevanten Berufen. Die durch die Pandemie mitunter erheblich erschwerten und zum Teil gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen für Fachkräfte der Sozialen Arbeit und die Auswirkungen der Pandemie auf deren Adressat*innen erhielten keine öffentliche Aufmerksamkeit. Bereits zuvor bestehende Missstände in der Sozialen Arbeit wurden durch die Pandemie für die dort tätigen Fachkräfte sowie deren Adressat*innen noch gravierender. Dies wurde unabhängig von den unterschiedlichen Handlungsfeldern Sozialer Arbeit beobachtet.</p> <p>Diese fehlende Beachtung der Sozialen Arbeit als ebenfalls relevante Profession für die Bevölkerung, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Versorgung sowie die Unterstützung der vielzähligen Adressat*innen wurde zu einer Antriebskraft unzufriedener Fachkräfte. Initiiert vom Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) e. V. entstand daraus resultierend nach ersten informellen Austauschen Ende März die bundesweite Fachkräfte-Kampagne #dauerhaftsystemrelevant, um für eine stärkere öffentliche Wahrnehmung Sozialer Arbeit und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Gehälter einzutreten. </p> <p>Ein Mitwirkungsaufruf wurde an alle interessierten Studierenden, Fachkräfte der Sozialen Arbeit und die im Feld der Sozialen Arbeit tätigen Verbände gerichtet. Der Aufruf verfolgte das Ziel der Vernetzung und Kooperation nach dem Motto „Gemeinsam finden wir mehr Gehör“. Um digital sichtbar zu werden und eine möglichst breite Reichweite zu generieren, wurden Accounts für die Kampagne auf unterschiedlichen Social-Media-Kanälen, wie Facebook, Instagram, Twitter und Telegram, erstellt. Auch eine Homepage wurde für die Veröffentlichung von Positionspapieren, Stellungnahmen, Praxisberichten etc. eingerichtet. </p> <p>Die Kampagne setzt sich gleichermaßen für die Profilierung sowie die gesellschaftliche Anerkennung der Systemrelevanz Sozialer Arbeit ein. Ausgehend von der Überzeugung, dass Soziale Arbeit systemrelevant ist, fordert die Kampagne eine adäquatere Ausstattung (sowohl personell als auch materiell). Systemrelevanz verdeutlicht in diesem Kontext zum einen die Funktion des Zusammenhalts und der Stabilisierung des gesellschaftlichen Systems. Zum anderen beinhaltet der Auftrag Sozialer Arbeit die kritische Auseinandersetzung mit und die Initiierung von Veränderungsprozessen aus der Perspektive der Fachkräfte sowie der Adressat*innen Sozialer Arbeit. </p> <p>Das bundesweite Kampagnenteam besteht aus ca. 30 Fachkräften aus unterschiedlichsten Arbeitsfeldern Sozialer Arbeit und trifft sich regelmäßig montags von 19 bis 21 Uhr digital zu sog. Montags-Meetings. Das Kampagnenteam ist eine offene und sich kontinuierlich verändernde Gruppe, die sich strukturell in drei Arbeitsgemeinschaften gliedert: Kampagnenplanung, Tagebuch und Social Media. Die AG Kampagnenplanung entwickelt die strategische Ausrichtung der Kampagne und leitet daraus die notwendigen Maßnahmen ab. Daran anknüpfend werden Presseerklärungen, Stellungnahmen, Positionspapiere und weitere Publikationen erarbeitet. Weiterhin werden potenzielle Kooperationspartner*innen ermittelt und kontaktiert, um das Netzwerk an Unterstützer*innen kontinuierlich zu vergrößern. Die AG Tagebuch erstellt Aufrufe für Praxisberichte, in denen Fachkräfte der Sozialen Arbeit aus ihrem konkreten Arbeitsalltag berichten können. Diese Praxisberichte dienen einerseits dazu, einen Einblick in die Arbeitsbedingungen des jeweiligen Handlungsfeldes zu erhalten und zu veröffentlichen. Anderseits werden aus diesen Praxisberichten spezifische Forderungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen abgeleitet. Die AG Social Media ist für die mediale Darstellung der Kampagne verantwortlich. Die bereits erwähnten Social-Media-Kanäle werden regelmäßig mit Informationen, Praxisberichten etc. bespielt. Auf diesem Weg können die Öffentlichkeit erreicht und weitere Unterstützer*innen gewonnen werden. Es entsteht dadurch ein kontinuierlicher Kreislauf zwischen Öffentlichkeitsarbeit, Netzwerkerweiterung, </p> <p>Sammlung und Weitergabe von Informationen aus und für die Praxis, Ableitung sowie Erstellung von Positionspapieren. </p> <p> </p> <p><b>Bisherige Meilensteine und nächste Schritte der Kampagne</b> </p> <p>Die Kampagne konnte bereits mehrere Meilensteine erreichen und Erfolge erzielen:</p> <p>·       Veröffentlichung diverser <a href="https://dauerhaft-systemrelevant.de/praxisberichte/">Tagebucheinträge/ Praxisberichte</a> von Fachkräften Sozialer Arbeit aus unterschiedlichen Handlungsfeldern </p> <p>·       Generierung von konkreten berufspolitischen <a href="https://dauerhaft-systemrelevant.de/forderungen/">Forderungen</a> zu bestimmten Handlungs-feldern und mediale Verbreitung dieser </p> <p>·       Veröffentlichung der Stellungnahmen „<a href="https://dauerhaft-systemrelevant.de/wp-content/uploads/2020/05/05.05.2020-Who-cares.pdf">Who cares?</a> - Soziale Arbeit während der Corona Pandemie“ und „<a href="https://dauerhaft-systemrelevant.de/wp-content/uploads/2020/06/27.05.20-Jetzt-erst-recht-Investitionen-statt-Einsparungen.pdf">Jetzt erst recht!</a> Investitionen statt Einsparungen in der Sozialen Arbeit!“ </p> <p>·       Stetige Zunahme der Follower-Zahlen auf den Social-Media-Kanälen (Twitter: 312 Follower; Facebook: 1.635 Gefällt-mir-Angaben und 1.726 Abonnent*innen; Instagram: 928 Follower; Telegram: 256 Abonnent*innen Stand 28. November 2020)</p> <p>·       Stetige Zunahme der Kooperationen mit anderen in der Sozialen Arbeit tätigen Verbänden und Organisationen </p> <p>·       Externe mediale Berichterstattung über die Kampagne und ihre Inhalte in Form von Interviews für Zeitschriften, Blogs und Fernsehen </p> <p>·       Versendung eines monatlichen Newsletters</p> <p>·       Berufspolitische Einflussnahme auf die NRW-Kommunalwahlen in Aachen, Bochum, Münster und Köln über das Versenden von Wahlprüfsteinen an die Parteien und die Veröffentlichung der Antworten der Parteien über eigene Social-Media-Kanäle</p> <p>Die vielfältigen Tätigkeitsfelder Sozialer Arbeit sind von sehr unterschiedlichen gesetzlichen und strukturellen Rahmenbedingungen geprägt. Aus diesem Grund wurden in einem ersten Schritt vier Handlungs- und Wirkungsfelder Sozialer Arbeit ausgewählt, zu denen Profilberichte mit spezifischen Fakten und Forderungen erstellt und auf der Homepage veröffentlicht wurden. Weitere handlungsfeldbezogene Profilberichte sind aktuell in Arbeit und werden im Laufe der nächsten Wochen veröffentlicht. Ebenso werden auch zu Querschnittsthemen der Sozialen Arbeit, wie etwa dem Zeugnisverweigerungsrecht, den prekären Praktikumsbedingungen oder auch dem schwierigen Stand der Sozialen Arbeit als wissenschaftliche Disziplin, Forderungen veröffentlicht. </p> <p>Mit den konkreten Forderungen zu den spezifischen Handlungsfeldern Sozialer Arbeit wird das Wahljahr 2021 angesteuert. Die Kampagne möchte die Relevanz Sozialer Arbeit für die Bevölkerung (medial) nachvollziehbar machen und einen richtungsweisenden Einfluss auf die Politik, hinsichtlich der Verbesserung der Arbeitsbedingungen, nehmen.</p> <p>In diesem Kontext werden im kommenden Jahr konkrete Aktionen digital sowie bundesweit „vor Ort“ geplant – natürlich unter Berücksichtigung der pandemiebedingten Schutzmaßnahmen. </p> <p> </p> <p><b>Fazit</b> </p> <p>„Sozialarbeiter*innen wurden vor der Pandemie gebraucht, sie werden nach der Pandemie gebraucht und vor allem hätte es mehr als genug Klient*innen gegeben, welche sie vor allem währenddessen gebraucht hätten!“ (vgl. Praxisbericht <a href="https://dauerhaft-systemrelevant.de/was-der-lockdown-fuer-ein-teilhabezentrum-bedeutet/">„Lockdown für die Teilhabe?“</a>).</p> <p>Die Arbeit von Sozialarbeiter*innen ist unverzichtbar. Sie halten das soziale Netz stabil und tragen dazu bei, dass soziale Problemlagen bewältigt, abgemildert oder verhindert werden. Mit dieser Arbeit sichern sie gesellschaftliche Teilhabe und tragen dazu bei, dass Grundrechte verwirklicht werden. Auch während einer Pandemie müssen Fachkräfte der Sozialen Arbeit Kontakt zu ihren Klient*innen halten (können)! Es bedarf dafür besserer Arbeitsbedingungen, die unter anderem die fachliche Kommunikation der Fachkräfte auch in der Pandemie sichert. Denn: „Kommunikation und fachlicher Austausch darf auch in der Krise nicht vernachlässigt werden und ist enorm wichtig, um gemeinsam und stark durch diese Zeit zu kommen und ohne dass Schaden genommen oder verursacht wird.“ (vgl. Praxisbericht „Kommunikation und fachlicher Austausch darf auch in der Krise nicht vernachlässigt werden!“). </p> <p>Es besteht weit über die Pandemie hinaus noch viel Handlungsbedarf hinsichtlich der Aufwertung der Profession und Disziplin Sozialer Arbeit. Die Kampagne will einen wichtigen Beitrag leisten, um die Soziale Arbeit in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen und ihre Relevanz für viele Adressat*innen und die Gesellschaft zu verdeutlichen. Soziale Arbeit ist nicht nur während einer Pandemie systemrelevant – Soziale Arbeit ist #dauerhaftsystemrelevant. Dafür steht die Fachkräftekampagne. </p> <p>So kann die Kampagne unterstützt werden: Durch Weitersagen und Verbreiten der Kampagne im Freund*innen- und Kolleg*innenkreis, durch das Folgen und Liken der Social-Media-Accounts (Facebook, Instagram, Twitter, Telegram), das Verfassen und Einsenden eigener Praxisberichte sind mögliche Unterstützungsformen. Des Weiteren können Sie gerne aktiv an den Montags-Meetings mitwirken und/oder sich als Institution/Verband mit der Kampagne solidarisieren. </p> <p>Schreiben Sie uns daher gerne Ihre Fragen, Anregungen und Rückmeldungen an <a href="mailto:mail@dauerhaft-systemrelevant.de">mail@dauerhaft-systemrelevant.de</a>. </p> <p>Weitere Informationen und alle Stellungnahmen, aktuelle handlungsfeldbezogene Profilberichte mit jeweiligen Fakten und Forderungen, Medienberichte über die Kampagne, Praxisberichte und vieles mehr finden Sie unter: <a href="http://www.dauerhaft-systemrelevant.de/">www.dauerhaft-systemrelevant.de</a></p> <p> </p> <p>Für das Kampagnenteam von #dauerhaftsystemrelevant <br></p><p>Ellen Bogorinsky/Leitungsteam Junger DBSH und Denise Lehmann/Mitglied im Gesamtvorstand der DVSG<br></p> <div class="posthaven-gallery" id="posthaven_gallery[1650522]"> <p class="posthaven-file posthaven-file-image posthaven-file-state-processed"> <img class="posthaven-gallery-image" src="https://phaven-prod.s3.amazonaws.com/files/image_part/asset/2546556/Bw78V-mO0Urvp0LxYjS-gasRTpE/medium_dauerhaft-systemrelevant-da-sein.jpg" data-posthaven-state='processed' data-medium-src='https://phaven-prod.s3.amazonaws.com/files/image_part/asset/2546556/Bw78V-mO0Urvp0LxYjS-gasRTpE/medium_dauerhaft-systemrelevant-da-sein.jpg' data-medium-width='800' data-medium-height='671' data-large-src='https://phaven-prod.s3.amazonaws.com/files/image_part/asset/2546556/Bw78V-mO0Urvp0LxYjS-gasRTpE/large_dauerhaft-systemrelevant-da-sein.jpg' data-large-width='940' data-large-height='788' data-thumb-src='https://phaven-prod.s3.amazonaws.com/files/image_part/asset/2546556/Bw78V-mO0Urvp0LxYjS-gasRTpE/thumb_dauerhaft-systemrelevant-da-sein.jpg' data-thumb-width='200' data-thumb-height='200' data-xlarge-src='https://phaven-prod.s3.amazonaws.com/files/image_part/asset/2546556/Bw78V-mO0Urvp0LxYjS-gasRTpE/xlarge_dauerhaft-systemrelevant-da-sein.jpg' data-xlarge-width='940' data-xlarge-height='788' data-orig-src='https://phaven-prod.s3.amazonaws.com/files/image_part/asset/2546556/Bw78V-mO0Urvp0LxYjS-gasRTpE/dauerhaft-systemrelevant-da-sein.jpg' data-orig-width='940' data-orig-height='788' data-posthaven-id='2546556'/> </p> </div> </div> Jugendarbeit in Europa weiterentwickeln http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/jugendarbeit-in-europa-weiterentwickeln/162892 BMFSFJ urn:uuid:05ad4d8b-f5de-f7ea-6e02-bca60ae117be Mon, 07 Dec 2020 16:32:30 +0100 Wie kann die Jugendarbeit in Europa gestärkt werden? Darum geht es bei der European Youth Work Convention. Franziska Giffey eröffnete den digitalen Fachkongress mit rund 1000 Teilnehmenden aus ganz Europa. Steine aus dem Weg räumen – aber wie? Promovieren in der Sozialen Arbeit an HAW/FH https://www.blog.dgsa.de/steine-aus-dem-weg-raumen-aber-wie-promovieren-in-der-sozialen-arbeit-an-haw-slash-fh DGSA Blog Soziale Arbeit urn:uuid:5781b635-6b1c-48d4-c0a5-3647994ff3b7 Tue, 01 Dec 2020 14:12:00 +0100 <div class="posthaven-post-body"><p> „Steinige Wege zur Promotion“ – unter diesem Titel fand im November eine Arbeits-Vorkonferenz von Nachwuchswissenschaftler*innen im Rahmen des Fachbereichstags Soziale Arbeit statt. Trotz der vielfältigen Entwicklungen in einzelnen Bundesländern, die Graduierteninstitute, Promotionszentren und politische Bekenntnisse zur kooperativen Promotion hervorgebracht haben, sind die Steine auf dem Weg zur und durch die Promotion in der Sozialen Arbeit noch längst nicht aus dem Weg geräumt.</p> <p>Dabei ist die Promotion an HAW/FH in der Sozialen Arbeit inzwischen kein Nischenthema, das nur wenige Beharrliche voranbringen wollen. Im Gegenteil: Eine Vielfalt an Akteur*innen beschäftigt sich mit der Frage, wie Hürden abgebaut und gute Bedingungen geschaffen werden können, um qualitätsvollen Dissertationen in der Sozialen Arbeit den Weg zu ebnen.</p> <p>So setzt sich der Hochschullehrerbund für ein eigenes Promotionsrecht für HAW/FH ein und macht mit seiner Kampagne <a href="https://www.erfolg-braucht.de/">„Erfolg braucht…“</a> mit der Formel 12+1 darauf aufmerksam, dass eine im Vergleich zu den Universitäten sehr hohe Lehrverpflichtung und schlechtere personelle Ausstattung dem differenzierten Aufgaben- und Funktionsspektrum der HAW/FH im 21. Jahrhundert nicht mehr gerecht wird. Allerdings hat der Hochschullehrerbund dabei vor allem die technischen und wirtschaftlichen Disziplinen im Blick und vernachlässigt bisweilen die sozialwissenschaftliche Perspektive Sozialer Arbeit.</p> <p>Während der Hochschullehrerbund v.a. aus der Perspektive der Professor*innen argumentiert, haben Fabian Fritz et al. <a href="https://www.blog.dgsa.de/lebens-und-arbeitsbedingungen-des-wissenschaftlichen-nachwuchses-in-der-sozialen-arbeit-ergebnisse-einer-online-umfrage">die Ergebnisse</a> von einer Studie zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Nachwuchswissenschaftler*innen veröffentlicht. Unter dem Titel „Like a Drug Gang Limbo“ (2020) problematisieren sie dabei auch arbeits- und beschäftigungspolitische Aspekte, die in der Debatte um die Rahmenbedingungen an Hochschulen bislang viel zu wenig zur Sprache kommen.</p> <p>In der Diskussion sind auch Qualitätskriterien für die Betreuung, Begleitung und Bewertung von Promotionen. Nicht weniger als einen grundlegenden Kulturwandel in den beteiligten Institutionen und im Rollenverständnis der betreuenden Professor*innen, fordert beispielsweise die Projektgruppe der Doktorandinnen und Doktoranden der GEW bereits 2016 in ihrem sehr lesenswerten <a href="https://www.gew.de/fileadmin/media/sonstige_downloads/hv/Hochschule_und_Forschung/Positionspapier/Positionspapier_Promotionsbegleitung.pdf">Positionspapier</a>. Auf einem Workshop, den die Kommission Sozialpädagogik in diesem Herbst veranstaltete, stand in einigen Beiträgen eben dieses öffentliche Nachdenken über die Rahmenbedingungen für das Promovieren (nicht nur) in der Sozialen Arbeit berechtigterweise im Mittelpunkt – und zwar unabhängig vom Hochschultyp, also gleichermaßen an Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Es ist erfreulich, dass die Diskussionen über das Promovieren in der Sozialen Arbeit nicht mehr dominiert werden von den schon fast anachronistischen universitären Ängsten vor einer Inflation und Entwertung der Promotion durch die Verleihung des Promotionsrecht an HAW/FH, sondern das gemeinsame Engagement für eine qualitätsvolle Nachwuchsförderung im Mittelpunkt steht.</p> <p> </p> <p>Die DGSA hat sich in zwei <a href="https://www.dgsa.de/fileadmin/Dokumente/Aktuelles/Kriterien_f%C3%BCr_Promotionsverfahren_final.pdf">Positionspapieren</a> für kooperative Promotionsverfahren auf Augenhöhe unter gleichberechtigter Beteiligung zwischen HAW und Universitäten eingesetzt und für das Promotionsrecht für HAW/FH ausgesprochen. </p> <p>Will man dem Thema Promovieren an HAW/FH in der Sozialen Arbeit vollumfänglich gerecht werden, müssen verschiedene Forderungen zusammen gedacht werden, weil sie nur gemeinsam zielführend sind. Das Promotionsrecht für HAW/FH ist überfällig und gerade für die Wissenschaft Soziale Arbeit, die vor allem an diesem Hochschultyp gelehrt, beforscht und weiterentwickelt wird, von zentraler Bedeutung. Um dieses Recht in eine gelingende Praxis umsetzen zu können, müssen die Rahmenbedingungen für Lehre und Forschung an HAW/FH verbessert werden und zwar für alle Statusgruppen gleichermaßen. Zum Dritten muss der geforderte Kulturwandel bei der Promotionsbetreuung auf den Weg gebracht werden, um Hierarchien und Abhängigkeitsverhältnisse abzubauen und unterstützende Konzepte für den Promotionsprozess zu entwickeln. Und nicht zuletzt ist es notwendig, dass diese drei Forderungen stärker als bisher gemeinsam mit Nachwuchswissenschaftler*innen zum Ausdruck gebracht und verfolgt werden.</p> <p>Es gilt, Bündnisse zu schmieden für die gemeinsame Sache, nämlich Steine auf dem Weg zur und während der Promotion aus dem Weg zu räumen und neue gangbare Wege zu ebnen.</p><p> </p> <p>Prof. Dr. Claudia Steckelberg, Vorstandsmitglied der DGSA und Professorin für Soziale Arbeit an der Hochschule Neubrandenburg</p> <p><br></p> <p><b>Literatur</b></p> <p>•        Fritz, Fabian et al. (2020): Lika a Drug Gang Limbo. Lebens- und Arbeitsbedingungen „junger“ Wissenschaftler_innen Sozialer Arbeit. Ein Diskussionsbeitrag. In: Steckelberg, Claudia/Thiessen, Barbara (Hg.): Wandel der Arbeitsgesellschaft– Soziale Arbeit in Zeiten von Globalisierung, Digitalisierung und Prekarisierung. Opladen. S. 237-249<br></p></div> Fachtag "Systemrelevant!" dokumentiert https://agjf-sachsen.de/newsreader/fachtag-systemrelevant-dokumentiert.html Feed urn:uuid:d7dd50ad-08c3-697d-9930-58611f4aefde Tue, 01 Dec 2020 11:23:00 +0100 <p>Die Dokumentation der diesjährigen Fachtagung des Forum Jugendarbeit Sachsen ist online. Darin finden sich die Ergebnisse der Arbeitsgruppen, ein Interviewgespräch im Nachgang der Veranstaltung zur sächsischen Kinder- und Jugendhilfe während und nach Corona sowie das Graphic Recording der Veranstaltung.</p> <p>Alle Dokumente finden sich unter: <a href="https://ea-sachsen.de/news/systemrelevant/" target="_blank" rel="noopener">Dokumentation der Jahrestagung Forum Jugendarbeit Sachsen</a>.</p> <p>Das Video ist auch separat abrufbar: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=6snuIqQF5kc" target="_blank" rel="noopener">Interviewgespräch Systemrelevant – Kinder und Jugendarbeit in Sachsen</a>.</p> Among Us – der Twitch-Hype in der medienpädagogischen Praxis!? https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2020/12/01/among-us-der-twitch-hype-in-der-medienpaedagogischen-praxis/ Medienpädagogik Praxis-Blog urn:uuid:abf5f407-5e92-8066-cd30-c1061a73a6f5 Tue, 01 Dec 2020 06:00:00 +0100 <p><img width="300" height="169" src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Among-Us-Titel-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Among Us" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Among-Us-Titel-300x169.jpg 300w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Among-Us-Titel-640x361.jpg 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Among-Us-Titel-768x434.jpg 768w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Among-Us-Titel-1536x867.jpg 1536w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Among-Us-Titel-2048x1157.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>Among Us (entwickelt vom US-amerikanischen Indie-Studio InnerSloth) ist bereits seit 2018 als App und Game (für Android, iOS und Microsoft Windows) auf dem Markt. Doch gerade in den letzten Monaten nimmt die Zahl der Spieler*innen weltweit rasant zu. Wie das Spiel vor allem auch in der medienpädagogischen Praxis sinnvoll und altersgerecht eingesetzt werden kann, wird [&#8230;] <p><img width="300" height="169" src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Among-Us-Titel-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Among Us" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Among-Us-Titel-300x169.jpg 300w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Among-Us-Titel-640x361.jpg 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Among-Us-Titel-768x434.jpg 768w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Among-Us-Titel-1536x867.jpg 1536w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Among-Us-Titel-2048x1157.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p><p><em>Among Us</em> (entwickelt vom US-amerikanischen Indie-Studio InnerSloth) ist bereits seit 2018 als App und Game (für Android, iOS und Microsoft Windows) auf dem Markt. Doch gerade in den letzten Monaten nimmt die Zahl der Spieler*innen weltweit rasant zu. Wie das Spiel vor allem auch in der medienpädagogischen Praxis sinnvoll und altersgerecht eingesetzt werden kann, wird im folgenden beschrieben.</p> <p><span id="more-7561"></span></p> <p>Der Hype um <em>Among Us</em> ist vor allem auf die Streaming-Plattform Twitch und hier besonders auf den Twitch-Streamer <a href="https://www.kotaku.com.au/2020/09/among-us-improbable-rise-to-the-top-of-twitch/">Chance „Sodapoppin“ Morris</a> zurückzuführen. Dieser spielte <em>Among Us</em> zusammen mit anderen Twitch-Stars, die es wiederum mit anderen live im Stream zockten. So verbreitete es sich, gerade in der Zeiten der Kontaktreduzierung auch in der Online-Variante hierzulande enorm.<br />Das Spielprinzip ist schnell erklärt, wenn man die analogen Pendants namens <em>Mord in Palermo</em>, <em>Werwolf</em> oder <em>Mafia</em> bemüht: im Gemeinschaftsspiel mit Weltraum-Setting spielen bis zu 10 Personen mit- bzw. gegeneinander. 1 bis 3 Spieler*innen sind in der geheimen Rolle der Impostors (also die Betrüger) gegen die restlichen Crewmates unterwegs und versuchen diese Runde um Runde zu eliminieren. Die Crewmates können während den Runden kleine Aufgaben (eher sinnfreie Mini-Spiele) im ganzen Raumschiff erledigen oder auch einzelne Teammitglieder beschatten &#8211; immer im Wissen, dass sie vielleicht das nächste Opfer sein könnten. Ziel der Crew ist es, entweder alle Aufgaben gemeinschaftlich abgearbeitet zu haben oder die Impostors enttarnt zu haben und von Board zu werfen. Im Gegensatz dazu versuchen die Impostors alle anderen umzubringen. Die Geister der Crew können auch weiterhin ihre Mannschaft bei der Aufgabenerfüllung unterstützen und sind somit immer noch im Spiel, können sich allerdings nicht mehr mitteilen. Wenn eine verdächtige Handlung gemeldet oder eine Leiche gefunden wurde, endet eine Spielrunde im gemeinsamen Text-Chat. Hier wird nun darüber abgestimmt, wer der Saboteur sein könnte. Diese Abstimmung kann mitunter zu sehr regen Diskussionen, Beschuldigungen und Verhandlungen führen. Bei der anschließenden Abstimmung hat jede*r eine Stimme, mit der man eine*n andere*n Spieler*in als Impostor verdächtigen kann. Die Person mit den meisten Stimmen wird von Board geschmissen.&nbsp;</p> <h3><strong>Pädagogische Empfehlung</strong></h3> <p><em>Among Us</em> fördert neben dem sozialen Lernen innerhalb einer Gruppe, Teamarbeit und Kooperation vor allem die Kommunikation und Debattenkultur, gerade in der lokalen Variante oder über den Kontakt im Sprachchat.<br />Impostors werden zufällig ausgewählt. Jeder darf oder muss in die Rolle des Mörders schlüpfen. Dabei ist ein gutes Pokerface&nbsp;und Überzeugungskraft&nbsp;wichtig. Das heißt auch, dass jede*r einmal mit (Falsch-)Beschuldigen und Verteidigen dran ist. Und hier ist schon so manche Freundschaft und Loyalität hinterfragt worden.<br />Durch die gemeinsame Impostor-Wahl lassen sich auch Themen wie aktive Beteiligung und gesellschaftliches Mitentscheiden ansprechen. Anhand der Methode des Mehrheitsentscheids innerhalb der Meetings lassen sich Entscheidungs- und Abstimmungsprozesse aufzeigen und auf die politische Praxis übertragen.</p> <p>Laut App Store ist die App ab 9, im Google Play Store ab 10 Jahren freigegeben. Derzeit gibt es noch keine USK- oder PEGI-Bewertung des Spiels. <br /><em>Among Us</em> wurde im November 2020 mit dem <a href="http://xn--pdagogischer-medienpreis-qbc.de/preistraeger-2020" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pädagogischen Medienpreis</a> des SIN &#8211; Studio im Netz e.V. ausgezeichnet und hier wurde eine pädagogische Empfehlung ab 12 Jahren ausgesprochen. <br />Die Grafik des Spiels ist im Comic-Stil gehalten, was die Leichenfunde weniger brutal aussehen lässt.<br />Gerade um das Spielprinzip und den Spaß am gemeinsamen Debattieren nachvollziehen und die Risiken der Nutzung des Textchats im öffentlichen Raum einschätzen zu können, ist ein Alter ab 10-12 Jahren empfehlenswert. </p> <p>Spielt man <em>Among Us</em> gemeinsam vor Ort, tritt der Gruppenspiel-Charakter direkt in Kraft, die Debatte um die Saboteure beginnt. In der Online-Variante versammeln sich die Überlebenden zum Spekulieren und Verteidigen im integrierten Chat. Da der text-basierte Chat während den Abstimmungen dafür vielen nicht ausreicht und sie auch während des Spiels direkt miteinander in Kontakt bleiben möchten, werden häufig gleichzeitig Sprach-Chats auf anderen Kanälen, wie Discord oder TeamSpeak benutzt.</p> <ul> <li><em>Among Us</em> kann in drei Varianten gespielt werden: Lokal mit Personen im gleichen WLAN, in einem privaten Raum (bei Erstellung erhält man einen generierten Code, der an alle Mitspielenden weitergeleitet wird) oder in einem öffentlichen Raum.</li> <li>Unbedingt thematisieren sollte man mit den Kindern und Jugendlichen die verlockende Möglichkeit, wenn keine oder nicht genügend Freund*innen online sind, Spielrunden in öffentlichen Räumen zu starten. Dies kann bedeuten, dass Kinder mit einer Vielzahl von Benutzer*inen aus der ganzen Welt interagieren, die sie nicht kennen. Ein Alter wird innerhalb des Spiels nicht abgefragt.</li> <li>Innerhalb des textbasierten Chats kann es zu Beleidigungen oder übergriffigen Anfragen kommen. Unangemessene Äußerungen können durch einen Filter zensiert werden, dieser funktioniert aber wohl nicht hundertprozentig.</li> <li>Darüber hinaus hat auch der Host des Spiels die Möglichkeit, einzelne Spieler*innen zu entfernen. Diese Ausschlussfuntkion des Hosts sollte angekündigt und umgesetzt werden, wenn Mitspieler*innen beleidigend oder übergriffig werden.&nbsp;</li> <li>Gerade in öffentlichen Räumen sollte unbedingt darauf verzichtet werden, persönliche Daten, wie Klarname, Telefonnummer oder weitere Kontaktmöglichkeiten über soziale Netzwerke preiszugegeben.&nbsp;</li> </ul> <h3><strong>Einsatz in der pädagogischen Praxis:</strong></h3> <p><em>Among Us</em> trifft man derzeit überall im Internet und auf den verschiedenen Sozialen Netzwerken. Auch Kinder unter 10 Jahren haben wahrscheinlich schon von dem Spiel gehört oder spielen es selbst aktiv, aus oben genannten Gründen ist es aber für jüngere Kinder nicht empfehlenswert. Deshalb ist in der Arbeit mit Kindern eine Aufteilung in die Alterskategorien unter und über 10 &#8211; 12 Jahren sinnvoll.</p> <p>Mit Kindern bis 10-12 Jahren:</p> <p>Die Spiele-Klassiker <em>Werwolf</em>/<em>Mord in Palermo</em>/<em>Mafia</em>&nbsp;können natürlich wunderbar&nbsp;als Alternative in der Gruppe angeboten werden. Das Spielprinzip funktioniert auch in einer gemeinsamen Videokonferenz, in dem sich die Werwölfe/Mörder*innen und Detektiv*innen stumm per Zettel, die in die Kamera gehalten werden absprechen.&nbsp;<br />Darüber hinaus lassen sich auch die Inhalte und Charaktere des Spiels aufgreifen, beispielsweise durch Comics, die selbst gezeichnet werden oder auch mit Programmen wie <em>Comics Life 3</em>, in denen Abenteuer erlebt werden können oder mit Knet- oder Bügelperlen-Figuren (die auch in Stop-Motion-Filmen oder mithilfe der Apps <em><a href="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2015/08/25/trickfilm-mit-dem-ipad-puppet-pals-hd-directors-pass/">Puppet Pals HD</a></em> oder <em>ChatterKids</em> zum Leben erweckt werden können).<br />Die Kinder können sich auch weitere Karten für das Spiel überlegen und diese mit der App <a href="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2018/06/05/computer-games-selber-machen/"><em>Draw Your Game</em> </a>oder auch auf der Plattform <em><a href="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2019/07/09/mit-roblox-spiele-erstellen-und-coden-lernen%ef%bb%bf/">Roblox </a></em>als eigene spiel- und steuerbare Umgebung anlegen.&nbsp;</p> <p>Mit Kindern ab 10 &#8211; 12 Jahren:</p> <p>Neben den oben vorgeschlagenen Methoden lässt sich <em>Among Us</em> natürlich auch mit den älteren Kindern und Jugendlichen zusammen&nbsp;spielen.&nbsp;<br />Als gemeinsamer Einstieg&nbsp;kann&nbsp;<em>Werwolf</em> o.ä. Varianten mit wechselnden Spielleiter*innen, Detektiv*innen, Mörder*innen und Bürger*innen gespielt werden.&nbsp;Nach einer gemeinsamen Partie&nbsp;<em>Among Us</em> im privaten Raum lassen sich die Ähnlichkeiten und Unterschiede gemeinsam besprechen. Der Einsatz der verschiedenen Rollen, die diversen Strategien und nicht zuletzt die wahrscheinlich auftretenden Spannungen des Bluffens und Debattierens können hier gut reflektiert werden.<br /><em>Among Us</em> wurde auch sehr schnell Teil der Internet- und Meme-Kultur. Auch hier lassen sich gemeinsam kreative Bilder oder Videos erstellen.&nbsp;</p> <div class="wp-block-columns"> <div class="wp-block-column"> <figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/last-supper_au.jpg" alt="" class="wp-image-7563" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/last-supper_au.jpg 325w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/last-supper_au-300x158.jpg 300w" sizes="(max-width: 325px) 100vw, 325px" /></figure> </div> <div class="wp-block-column"> <figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Among-Uns-640x406.jpg" alt="" class="wp-image-7564" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Among-Uns-640x406.jpg 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Among-Uns-300x191.jpg 300w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Among-Uns-768x488.jpg 768w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Among-Uns-1536x975.jpg 1536w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Among-Uns.jpg 2000w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure> </div> </div> <h3><strong>Fazit</strong></h3> <p><em>Among Us</em> ist derzeit bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt und kann auch im (medien-)pädagogischen Setting schön eingebunden werden. Vor allem kann durch das Aufgreifen dieses Spiels auch die zwischenmenschliche und oft nicht ganz einfache emotionale Verarbeitung des Betrügens und Verratens thematisiert werden.&nbsp;<br />Die kreative Auseinandersetzung mit der Spiel- und Lebenswelt der Kinder gibt über das Spiel hinaus viele Anknüpfungspunkte in die medienpädagogische Praxis.</p> <p>Ein Spiel dauert je nach Anzahl der Spieler*innen, voreingestellter Impostors und Diskussionsbedarf etwa 5 bis 20 Minuten.<br /><em>Among Us</em> kostet in der PC-Version rund 4€, für mobile Geräte gibt es auch eine kostenlose App. Empfehlenswert ist es, sich die App für rund 2,99 € zu kaufen, um das Spiel werbefrei nutzen zu können.</p> <h3><strong>Links</strong></h3> <p>&#8211; Among Us auf <a href="https://store.steampowered.com/app/945360/Among_Us/">Steam</a>, im <a href="https://apps.apple.com/us/app/among-us/id1351168404">App Store</a> und <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.innersloth.spacemafia&amp;hl=de&amp;gl=US">Google Play Store</a>.<br />&#8211; <a href="https://youtu.be/TpQ7mHIE3_w?list=PLX9dX8A0c-wEVEKTXm8G-wDJC-Cmue1vZ">Video-Trailer</a> samt Jury-Bewertung des Pädagogischen Medienpreis 2020.<br />&#8211; Die US-Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez <a href="https://www.twitch.tv/aoc">spielte und streamte</a> nun bereits zum zweiten mal Among Us mit einigen Politiker*innen und Streamer*innen. Beim ersten Mal Mitte Oktober, um auf die bevorstehende Präsidentschaftswahl aufmerksam zu machen, Ende November, um Spenden zu sammeln.</p> Videokonferenz zum Jugendaustausch und zur Jugendarbeit in Europa http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/videokonferenz-zum-jugendaustausch-und-zur-jugendarbeit-in-europa/162742 BMFSFJ urn:uuid:668d2ae8-4f70-532c-b5e6-a1cc2d545d78 Mon, 30 Nov 2020 14:30:54 +0100 Die Corona-Pandemie beeinträchtigt auch den internationalen Jugendaustausch und die Jugendarbeit. Franziska Giffey tauschte sich mit den EU-Jugendministerinnen und -ministern darüber aus, wie Kontakte aufrechterhalten und gestärkt werden können. Escape Team – digitale Erweiterung für eigene BreakoutEdu-Konzepte https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2020/11/24/escape-team-digitale-erweiterung-fuer-eigene-breakoutedu-konzepte/ Medienpädagogik Praxis-Blog urn:uuid:f541714f-d292-48e3-bf69-ba64f1d9bccb Tue, 24 Nov 2020 06:00:00 +0100 <p><img width="300" height="200" src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Escape-Team_c_Fabian_Hemmert-300x200.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Escape-Team_c_Fabian_Hemmert-300x200.jpg 300w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Escape-Team_c_Fabian_Hemmert-640x427.jpg 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Escape-Team_c_Fabian_Hemmert-768x512.jpg 768w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Escape-Team_c_Fabian_Hemmert.jpg 1280w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>Zum Einsatz von Escape-Rooms und BreakoutEdu-Spielen in der medienpädagogischen Arbeit gab es in diesem Blog schon einige Artikel. Das Tool Escape-Team stellt eine spannende Erweiterung dieser Ansätze um ein digitales Element dar, denn es ermöglicht die Verknüpfung eigener BreakOut-Materialien mit einer kostenlosen App. So können BreakOut-Spiele auch über Distanz, z.B. im Online-Seminar, gemeinsam gespielt werden. [&#8230;] <p><img width="300" height="200" src="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Escape-Team_c_Fabian_Hemmert-300x200.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" srcset="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Escape-Team_c_Fabian_Hemmert-300x200.jpg 300w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Escape-Team_c_Fabian_Hemmert-640x427.jpg 640w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Escape-Team_c_Fabian_Hemmert-768x512.jpg 768w, https://www.medienpaedagogik-praxis.de/wp-content/uploads/2020/11/Escape-Team_c_Fabian_Hemmert.jpg 1280w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p><p>Zum Einsatz von Escape-Rooms und BreakoutEdu-Spielen in der medienpädagogischen Arbeit gab es in diesem Blog schon <a href="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/?s=breakoutedu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">einige Artikel</a>. Das Tool <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.escape-team.de" target="_blank">Escape-Team</a> stellt eine spannende Erweiterung dieser Ansätze um ein digitales Element dar, denn es ermöglicht die Verknüpfung eigener BreakOut-Materialien mit einer kostenlosen App. So können BreakOut-Spiele auch über Distanz, z.B. im Online-Seminar, gemeinsam gespielt werden.</p> <p><span id="more-7555"></span></p> <p>Das Prinzip des Online-Angebots ist simpel: Auf der Website stehen einige Missionen zur Verfügung, die teils gratis, teils kostenpflichtig absolviert werden können. Hierbei sind verschiedene Aufgaben zu lösen, an deren Ende ein fünfstelliger Zahlencode herausgefunden wird. Dieser Code muss in der App eingegeben werden, um zur nächsten Aufgabe oder zum Ziel der Mission zu gelangen. </p> <h2>Eigene Missionen verknüpfen</h2> <p>Besonders interessant ist die Möglichkeit, die App mit eigenen Missionen zu zu verknüpfen. Dies geschieht in wenigen Schritten:</p> <ul> <li>Die eigenen Aufgaben müssen so gestaltet werden, dass idealerweise alle Inhalte (also Aufgaben, ergänzende Infos oder Materialien) in einer PDF-Datei zusammengefasst sind. Diese PDF ist auf den eigenen Server, in eine Cloud o.Ä. einzustellen, um darauf verlinken zu können. </li> <li>Wichtig ist, dass als Lösung der Aufgaben immer ein fünfstelliger Zahlencode entsteht. </li> <li>Im <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.escape-team.de/create" target="_blank">Missions-Editor</a> von „Escape Team“ besteht dann die Möglichkeit, die PDF-Datei mit der Aufgabenstellung zu verlinken und die Lösungs-Codes einzupflegen.</li> <li>Als weitere Angaben sind noch ein Missionstitel, ein kurzer Beschreibungstext und eine gültige Mailadresse nötig. Ein Login oder ein eigener Account werden nicht benötigt. </li> <li>Am Ende wird eine Landing-Page generiert, die online abrufbar ist, sowie ein weiterer Code, mit dem in der kostenlosen App die eigene Mission gestartet wird. </li> </ul> <h2>Beispiel-Mission</h2> <p>Als Beispiel kann ich auf eine kleine BreakOut-Mission verweisen, die wir im „SIN &#8211; Studio im Netz“ erstellt haben. Die Mission ist auf der Escape-Team-Seite <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.escape-team.de/play/MI-DF5E-EF84" target="_blank">abrufbar</a>, zudem sind die <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.studioimnetz.de/wp-content/uploads/2020/10/Breakout-Edu_Panzerknacker_Aufgaben.pdf" target="_blank">Aufgabenstellung </a>und auch die <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.studioimnetz.de/wp-content/uploads/2020/10/Breakout-Edu_Panzerknacker_L%C3%B6sungen.pdf" target="_blank">Lösungen</a> als PDF verfügbar. Wir hatten dieses Spiel zunächst für Vor-Ort-Workshops mit farbigen Vorhängeschlössern konzipiert und nun für digitale Angebote in Zeiten des Social-Distancing adaptiert.</p> <p>Noch ein Wort zum Hintergrund und Datenschutz: Hinter dem Angebot „Escape-Team“ steht die „Hemmert UG“ aus Köln, geführt von Sarah-Carina ​​Hemmert​​ (Pädagogin) und ​​Fabian​​Hemmert​​ (​​Professor ​​für ​​Interface ​​Design​​ an ​​der Uni Wuppertal). </p> <h2>Fazit</h2> <p>Die unkomplizierte Handhabung der Seite und die kostenlose Möglichkeit, eigene Materialien mit einem digitalen Tool anzureichern, haben uns überzeugt und sind gerade in Zeiten des Lockdowns ein attraktives Angebot. Wir wünschen viel Spaß und Erfolg beim Erstellen und Spielen eigener Missionen!</p> Soziale Arbeit unter Pandemie-Bedingungen https://agjf-sachsen.de/newsreader/soziale-arbeit-unter-pandemie-bedingungen.html Feed urn:uuid:1956afb2-d15e-79b9-ca9c-83c117e81d46 Fri, 20 Nov 2020 09:46:00 +0100 <p>Bereits im Frühjahr 2020, während der stärksten Beschränkungen im ersten Lockdown, haben Prof. Dr. Christina Buschle (IUBH) und Prof. Dr. Nikolaus Meyer (Hochschule Fulda) knapp 2.000 Beschäftigte der Sozialen Arbeit zu ihrer damaligen Arbeitssituation befragt. Im Rahmen des Projektes „<strong>Soziale Arbeit Macht Gesellschaft: Bedingungen und Wahrnehmungen von Professionalität während der Corona-Pandemie</strong>“ läuft nun bis zum 30. November eine zweite Befragung der Hochschule Fulda in Kooperation mit ver.di.</p> <p>Die erste Befragung zeigte, dass die weitreichenden Maßnahmen zum Schutz vor dem Corona-Virus auch zu zum Teil erheblichen Veränderungen im Handeln der Berufstätigen geführt haben. <strong>Wie sieht die berufliche Praxis Sozialer Arbeit jetzt ein gutes halbes Jahr später aus? Unterscheidet sich die heutige berufliche Situation von den Arbeitsbedingungen vor Ausbruch der Corona-Pandemie und was ist seit dem ersten Lockdown im Handlungsfeld geschehen?</strong></p> <p>Fachkräfte im Handlungsfeld der Sozialen Arbeit können bis zum 30. November an der Befragung teilnehmen: <a href="https://evasys.hs-fulda.de/evasys/online.php?pswd=Corona" target="_blank" rel="noopener">https://evasys.hs-fulda.de/evasys/online.php?pswd=Corona</a></p> <p>Die Ergebnisse sollen Anfang 2021 auf einer Onlinekonferenz präsentiert und mit verschiedenen (berufs-)politischen Akteur*innen diskutiert werden.</p> Fachtagung: Fit für die Zukunft - Impulse der Gesundheitsforschung für die Jugendhilfe https://agjf-sachsen.de/newsreader/fachtagung-fit-fuer-die-zukunft-impulse-der-gesundheitsforschung-fuer-die-jugendhilfe.html Feed urn:uuid:4055c1c6-97b3-c26a-d646-735e4b5f78a2 Thu, 19 Nov 2020 11:53:00 +0100 <p>Gesundheitsrelevante Themen in der Jugendarbeit waren schon vor der vollumfänglichen Einführung des Präventionsgesetzes in 2016 präsent. Dennoch erhält die Gesundheitsförderung als Querschnittsaufgabe durch die verstärkte Schnittstelle mit den öffentlichen Gesundheitsdiensten einen veränderten Fokus für Jugendarbeit und Jugendhilfe. Das Projekt „<a href="https://www.agjf-sachsen.de/GesundesAufwachsenStaerken.html">Gesundes Aufwachsen stärken – Forschungsvorhaben zur allgemeinen Gesundheitsförderung in der Jugendarbeit</a>“ setzt an dieser Schnittstelle an und richtet den Blick auf eine Analyse der aktuellen Umsetzung von Primärprävention und allgemeiner Gesundheitsförderung in der sozialpädagogischen Praxis. Bei der Fachtagung „Fit für die Zukunft“ werden wesentliche Forschungsergebnisse und Ableitungen der Fachpraxis zugänglich gemacht. Daneben gibt es fachliche Impulse zum Thema Prävention und Gesundheitsförderung.</p> <p>Die Fachtagung „Fit für die Zukunft“ findet am <strong>10. Dezember 2020 von 10 bis 14 Uhr</strong> als Online-Veranstaltung statt.</p> <p>Anmeldung und weitere Informationen: <a href="http://www.agjf-sachsen.de/fachtagungen/fit-fuer-die-zukunft.html">https://agjf-sachsen.de/fachtagungen/fit-fuer-die-zukunft.html</a></p> Offene Kinder- und Jugendarbeit als hybride Organisation https://padlet.com/entschlossenoffen/Bookmarks/wish/934340619 Lesezeichen by Entschlossen OFFEN urn:uuid:5354a15f-4a04-8f1e-6660-36d3c042ecf3 Wed, 18 Nov 2020 00:00:58 +0100 <div><a href="https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/v/26498">Lecture2Go von Moritz Schwerthelm</a></div>