DHI Blogs http://feed.informer.com/digests/FBXGCNCWFA/feeder DHI Blogs Respective post owners and feed distributors Fri, 11 Dec 2015 13:25:45 +0000 Feed Informer http://feed.informer.com/ Der Geschmack des digitalen Archivs zuhause auf dem Sofa #goutnum https://dhdhi.hypotheses.org/5552 Digital Humanities am DHIP urn:uuid:11464047-81c6-02b5-55f6-328f6f8fe4f8 Tue, 11 Dec 2018 15:43:50 +0000 Sean Takats, Emmanuel Laurentin und Arlette Farge (v.l.n.r) Wie ist der Geschmack des Archivs im digitalen Zeitalter? Mit Arlette Farge und Sean Takats diskutierten darüber am 14.11.2018 in den Archives Nationales zwei Personen, die&#46;&#46;&#46; <div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img src="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/12/an7-e1544455728647-375x500.jpg" alt="" class="wp-image-5577" srcset="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/12/an7-e1544455728647-375x500.jpg 375w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/12/an7-e1544455728647-225x300.jpg 225w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/12/an7-e1544455728647-768x1024.jpg 768w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/12/an7-e1544455728647.jpg 1512w" sizes="(max-width: 375px) 100vw, 375px" /><figcaption>Sean Takats, Emmanuel Laurentin und Arlette Farge (v.l.n.r)</figcaption></figure></div> <p>Wie ist der Geschmack des Archivs im digitalen Zeitalter? Mit Arlette Farge und Sean Takats diskutierten darüber am 14.11.2018 in den Archives Nationales zwei Personen, die sehr gegensätzliche Positionen vertraten. <a rel="noreferrer noopener" href="http://crh.ehess.fr/index.php?206" target="_blank">Arlette Farge</a>, Forschungsdirektorin am CNRS und Autorin des in Frankreich zum Klassiker avancierten Buchs „Der Geschmack des Archivs“ (deutsch 2011 im Wallstein Verlag), erklärte sich selbst als Dinosaurierin, Anhängerin des gedruckten Dokuments und der Arbeit vor Ort in Archiven. <a rel="noreferrer noopener" href="https://rrchnm.org/author/sean-takats/" target="_blank">Sean Takats</a> wiederum, Forschungsdirektor am <a rel="noreferrer noopener" href="https://rrchnm.org/" target="_blank">Roy Rosenzweig Center for History and New Media</a> und an der Entwicklung von <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.zotero.org/" target="_blank">Zotero</a> (Literaturverwaltung) und <a rel="noreferrer noopener" href="https://tropy.org/" target="_blank">Tropy</a> (Verwaltung von Archivfotos) beteiligt, vertrat die neuen digital-hybriden und kollaborativen Arbeitsweisen. Dank der Moderation von Radiomoderator Emmanuel Laurentin redeten beide auf der Podiumsdiskussion nicht aneinander vorbei, sondern traten in einen sehr anregenden und kurzweiligen Dialog, der vor dem Hintergrund der Erfahrungen des einen Einblicke in die Praktiken des anderen ermöglichte. Das gegenseitige Spiegeln war nicht nur interessant, sondern auch witzig, und führte das bisweilen Absurde der jeweiligen Arbeitspraktiken zutage. Welches waren die Hauptpositionen?</p> <p><em>Die Reise ins Archiv: von maritimen Metaphern zu Zeitmetaphern </em></p> <p>Historikerinnen und Historiker, so Arlette Farge, haben eine intime Beziehung zu ihren Primärquellen. Sie eignen sich diese physisch an und treten damit in eine indirekte Beziehung zu den Personen der Vergangenheit. Die Arbeit im Archiv ist für Arlette Farge eine körperliche. Sie spricht von der Reise ins Archiv, in dem jede Person eigene ritualisierte Praktiken entwickelt: von der Wahl des Lieblingsplatzes im Lesesaal, über den Rhythmus beim Arbeiten, das Essen und die Pausen, zu den Beziehungen zur Lesesaalaufsicht und zu anderen Forschenden. Bei der Beschreibung der Materialität des Archivs hatte Arlette Farge in ihrem Buch 1989 vor allem Metaphern aus dem maritimen Bereich verwendet: </p> <blockquote class="wp-block-quote"><p>„Denn es [das Archiv] ist maßlos, überschäumend wie Springfluten, Lawinen oder Überschwemmungen. Der Vergleich mit natürlichen und unvorhersehbaren Fluten ist keineswegs willkürlich; wer im Archiv arbeitet, ertappt sich oft dabei, wie er diese Reise mit den Begriffen des Tauchgangs, des Eintauchens oder gar des Ertrinkens schildert…“<sup>[1]</sup>.</p></blockquote> <p>Heute würde sie beim Schreiben über Archive eher auf zeitliche Metaphern zurückgreifen, so Arlette Farge, die von ihrer Traurigkeit zu Beginn der Digitalisierung berichtete, weniger aus Sorge, noch stärker als bisher mit Quellen überschüttet zu werden, sondern vor allem aufgrund der neuen Geräusche im Lesesaal, dem Klappern der Tastaturen, dem Klicken der Fotoapparate. Auch seien die Lesesäle der Archive sehr viel leerer geworden, seit Quellen digitalisiert sind. Wie sehr sich der zeitliche Kontext verändert hat, wurde deutlich, als Arlette Farge ihre Form der Serendipity und des Prokrastinierens erzählte: So bestellt sie sich manchmal, wenn sie nicht weiter weiß, einfach auf gut Glück irgendeine Signatur und schaut diese „unnützen Archivkartons“ durch, da man darin etwas ganz anderes findet, eine andere oder neue Idee. </p> <p>Diese romantische Vorstellung von der Arbeit als Historikerin muss man sich in der Praxis allerdings leisten können. Längst haben Forschungsförderer ihre Stipendien für Archivreisen den neuen Praktiken angepasst bzw. forcieren diese: Maximal drei Monate Stipendium gibt es zumeist nur noch für eine Archivreise, weil man wie selbstverständlich davon ausgeht, dass vor Ort nicht gelesen, sondern gesammelt, d.h. abfotografiert wird. Sind Bestände digital vorhanden, wird eine Archivreise gar nicht mehr gefördert, wenn man nicht gut begründen kann, warum man das Original gesehen haben muss. Allerdings bietet die Online-Zugänglichkeit von Quellen für all diejenigen, die kein Stipendium haben und sich eine Reise nicht leisten können, überhaupt erst die Möglichkeit, über ein bestimmtes Thema zu forschen, das ansonsten unerreichbar wäre.</p> <p><em>Neue Praktiken: vom Lesen zum Sammeln</em></p> <p>Dass die Praktiken und Workflows heute ganz andere sind, bekräftigte Sean Takats: Forschende fahren zwar noch ins Archiv und lassen sich dort Akten vorlegen. Diese werden aber nicht vor Ort ausgewertet, sondern durchfotografiert, um sie später zu lesen, abzuschreiben, per automatisierter Handschriftenerkennung in Volltext umzuwandeln und computergestützt zu analysieren. Forscherinnen und Forscher schaffen sich so ihre eigenen Archive bzw. bilden ganze Archive auf ihren Rechnern nach. Das Ziel bei der Entwicklung von Tropy, der Software zur Verwaltung von Archivfotos, war genau das: den Kontext des Archivs wiederherzustellen über die Möglichkeit etwa, die Signatur der Kartons einzutragen, und zugleich Anreicherungen, Notizen, Abschriften und Verknüpfungen mit anderen Beständen zu erlauben. Da es für das Speichern von Fotos kaum noch Kapazitätsgrenzen gibt, besteht die Gefahr, immer noch mehr zu machen, noch weiter zu gehen und noch mehr zu fotografieren. Eine Umfrage bei Forschenden habe ergeben, so Takats, dass diese im Durchschnitt jeweils rund 12.000 Archivfotos auf ihren Rechnern haben, manche hätten sogar Hunderttausende. Das habe in Teilen eine „dokumentarische Inflation“ zu Folge, denn zu den Fotos gebe es ja noch Exzerpte und andere Texte, so Takats.</p> <p><em>Zeit, Emotionen und die Reise ins digitale Archiv</em></p> <div class="wp-block-image"><figure class="alignleft is-resized"><img src="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/12/an1-500x375.jpg" alt="" class="wp-image-5589" width="376" height="282" srcset="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/12/an1-500x375.jpg 500w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/12/an1-300x225.jpg 300w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/12/an1-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 376px) 100vw, 376px" /><figcaption>Das neue Gebäude der Archives Nationales&nbsp;</figcaption></figure></div> <p>Wie unternimmt man nun die „Reise ins Archiv“ in der digitalen Welt? Sean Takats hat sich Berichte dazu angeschaut, auf Blogs etwa, wo es vor allem darum geht, Fotos zu machen, Dokumente mit anderen zu teilen oder diese gemeinsam mit Metadaten anzureichern. Aber es sei auffallend, dass in den Dissertationen die Erfahrung vor dem Bildschirm ausgeblendet bleibt. Man erfindet keine neue Erzählung, die derjenigen von Arlette Farge gleicht. Die digitale Erfahrung wird ausgespart, dabei sei es wichtig, zu erzählen, dass man die Fotos vielleicht von einer Kollegin bekommen oder sie online gefunden hat, dass man nicht selbst ins Archiv gefahren ist. Das deckt sich mit einer anderen Beobachtung: Viele Forschende verwenden zwar Digitalisate von Forschungsliteratur oder auch Quellen, zitieren in ihrer Arbeit dann aber das gedruckte Exemplar bzw. die Quellenedition. </p> <p>Für Arlette Farge ist das Lesen von Digitalisaten vor dem Bildschirm nicht dasselbe, alleine schon, weil die Fahrt ins Archiv fehlt und damit der eigene Körper immobil bleibt. Im Archiv sei der Moment, an dem man am nähsten, ja unmittelbar an der Geschichte ist. Bei der Arbeit mit dem Digitalisat fehlt das Warten auf einen neuen Karton und die Spannung, was sich darin wohl befinden mag, es fehlt das Anfassen der Quellen, der Geruch des Archivs und der Geruch der Quelle, das ganze spezifische Umfeld. Selbst wenn man dies nicht als Interpretationskategorie instrumentalisiere, seien dies doch Eindrücke des Körpers, die sich in der Interpretation der Quelle und der eigenen Geschichtsschreibung niederschlage. Ebenso ist für Arlette Farge das Abschreiben der Quellen von Hand ein „körperlicher Eindruck“, wobei es ihr immer egal gewesen sei, wie viel Zeit das in Anspruch nimmt. Notizen zu machen wäre ihr immer ahistorisch vorgekommen. Für sie spielt es damit auch keine Rolle, ob man das Digitalisat selbst angefertigt hat – und damit mit der Originalquelle ja zumindest kurz in Berührung war – oder ob man mit einem Archivdigitalisat arbeitet.</p> <p>Für Sean Takats dagegen überwiegen die Vorteile der Digitalisierung, vor allem die Zeit-und Ortsunabhängigkeit beim Zugriff auf die Quellen: Man kann mit den Fotos arbeiten, wann und wo man will: morgens, mittags, abends, zuhause, auf dem Sofa, den Kindern beim Spielen zusehend, mit Blick auf den Garten. Außerdem kann man zu den Archivfotos oder Online-Digitalisaten jederzeit zurückkehren, was sich von einer tatsächlichen Archivreise nicht sagen lässt. Ein weiterer großer Vorteil sei, dass man kollektiv arbeiten und Dokumente virtuell zusammenfügen könne. Die Frage für ihn war vielmehr, wie man die digitalisierten Dokumente lebendiger machen könnte, wie man beim Umgang mit Digitalisaten etwas empfinden könnte und zwar empfinden, dass man darüber in Kontakt mit der Vergangenheit ist? Bei der Vorstellung, dass digitale Archivquellen, gelesen auf dem heimischen Sofa, mit Kaffee in der Hand und Blick auf den Garten, ihren eigenen „Geschmack“ hervorbringen könnten, begann Arlette Farge auf ihre herzliche Art zu lachen&#8230;</p> <p>___<br>Die Veranstaltung begleitet ein Online Publikationsprojekt: „Der Geschmack des Archivs im digitalen Zeitalter“, das für Kommentare offen ist: <a href="http://www.gout-numerique.net/">http://www.gout-numerique.net/</a></p> <ol class="footnotes"><li id="footnote_0_5552" class="footnote">Arlette Farge, Der Geschmack des Archivs. Aus dem Französischen von Jörn Etzold in Zusammenarbeit mit Alf Lüdke, Göttingen: Wallstein Verlag 2011 (Le goût de l‘archive, 1989), S.&nbsp;9.</li></ol> zotero Schulung 11/12/2018 https://germano-fil.hypotheses.org/2966 Germano-Fil urn:uuid:748f5bd8-93e1-3374-bbfd-fa5f7698d45c Mon, 10 Dec 2018 19:30:16 +0000 Präsentation   Übung 1 Im Zotero style Repository blättern : https://www.zotero.org/styles Stil DIN 1505-2 finden und installieren Die Angaben, die in diesem Stil verwendet werden in der Eingabemaske finden. Übung 2 BASE Search Bayerische Staatsbibliothek OPAC Übung 3 Ein Literaturverzeichnis &#8230; <a href="https://germano-fil.hypotheses.org/2966">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a> <figure class="wp-block-embed"> <div><a href="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/472/files/2018/12/zotero_dhi.ppt">Präsentation<img class="alignnone size-large wp-image-2979" src="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/472/files/2018/12/zotero_image-500x190.png" alt="" width="500" height="190" srcset="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/472/files/2018/12/zotero_image-500x190.png 500w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/472/files/2018/12/zotero_image-300x114.png 300w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/472/files/2018/12/zotero_image-768x292.png 768w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/472/files/2018/12/zotero_image.png 1205w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a></div> </figure> <figure class="wp-block-embed"> <div class="wp-block-embed__wrapper"> </div> </figure> <p><p>Übung 1</p> <ul> <li>Im Zotero style Repository blättern : <a href="https://www.zotero.org/styles">https://www.zotero.org/styles</a></li> <li>Stil DIN 1505-2 finden und installieren</li> <li>Die Angaben, die in diesem Stil verwendet werden in der Eingabemaske finden.</li> </ul> <p>Übung 2</p> <ul> <li><a href="http://base.ub.uni-bielefeld.de">BASE Search</a></li> <li><a href="https://opacplus.bsb-muenchen.de/metaopac/start.do?SearchType=2">Bayerische Staatsbibliothek OPAC</a></li> </ul> <p>Übung 3</p> <ul> <li>Ein Literaturverzeichnis erstellen <ul> <li>nach <a href="https://www.zotero.org/styles/din-1505-2">DIN 1505-2 (</a><a href="https://www.zotero.org/styles/din-1505-2">author</a><a href="https://www.zotero.org/styles/din-1505-2">-date, </a><a href="https://www.zotero.org/styles/din-1505-2">German</a><a href="https://www.zotero.org/styles/din-1505-2">)</a></li> <li>nach <a href="https://www.zotero.org/styles/iso690-author-date-fr-no-abstract">ISO-690 (author-date, no abstract, French)</a></li> <li> <p>Und im Textverarbeitungsprogramm zitieren</p> </li> <li>Manuell dhip-online.csl installieren : <a href="http://www.ciera.fr/sites/default/files/document_joint/dhip-online.csl">zum download</a></li> </ul> </li> </ul> <p>Übung 4</p> <ul> <li>PDF-Dateien mit den bibliographischen Angaben übernehmen</li> <li><a href="https://journals.openedition.org/">https://journals.openedition.org/</a></li> <li><a href="https://www.persee.fr/">https://www.persee.fr/</a></li> <li><a href="https://www.jstor.org/">https://www.jstor.org/</a></li> <li><a href="https://www.base-search.net">https://www.base-search.net</a></li> <li><a href="https://gallica.bnf.fr/">https://gallica.bnf.fr/</a></li> <li><a href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/">https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/</a></li> </ul> <p>Übung 5</p> <ul> <li>Suchen</li> </ul> <p>Übung 6</p> <ul> <li>Sammlungen und Erweiterte Suche speichern</li> </ul> <p>Übung 7</p> <ul> <li>Tags</li> </ul> <p>Übung 8</p> <ul> <li>Gruppen</li> </ul> <p>Übung 9</p> <ul> <li>importieren : <a href="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/472/files/2018/12/zotero_beispiele_styles.zip">zum download</a></li> <li>exportieren</li> </ul></p> Ein unerwartetes Tête-a-tête: Nationalgardisten in der Ausstellung Les Impressionistes à Londres https://19jhdhip.hypotheses.org/3510 Das 19. Jahrhundert in Perspektive urn:uuid:48f3689e-acdb-149b-2dbc-cd1ecd09d315 Fri, 07 Dec 2018 14:30:39 +0000 In meiner Dissertation befasse ich mich Bürgergarden in Spanien und Frankreich, also mit nicht-professionellen Ordnungsformationen bewaffneter Bürger, die in beiden Ländern nur während des 19.&#46;&#46;&#46; <p>In meiner Dissertation befasse ich mich Bürgergarden in Spanien und Frankreich, also mit nicht-professionellen Ordnungsformationen bewaffneter Bürger, die in beiden Ländern nur während des 19. Jahrhunderts bestanden und denen neben Polizei- und Armeeaufgaben auch der Schutz der politischen Ordnung übertragen war.<a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftn1"><sup>[1]</sup></a>Der zentrale Untersuchungsgegenstand meiner Dissertation ist die diskursive Auseinandersetzung über Bürgergarden. Dabei geht es mir um die Frage, welche Vorstellungen von Staatsbürgerlichkeit hier zum Ausdruck kommen, und wie in beiden Ländern die Figur des Nationalgardisten zur Konstruktion von Nationalnarrativen beitrug.&nbsp;</p> <p>Seit 2017 kann ich die Arbeit an meiner Dissertation am DHI in Paris fortsetzen. Einer der großen Vorteile am Dienstort Paris ist, dass ich meinem Forschungsgegenstand immer wieder an unerwarteten Orten begegne – z.B. in der Ausstellung&nbsp;<em>Les Impressionnistes à Londres. Artistes français en exil, 1870-1904</em>, die bis zum 14. Oktober 2018 im Petit-Palais in Paris zu sehen war. Ihr erster Raum widmete sich einem der Anlässe, aus dem viele Künstler Zuflucht in England suchten: dem preußisch-französischen Krieg von 1870/71 und seiner bildlichen Darstellung, nicht nur durch Impressionisten.<a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftn2"><sup>[2]</sup></a>Die Anzahl der in der Ausstellung gezeigten Bilder mit Nationalgardisten war übersichtlich, dennoch werfen sie Schlaglichter darauf, warum der Nationalgardist eine prägende Figur des Krieges von 1870/71 wurde und warum dieser Krieg einen Einschnitt in der Geschichte der Nationalgarde darstellte.<a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftn3"><sup>[3]</sup></a>&nbsp;&nbsp;</p> <figure class="wp-block-image is-resized"><img src="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Rathaus-500x135.jpg" alt="" class="wp-image-3564" width="745" height="201" srcset="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Rathaus-500x135.jpg 500w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Rathaus-300x81.jpg 300w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Rathaus-768x207.jpg 768w" sizes="(max-width: 745px) 100vw, 745px" /><figcaption>Henri Dupray und René Gilbert:&nbsp;Le Rationnement de la population, 1899</figcaption></figure> <p>Im Grunde liegt es schon aus biografischen Gründen nahe, dass man in einer Ausstellung über das Schicksal von Künstlern während der 1870er Jahre der Nationalgarde begegnet. Schließich wurde mit dem Ausbruch des Krieges in Frankreich der Dienst in der Nationalgarde für alle gesunden Männer über 20 Jahren verpflichtend. Daher wurden zahlreiche der (noch) nicht emigrierten Künstler zum Dienst in der Nationalgarde herangezogen, unter ihnen Gustave Caillebotte und Edgar Degas.&nbsp;Édouard&nbsp;Manet stieg sogar bis in den Generalstab der Pariser Nationalgarde auf.<a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftn4"><sup>[4]</sup></a></p> <div class="wp-block-image"><figure class="alignright is-resized"><img src="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/GardeNationaleLoi1870-500x417.jpeg" alt="" class="wp-image-3548" width="300" height="250" srcset="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/GardeNationaleLoi1870-500x417.jpeg 500w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/GardeNationaleLoi1870-300x250.jpeg 300w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/GardeNationaleLoi1870.jpeg 708w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption>Auszug aus: <em><a href="https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k5443356d/f4.item.r=Garde%20nationale">Bulletin Officiel Du Ministère de l’intérieur&nbsp;</a></em>(Paris, 1870), 304.</figcaption></figure></div> <p>Wie tief und auf welche Art der Krieg in das Leben der Künstler eingriff, hing unter anderem davon ab, welcher Unterart von Nationalgarde sie zugeschlagen wurden: Während Gustave Caillebote der zum Teil gemeinsam mit der Armee operierenden mobilisierten Nationalgarde angehörte, waren&nbsp;Édouard&nbsp;Manet und Gustave Doré Mitglieder der sesshaften Pariser Nationalgarde, d.h. sie waren mit der Sicherung der Stadt, aber auch mit der Organisation vieler Alltagsaspekte betraut. So wurden sie unmittelbare Zeugen des Leids der Zivilbevölkerung. Dies verdeutlicht beispielsweise das in der Ausstellung gezeigte Bild&nbsp;<em>Un soeur de la Charité sauvant un enfant&nbsp;</em>Dorés: Während in einer fast spürbar kalten Nacht eine Nonne ein Kind vor den Schrecken des Krieges rettet, bleibt für den am Wegesrand liegenden Verletzten kaum ein Blick. Das Bild verweist damit auf das erschreckende Heranrücken des Krieges, das sich 1870/71 vollzog: Zum ersten Mal seit der Napoleonischen Zeit fanden Kampfhandlungen auf französischem Boden statt.</p> <div class="wp-block-image"><figure class="alignleft is-resized"><img src="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Cantinière2-298x500.jpg" alt="" class="wp-image-3537" width="274" height="460" srcset="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Cantinière2-298x500.jpg 298w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Cantinière2-179x300.jpg 179w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Cantinière2-768x1290.jpg 768w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Cantinière2.jpg 1212w" sizes="(max-width: 274px) 100vw, 274px" /><figcaption>James Tissot: <em>Une cantinière de la Garde nationale, </em>1870/71</figcaption></figure></div> <p>Zugleich zeigte die Ausstellung auch, dass sich gerade die Figur des Nationalgardisten selbst eignete, um die Neuartigkeit der Kriegserfahrung von 1870/71 darzustellen. So brachte die Nähe des Krieges auch eine erhöhte Mobilisierung der Zivilgesellschaft mit sich. Sie kam besonders in der Nationalgarde zum Tragen, waren ihre Mitglieder ja ursprünglich Zivilisten. Entsprechend ihrem Einsatz als mobilisierte Kräfte traten Nationalgardisten in der Ausstellung einerseits als Gefallene im Felde auf. Anderseits waren sie als Tote in der Stadt zu sehen: Auf einem gezeigten Gemälde Frans Moormans&#8216; liegen gefallene Nationalgardisten vor der Ruine des Pariser Rathauses – gerade so, als wolle der Maler die doppelte Zerstörung des Zivilen anzeigen und darauf verweisen, dass Krieg und Niederlage Frankreich im Innersten trafen. Wie sehr die Nationalgarde dank ihres sesshaften Charakters auch positiv für die Mobilisierung der Heimatfront stand, illustriert eine Skizze James Tissots: Sie zeigte eine Marketenderin in feminisierter Nationalgardenuniform.</p> <p>Jedoch traten in der Ausstellung&nbsp;<em>Les Impressionistes à Londres</em>Nationalgardisten nicht nur als Stütze Frankreichs oder als quasi-zivile Kriegstote auf. Sie wurden auch in noch direkterer Weise als Opfer des eigenen Staates gezeigt. Hierfür standen Abbildungen, die sich mit der Niederschlagung der Pariser Kommune befassen: Weite Teile der Pariser Nationalgarde hatten sich am Widerstand gegen den Friedensvertrag mit Preußen beteiligt, der zum Aufstand gegen die neue republikanische Regierung Frankreichs führte und die Kommune einleitete. Während anschließenden Repression wurden mindestens 1.400 Kommunarden durch ad-hoc eingesetzte Militärgerichte zum Tode verurteilt und hingerichtet.<a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftn5"><sup>[5]</sup></a></p> <div class="wp-block-image"><figure class="alignright is-resized"><img src="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/IMG_1167-500x322.jpg" alt="" class="wp-image-3554" width="373" height="240" srcset="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/IMG_1167-500x322.jpg 500w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/IMG_1167-300x193.jpg 300w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/IMG_1167-768x494.jpg 768w" sizes="(max-width: 373px) 100vw, 373px" /><figcaption>James Tissot:&nbsp;&nbsp;<em>L’exécution des communards devant les fortifications du bois de Boulogne, 29 mai 1871</em></figcaption></figure></div> <p>Ein in der Ausstellung zu sehendes Aquarell James Tissots,&nbsp;<em>L’exécution des communards devant les fortifications du bois de Boulogne, 29 mai 1871,&nbsp;</em>zeigt, dass besonders die Bürgergardisten als unmittelbare Opfer der Maßnahmen wahrgenommen wurden: Vor einer hochkragenden Backsteinmauer liegen 14 Opfer eines oberhalb der Mauer operierenden Erschießungskommandos. Mindestens sechs der Toten sind durch ihre rot-blauen Hosen als Nationalgardisten ausgewiesen. Ihre Körper liegen verstreut und verdreht oder befinden sich sogar noch im Fallen. Gerade in ihrem Gegensatz zur undurchdringlichen Mauer stellen sie ein Aufschrei gegen das selbst von nicht-Kommunarden wie Tissot als drakonisch wahrgenommene, staatliche Vorgehen dar. Eine ähnliche Sprache spricht ein Werk Manets.&nbsp;</p> <div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img src="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Manet._Barricade.jpg" alt="" class="wp-image-3596" srcset="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Manet._Barricade.jpg 256w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Manet._Barricade-221x300.jpg 221w" sizes="(max-width: 256px) 100vw, 256px" /><figcaption>Manet: &nbsp;<em>La Barricade, 1871</em></figcaption></figure></div> <p>Manets Zeichnung&nbsp;<em>La Barricade&nbsp;</em>spielt deutlich auf das Gemälde<a href="https://fr.wikipedia.org/wiki/L%27Exécution_de_Maximilien" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Manets Zeichnung&nbsp;La Barricade&nbsp;spielt deutlich auf das Gemälde&nbsp;L'exécution de Maximilien&nbsp;an, das die Ermordung des durch Betreiben Napoleons III eingesetzten mexikanischen Kaisers durch Revolutionäre im Jahr 1867 zeigt – mit dem Unterschied, dass&nbsp;La Barricade&nbsp;die Rollen von Staat und Revolutionären verkehrt.[6]Bezeichnet für die Brisanz der Thematik von Tissots&nbsp;L’Exécution&nbsp;und Manets&nbsp;La Barricade&nbsp;ist die Tatsache, dass Tissots Aquarell nach England ging und Manets Werk zu seinen Lebzeiten nie veröffentlicht wurde: die Opfer der Unterdrückung der Pariser Kommune fielen lange Zeit einer&nbsp;damnatio memoriae&nbsp;anheim. (öffnet in neuem Tab)">&nbsp;</a><em><a href="https://fr.wikipedia.org/wiki/L%27Exécution_de_Maximilien" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Manets Zeichnung&nbsp;La Barricade&nbsp;spielt deutlich auf das Gemälde&nbsp;L'exécution de Maximilien&nbsp;an, das die Ermordung des durch Betreiben Napoleons III eingesetzten mexikanischen Kaisers durch Revolutionäre im Jahr 1867 zeigt – mit dem Unterschied, dass&nbsp;La Barricade&nbsp;die Rollen von Staat und Revolutionären verkehrt.[6]Bezeichnet für die Brisanz der Thematik von Tissots&nbsp;L’Exécution&nbsp;und Manets&nbsp;La Barricade&nbsp;ist die Tatsache, dass Tissots Aquarell nach England ging und Manets Werk zu seinen Lebzeiten nie veröffentlicht wurde: die Opfer der Unterdrückung der Pariser Kommune fielen lange Zeit einer&nbsp;damnatio memoriae&nbsp;anheim. (öffnet in neuem Tab)">L&#8217;exécution de Maximilien</a>&nbsp;</em>an, das die Ermordung des durch Betreiben Napoleons III eingesetzten mexikanischen Kaisers durch Revolutionäre im Jahr 1867 zeigt – mit dem Unterschied, dass&nbsp;<em>La Barricade&nbsp;</em>die Rollen von Staat und Revolutionären verkehrt.<a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftn6"><sup>[6]</sup></a>Bezeichnet für die Brisanz der Thematik von Tissots&nbsp;<em>L’Exécution&nbsp;</em>und Manets&nbsp;<em>La Barricade&nbsp;</em>ist die Tatsache, dass Tissots Aquarell nach England ging und Manets Werk zu seinen Lebzeiten nie veröffentlicht wurde: die Opfer der Unterdrückung der Pariser Kommune fielen lange Zeit einer&nbsp;<em>damnatio memoriae&nbsp;</em>anheim.</p> <p>Ähnlich dürfte ihre massive Beteiligung an der Kommune auch einer der Hauptgründe gewesen sein, aus denen die Nationalgarde nach dem Krieg von 1870/1 endgültig aufgelöst wurde. Jedoch beinhaltet bereits ein 1899 eingereichter, in der Ausstellung zu sehender Entwurf für die offizielle Bebilderung des Pariser Rathauses von Henri Dupray und René Gilbert wieder Nationalgardisten – nicht als Kämpfer, sondern gerade in ihrer zivilgesellschaftlichen und ordnungserhaltenden Funktion. Die Abbildung zeigt sie bei Austeilung von Lebensmitteln an die belagerte Pariser Bevölkerung. Dieses erneute Auftreten von Nationalgardisten in offiziellen Kontexten finde ich gerade aus einer französisch-spanisch vergleichenden Perspektive spannend. Es bestärkt meine Vermutung, dass es trotz allen Widerstands, den die Nationalgarde im Laufe des 19. Jahrhunderts der Staatsgewalt entgegenstellte, in Frankreich (auch) durch die häufige Überschneidung von Nationalgardenmobilisierung und nach außen gerichtetem Krieg besser als in Spanien gelang, den Nationalgardisten als eine nationale, überparteiliche Identifikationsfigur zu entwerfen und damit für das Narrativ einer geeinten Nation nutzbar zu machen.&nbsp;<br></p> <p></p> <p></p> <p></p> <p><strong><em>Abbildungen und Rechte:</em></strong> Die Abbildung von Manet: <em>La Barricade </em>ist <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Abbildungen und Rechte: Die Abbildung von Manet: La Barricade ist WikiCommons entnommen und steht unter einer CC 0-Lizenz, alle weiteren Bilder wurden von der Autorin gemacht. Sie stehen wie der Beitrag unter einer CC 2.0-Lizenz und können wie der Beitrag zu nicht kommerziellen Zwecken unter Nennung der Autorin weiterverwendet werden. (öffnet in neuem Tab)" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Manet._Barricade.jpg" target="_blank">WikiCommons</a> entnommen und steht unter einer <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Abbildungen und Rechte: Die Abbildung von Manet: La Barricade ist WikiCommons entnommen und steht unter einer CC 0-Lizenz, alle weiteren Bilder wurden von der Autorin gemacht. Sie stehen wie der Beitrag unter einer CC 2.0-Lizenz und können wie der Beitrag zu nicht kommerziellen Zwecken unter Nennung der Autorin weiterverwendet werden. (öffnet in neuem Tab)" href="https://creativecommons.org/share-your-work/public-domain/cc0/" target="_blank">CC 0-Lizenz</a><em>, </em>alle weiteren Bilder wurden von der Autorin gemacht. Sie stehen wie der Beitrag unter einer <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Abbildungen und Rechte: Die Abbildung von Manet: La Barricade ist WikiCommons entnommen und steht unter einer CC 0-Lizenz, alle weiteren Bilder wurden von der Autorin gemacht. Sie stehen wie der Beitrag unter einer CC 2.0-Lizenz und können wie der Beitrag zu nicht kommerziellen Zwecken unter Nennung der Autorin weiterverwendet werden. (öffnet in neuem Tab)" href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank">CC 2.0-Lizenz</a> und können zu nicht kommerziellen Zwecken unter Nennung der Autorin weiterverwendet werden.</p> <hr class="wp-block-separator"/> <p><a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftnref1"><sup>[1]</sup></a>Mehr zum Forschungsprojekt findet sich auf der Website des <a href="https://www.dhi-paris.fr/de/forschung/neuere-und-neueste-geschichte/laboratorien-der-staatsbuergerlichkeit-buergergarden-in-spanien-und-frankreich-im-19-jahrhundert.html">DHI Paris </a>sowie auf meinem <a href="https://labcit.hypotheses.org/forschungsprojekt">persönlichen Blog</a>.</p> <p><a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftnref2"><sup>[2]</sup></a>Die in diesem Text besprochenen Bilder sind in Ausstellungskatalog abgebildet und werden durch das Kapitel „Les peintres à l&#8217;épreuve de l&#8217;Année terrible“ kontextualisiert.&nbsp;Vgl.:Caroline Corbeau-Parsons, ed., “Les Impressionnistes à Londres: artistes français en exil, 1870-1904: Petit Palais.” (Paris, 2018).</p> <p><a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftnref3"><sup>[3]</sup></a>Zur Nationalgarde während der des Kriegs 1870/71:&nbsp;Georges Carrot,&nbsp;<em>La Garde nationale (1789-1871): une force publique ambiguë</em>(Paris: L’Hartmattan, 2001). Zur mit der Nationalgarde verknüpften Vorstellungshorizonten während der Kommune:&nbsp;Lisa M. Goodyer, “Que l-on soit toujours citoyen et soldat.&nbsp;Représantations de la Garde nationale sous la Commune de Paris en 1871,”&nbsp;<em>Revue d’histoire du XIXe siècle</em>, no. 16 (2003): 257–2667.</p> <p><a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftnref4"><sup>[4]</sup></a>Zu Künstlern in der Nationalgarde vgl:&nbsp;Jean-François Lecaillon,&nbsp;<em>Les Peintres français et la Guerre de 1870: 1870-1914</em>(Paris: Bernard Giovanangeli éditeur, 2016).Hier insbesondere die Seiten 16-30. Zu Tissot findet sich auch einiges in dem Beitrag <a href="https://thehammocknovel.wordpress.com/2013/04/08/james-tissot-and-the-artists-brigade-1870-71/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="[4]Zu Künstlern in der Nationalgarde vgl:&nbsp;Jean-François Lecaillon,&nbsp;Les Peintres français et la Guerre de 1870: 1870-1914(Paris: Bernard Giovanangeli éditeur, 2016).Hier insbesondere die Seiten 16-30. Zu Tissot findet sich auch einiges in dem Beitrag &quot;James Tissot and The Artists’ Brigade,&nbsp;1870-71&quot; auf dem Blog&nbsp;The Hammock. A Novel based on the true story of James Tissot. (öffnet in neuem Tab)">&#8222;James Tissot and The Artists’ Brigade,&nbsp;1870-71&#8220;</a> auf dem Blog&nbsp;<em>The Hammock. A Novel based on the true story of James Tissot.</em></p> <p><a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftnref5"><sup>[5]</sup></a>Robert Tombs, <a href="https://www.h-france.net/Salon/Salonvol3no1.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="[5]Robert Tombs, “How bloody was la Semaine Sanglante? A revision,”&nbsp;H-France Salon III, no. 1 (2012): 679–704. (öffnet in neuem Tab)">“How bloody was la Semaine Sanglante? A revision,”</a>&nbsp;<em>H-France Salon</em> III, no. 1 (2012): 679–704.</p> <p>&nbsp;<em>H-France Salon</em> III, no. 1 (2012): 679–704.</p> <p><a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftnref6"><sup>[6]</sup></a>Auf diese Parallele machte Begleittext in der Ausstellung aufmerksam.</p> Ein unerwartetes Tête-a-tête: Nationalgardisten in der Ausstellung „Les Impressionistes à Londres“ https://19jhdhip.hypotheses.org/3510 Das 19. Jahrhundert in Perspektive urn:uuid:f4b456a5-10a1-ca22-2ab1-2fb2daa7a977 Fri, 07 Dec 2018 14:30:39 +0000 In meiner Dissertation befasse ich mich Bürgergarden in Spanien und Frankreich, also mit nicht-professionellen Ordnungsformationen bewaffneter Bürger, die in beiden Ländern nur während des 19.&#46;&#46;&#46; <p>In meiner Dissertation befasse ich mich Bürgergarden in Spanien und Frankreich, also mit nicht-professionellen Ordnungsformationen bewaffneter Bürger, die in beiden Ländern nur während des 19. Jahrhunderts bestanden und denen neben Polizei- und Armeeaufgaben auch der Schutz der politischen Ordnung übertragen war.<a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftn1"><sup>[1]</sup></a> Der zentrale Untersuchungsgegenstand meiner Dissertation ist die diskursive Auseinandersetzung über Bürgergarden. Dabei geht es mir um die Frage, welche Vorstellungen von Staatsbürgerlichkeit hier zum Ausdruck kommen, und wie in beiden Ländern die Figur des Nationalgardisten zur Konstruktion von Nationalnarrativen beitrug. </p> <p>Seit 2017 kann ich die Arbeit an meiner Dissertation am DHI in Paris fortsetzen. Einer der großen Vorteile am Dienstort Paris ist, dass ich meinem Forschungsgegenstand immer wieder an unerwarteten Orten begegne – z.B. in der Ausstellung <em>Les Impressionnistes à Londres. Artistes français en exil, 1870-1904</em>, die bis zum 14. Oktober 2018 im Petit Palais in Paris zu sehen war. Ihr erster Raum widmete sich einem der Anlässe, aus dem viele Künstler Zuflucht in England suchten: dem preußisch-französischen Krieg von 1870/71 und seiner bildlichen Darstellung, nicht nur durch Impressionisten.<a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftn2"><sup>[2]</sup></a>Die Anzahl der in der Ausstellung gezeigten Bilder mit Nationalgardisten war übersichtlich, dennoch werfen sie Schlaglichter darauf, warum der Nationalgardist eine prägende Figur des Krieges von 1870/71 wurde und warum dieser Krieg einen Einschnitt in der Geschichte der Nationalgarde darstellte.<a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftn3"><sup>[3]</sup></a>  </p> <figure class="wp-block-image is-resized"><img src="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Rathaus-500x135.jpg" alt="" class="wp-image-3564" width="745" height="201" srcset="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Rathaus-500x135.jpg 500w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Rathaus-300x81.jpg 300w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Rathaus-768x207.jpg 768w" sizes="(max-width: 745px) 100vw, 745px" /><figcaption>Henri Dupray und René Gilbert:&nbsp;Le Rationnement de la population, 1899</figcaption></figure> <p>Im Grunde liegt es schon aus biografischen Gründen nahe, dass man in einer Ausstellung über das Schicksal von Künstlern während der 1870er Jahre der Nationalgarde begegnet. Schließich wurde mit dem Ausbruch des Krieges in Frankreich der Dienst in der Nationalgarde für alle gesunden Männer über 20 Jahren verpflichtend. Daher wurden zahlreiche der (noch) nicht emigrierten Künstler zum Dienst in der Nationalgarde herangezogen, unter ihnen Gustave Caillebotte und Edgar Degas.&nbsp;Édouard&nbsp;Manet stieg sogar bis in den Generalstab der Pariser Nationalgarde auf.<a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftn4"><sup>[4]</sup></a></p> <div class="wp-block-image"><figure class="alignright is-resized"><img src="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/GardeNationaleLoi1870-500x417.jpeg" alt="" class="wp-image-3548" width="300" height="250" srcset="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/GardeNationaleLoi1870-500x417.jpeg 500w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/GardeNationaleLoi1870-300x250.jpeg 300w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/GardeNationaleLoi1870.jpeg 708w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption>Auszug aus: <em><a href="https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k5443356d/f4.item.r=Garde%20nationale">Bulletin Officiel Du Ministère de l’intérieur&nbsp;</a></em>(Paris, 1870), 304.</figcaption></figure></div> <p>Wie tief und auf welche Art der Krieg in das Leben der Künstler eingriff, hing unter anderem davon ab, welcher Unterart von Nationalgarde sie zugeschlagen wurden: Während Gustave Caillebote der zum Teil gemeinsam mit der Armee operierenden mobilisierten Nationalgarde angehörte, waren&nbsp;Édouard&nbsp;Manet und Gustave Doré Mitglieder der sesshaften Pariser Nationalgarde, d.h. sie waren mit der Sicherung der Stadt, aber auch mit der Organisation vieler Alltagsaspekte betraut. So wurden sie unmittelbare Zeugen des Leids der Zivilbevölkerung. Dies verdeutlicht beispielsweise das in der Ausstellung gezeigte Bild&nbsp;<em>Un soeur de la Charité sauvant un enfant&nbsp;</em>Dorés: Während in einer fast spürbar kalten Nacht eine Nonne ein Kind vor den Schrecken des Krieges rettet, bleibt für den am Wegesrand liegenden Verletzten kaum ein Blick. Das Bild verweist damit auf das erschreckende Heranrücken des Krieges, das sich 1870/71 vollzog: Zum ersten Mal seit der Napoleonischen Zeit fanden Kampfhandlungen auf französischem Boden statt.</p> <div class="wp-block-image"><figure class="alignleft is-resized"><img src="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Cantinière2-298x500.jpg" alt="" class="wp-image-3537" width="274" height="460" srcset="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Cantinière2-298x500.jpg 298w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Cantinière2-179x300.jpg 179w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Cantinière2-768x1290.jpg 768w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Cantinière2.jpg 1212w" sizes="(max-width: 274px) 100vw, 274px" /><figcaption>James Tissot: <em>Une cantinière de la Garde nationale, </em>1870/71</figcaption></figure></div> <p>Zugleich zeigte die Ausstellung auch, dass sich gerade die Figur des Nationalgardisten selbst eignete, um die Neuartigkeit der Kriegserfahrung von 1870/71 darzustellen. So brachte die Nähe des Krieges auch eine erhöhte Mobilisierung der Zivilgesellschaft mit sich. Sie kam besonders in der Nationalgarde zum Tragen, waren ihre Mitglieder ja ursprünglich Zivilisten. Entsprechend ihrem Einsatz als mobilisierte Kräfte traten Nationalgardisten in der Ausstellung einerseits als Gefallene im Felde auf. Anderseits waren sie als Tote in der Stadt zu sehen: Auf einem gezeigten Gemälde Frans Moormans&#8216; liegen gefallene Nationalgardisten vor der Ruine des Pariser Rathauses – gerade so, als wolle der Maler die doppelte Zerstörung des Zivilen anzeigen und darauf verweisen, dass Krieg und Niederlage Frankreich im Innersten trafen. Wie sehr die Nationalgarde dank ihres sesshaften Charakters auch positiv für die Mobilisierung der Heimatfront stand, illustriert eine Skizze James Tissots: Sie zeigte eine Marketenderin in feminisierter Nationalgardenuniform.</p> <p>Jedoch traten in der Ausstellung&nbsp;<em>Les Impressionistes à Londres</em>Nationalgardisten nicht nur als Stütze Frankreichs oder als quasi-zivile Kriegstote auf. Sie wurden auch in noch direkterer Weise als Opfer des eigenen Staates gezeigt. Hierfür standen Abbildungen, die sich mit der Niederschlagung der Pariser Kommune befassen: Weite Teile der Pariser Nationalgarde hatten sich am Widerstand gegen den Friedensvertrag mit Preußen beteiligt, der zum Aufstand gegen die neue republikanische Regierung Frankreichs führte und die Kommune einleitete. Während anschließenden Repression wurden mindestens 1.400 Kommunarden durch ad-hoc eingesetzte Militärgerichte zum Tode verurteilt und hingerichtet.<a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftn5"><sup>[5]</sup></a></p> <div class="wp-block-image"><figure class="alignright is-resized"><img src="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/IMG_1167-500x322.jpg" alt="" class="wp-image-3554" width="373" height="240" srcset="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/IMG_1167-500x322.jpg 500w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/IMG_1167-300x193.jpg 300w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/IMG_1167-768x494.jpg 768w" sizes="(max-width: 373px) 100vw, 373px" /><figcaption>James Tissot:&nbsp;&nbsp;<em>L’exécution des communards devant les fortifications du bois de Boulogne, 29 mai 1871</em></figcaption></figure></div> <p>Ein in der Ausstellung zu sehendes Aquarell James Tissots,&nbsp;<em>L’exécution des communards devant les fortifications du bois de Boulogne, 29 mai 1871,&nbsp;</em>zeigt, dass besonders die Bürgergardisten als unmittelbare Opfer der Maßnahmen wahrgenommen wurden: Vor einer hochkragenden Backsteinmauer liegen 14 Opfer eines oberhalb der Mauer operierenden Erschießungskommandos. Mindestens sechs der Toten sind durch ihre rot-blauen Hosen als Nationalgardisten ausgewiesen. Ihre Körper liegen verstreut und verdreht oder befinden sich sogar noch im Fallen. Gerade in ihrem Gegensatz zur undurchdringlichen Mauer stellen sie ein Aufschrei gegen das selbst von nicht-Kommunarden wie Tissot als drakonisch wahrgenommene, staatliche Vorgehen dar. Eine ähnliche Sprache spricht ein Werk Manets.&nbsp;</p> <div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img src="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Manet._Barricade.jpg" alt="" class="wp-image-3596" srcset="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Manet._Barricade.jpg 256w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1147/files/2018/12/Manet._Barricade-221x300.jpg 221w" sizes="(max-width: 256px) 100vw, 256px" /><figcaption>Manet: &nbsp;<em>La Barricade, 1871</em></figcaption></figure></div> <p>Manets Zeichnung&nbsp;<em>La Barricade&nbsp;</em>spielt deutlich auf das Gemälde<a href="https://fr.wikipedia.org/wiki/L%27Exécution_de_Maximilien" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Manets Zeichnung&nbsp;La Barricade&nbsp;spielt deutlich auf das Gemälde&nbsp;L'exécution de Maximilien&nbsp;an, das die Ermordung des durch Betreiben Napoleons III eingesetzten mexikanischen Kaisers durch Revolutionäre im Jahr 1867 zeigt – mit dem Unterschied, dass&nbsp;La Barricade&nbsp;die Rollen von Staat und Revolutionären verkehrt.[6]Bezeichnet für die Brisanz der Thematik von Tissots&nbsp;L’Exécution&nbsp;und Manets&nbsp;La Barricade&nbsp;ist die Tatsache, dass Tissots Aquarell nach England ging und Manets Werk zu seinen Lebzeiten nie veröffentlicht wurde: die Opfer der Unterdrückung der Pariser Kommune fielen lange Zeit einer&nbsp;damnatio memoriae&nbsp;anheim. (öffnet in neuem Tab)">&nbsp;</a><em><a href="https://fr.wikipedia.org/wiki/L%27Exécution_de_Maximilien" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Manets Zeichnung&nbsp;La Barricade&nbsp;spielt deutlich auf das Gemälde&nbsp;L'exécution de Maximilien&nbsp;an, das die Ermordung des durch Betreiben Napoleons III eingesetzten mexikanischen Kaisers durch Revolutionäre im Jahr 1867 zeigt – mit dem Unterschied, dass&nbsp;La Barricade&nbsp;die Rollen von Staat und Revolutionären verkehrt.[6]Bezeichnet für die Brisanz der Thematik von Tissots&nbsp;L’Exécution&nbsp;und Manets&nbsp;La Barricade&nbsp;ist die Tatsache, dass Tissots Aquarell nach England ging und Manets Werk zu seinen Lebzeiten nie veröffentlicht wurde: die Opfer der Unterdrückung der Pariser Kommune fielen lange Zeit einer&nbsp;damnatio memoriae&nbsp;anheim. (öffnet in neuem Tab)">L&#8217;exécution de Maximilien</a>&nbsp;</em>an, das die Ermordung des durch Betreiben Napoleons III eingesetzten mexikanischen Kaisers durch Revolutionäre im Jahr 1867 zeigt – mit dem Unterschied, dass&nbsp;<em>La Barricade&nbsp;</em>die Rollen von Staat und Revolutionären verkehrt.<a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftn6"><sup>[6]</sup></a>Bezeichnet für die Brisanz der Thematik von Tissots&nbsp;<em>L’Exécution&nbsp;</em>und Manets&nbsp;<em>La Barricade&nbsp;</em>ist die Tatsache, dass Tissots Aquarell nach England ging und Manets Werk zu seinen Lebzeiten nie veröffentlicht wurde: die Opfer der Unterdrückung der Pariser Kommune fielen lange Zeit einer&nbsp;<em>damnatio memoriae&nbsp;</em>anheim.</p> <p>Ähnlich dürfte ihre massive Beteiligung an der Kommune auch einer der Hauptgründe gewesen sein, aus denen die Nationalgarde nach dem Krieg von 1870/1 endgültig aufgelöst wurde. Jedoch beinhaltet bereits ein 1899 eingereichter, in der Ausstellung zu sehender Entwurf für die offizielle Bebilderung des Pariser Rathauses von Henri Dupray und René Gilbert wieder Nationalgardisten – nicht als Kämpfer, sondern gerade in ihrer zivilgesellschaftlichen und ordnungserhaltenden Funktion. Die Abbildung zeigt sie bei Austeilung von Lebensmitteln an die belagerte Pariser Bevölkerung. Dieses erneute Auftreten von Nationalgardisten in offiziellen Kontexten finde ich gerade aus einer französisch-spanisch vergleichenden Perspektive spannend. Es bestärkt meine Vermutung, dass es trotz allen Widerstands, den die Nationalgarde im Laufe des 19. Jahrhunderts der Staatsgewalt entgegenstellte, in Frankreich (auch) durch die häufige Überschneidung von Nationalgardenmobilisierung und nach außen gerichtetem Krieg besser als in Spanien gelang, den Nationalgardisten als eine nationale, überparteiliche Identifikationsfigur zu entwerfen und damit für das Narrativ einer geeinten Nation nutzbar zu machen.&nbsp;<br></p> <p></p> <p></p> <p></p> <p><strong><em>Abbildungen und Rechte:</em></strong> Die Abbildung von Manet: <em>La Barricade </em>ist <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Abbildungen und Rechte: Die Abbildung von Manet: La Barricade ist WikiCommons entnommen und steht unter einer CC 0-Lizenz, alle weiteren Bilder wurden von der Autorin gemacht. Sie stehen wie der Beitrag unter einer CC 2.0-Lizenz und können wie der Beitrag zu nicht kommerziellen Zwecken unter Nennung der Autorin weiterverwendet werden. (öffnet in neuem Tab)" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Manet._Barricade.jpg" target="_blank">WikiCommons</a> entnommen und steht unter einer <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Abbildungen und Rechte: Die Abbildung von Manet: La Barricade ist WikiCommons entnommen und steht unter einer CC 0-Lizenz, alle weiteren Bilder wurden von der Autorin gemacht. Sie stehen wie der Beitrag unter einer CC 2.0-Lizenz und können wie der Beitrag zu nicht kommerziellen Zwecken unter Nennung der Autorin weiterverwendet werden. (öffnet in neuem Tab)" href="https://creativecommons.org/share-your-work/public-domain/cc0/" target="_blank">CC 0-Lizenz</a><em>, </em>alle weiteren Bilder wurden von der Autorin gemacht. Sie stehen wie der Beitrag unter einer <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Abbildungen und Rechte: Die Abbildung von Manet: La Barricade ist WikiCommons entnommen und steht unter einer CC 0-Lizenz, alle weiteren Bilder wurden von der Autorin gemacht. Sie stehen wie der Beitrag unter einer CC 2.0-Lizenz und können wie der Beitrag zu nicht kommerziellen Zwecken unter Nennung der Autorin weiterverwendet werden. (öffnet in neuem Tab)" href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank">CC 2.0-Lizenz</a> und können zu nicht kommerziellen Zwecken unter Nennung der Autorin weiterverwendet werden.</p> <hr class="wp-block-separator"/> <p><a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftnref1"><sup>[1]</sup></a>Mehr zum Forschungsprojekt findet sich auf der Website des <a href="https://www.dhi-paris.fr/de/forschung/neuere-und-neueste-geschichte/laboratorien-der-staatsbuergerlichkeit-buergergarden-in-spanien-und-frankreich-im-19-jahrhundert.html">DHI Paris </a>sowie auf meinem <a href="https://labcit.hypotheses.org/forschungsprojekt">persönlichen Blog</a>.</p> <p><a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftnref2"><sup>[2]</sup></a>Die in diesem Text besprochenen Bilder sind in Ausstellungskatalog abgebildet und werden durch das Kapitel „Les peintres à l&#8217;épreuve de l&#8217;Année terrible“ kontextualisiert.&nbsp;Vgl.:Caroline Corbeau-Parsons, ed., “Les Impressionnistes à Londres: artistes français en exil, 1870-1904: Petit Palais.” (Paris, 2018).</p> <p><a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftnref3"><sup>[3]</sup></a>Zur Nationalgarde während der des Kriegs 1870/71:&nbsp;Georges Carrot,&nbsp;<em>La Garde nationale (1789-1871): une force publique ambiguë</em>(Paris: L’Hartmattan, 2001). Zur mit der Nationalgarde verknüpften Vorstellungshorizonten während der Kommune:&nbsp;Lisa M. Goodyer, “Que l-on soit toujours citoyen et soldat.&nbsp;Représantations de la Garde nationale sous la Commune de Paris en 1871,”&nbsp;<em>Revue d’histoire du XIXe siècle</em>, no. 16 (2003): 257–2667.</p> <p><a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftnref4"><sup>[4]</sup></a>Zu Künstlern in der Nationalgarde vgl:&nbsp;Jean-François Lecaillon,&nbsp;<em>Les Peintres français et la Guerre de 1870: 1870-1914</em>(Paris: Bernard Giovanangeli éditeur, 2016).Hier insbesondere die Seiten 16-30. Zu Tissot findet sich auch einiges in dem Beitrag <a href="https://thehammocknovel.wordpress.com/2013/04/08/james-tissot-and-the-artists-brigade-1870-71/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="[4]Zu Künstlern in der Nationalgarde vgl:&nbsp;Jean-François Lecaillon,&nbsp;Les Peintres français et la Guerre de 1870: 1870-1914(Paris: Bernard Giovanangeli éditeur, 2016).Hier insbesondere die Seiten 16-30. Zu Tissot findet sich auch einiges in dem Beitrag &quot;James Tissot and The Artists’ Brigade,&nbsp;1870-71&quot; auf dem Blog&nbsp;The Hammock. A Novel based on the true story of James Tissot. (öffnet in neuem Tab)">&#8222;James Tissot and The Artists’ Brigade,&nbsp;1870-71&#8220;</a> auf dem Blog&nbsp;<em>The Hammock. A Novel based on the true story of James Tissot.</em></p> <p><a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftnref5"><sup>[5]</sup></a>Robert Tombs, <a href="https://www.h-france.net/Salon/Salonvol3no1.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="[5]Robert Tombs, “How bloody was la Semaine Sanglante? A revision,”&nbsp;H-France Salon III, no. 1 (2012): 679–704. (öffnet in neuem Tab)">“How bloody was la Semaine Sanglante? A revision,”</a>&nbsp;<em>H-France Salon</em> III, no. 1 (2012): 679–704.</p> <p>&nbsp;<em>H-France Salon</em> III, no. 1 (2012): 679–704.</p> <p><a href="applewebdata://9DA0369E-1FBC-48A8-B5CB-D6A9E7C84C20#_ftnref6"><sup>[6]</sup></a>Auf diese Parallele machte Begleittext in der Ausstellung aufmerksam.</p> Vom authentischen Brief zur durchgestalteten Literatur: Textvarianz dokumentieren und analysieren mit TEI #dhmasterclass https://dhdhi.hypotheses.org/5429 Digital Humanities am DHIP urn:uuid:b6f50783-1e47-c6c0-9535-b4c769c2e9a3 Fri, 30 Nov 2018 15:30:38 +0000 In meinem vorher­gehen­den Blog­post habe ich das Brief­tage­buch von Fried­rich Roch­litz Tage der Gefahr über die Völ­ker­schlacht zu Leipzig im Jahr 1813 vorgestellt. Als Ein­wohner Leipzigs hatte der Schriftsteller Rochlitz die ge­sam­melten Schil­derun­gen seiner&#46;&#46;&#46; <div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/11/post_2-500x267.png" alt="" class="wp-image-5433" srcset="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/11/post_2-500x267.png 500w, https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/11/post_2-300x160.png 300w, https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/11/post_2-768x410.png 768w, https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/11/post_2.png 827w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure></div> <p>In meinem <a rel="noreferrer noopener" href="https://dhdhi.hypotheses.org/4493" target="_blank">vorher</a>­<a rel="noreferrer noopener" href="https://dhdhi.hypotheses.org/4493" target="_blank">gehen</a>­<a rel="noreferrer noopener" href="https://dhdhi.hypotheses.org/4493" target="_blank">den Blog</a>­<a rel="noreferrer noopener" href="https://dhdhi.hypotheses.org/4493" target="_blank">post</a> habe ich das Brief­tage­buch von Fried­rich Roch­litz <em>Tage der Gefahr</em> über die Völ­ker­schlacht zu Leipzig im Jahr 1813 vorgestellt. Als Ein­wohner Leipzigs hatte der Schriftsteller Rochlitz die ge­sam­melten Schil­derun­gen seiner Erlebnisse an einen Freund in Dresden gesendet. Das Konvolut überarbeitete er später wiederholt für mehrere Buchausgaben. Seinen eigenen Angaben zufolge war er dabei sehr behutsam vorgegangen, um die Authentizität seines umfangreichen Textes zu bewahren.</p> <p> Wie ein Vergleich der verschiedenen Fassungen offenbart, waren seine Änderungen jedoch nicht so geringfügig, wie er vorgab. Welches Motiv steckte dahinter? Natürlich beeinflussten die Änderungen den sprachlichen und inhaltlichen Wert des Briefes als Zeitdokument. Briefe waren jedoch nicht nur persönliche Mitteilungen, sondern wurden oft auch weitergegeben und von anderen gelesen. Dies war dem Schriftsteller Rochlitz durchaus bewusst, und es legitimiert die umfassenden, oft gestalterischen Eingriffe in seinen Text. Wird das authentische Konvolut durch die Überarbeitungen zu einem Stück ästhetischer Literatur?</p> <p>Um die Genese, oder besser noch: die Entwicklung eines Textes systematisch nachvollziehen zu können, bedarf es einer Methode, mit der die verschiedenen Druckausgaben (sofern vorhanden auch Manuskripte) direkt gegenübergestellt werden können. Die geänderten Stellen wären zunächst zu dokumentieren und dann sowohl quantitativ als auch qualitativ auszuwerten: Wie viele Änderungen nahm der Autor vor, welchen Umfang hatten sie, und von welcher inhaltlicher Tragweite waren sie? Dabei ist zu berücksichtigen, dass lexikalische und inhaltliche Varianz die Authentizität des Briefes deutlicher beeinflussten, während orthographische oder grammatische Anpassungen eher nachrangig zu bewerten sein dürften, sofern sie nicht offenkundig stilistisch motiviert waren.</p> <p><strong>Der textkritische Apparat</strong><br>Um das Verhältnis zwischen authentischem Brief und ästhetisierter Literatur digital kartieren zu können, bedarf es eines Systems, das die geänderten Stellen sowohl dokumentieren als auch klassifizieren kann. Printeditionen präsentieren die Varianten im <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Textkritischer_Apparat" target="_blank">textkritischen Apparat</a>, der an jeder Einzelstelle die verschiedenen Zustände des Textes in den jeweiligen Textzeugen summarisch auflistet. Dazu ein Beispiel (siehe Abbildung):<br></p> <div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/11/varianten-500x259.png" alt="" class="wp-image-5438" srcset="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/11/varianten-500x259.png 500w, https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/11/varianten-300x155.png 300w, https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/11/varianten-768x398.png 768w, https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/11/varianten.png 880w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure></div> <p>In Quelle D1 (1816) weicht der Text mitten im Satz von der Quelle D2 (1822) ab. Im Apparat stünde dann, beispielsweise ausgehend von der <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ausgabe_letzter_Hand" target="_blank">Ausgabe letzter Hand</a>, der folgende Eintrag (vor der sogenannten Lemmaklammer &#8222;]&#8220; steht der Referenztext, dahinter die Varianten mit Angabe der Quelle):<br></p> <div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/12/grafik-1.png" alt="" class="wp-image-5490" /></figure></div> <p><strong>Der textkritische Apparat in TEI</strong><br>Eine digitale kritische Edition kann den Apparat um eine analytische Ebene ergänzen, um eine systematische Auswertung zu ermöglichen. Im Rahmen der zweiten #dhmasterclass haben wir uns unter anderem mit dem Textkodierungs-Standard der <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.tei-c.org/" target="_blank">TextEncoding Initiative</a> (TEI) befasst. Die TEI-Proposals unterbreiten in der Sektion <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.tei-c.org/release/doc/tei-p5-doc/en/html/TC.html" target="_blank">Critical Apparatus</a> eine Reihe von XML-Tags und Markup-Strategien für einen textkritischen Apparat. Im Grundsatz folgt dies einem einfachen Schema: Jede abweichende Textstelle wird mit dem Element <em>app</em> (apparatus) umschlossen. Darin werden die jeweiligen Zustände aller Textzeugen im Element <em>rdg</em> (reading) erfasst. Im Attribut <em>wit</em> (witness) ist der jeweilige Textzeuge mit einer Kurzreferenz anzugeben. Außerdem kann mit dem Element <em>lem</em> (lemma) der Bezug zu einem autoritativen Basistext hergestellt werden. Darauf wird hier jedoch verzichtet, da die Fassungen gleichwertig nebeneinander stehen sollen.</p> <div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/11/linear-500x232.png" alt="" class="wp-image-5444" srcset="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/11/linear.png 500w, https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/11/linear-300x139.png 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure></div> <p>In TEI steht der Apparateintrag dann mitten im Text, das heißt: der lineare Verlauf des Textes wird für die Ausdehnung des Eintrags aufgespalten (siehe Grafik). Dieses Verfahren nennt sich <a href="http://www.tei-c.org/release/doc/tei-p5-doc/en/html/TC.html#TCAPPS" target="_blank" rel="noreferrer noopener">parallel segmentation</a>. Die TEI schlägt noch zwei andere Methoden vor: <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.tei-c.org/release/doc/tei-p5-doc/en/html/TC.html#TCAPDE" target="_blank">double-end-point-attachment</a> und <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.tei-c.org/release/doc/tei-p5-doc/en/html/TC.html#TCAPLO" target="_blank">location-referenced</a>, die manchmal praktischer sind, um nicht mit dem Hierarchie-Gebot der XML-Struktur ins Gehege zu kommen. Die Parallel-Segmentierung macht es etwas einfacher, die jeweiligen Volltexte wieder herzustellen, da der Text genau in der erfassten Reihenfolge ausgegeben werden kann und bei <em>app</em>-Elementen lediglich die anderen Textzeugen zu überspringen sind. Bei den anderen genannten Methoden gestaltet sich die Verarbeitung etwas komplexer. Welche Methode man auch wählt: Aus einem TEI-Dokument mit textkritischem Apparat können prinzipiell die verschiedenen Fassungen vollständig rekonstruiert werden. Ein Tool, das dies mit beliebigen TEI-Dateien anschaulich umsetzt, ist <a rel="noreferrer noopener" href="http://teicat.huma-num.fr/" target="_blank">TEI Critical Apparatus Toolbox</a> (TEI CAT) von Marjorie Burghart.</p> <p>Neben der Kodierungsmethode ist noch zu entscheiden, ob man grundsätzlich auf Wort- oder Buchstabenebene arbeiten möchte. Da es hier auch um inhaltliche Vergleiche geht, wird auch bei den kleinsten Unterschieden (z.B. Haus / Hause) mindestens ein ganzes Wort in den Apparateintrag aufgenommen. Dies hilft unter anderem bei der Analyse und Klassifizierung der Varianten, erleichtert aber auch die Wiedergabe des Apparats.</p> <p>Die <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kollation_(Philologie)" target="_blank">Kollationierung</a> in TEI kann durch automatische Verfahren erleichtert werden. Dafür gibt es einige Tools, die die Unterschiede zwischen zwei Texten automatisch erkennen können, beispielsweise die Webdienste <a rel="noreferrer noopener" href="http://variance-viewer.informatik.uni-wuerzburg.de/Variance-Viewer/" target="_blank">VarianceViewer</a> und <a rel="noreferrer noopener" href="http://juxtacommons.org/" target="_blank">Juxta</a>, das javabasierte <a rel="noreferrer noopener" href="https://collatex.net/" target="_blank">CollateX</a> oder das TUSTEP-Modul <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.tustep.uni-tuebingen.de/" target="_blank">#Vergleiche</a>. Teilweise können diese Tools aus mehreren TEI-Dateien direkt ein vollständig kollationiertes Dokument mit Apparat und Varianten-Klassifizierungen erzeugen. Voraussetzung dafür ist natürlich eine solide Textkonstitution. Je nach angestrebter Qualität der Kollationierung (abhängig von den individuellen Projektzielen) sind außerdem die manuelle Prüfung und ggf. Überarbeitung der vorgenommenen Einträge sinnvoll.<strong><br></strong></p> <p><strong>Veränderte Rochlitz nur um die Form oder auch den Inhalt?</strong><br>Im vorliegenden Fall konnte an ca. 650 Stellen eine Varianz zwischen der ersten und zweiten Druckausgabe festgestellt werden. Bei dem Gesamtumfang von ca. 25.000 Wörtern entspricht dies ca. 2,5%. Das klingt nicht viel, aber man stelle sich vor: auf einer gängigen A4-Seite mit etwa 500 Wörtern (anderthalbzeilig, 12pt) entspräche dies bereits mehr als 10 Änderungen. Aber auch die Qualität der Änderungen ist bei der Bewertung zu berücksichtigen: In den einfachsten Fällen wurden lediglich Anpassungen der Orthographie (7%) oder der Zeichensetzung (8%) vorgenommen, die vermutlich zum guten Teil auf unterschiedliche Verlagskonventionen zurückführbar sind. Gewichtiger sind indessen die zahlreichen Streichungen (15%) oder Hinzufügungen (17%), lexikalischen Änderungen (9%) sowie stilistisch und inhaltlich komplexeren Überarbeitungen (37%), die alle auch längere Abschnitte betreffen. Bereits an dieser Verteilung wird deutlich, dass es hier um mehr als nur marginale Nachbearbeitungen geht.</p> <p>Auch wenn eine solche Klassifikation der Varianten bereits die interpretative Ebene berührt, darf und sollte sie in der TEI-Kodierung annotiert werden. Landläufig verwendet man dafür das <em>type</em>-Attribut. Generell flexibler und hier sinnvoller ist jedoch <em>ana</em> (analysis), da es erstens mehrere Werte erlaubt und zweitens als Datentyp <em>pointer</em> direkt mit den entsprechenden Definitionen der Varianten-Klassifikation verknüpft werden kann. Durch einen Textvergleich der jeweiligen <em>rdg</em>-Elemente lassen sich die Varianten teilweise automatisch klassifizieren, in vielen ambivalenten oder komplexeren Fällen braucht es dazu aber auch das wissenschaftliche Auge.</p> <p>Eine umfassende systematische und inhaltliche Analyse der Varianten steht bislang noch aus. Folgendes zeichnet sich jedoch bereits ab: Für die zweite Druckfassung (1822) ergänzte Rochlitz den Text um eine visionäre Traumbeschreibung, die er bereits 1814 in seiner <em>Allgemeinen musikalischen Zeitung</em> <a rel="noreferrer noopener" href="https://archive.org/details/bub_gb_rdwqAAAAYAAJ/page/n15" target="_blank">veröffentlicht</a> hatte. Die Charakterisierung eines berühmten französischen Artilleristen (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Napoleon_Bonaparte">?</a>) zeichnete Rochlitz an mehreren Stellen deutlich nach, wohl zum einen aus eigenen Erinnerungen, aber auch ein verändertes Bild von Napoleon, der 1821 im Exil verstorben war, könnte hier mitgewirkt haben. Ferner milderte Rochlitz seine schwere Betrübnis über die eigenen materiellen Verluste ab – wohl aus Pietät: Denn während viele Einwohner Leipzigs immense persönliche und existenzielle Opfer bringen mussten, beklagte sich Rochlitz bei seinem Brieffreund ausführlich über dieVerwüstungen seines Landguts in Connewitz und die Granateinschläge in seinem Stadthaus, die fast seine wertvolle Gemäldesammlung zerstört hätten.</p> <p>Insgesamt wird deutlich, dass der Brief in seiner veröffentlichten Form unter sehr unterschiedlichen, aber oft ästhetischen Aspekten angepasst, erweitert und nachbearbeitet wurde. Dem unmittelbaren, subjektiven Tonfall der Sprache tat dies insgesamt kaum einen Abbruch. Die auffälligen Differenzen zwischen dem authentischen Brief und den späteren Druckausgaben legen aber die Publikation einer kritischen digitalen Edition nahe, in der die Textentwicklung im Vordergrund steht. Wie dies aussehen könnte – dazu mehr im nächsten Blogpost.</p> Conférence: Médiévistique et amitié au XXe siècle: le réseau international de Ferdinand Lot (1866–1952) https://dfmfa.hypotheses.org/2774 DFMFA urn:uuid:55a35b2d-e690-a307-a06c-0188a4d5b71c Sat, 24 Nov 2018 17:07:45 +0000 La prochaine séance du séminaire d’histoire médiévale organisé par l’École pratique des hautes études (Laurent Morelle) et l’Institut historique allemand (Rolf Große) se tiendra le mercredi 12 décembre 2018. Au programme: Agnès Graceffa (Université libre de Bruxelles), »Médiévistique et amitié au XXe siècle: le réseau international de Ferdinand Lot (1866–1952)«. La discussion qui suivra sera animée par Olivier Guyotjeannin (École nationale des chartes).&#46;&#46;&#46; Suggestion du jeudi: Le guide électronique du Service International de Recherches (Internationaler Tracing Service/ ITS) https://germano-fil.hypotheses.org/2717 Germano-Fil urn:uuid:a60e2acd-2747-e820-d891-aadc714ac876 Thu, 15 Nov 2018 15:24:09 +0000 Le Service International de Recherches/International Tracing Service (ITS), établi depuis 1946 (1948 sous son nom actuel) à Arolsen en Hesse, vient de mettre en ligne un guide électronique des différents types des documents conservés dans ses archives. Ces ressources &#8211; près &#8230; <a href="https://germano-fil.hypotheses.org/2717">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a> <p><a href="https://eguide.its-arolsen.org/"><img class="alignleft wp-image-2721" src="http://germano-fil.hypotheses.org/files/2018/10/Arolsen-300x213.png" alt="" width="324" height="234" /></a><a href="https://www.its-arolsen.org/fr/?caller=1">Le Service International de Recherches/International Tracing Service (ITS)</a>, établi depuis 1946 (1948 sous son nom actuel) à Arolsen en Hesse, vient de mettre en ligne un <a href="https://eguide.its-arolsen.org/">guide électronique</a> des différents types des documents conservés dans ses archives. Ces ressources &#8211; près de 30 millions de documents individuels &#8211; constituent l&#8217;un des plus importants fonds concernant les victimes civiles du régime national-socialiste. Depuis 2013 ce fonds fait partie du patrimoine documentaire mondial de l&#8217;UNESCO<a href="http://www.unesco.org/new/en/communication-and-information/flagship-project-activities/memory-of-the-world/register/full-list-of-registered-heritage/registered-heritage-page-1/archives-of-the-international-tracing-service/"> &#8222;Mémoire du monde&#8220;</a>. Sa fonction première est de permettre de retracer les destins des victimes du nazisme afin de fournir des informations aux proches, qui peuvent s´adresser à l´ITS à travers son site (voir <a href="https://www.its-arolsen.org/fr/renseignements/">ici</a> et <a href="https://www.its-arolsen.org/fr/renseignements/demande-de-renseignements-concernant-des-persecutes-du-regime-nazi/">ici</a>). Le fonds sert toutefois de plus en plus à des recherches individuelles, à la fois des recherches des descendants des victimes et celles des historiens (les archives de l&#8217;ITS on été ouvertes à la recherche historique en 2006). Le fonctionnement de l´ITS, longtemps supervisé par une Commission Internationale composée des représentants de 11 pays et dirigé par le Comité International de la Croix-Rouge (CICR), est assuré depuis 1990 exclusivement par l&#8217;Allemagne (pour en savoir plus sur l&#8217;histoire de l&#8217;ITS, <a href="https://www.its-arolsen.org/fr/qui-sommes-nous/histoire/">cliquer ici</a>). Depuis le retrait du CICR de la direction de l&#8217;ITS à la fin de 2012, l&#8217;institution a comme partenaire les archives fédérales allemandes. Afin de faciliter des recherches dans ses fonds d&#8217;archives, l&#8217;ITS mène une politique active de numérisation (voir sa <a href="https://digitalcollections.its-arolsen.org/">collection numérique</a>) et cherche à développer de nouveaux outils de recherche. Le guide électronique mis à disposition en 2018 détaille ainsi les différents documents permettant de  retracer les destins des victimes et les replace dans leur contexte d&#8217;origine. <span id="more-2717"></span></p> <p>Vu que l&#8217;ITS conserve trois grands groupes de documents (les documents provenant des camps de concentration, les documents concernant le travail forcé et les documents concernant les &#8222;displaced persons&#8220; après la guerre), la <a href="https://eguide.its-arolsen.org">page d&#8217;accueil du guide</a> propose des entrées permettant d&#8217;accéder uniquement aux documents de l&#8217;un de ces groupes. En cliquant sur les ressources affichées, le chercheur peut accéder ensuite aux informations sur le document en question, sa fonction, les situations dans lesquelles on l&#8217;établissait et le sens des différentes annotations qu&#8217;on y apposait.  En choisissant parmi les documents la <a href="https://eguide.its-arolsen.org/archiv/anzeige/29/">carte avec numéro attribuée au prisonnier à son arrivée dans le camp de concentration</a>, on trouve par exemple des explications concernant sa fonction et son usage (par ex. la pratique de réemploi de la même carte pour des prisonniers successifs). Ces informations sont complétées par les explications sur la façon dont ces cartes sont conservées  dans les archives de l&#8217;ITS et les éventuelles lacunes ainsi que par des conseils de recherche pour les personnes qui s&#8217;intéressent à ce type de document. A travers un lien on peut en plus accéder aux <a href="https://eguide.its-arolsen.org/zusatzmaterialien/hintergrundinformationen-zu-kz-dokumenten/">explications générales concernant les documents établis dans les camps de concentration</a>.</p> Forschungsunterlagen von Ethnographen online einsehen und transkribieren: die Plattform „Transcrire“ (Mittwochstipp 116 ) https://francofil.hypotheses.org/5562 Franco-Fil urn:uuid:01b87c08-21ff-d5e8-123f-47fcdec0de23 Wed, 14 Nov 2018 15:59:15 +0000 Persönliche Arbeits- und Forschungsunterlagen stoßen seit einiger Zeit auf wachsendes Interesse, wovon Projekte wie die neue Plattform Transcrire oder das Portal zu den Anfängen der französischen Ethnologie, das im Mittwochstipp 115 vorgestellt wurde, zeugen können. Dieses Interesse, das sich in Frankreich &#8230; <a href="https://francofil.hypotheses.org/5562">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a> Conférence: Sainte Maure. Piété et hagiographie à Troyes entre les Carolingiens et les Huguenots https://dfmfa.hypotheses.org/2759 DFMFA urn:uuid:d574c915-96ce-a6e8-87cd-4707588a1a90 Thu, 01 Nov 2018 12:50:55 +0000 La prochaine séance du séminaire d’histoire médiévale organisé par l’École pratique des hautes études (Laurent Morelle) et l’Institut historique allemand (Rolf Große) se tiendra le jeudi  22 novembre 2018. Au programme: Michele C. Ferrari (Université Friedrich-Alexander d&#8217;Erlangen-Nuremberg), »Sainte Maure. Piété et hagiographie à Troyes entre les Carolingiens et les Huguenots«. La discussion qui suivra sera animée par Patrick Henriet (EPHE) . Le séminaire&#46;&#46;&#46; Datenbank zu französischen und französischsprachigen Digital Humanities Projekten Online https://dhdhi.hypotheses.org/5393 Digital Humanities am DHIP urn:uuid:06e02d9d-c5ca-4480-e5b7-96a8940e261b Wed, 31 Oct 2018 10:00:11 +0000 Sich einen Überblick über digitale Projekt zu verschaffen ist oftmals nicht leicht. Mit einer eigenen Datenbank zu digitalen Projekten und digitalen Ressourcen möchte die Society for French Historical Studies als Betreiberin von H-France dies&#46;&#46;&#46; <p>Sich einen Überblick über digitale Projekt zu verschaffen ist oftmals nicht leicht. Mit einer eigenen Datenbank zu digitalen Projekten und digitalen Ressourcen möchte die Society for French Historical Studies als Betreiberin von H-France dies jetzt für die französische und francophone Forschung  erleichtern und ruft dazu auf, die eigenen Projekte in der neuen Datenbank zu melden:  <a href="https://www.h-france.net/dh/registry/search.php" target="_blank">https://www.h-france.net/dh/registry/search.php</a></p> <p>Die Datenbank ist nach Zeitraum, Fachgebiet, Materialtyp, Sprache und geografischem Schwerpunkt durchsuchbar. Zusätzlich existiert eine Stichwortsuche in den Beschreibungen des Projekts.</p> <p>Derzeit sind noch wenige Projekte eingetragen, daher also auch hier der Aufruf, eigene Projekte zu melden.</p> Réorientation de la stratégie de publication de l’IHA : libre accès immédiat pour les PHS à partir de 2019 https://dhiha.hypotheses.org/2591 Digital Humanities à l'Institut historique allemand urn:uuid:a1ea7463-b82c-035a-f55e-3f5e852f2e3f Wed, 24 Oct 2018 08:45:40 +0000 L’IHA réoriente sa stratégie de publication. Les deux collections traditionnelles de l’IHA Beihefte de Francia (depuis 1975) et Pariser Historische Studien (depuis 1962) fusionnent en une seule collection, qui conservera le nom Pariser Historische&#46;&#46;&#46; <article class="article"> <div class="text-holder"> <div class="content-holder"> <p class="bodytext"><a href="http://dhiha.hypotheses.org/2591/phs_115-cover_" rel="attachment wp-att-2600"><img class="alignleft wp-image-2600" src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/411/files/2018/10/PHS_115.cover_.jpg" alt="" width="228" height="347" srcset="https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/PHS_115.cover_.jpg 1866w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/PHS_115.cover_-197x300.jpg 197w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/PHS_115.cover_-768x1171.jpg 768w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/PHS_115.cover_-328x500.jpg 328w" sizes="(max-width: 228px) 100vw, 228px" /></a>L’IHA réoriente sa stratégie de publication. Les deux collections traditionnelles de l’IHA <a href="https://www.dhi-paris.fr/fr/publications/beihefte-der-francia.html" target="_blank" rel="noopener">Beihefte de Francia</a> (depuis 1975) et <a href="https://www.dhi-paris.fr/fr/publications/pariser-historische-studien.html" target="_blank" rel="noopener">Pariser Historische Studien</a> (depuis 1962) fusionnent en une seule collection, qui conservera le nom Pariser Historische Studien et paraîtra, à partir du volume 115, sous forme hybride – en libre accès et impression sur demande – et dans un nouveau design chez <a href="https://heiup.uni-heidelberg.de/series/info/phs" target="_blank" rel="noopener">Heidelberg University Publishing (heiUP)</a>.</p> <p class="bodytext">Avec cette réorientation, l’IHA adapte sa stratégie de publication aux nouvelles conditions en vigueur dans les sciences humaines et sociales. L’objectif est de rendre immédiatement et gratuitement accessibles d’excellentes recherches dans les domaines de l’IHA, d’accroître la visibilité de la collection à travers différents canaux de distribution et de promouvoir les jeunes chercheuses et chercheurs, car l’IHA prend en charge les frais de publication.</p> <p class="bodytext">La collection de publications internationale Pariser Historische Studien est éditée par l’IHA. Y sont publiées des monographies qui s’inscrivent thématiquement dans les domaines de recherche de l’institut: l’histoire de l’Europe occidentale et de la France de l’Antiquité tardive à nos jours ainsi que les relations franco-allemandes. Les manuscrits sont sélectionnés selon une procédure normalisée d’évaluation par les pairs. Tout au long du processus de publication, les auteures et auteurs sont suivis par l’équipe éditoriale de l’IHA. Les volumes sont publiés en allemand, français ou anglais.</p> <p class="bodytext">Les anciens volumes des deux collections Beihefte de Francia et Pariser Historische Studien restent disponibles sur la plateforme de publication <a href="https://www.perspectivia.net" target="_blank" rel="noopener">https://www.perspectivia.net</a>, également en libre accès (PDF).</p> <p class="bodytext">La maison d’édition Heidelberg University Publishing (heiUP), fondée par l’université de Heidelberg, défend le libre accès à des publications scientifiques d’excellence. Grâce aux possibilités de publication numérique, heiUP rend les résultats de recherche visibles au-delà des frontières disciplinaires. La maison d’édition publie en libre accès, utilise des formes de publication numériques innovantes et assure la qualité par le biais de procédures d’évaluation par les pairs.</p> <p class="bodytext">Plus d’informations:</p> <p class="bodytext"><a class="external-link-new-window" title="Opens internal link in current window" href="https://www.dhi-paris.fr/fr/publications/apercu.html" target="_blank" rel="noopener">Sur notre site (département publications)</a></p> <p class="bodytext"><a class="external-link-new-window" title="Opens internal link in current window" href="https://heiup.uni-heidelberg.de/series/info/phs?lang=en" target="_blank" rel="noopener">Sur le site de heiUP</a></p> </div> </div> </article> Neuausrichtung der Publikationsstrategie des DHIP: PHS ab 2019 bei heiUP in sofortigem Open Access https://dhdhi.hypotheses.org/5337 Digital Humanities am DHIP urn:uuid:e0a99681-6605-736e-fa21-dc1076e8e7f2 Wed, 24 Oct 2018 08:31:40 +0000 Passend zur internationalen Open Access Woche können wir vermelden, dass das DHIP seine Publikationsstrategie neu ausrichtet. Die beiden traditionellen DHIP-Reihen Beihefte der Francia (seit 1975) und Pariser Historische Studien (seit 1962) verschmelzen zu einer&#46;&#46;&#46; <p><img class="alignleft size-medium wp-image-5349" src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/10/43-series-197x300.jpg" alt="" width="197" height="300" srcset="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/43-series-197x300.jpg 197w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/43-series.jpg 300w" sizes="(max-width: 197px) 100vw, 197px" />Passend zur <a href="http://www.openaccessweek.org/" target="_blank" rel="noopener">internationalen Open Access Woche</a> können wir vermelden, dass das DHIP seine Publikationsstrategie neu ausrichtet. Die beiden traditionellen DHIP-Reihen <a href="https://www.dhi-paris.fr/publikationen/beihefte-der-francia.html" target="_blank" rel="noopener">Beihefte der Francia</a> (seit 1975) und <a href="https://www.dhi-paris.fr/publikationen/pariser-historische-studien.html" target="_blank" rel="noopener">Pariser Historische Studien</a> (seit 1962) verschmelzen zu einer einzigen Reihe, die den Namen Pariser Historische Studien fortsetzen und ab der Bandnummer 115 in hybrider Form – sofortiger Open Access und Print on Demand – und in neuem Design bei <a href="https://heiup.uni-heidelberg.de/series/info/phs" target="_blank" rel="noopener">Heidelberg University Publishing (heiUP)</a> erscheinen wird.<br /><br />Mit der Neuausrichtung passt das DHIP seine Publikationsstrategie an die veränderten Bedingungen der Publikationskultur in den Geisteswissenschaften an. Ziel ist es, exzellente Forschung in den Themenbereichen des DHIP umgehend frei zugänglich zu machen, die Sichtbarkeit der Reihe durch vielfältige Verbreitungskanäle zu erhöhen und den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern, weil das DHIP die Kosten der Publikation übernimmt. <br /><br />Die <strong>internationale Publikationsreihe Pariser Historische Studien</strong> wird vom DHIP herausgegeben. In ihr erscheinen Monografien, die thematisch in den Forschungsbereichen des Instituts angesiedelt sind: westeuropäische und französische Geschichte von der Spätantike bis zur Gegenwart sowie deutsch-französische Beziehungen. Die Auswahl der Manuskripte erfolgt über ein standardisiertes Peer-Review-Verfahren. Während des gesamten Publikationsprozesses werden die Autoren und Autorinnen von der DHIP-Redaktion unterstützt. Die Bände erscheinen in deutscher, französischer oder englischer Sprache. <br /><br />Die älteren Bände der beiden Reihen Beihefte der Francia und Pariser Historische Studien stehen weiterhin auf der Publikationsplattform <a href="https://www.perspectivia.net" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.perspectivia.net</a> ebenfalls im Open Access (PDF) zur Verfügung.<br /><br />Der <strong>Verlag Heidelberg University Publishing (heiUP)</strong>, gegründet von der Universität Heidelberg, steht für den freien Zugang zu hervorragenden wissenschaftlichen Publikationen. Dank der Möglichkeiten digitalen Publizierens macht heiUP Forschungsergebnisse über Disziplingrenzen hinweg sichtbar. Der Verlag publiziert im Open Access, nutzt innovative digitale Publikationsformen und sichert die Qualität durch Peer-Review-Verfahren.</p> <p><strong>Weitere Informationen:</strong></p> <p><a href="https://www.dhi-paris.fr/publikationen/ueberblick.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bereich Publikationen auf der Website des DHIP</a></p> <p><a href="https://heiup.uni-heidelberg.de/series/info/phs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Informationen auf der Website von heiUP</a></p> <p>___</p> <p>Abbildung: Titelbild des ersten bei heiUP erscheinenden PHS-Bands</p> Das große Histo-Semesterquiz zur Informationskompetenz WiSe 2018/19 https://francofil.hypotheses.org/5721 Franco-Fil urn:uuid:74b7fa1f-8419-37c0-a1c5-dc786cfa427a Tue, 23 Oct 2018 08:41:03 +0000 Zum Semesteranfang hat sich Klaus Graf mal wieder ein paar schwierige einfache spezielle Fragen ausgedacht, die auch Profis in Sachen Informationskompetenz ins Schwitzen bringen.Traditionell publizieren wir das Quiz auf Franco-Fil, diesmal avec très grand plaisir, denn es gibt auch eine &#8230; <a href="https://francofil.hypotheses.org/5721">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a> Des pistes pour un traitement numérique des textes imprimés et manuscrits https://dhiha.hypotheses.org/2474 Digital Humanities à l'Institut historique allemand urn:uuid:ae603a06-a37d-37cc-9454-59c2a8ac34b7 Sat, 20 Oct 2018 14:13:13 +0000 Nous avons découvert plusieurs outils numériques permettant un traitement plus complet des sources historiques, dans un contexte collaboratif franco-allemand très stimulant. Sur un plan personnel, la découverte du logiciel (libre) de traitement informatisé des&#46;&#46;&#46; <p>Nous avons découvert plusieurs outils numériques permettant un traitement plus complet des sources historiques, dans un contexte collaboratif franco-allemand très stimulant.</p> <p>Sur un plan personnel, la découverte du logiciel (libre) de traitement informatisé des textes <a href="https://transkribus.eu/">Transkribus</a> a ouvert un important champ de possibles. D’abord, parce qu’il permet un traitement OCR classique mais efficace – notamment pour des textes allemands anciens imprimés en <em>Fraktur</em>. Ensuite, parce que ce logiciel permet également une reconnaissance automatique de textes manuscrits allemands, y compris ceux en <em>Kurrent</em> et en <em>Sütterlin</em>. L’enfer de l’historien devient ainsi moins brûlant puisqu’il est possible – après avoir entraîné l’appareil à la reconnaissance d’une vingtaine de pages – de préparer la retranscription d’un manuscrit complet<a href="#_ftn1">[1]</a>. Je peux ainsi convertir mes photos d’archives et d’imprimés anciens en textes éditables. Si le résultat est presque parfait pour les photos d’imprimés français de l’entre-deux-guerres, de nombreuses retouches demeurent cependant nécessaires avec d’autres typographies.</p> <figure class="wp-block-image"><img src="https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/Capture-Transkribus.jpg" alt="" class="wp-image-2484" srcset="https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/Capture-Transkribus.jpg 1366w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/Capture-Transkribus-300x160.jpg 300w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/Capture-Transkribus-768x410.jpg 768w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/Capture-Transkribus-500x267.jpg 500w" sizes="(max-width: 1366px) 100vw, 1366px" /><figcaption>L&rsquo;océrisation d&rsquo;une photo de la première page des <em>Feldberichte</em> d&rsquo;Oswald Boelcke, publiés en <em>Fraktur</em> fin 1916, est presque parfaite.</figcaption></figure> <p>Exportés au format XML, ces textes peuvent, à l’aide du logiciel (payant) <a href="https://www.oxygenxml.com/">Oxygen</a> être encodés selon les standards TEI (<em>Text Encoding Initiative</em>). Seconde découverte majeure de cette Master Class numérique, cette solution doit me permettre d’enrichir mes sources par des balises indiquant les références à des personnalités (les pilotes qui rencontrent mon intérêt) mais aussi les figures de style et passages que je souhaite quantifier. Par exemple, une métaphore chevaleresque peut ainsi être marquée par une balise spécifique insérée dans le texte. Je quantifierai par la suite la récurrence de ces motifs, leurs apparitions dans les récits, leur diffusion en fonction des époques. Sans la TEI, il me serait extrêmement difficile de repérer toutes ces références par un traitement informatisé<a href="#_ftn2">[2]</a>.</p> <figure class="wp-block-image"><img src="https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/capture-oxygen.jpg" alt="" class="wp-image-2499" srcset="https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/capture-oxygen.jpg 1366w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/capture-oxygen-300x160.jpg 300w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/capture-oxygen-768x409.jpg 768w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/capture-oxygen-500x266.jpg 500w" sizes="(max-width: 1366px) 100vw, 1366px" /><figcaption>Une fois océrisé, ce texte du capitaine Langevin (<em>Nungesser, l&rsquo;énergie française</em>, 1920) peut être balisé assez simplement via Oxygen.</figcaption></figure> <p>Le coût d’entrée dans cette technique d’encodage est assez satisfaisant, pour peu qu’on se soit déjà familiarisé au XML par des expériences informatiques antérieures. La navigation dans les <a href="http://www.tei-c.org/guidelines/">Guidelines TEI</a> fait le reste, mais l’affaire n’est pas mince et les possibilités offertes par le codage paraissent infinies ! La communauté des Humanités numériques semble par ailleurs très dynamique et je compte recourir aux forums en cas de problème insoluble.</p> <p>Le temps nécessaire à l’encodage n’en demeure pas moins très important et le travail particulièrement complexe. Si l’on veut éviter que la thèse s’éternise, mieux vaut sans doute opter :</p> <ul><li>soit pour un corpus de textes courts et restreints ;</li><li>soit pour une sélection de textes représentatifs ou emblématiques, que complète une analyse plus lointaine (<em>distant reading</em>) d’un corpus plus vaste et complet.</li></ul> <p>De fait, avec près de 300 œuvres dans trois langues différentes, il me paraît impossible d’encoder tout mon corpus en TEI en un temps raisonnable. Je peux en revanche l’océriser et appliquer un premier traitement simple pour dégager des tendances, en sondant par exemple le nombre de références au terme de <em>chevalier</em> / <em>ritter</em> / <em>knight</em> ou à certains pilotes. Cette « lecture distante » du corpus serait complétée par une analyse très fine d’œuvres emblématiques de ce genre de la littérature aéronautique (<em>Fliegerliteratur</em>), permettant d’étayer ou de nuancer les tendances observées pour les mettre en perspective.</p> <p>Enfin, la conférence de Franziska Heimburger sur les traductions historiques comme sources pour une histoire croisée a particulièrement stimulé ma réflexion sur la manière de traiter ces sources si particulières que sont les traductions. Organisant les traductions à l’aide d’une base de données relationnelle facilement exportable (<a href="https://airtable.com/">Airtable</a>), elle voit se profiler un « effet Remarque » dans les traductions, éclairant ainsi pourquoi les deux traductions françaises de textes d’As allemands interviennent en 1930 et 1932, notamment par la plume de Paul Stehlin, attaché de l’air à Berlin devant occuper d’importantes fonctions après la Seconde Guerre mondiale<a href="#_ftn3">[3]</a>. Plus concrètement, les problématiques soulevées concernant les supports pour étudier ces traductions, les acteurs de ces éditions et leurs multiples versions sont autant d’axes de réflexion qui vont enrichir mon travail alors que je me contentais d’une recension des textes sur tableur Excel et d’une comparaison mot à mot…</p> <figure class="wp-block-image"><img src="https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/Capture-Excel.jpg" alt="" class="wp-image-2493" srcset="https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/Capture-Excel.jpg 1366w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/Capture-Excel-300x160.jpg 300w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/Capture-Excel-768x410.jpg 768w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/10/Capture-Excel-500x267.jpg 500w" sizes="(max-width: 1366px) 100vw, 1366px" /><figcaption>Mon ancienne façon de faire, ringardisée par la découverte des possibilités de la TEI : il était sérieusement temps de s&rsquo;y mettre !</figcaption></figure> <p>Disposant désormais des bases méthodologiques et d’outils numériques pratiques, je me sens mieux armé pour exploiter pleinement le potentiel de mes sources. Ne reste plus qu’à mettre en pratique !<br /></p> <hr class="wp-block-separator" /> <p><a href="#_ftnref1">[1]</a> Si cet entraînement n’est permis que par une version éditeur du logiciel (non celle disponible en ligne), celle-ci devrait bientôt être mise à la disposition de chacun.</p> <p><a href="#_ftnref2">[2]</a> J’ai commencé ce travail sur tableur Excel, en essayant de quantifier les tendances dominantes pour chaque page d’un ouvrage. C’est aussi fastidieux qu’imprécis, donc peu satisfaisant, rendant la solution TEI d’autant plus intéressante pour ma recherche.<br /></p> <p><a href="#_ftnref3">[3]</a> Max Immelmann, <em>Mes vols de combat vécus et racontés</em>, trad. fr. Paul Stehlin, Paris, F.-Louis Vivien, 1930 ; Manfred von Richthofen, <em>Le Corsaire rouge</em>, trad. fr. Ed. Sifferlen, Paris, Payot, 1932.</p> Fin de la masterclass, debut du travail! https://dhiha.hypotheses.org/2465 Digital Humanities à l'Institut historique allemand urn:uuid:abbff982-f42a-4bcb-0a94-aea9dcec1c4b Fri, 19 Oct 2018 15:57:54 +0000 Nous avons passé une semaine très intense, mais néanmoins transformatrice. Comme la plupart des jeunes chercheurs, je sentais l’angoisse du début de la deuxième année de thèse et du « grand problème de recherche » que&#46;&#46;&#46; <p>Nous avons passé une semaine très intense, mais néanmoins transformatrice. Comme la plupart des jeunes chercheurs, je sentais l’angoisse du début de la deuxième année de thèse et du « grand problème de recherche » que nous rencontrons toutes et tous à cet état de nos travaux. Dans mon cas, le problème réside dans le fait que j’ai un corpus d’environ 550 écrivains pour répondre à la question de savoir comment l’expérience de guerre et l’écriture poétique s’influencent mutuellement. Je suis arrivée à l’IHA le lundi après-midi pour découvrir les humanités numériques et enrichir la partie quantitative de ma recherche doctorale, basée sur une base de données relationnelle de la poésie de la Première Guerre mondiale, mais nos échanges m’ont montré que « there are more things in heaven and earth than are dreamt of in my philosophy » : les possibilités des humanités numériques vont au-delà de tout ce que j’aurais pu imaginer. J’ai (enfin !) un plan à suivre pour ma thèse, basé sur les outils avec lesquels nous nous sommes familiarisés cette semaine : Transkribus et d’autres outils de transcription pour numériser et convertir mes sources en des textes maniables ; la TEI pour annoter ces textes en faisant attention aux particularités du genre avec lequel je travaille ; des outils de fouille de texte et d’analyse de grands corpus pour – pourquoi pas ? – arriver à faire une « poétique de corpus » : l’équivalent d’une linguistique de corpus mais dédiée à la compréhension des mécanismes profonds de la création artistique. Je sors de cette masterclass avec beaucoup de possibilités, et le prochain pas sera de trouver des moyens de convertir mes questions anthropologiques, littéraires et historiques en des questions qui puissent être quantifiables par une machine. Avec ces questions, j’espère pouvoir dégager des tendances générales de la poésie de la Grande Guerre qui pourront m’aider à choisir quels sont les textes de mon corpus qui doivent former mes études de cas.</p> <p>Sur un plan un peu plus personnel, cet atelier a été aussi enrichissant. En tant que chercheuse tri-nationale, j’ai été ravie de faire la connaissance d’autres jeunes chercheurs d’origines différentes. J’ai été particulièrement inspirée par Anita Lucchesi, l’experte qui est venu nous faire une introduction à la <em>Public History</em> et qui est, comme moi, une femme brésilienne, et qui s’est  de surcroît servi d’exemples de notre pays pour discuter du rôle global que les historiens et historiennes doivent jouer dans leurs interactions avec le public. Je suis infiniment reconnaissante aux organisatrices de cet événement, aux partenaires qui l’ont rendu possible, à l’IHA qui nous a très bien accueillis, et aux experts qui ont partagé leurs connaissances avec nous et qui nous ont montré que, même quand les résultats d’une recherche paraissent ne pas avoir un rapport direct avec nos propres projets, l’intérêt porté aux pratiques des autres chercheurs est la clef pour des sciences humaines et sociales vraiment collaboratives, accessibles, engageantes et engagées. </p> Creating a Workflow for Workflows? Ein Experiment mit dem Standardization Survival Kit https://dhdhi.hypotheses.org/5306 Digital Humanities am DHIP urn:uuid:b9067e66-2dff-fe6f-2dfe-688ac709ff38 Fri, 19 Oct 2018 10:40:18 +0000 von Alexander Buerstedde (Münster), Friederike Odenwald (Frankfurt am Main) und Elena Suárez Cronauer (Mainz) Unter dem Titel »Autobiographische Quellen aus Kriegen digital untersuchen« hat die diesjährige Digital Humanities Master Class des Deutschen Historischen Instituts&#46;&#46;&#46; <h4><em>von <a href="https://twitter.com/ABuerstedde">Alexander Buerstedde</a> (Münster), <a href="https://twitter.com/FriedaWald">Friederike Odenwald</a> (Frankfurt am Main) und <a href="https://twitter.com/ElenaSCronauer">Elena Suárez Cronauer</a> (Mainz)</em></h4> <p>Unter dem Titel <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/3349">»Autobiographische Quellen aus Kriegen digital untersuchen«</a> hat die diesjährige <em>Digital Humanities Master Class</em> des <em>Deutschen Historischen Instituts Paris</em>, organisiert von <strong>Anne Baillot</strong>, <strong>Mareike König</strong> und <strong>Marie Puren,</strong> einen Einblick in viele spannende Projekte aus den Digital Humanities ermöglicht. Die <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/3447">Expert*innen</a>, die aus den verschiedensten Fachrichtungen, Ländern und Institutionen kamen, gaben uns Teilnehmenden zahlreiche Hilfsmittel an die Hand, um die Arbeit an unseren Forschungsprojekten mittels digitaler Methoden von der Sichtung, Erschließung und Bearbeitung der Quellen hin zu ihrer Präsentation und Publikation zu erleichtern oder überhaupt erst zu ermöglichen. Der Bogen spannte sich von dem Erstellen und Analysieren von Textkorpora (<strong>Andreas Witt</strong>) über das Nutzen der Transkriptionssoftware <em>Transkribus</em> (<strong>Tobias Hodel</strong>), das Codieren mit XML und TEI sowie die Reflektion über grundsätzliche Fragen der Annotation digitaler Editionen (<strong>Ioana Galleron</strong>) bis hin zur Einführung in eine explizit digital arbeitende <em>public history </em>(<strong>Anita Lucchesi</strong>). Dabei stand nicht nur der reine Vortrag im Vordergrund, sondern vielmehr <em>learning by doing</em> – praktische Übungen gingen Hand in Hand mit dem Erwerb theoretischen Wissens und haben für uns auf diese Weise jeden Tag zu einem abwechslungsreichen und spannenden Miteinander werden lassen. So viele unterschiedliche und interessante Projekte also, so viel neues Wissen – doch wenn es darum geht, dies alles konkret am eigenen Projekt anzuwenden, drängt sich doch recht schnell die Frage auf, wo eigentlich anzufangen ist. Genau hier zu helfen, ist das Anliegen von <strong>Charles Riondet und Dorian Sellier</strong> vom INRIA, die mit uns am letzten Tag der Master Class über Standards in den Digital Humanities gearbeitet und uns deshalb das <em><a href="http://ssk.huma-num.fr/#/">Standardization Survival Kit (SSK)</a></em> vorgestellt haben.</p> <h3> Das SSK – ein Tool zur Standardisierung und Dokumentation von digitalen Forschungsszenarien </h3> <p>Das <em>SSK</em> ist eine Webplattform, die Forscher*innen dabei hilft, für ihre Projekte aus einer Sammlung von Anwendungsfällen die am besten geeignetsten Standards auszuwählen, die einzelnen Schritte bei der Arbeit am Forschungsprojekt zu dokumentieren und somit im Sinne der <em>best practices</em> einen Leitfaden für die eigene Forschung zu erstellen. Wenn man so will also ein Workflow für die Erstellung standardisierter Workflows. Mit Hilfe dieser Dokumentation und Standardisierung können nicht nur die eigene Arbeit strukturierter gestaltet und frühzeitig Fehler vermieden werden. Sie hilft auch nach Fertigstellung der Arbeit beim Nachvollziehen und Rekonstruieren der jeweiligen Forschungsschritte und kann außerdem, indem sie zur Sammlung des <em>SKK</em> hinzugefügt wird, als Hilfe für andere Wissenschaftler*innen dienen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Das <em>SKK</em> stellt also nicht nur für die eigene, sondern auch für die Forschung anderer einen wichtigen und hilfreichen ‚Werkzeugkasten‘ dar, denn nur durch derartige Standardisierung können gerade mit digitalen Methoden gewonnene Ergebnisse in der eigenen Disziplin Beachtung finden und die erhobenen <a href="https://digigw.hypotheses.org/2622">Forschungsdaten</a> langfristig als Grundlage für zukünftige Auswertungen dienen.  </p> <h3> Unser Experiment: Ein digitales Public History Projekt… </h3> <p>So viel zur Idee hinter dem <em>SSK</em>. Trotzdem klingt das Ganze erst mal kompliziert und nach ziemlich viel Aufwand. Was es aber tatsächlich zu leisten vermag, soll im Folgenden exemplarisch an einem kleinen Projekt verdeutlicht werden. Ausgangspunkt hierfür ist das<em> <a href="https://www.historypin.org/en/warpoems/">public history-Projekt</a></em>, das wir als Kleingruppe zusammen mit den <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/3493">Teilnehmerinnen</a><a href="https://twitter.com/AndreaGHofmann">Andrea Hoffmann</a> und <a href="https://twitter.com/juliarsct">Julia Ribeiro</a> schon im Laufe des Donnerstags entworfen hatten. Das Ziel unseres Projektes sollte es zum einen sein, zu untersuchen, wie Kriegserfahrungen des ersten Weltkriegs in Gedichten verarbeitet werden und welchen Einfluss die jeweiligen Umstände auf die Transformation von Erfahrung zu Lyrik hatten, wie zum Beispiel Ort des Kriegseinsatzes oder Art und Weise der Kriegsführung. Zum anderen sollte das Projekt für eine breite Öffentlichkeit zugänglich sein sowie die Möglichkeit für <em>crowdsourcing </em>bieten. Als Plattform sollte dafür <em><a href="https://www.historypin.org/en/">pinhistory</a></em> dienen, die es ermöglicht, Ereignisse und Dokumente mit geographischen Orten zu verknüpfen und zu visualisieren. Hierfür wurde der folgende, vorläufige Workflow erarbeitet, der als Grundlage für die dann folgende Standardisierung dienen sollte:</p> <p><br /></p> <div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img src="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/Workflow_A-Richer-Dust.png" alt="" class="wp-image-5310" width="566" height="536" srcset="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/Workflow_A-Richer-Dust.png 755w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/Workflow_A-Richer-Dust-300x284.png 300w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/Workflow_A-Richer-Dust-500x473.png 500w" sizes="(max-width: 566px) 100vw, 566px" /><figcaption>Workflow von &#8222;A Richer Dust&#8220;</figcaption></figure></div> <p>Zu Beginn würde das Sammeln schon bekannter Gedichte stehen, die dann in einen für das Projekt geeignete Datenbank eingefügt werden sollten. Diese Datenbank sollte die eigene Arbeit erleichtern und zugleich in der Form von Forschungsdaten die eigene Arbeit dokumentieren. Auf Grundlage dieser Daten würde dann ein Hochladen einzelner Gedichte auf <em>pinhistory </em>erfolgen, das die Verlinkung und Visualisierung der Daten mit geographischen Daten ermöglichen sollte. Diese einzelnen Beiträge, <em>pins </em>genannt, würden dann für Nutzer*innen der Plattform veröffentlicht. Schließlich müsste ausgearbeitet werden, wie mögliche Uploads von Nutzer*innen verifiziert und wiederum in die eigene Datenbank eingespeist werden könnten. Zwei dieser Arbeitsschritte sollen nun beispielhaft mithilfe des <em>SSK</em> ausgearbeitet und an das dafür sinnvolle, standardisierte Fachvokabular angepasst werden.</p> <h3> …wird „standardisiert“: </h3> <p>Betrachten wir nun einmal unsere beiden ersten Schritte unseres Workflows, nämlich „collect“ und „convert“. Als Folie zur Standardisierung dieser Arbeitsschritte kann nun das Szenario <a href="http://ssk.huma-num.fr/#/scenarios/SSK_sc_DTABf/1">„Harmonization of digitized textual ressources with the DTABf“</a> von Susanne Haaf dienen, das auf der Webseite des <em>SSK</em> dokumentiert ist. Dort wird in sieben Schritten dargestellt, wie von der Auswahl und dem Sammeln von relevanten Texten zur Beantwortung der eigenen Forschungsfrage zum Einspeisen, Vereinheitlichen und Anreichern dieser Daten in einem Corpus bis zur späteren Hinterlegung der Forschungsdaten in einem Repositorium gelangt werden kann. Nicht nur wurde jedem Schritt das jeweils passende Vokabular zugewiesen, sondern ebenso auf die Mindestanforderungen hingewiesen, die die Forschungsdaten aufweisen müssten. Hilfreich ist zudem, dass jedem Schritt die Ressourcen zugeordnet werden, die für dessen Bewältigung nutzbar gemacht werden können. So wurde beispielsweise der zweite Schritt des Szenarios mit den Ressourcen des <em>CLARIN Virtual Language Observatory</em>, der <em>Deutschen Digitalen Bibliothek</em> sowie den <em>Europeana Collections</em> verknüpft. Für die weitere Umsetzung unseres <em>public history</em>-Projekts hätten wir nun eine Anleitung an der Hand, die uns helfen würde, unser Vorhaben zu strukturieren, an die Anforderungen im Feld anzupassen und schließlich die nachhaltige Nutzung unserer Daten zu gewährleisten. Ein standardisierter Workflow müsste demnach folgendermaßen aussehen:</p> <figure class="wp-block-image"><img src="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/Workflow_A-Richer-Dust_standardized.png" alt="" class="wp-image-5316" srcset="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/Workflow_A-Richer-Dust_standardized.png 757w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/Workflow_A-Richer-Dust_standardized-300x237.png 300w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/Workflow_A-Richer-Dust_standardized-500x394.png 500w" sizes="(max-width: 757px) 100vw, 757px" /><figcaption>Teilstandardisierter Workflow von &#8222;A Richer Dust&#8220;</figcaption></figure> <h3>Effizient, kompatibel, nachhaltig</h3> <p>Dieser überarbeitete Workflow zu unserem kleinen Projekt ist natürlich bisher wenig mehr als ein erster unvollständiger Entwurf, aber wir konnten dennoch schon sehen, wie diese Art der strukturierten Reflexion über den eigenen Arbeitsprozess und seine Übertragung in ein kontrolliertes Vokabular sowohl für die Effektivität unserer eigenen Arbeit als auch für eine Art kollektiven Lernprozess über digitale Methoden viel Sinn macht – ganz entlang der zentralen Schlagworte, die die Macher*innen des <em>SSK</em> hierzu nennen: Effizienz, Kompatibilität und Nachhaltigkeit. Durch die Anleitungen und die kontrollierte Form des Workflows wurden Lücken und mögliche Probleme augenscheinlich, die uns an unserem Projekt möglicherweise erst zu einem Zeitpunkt aufgefallen wären, an dem ihre grundsätzliche Lösung sehr viel schwieriger gewesen wäre.</p> <p>Das <em>SSK</em> zeigt zudem auf, dass man in den Digital Humanities möglicherweise nicht für jedes Projekt das Rad (oder eher den Workflow?) neu erfinden muss, sondern von den Erfahrungen anderer Wissenschafter*innen mit digitalen Methoden lernen kann. Das Ziel ist also, die eigenen Arbeitsweisen zu dokumentieren und anderen Wissenschaftler*innen zugänglich zu machen, die mit ähnlichen Fragestellungen, Methoden oder Tools arbeiten. Und um das zu ermöglichen brauchen wir eine gemeinsame Sprache, auf deren Grundlage wir „Forschungsszenarien“ austauschen können. So entsteht in kollektiver Arbeit ein digitales Archiv über <em>best practices</em> der digitalen Methoden in den Geisteswissenschaften – und das Ganze natürlich Open Source. Klingt gut!</p> #DHIP60 – 60 Jahre Deutsches Historisches Institut Paris in Bildern, Büchern und Fakten oder: 60 Jahre in 60 Tweets! Teil 2 https://dhdhi.hypotheses.org/4269 Digital Humanities am DHIP urn:uuid:4160e5d1-0c99-b267-89d6-5d5252546c1e Fri, 12 Oct 2018 09:33:22 +0000 1987: Dr. Rolf Große kommt als Referent für die Gallia Pontificia sowie Hoch- und Spätmittelalter bis 1400 an das DHIP!Er arbeitet über die Beziehungen der Abtei Saint-Denis zur Kurie. https://t.co/SeHvDoeQoF #DHIP60&#8212; DHI Paris (@dhiparis)&#46;&#46;&#46; <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">1987: Dr. Rolf Große kommt als Referent für die Gallia Pontificia sowie Hoch- und Spätmittelalter bis 1400 an das DHIP!<br><br>Er arbeitet über die Beziehungen der Abtei Saint-Denis zur Kurie. <a href="https://t.co/SeHvDoeQoF">https://t.co/SeHvDoeQoF</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1012245466216464385?ref_src=twsrc%5Etfw">June 28, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">1988: Der Institutsdirektor Prof. Dr. Karl Ferdinand Werner wird mit der „médaille d’argent“ des Centre Nationale de la Recherche Scientifique ausgezeichnet. <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a> <a href="https://t.co/KIaLxWpHw5">https://t.co/KIaLxWpHw5</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1012608105249529858?ref_src=twsrc%5Etfw">June 29, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/Bonustweet?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Bonustweet</a> zum Jahr 1989: Um die Gewichtung der einzelnen Forschungsbereiche adäquat widerzuspiegeln, wird die Francia dreigeteilt und erscheint nun mit je einem 300-seitigen Band für Mittelalter, Frühe Neuzeit und Zeitgeschichte. <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1013695268884103169?ref_src=twsrc%5Etfw">July 2, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">1989: Prof. Dr. Horst Möller, Professor für Neuere Geschichte an der Uni Erlangen-Nürnberg, wird Direktor des DHIP. <br><br>Um dem stetigen Wachstum des Instituts Rechnung zu tragen, erwirbt die Bundesrepublik ein neues Gebäude im Marais. <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a> <a href="https://t.co/w0q9fJT1Ca">pic.twitter.com/w0q9fJT1Ca</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1013695268989136896?ref_src=twsrc%5Etfw">July 2, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">1990: Das DHIP lanciert mit den „Reflexionen über Deutschland im 20. Jahrhundert“ eine neue Buchreihe für die Publikation von Vorträgen, die sich an die breite Öffentlichkeit wenden. Band I: Hans Maier: „40 Jahre Grundgesetz – eine Bestandsaufnahme“. <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a> <a href="https://t.co/OlYSXNZ4kA">pic.twitter.com/OlYSXNZ4kA</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1014101801640124416?ref_src=twsrc%5Etfw">July 3, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">1991: Das DHIP schließt eine Vereinbarung mit der École nationale des chartes über die Erschließung der Papsturkunden für französische Empfänger (bis 1198) und eine begleitende Buchreihe, die „Studien und Dokumente zur Gallia Pontificia“. <a href="https://t.co/y1JGdkH3Mi">https://t.co/y1JGdkH3Mi</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1014421790540615681?ref_src=twsrc%5Etfw">July 4, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">1992: Das DHIP bekommt seinen zweiten PC :-). Ein Originalfoto ist nicht erhalten, aber so ähnlich wird er ausgehen haben. <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a> <a href="https://t.co/OpjdoHkfap">pic.twitter.com/OpjdoHkfap</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1014782684319637504?ref_src=twsrc%5Etfw">July 5, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">1993: Prof. Dr. Werner Paravicini (Lehrstuhlinhaber für Mittlere und Neuere Geschichte und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Kiel) wird neuer Direktor! <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a> <a href="https://t.co/tCRY3AaaeD">pic.twitter.com/tCRY3AaaeD</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1015144827774750720?ref_src=twsrc%5Etfw">July 6, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/Bonustweet?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Bonustweet</a> zum Jahr 1993: Die Gesellschaft der Freunde des Deutschen Historischen Instituts Paris konstituiert sich. Ihr erster Präsident wird Jaques Bouvet. <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1015144954832748544?ref_src=twsrc%5Etfw">July 6, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Weil 1993 das Jahr ist, in dem unter der Leitung von Hartmut Atsma der Umzug in unser heutiges Gebäude entschieden vorangetrieben wird, gibt es noch ein <a href="https://twitter.com/hashtag/R%C3%A4tsel?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Rätsel</a> hinterher: Welchen der heutigen Trakte des DHIP zeigt das Bild? <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a> <a href="https://t.co/gdo0XOBy6G">pic.twitter.com/gdo0XOBy6G</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1015146411988529152?ref_src=twsrc%5Etfw">July 6, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">1994: Nach knapp fünf Jahren Umbauzeit ist es so weit: Das DHIP zieht um! Vom 16. geht es ins 3. Arrondissement, an seinen heutigen Standort, das Hôtel Duret de Chevry in der Rue du Parc Royal. Bei der Eröffnung ist Bundespräsident Richard von Weizsäcker anwesend. <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a> <a href="https://t.co/Bi7x9RjNQM">pic.twitter.com/Bi7x9RjNQM</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1016232739056574466?ref_src=twsrc%5Etfw">July 9, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Der Lesesaal &#8211; darauf hätte ich kommen können. Den Wald vor lauter Baustelle nicht gesehen&#8230; Er wirkt so mondän! Ein tolles Foto!<a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a></p>&mdash; Ulrike Blumenthal (@ulrblumenthal) <a href="https://twitter.com/ulrblumenthal/status/1016245828120391681?ref_src=twsrc%5Etfw">July 9, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">1995: Band 1 der „Conférence annuelles de l’Institut historique allemand“ erscheint. Es handelt sich um die Druckfassung des Vortrags von W. Paravicini „Savoir vivre et savoir faire“ zu den deutsch-französischen Beziehungen im Mittelalter und der Frühen Neuzeit. <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a> <a href="https://t.co/b7GHlfWDAC">pic.twitter.com/b7GHlfWDAC</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1016595127349936128?ref_src=twsrc%5Etfw">July 10, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">1996: Am 30. Mai 1996 erhält Prof. Karl Ferdinand Werner seinen zweiten Ehrendoktortitel (nach der Sorbonne). Diesmal von der Universität Orléans. <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1016957914093965315?ref_src=twsrc%5Etfw">July 11, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">1997: Das Kolloquium „Jean Monnet. „L’Europe et les chemins de la paix“, organisiert von A.Wilkens und G. Bossuat, findet am DHIP statt. Als ZeitzeugInnen sind Rita Süssmuth, damals Präsidentin des Bundestages, und der ehemalige Kanzler Helmut Schmidt vor Ort. <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a> <a href="https://t.co/DgzV9i4REA">pic.twitter.com/DgzV9i4REA</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1017319650957422592?ref_src=twsrc%5Etfw">July 12, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="fr" dir="ltr">1998: Werner Paravicini wird Membre correspondant de l’Institut de France. <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1017681787655319552?ref_src=twsrc%5Etfw">July 13, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">1999: Im Cabinet de Medailles der BnF entdeckt W. Paravicini eine Medaille, die Charles Duret de Chevry darstellt, den Erbauer unseres Hauses. Die Medaille wird von der Gesellschaft der Freunde als Ehrung an Förderer des DHI vergeben, zuerst an Jean Ducarpe. <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a> <a href="https://t.co/AKNQMXP8Zi">pic.twitter.com/AKNQMXP8Zi</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1018769454073810944?ref_src=twsrc%5Etfw">July 16, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Bonustweet 1999: Die Retrokonversion des Katalogs der Bibliothek beginnt. Per Autopsie werden insgesamt rund 60.000 Bände mit ca. 40.000 Titeln neu in Allegro katalogisiert. Der alte Zettelkatalog bleibt noch bis 2007 in Lesesaal. <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a> <a href="https://t.co/ho8BjuCwkU">pic.twitter.com/ho8BjuCwkU</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1018839920633434112?ref_src=twsrc%5Etfw">July 16, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">2000: Das „Frankophone Stipendium“ geht an den Start. Die ersten Geförderten sind Dr. Sylvie Lefèvre und Martine Ostorero. S. Lefèvre arbeitet in der Zeitgeschichte zu deutsch-französischen Wirtschaftsbeziehungen und M. Ostorero im Bereich Mittelalter zum Hexensabbat. <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1019130236858961920?ref_src=twsrc%5Etfw">July 17, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">2001: Dr. Mareike König kommt als Fachreferentin für das 19. Jahrhundert ans DHIP. Sie beginnt ein Forschungsprojekt zu den deutschen Einwanderern in Paris im 19. Jahrhundert <a href="https://t.co/bJUyXFhiGJ">https://t.co/bJUyXFhiGJ</a>. Zugleich betreut sie als Redakteurin die Buchreihen. <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1019493726882861057?ref_src=twsrc%5Etfw">July 18, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">oh, bei <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a> sind wir schon im Jahr 2001 und damit bei mir angelangt&#8230;. time flies!! <a href="https://t.co/IK4jwty3oR">https://t.co/IK4jwty3oR</a></p>&mdash; Mareike König (@Mareike2405) <a href="https://twitter.com/Mareike2405/status/1019521826752516096?ref_src=twsrc%5Etfw">July 18, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">2002: Am 1. Juli wird die Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland gegründet und das DHIP in sie aufgenommen. Stefan Martens wird als Nachfolger von Hartmut Atsma zum Stellvertreter des Direktors ernannt. <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1019856114631036929?ref_src=twsrc%5Etfw">July 19, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a> ist übrigens ein echtes Gemeinschaftsprojekt: Fünf WissenschaftlerInnen, drei Praktikantinnen und ein Ehemaliger haben zu unserer Twitterserie beitragen. Herzlichen Dank!</p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1019856366221971456?ref_src=twsrc%5Etfw">July 19, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="fr" dir="ltr">À suivre <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a> pour une histoire du <a href="https://twitter.com/dhiparis?ref_src=twsrc%5Etfw">@dhiparis</a> des relations culturelles et scientifiques franco-allemandes et du soft power de la RFA puis de l’Allemagne réunifiée. Pour les 50 ans trois volumes collectifs dirigés par Ulrich Pfeil parus chez Oldenbourg <a href="https://t.co/fgdEG6ELph">https://t.co/fgdEG6ELph</a> <a href="https://t.co/zOQKWx7PJZ">https://t.co/zOQKWx7PJZ</a></p>&mdash; Nicolas Beaupré (@nicolas_beaupre) <a href="https://twitter.com/nicolas_beaupre/status/1019870017339437056?ref_src=twsrc%5Etfw">July 19, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">2003: Die Prosopographia Burgundica wird als erste Datenbank des Instituts elektronisch veröffentlicht: <a href="https://t.co/IofOoMrz3u">https://t.co/IofOoMrz3u</a>. <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1020217999175766017?ref_src=twsrc%5Etfw">July 20, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">2004 Die erste Summer School, organisiert von Corinna Franz und Ulrich Pfeil, findet am DHIP statt. Ihr Thema: „Neue Ansätze zur Erforschung der deutsch-französischen Beziehungen nach 1945.“ Tagungsbericht: <a href="https://t.co/Go8jmdWVKW">https://t.co/Go8jmdWVKW</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1021305163171033088?ref_src=twsrc%5Etfw">July 23, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">2006: Das erste gemeinsame Kolloquium der in Europa beheimateten DHI Paris, Rom, London, Moskau, Warschau findet in Zusammenarbeit mit dem MGFA und dem IHTP statt. Sein Titel „Être en Guerre – Expérience et Mémoire de la Seconde Guerre mondiale“. <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1022032460635234304?ref_src=twsrc%5Etfw">July 25, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">sagt mal, fehlt das nicht das Jahr 2005 bei <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a>?</p>&mdash; Mareike König (@Mareike2405) <a href="https://twitter.com/Mareike2405/status/1022094003360198656?ref_src=twsrc%5Etfw">July 25, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Das Jahr 2005 fehlt nicht, es war der Hinweis auf die ersten Bände der vom DHIP herausgegebenen „Deutsch-französischen Geschichte“ von Rolf Große und Rainer Babel. Allerdings fehlte der Hashtag <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a>. Danke für das aufmerksame Verfolgen der Serie! <a href="https://t.co/RALO4t9McW">https://t.co/RALO4t9McW</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1022096272378003461?ref_src=twsrc%5Etfw">July 25, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">2005: Die ersten Bände der vom DHIP herausgegebenen „Deutsch-französischen Geschichte“ erscheinen: Rolf Große schreibt über die Zeit zwischen 800 und 1214, Rainer Babel über die Zeit von 1500 bis 1650: <a href="https://t.co/5ClcD5bGPl">https://t.co/5ClcD5bGPl</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a></p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1022121137751437312?ref_src=twsrc%5Etfw">July 25, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Nicht wundern, wenn der Tweet bekannt vorkommt: Gestern fehlte der Hashtag <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a>! <a href="https://twitter.com/Mareike2405?ref_src=twsrc%5Etfw">@Mareike2405</a> ist es aufgefallen. Merci.</p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/1022121280949178368?ref_src=twsrc%5Etfw">July 25, 2018</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <p><blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="fr" dir="ltr">Découvrez les instituts de <a href="https://twitter.com/hashtag/recherche?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#recherche</a> allemande à <a href="https://twitter.com/hashtag/Paris?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Paris</a> !<br>Entdecken Sie die deutschen <a href="https://twitter.com/hashtag/Forschungsinstitute?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Forschungsinstitute</a> in <a href="https://twitter.com/hashtag/Paris?src=hash&amp;ref_src=t Atelier : Karl Marx et l’exil : nouvelles approches – 22/23 novembre 2018 https://19jhdhip.hypotheses.org/3290 Das 19. Jahrhundert in Perspektive urn:uuid:cb22d70a-4509-c667-1c24-21e5ab42383d Thu, 11 Oct 2018 09:18:54 +0000 Atelier organisé par  Delphine Diaz (Université de Reims Champagne-Ardenne) et Mareike König (Institut historique allemand),  avec le soutien de l’IHA, du programme ANR AsileuropeXIX et de&#46;&#46;&#46; <figure class="wp-block-image"><img src="https://19jhdhip.hypotheses.org/files/2018/10/8739418450_4243a1da74_b.jpg" alt="" class="wp-image-3306" srcset="https://19jhdhip.hypotheses.org/files/2018/10/8739418450_4243a1da74_b.jpg 1000w, https://19jhdhip.hypotheses.org/files/2018/10/8739418450_4243a1da74_b-300x200.jpg 300w, https://19jhdhip.hypotheses.org/files/2018/10/8739418450_4243a1da74_b-768x512.jpg 768w, https://19jhdhip.hypotheses.org/files/2018/10/8739418450_4243a1da74_b-500x334.jpg 500w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure> <p>Atelier organisé par  Delphine Diaz (Université de Reims Champagne-Ardenne) et Mareike König (Institut historique allemand),  avec le soutien de l’IHA, du programme <a href="https://asileurope.hypotheses.org/">ANR AsileuropeXIX</a> et de la <a href="https://histoire19.hypotheses.org/">Société de 1848</a></p> <p><strong>Lieu</strong> : <a href="https://www.dhi-paris.fr/home.html">Institut historique allemand (IHA)</a>, 8, Rue du Parc Royal, 75003 Paris</p> <p><strong>Date</strong> : 22-23 novembre 2018</p> <h4>Jeudi 22 novembre 2018</h4> <p>18:00                 Sylvie Aprile (Université Paris-Nanterre)<br />                            Karl Marx et l’exil politique en Europe au XIX<sup>e</sup> siècle<br />                            Discutante: Heidi Mehrkens (University of Aberdeen)</p> <p>20:00                 Vin de l’amitié</p> <h4>Vendredi 23 novembre 2018</h4> <p>9:00                  Mot de bienvenue et introduction</p> <p>9:30–11:00    Pauline Clochec (ENS de Lyon)<br />                           Les écrits du jeune Marx</p> <p>                           Camille Creyghton (Universiteit van Amsterdam/Queen Mary University, London)<br />                           Karl Marx et les »colonies« allemandes à Paris  et à Londres, 1843–1848</p> <p>11:00–11:30   Pause café</p> <p>11:30–12:15   Jean Quétier (Université de Strasbourg)<br />                            Intervenir dans les débats de la social-démocratie allemande depuis Londres</p> <p>12:15–13:30    Déjeuner </p> <p>13:30–15:00    Delphine Diaz (Université de Reims Champagne-Ardenne),<br />                             Sylvie Aprile (Université Paris-Nanterre), Mareike König (IHA), <br />                             Hugo Vermeren (École française de Rome)<br />                             Cartographier l’exil européen: l’exemple de Marx à Paris</p> <p>                             Janet Polasky (New Hampshire)<br />                             L’exil belge de Karl Marx</p> <p>15:00–15:15    Pause Café</p> <p>15:15–16:00    Fabrice Bensimon (Sorbonne Université)<br />                             Marx, Engels et les <em>Fraternal Democrats</em> à Londres</p> <p>16:00–17:00   Table ronde finale<br /> Sylvie Aprile (Université Paris-Nanterre), Thomas C. Jones (University of   Buckingham), Mareike König (IHA), Heidi Mehrkens (University of Aberdeen), animée par Fabrice Bensimon (Sorbonne Université)</p> <p>______</p> <p>Programme en format PDF :</p> <div class="wp-block-file"><a href="https://19jhdhip.hypotheses.org/files/2018/10/2018_11_Programm_Karl-Marx-et-lexil.pdf">2018_11_Programm_Karl Marx et l&#8217;exil</a><a href="https://19jhdhip.hypotheses.org/files/2018/10/2018_11_Programm_Karl-Marx-et-lexil.pdf" class="wp-block-file__button">Download</a></div> <p>Image : Installation Karl Marx à Trèves 2013, <a href="https://www.flickr.com/photos/es-de-we/">es-de-we</a>, <a href="https://www.flickr.com/photos/es-de-we/8739418450/">https://www.flickr.com/photos/es-de-we/8739418450/</a>, CC-BY-NC 2.0.</p> Going public – Tag 4 der #dhmasterclass https://dhdhi.hypotheses.org/4868 Digital Humanities am DHIP urn:uuid:735b3c22-4555-15c1-e5b0-20e29a2bd663 Thu, 11 Oct 2018 08:20:09 +0000 Anita Lucchesi bei der Einführung  zu Digital Public History Nachdem wir an den drei ersten Tagen der Master Class an Zusammenstellung, Transkription und angereicherter Edition unserer autobiographischen Texte gearbeitet hatten, sollte es am vierten&#46;&#46;&#46; <figure class="wp-block-image"><img src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/10/masterclass24.jpg" alt="" class="wp-image-5099" srcset="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass24.jpg 2016w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass24-300x225.jpg 300w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass24-768x576.jpg 768w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass24-500x375.jpg 500w" sizes="(max-width: 2016px) 100vw, 2016px" /><figcaption>Anita Lucchesi bei der Einführung  zu Digital Public History</figcaption></figure> <p class="has-drop-cap">Nachdem wir an den drei ersten Tagen der <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/3349">Master Class</a> an <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/4365">Zusammenstellung</a>, <a href="https://dhiha.hypotheses.org/2405">Transkription</a> und <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/4557">angereicherter Edition</a> unserer autobiographischen Texte gearbeitet hatten, sollte es am vierten Tag nun um Publikation und um die Vermittlung in die interessierte (Fach)Öffentlichkeit gehen. <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/3447" target="_blank" rel="noopener">Expertin</a> Anita Lucchesi (<a href="https://www.c2dh.uni.lu/" target="_blank" rel="noopener">C2DH</a>) war dafür mit einem Input-Vortrag, äußerst hilfreichen Tipps und einem Koffer voller Tools aus Luxemburg angereist.</p> <p>Zunächst gab sie uns eine kurze Einführung in die noch nicht sehr verbreitete Digital Public History und in die Diskussionen um diesen Begriff der letzten Jahrzehnte. Anita erklärte, dass Public History in unterschiedlichen Ländern Unterschiedliches meint und unterschiedlich eingesetzt wird. Wir diskutierten über die Aussage von Roy Rosenzweig, dass jede Privatperson auch Historiker/in ist, über <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Shared_historical_authority" target="_blank" rel="noopener"><em>Shared Historical Authority</em></a> zwischen Fachleuten und Publikum, über Gefahren und Polemiken der Public History und ob man überhaupt gehört wird im Rauschen der zahllosen Internetpublikationen. Während vor einigen Jahren ein Engagement in der Public History im Hinblick auf die Karriere eher ein Plan B war, gibt es heute sehr viel mehr Möglichkeiten und ein (zumindest etwas) gestiegenes Ansehen, was auch damit zusammenhängt, dass die Forschungsförderer großen Wert legen auf Sichtbarkeit, Einbezug der Öffentlichkeit und gesellschaftliche Relevanz der von ihnen geförderten Projekte.</p> <p>Ein weiterer Diskussionsstrang drehte sich um die Verantwortung der Historikerin bei der Vermittlung historischen Wissens, um die Darstellung und um mögliche manipulative Eingriffe bei der Präsentation von Inhalten. Anita Lucchesi unterstrich die Kompetenz von Historiker/innen im Hinblick auf die Quellenkritik, die hier zum Einsatz kommen muss. Ihr eigenes Public-History- Erinnerungsprojekt zur Einwanderung in Luxemburg findet sich übrigens hier: <a href="https://memorecord.uni.lu/" target="_blank" rel="noopener">https://memorecord.uni.lu/</a>.<br /></p> <p>Natürlich kamen wir auch auf die Pioniere in Sachen Visualisierung von Daten zu besprechen: <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/John_Snow" target="_blank" rel="noopener">John Snow</a> und seine Cholerakarte Londons, mit der er 1854 die mit Cholera verseuchten Wasserstellen einkreisen und damit die weitere Ausbreitung der Epidemie stoppen konnte, und die eindrucksvolle Visualisierung von <a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/29/Minard.png">Charles Joseph Minard</a> der Verluste der französischen Armee während des Russlandfeldzugs 1812-1813 auf einer Landkarte, die zugleich die damaligen Temperaturen zeigt.</p> <h4>Tools, tools, tools</h4> <p>Weiter ging es mit der Präsentation verschiedener Projekte und den Tools, die dafür eingesetzt wurden, z.B. <a href="https://www.flickr.com/photos/photosnormandie/" target="_blank" rel="noopener">Photos Normandie</a> auf Flickr, wo die inhaltliche Erschließung der Fotos über crowdsourcing erfolgt. AnitaLucchesi präsentierte außerdem für die Netzwerkanalyse die Tools <a href="https://nodegoat.net/" target="_blank" rel="noopener">Nodegoat</a> und <a href="http://%20https://hdlab.stanford.edu/palladio" target="_blank" rel="noopener">Palladio</a>, die beide zugleich die Visualisierung geographischer Daten auf einer Karte ermöglichen. Für die Präsentation von Fotos und Text auf Zeitleisten und Karten hat man mittlerweile die Qual der Wahl, je nachdem, ob man einen eigenen Server hat oder online arbeiten möchten, ob man alleine oder in Gruppen arbeitet, eine Anreicherung durch die Crowd wünscht und ob man ein Google-Konto anlegen möchte, um ein Spreadsheet mit den Daten anzulegen, auf das die Tools dann zugreifen: <a href="https://www.historypin.org/fr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Historypin</a>, eine Plattform zum kollaborativen Teilen von Fotos und Geschichten und <a href="https://storymap.knightlab.com/" target="_blank" rel="noopener">Storymap</a>, ebenfalls zur Verknüpfung von Foto und Text auf einer Karte, das Online-Tool <a href="https://timeline.knightlab.com/" target="_blank" rel="noopener">Timeline</a> zur einfachen Erstellung von Zeitleiten, das Tool <a href="http://pixtory.in%20" target="_blank" rel="noopener">Pixtory</a> und schließlich <a href="https://omeka.org/" target="_blank" rel="noopener">Omeka</a> für die Erstellung virtueller Ausstellungen mit dem Beispiel <a href="https://clevelandhistorical.org/" target="_blank" rel="noopener">Cleveland Historical</a>.</p> <figure class="wp-block-image"><img src="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass23.jpg" alt="" class="wp-image-5103" srcset="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass23.jpg 2016w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass23-300x225.jpg 300w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass23-768x576.jpg 768w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass23-500x375.jpg 500w" sizes="(max-width: 2016px) 100vw, 2016px" /><figcaption>Die Projekte werden präsentiert</figcaption></figure> <p>Die erste Aufgabe bestand dann darin, in Kleingruppen jeweils ein Public History-Projekt zu analysieren. Am Nachmittag ging es hands-on darum, selbst ein Public History-Projekt zu entwerfen. Dokumentiert werden sollten Idee und Hauptziele, die formalen Aspekte (Ort, Zeit, Akteure und Institutionen), welches Publikum, welche Inhalte, welche Sprache, welche Bilder (Rechte!), welches Tool&#8230; bevor es dann an die Umsetzung ging. Es entstanden die Ideen und ersten Ausführungen zu drei Projekten, <br />die am Ende des Tages im Plenum unter Beifall präsentiert wurden: &#8222;A richer dust: WarPoetry&#8220; &#8211; Gedichte aus dem Ersten Weltkrieg, umgesetzt mit Historypin, eine Zeitleiste zur Geschichte des Kriegsgefangenen Victor Dubois, umgesetzt mit Timeline JS und &#8222;Guerre de mouvements &#8211; mouvements en guerre&#8220;, eine eine mit Storymap erstellte Visualisierung von Bewegungen und Migrationsverläufen während des Zweiten Weltkriegs. Außerdem entstand &#8211; etwas später am Abend &#8211; der neue Twitteraccount <a href="https://twitter.com/LyrikFNZ" target="_blank" rel="noopener">@LyrikFNZ</a>, der die twitterstorians seitdem täglich mit frühneuzeitlicher Lyrik versorgt.<br /></p> <blockquote class="wp-block-quote"><p>Dieser Account widmet sich der frühneuzeitlichen <a href="https://twitter.com/hashtag/Lyrik?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Lyrik</a> &#8211; hauptsächlich auf Deutsch -, die hier auf Twitter noch nicht vertreten ist, oder?— Lyrik Frühe Neuzeit (@LyrikFNZ) <a href="https://twitter.com/LyrikFNZ/status/1047927484585578498?ref_src=twsrc%5Etfw">4. Oktober 2018</a></p></blockquote> <h4>Bibliographie</h4> <p>Danniau, Fien: Public History in a Digital Context: Back to the Future or Back to Basics? In: BMGN – Low Countries Historical Review, 128-4 (2013), p. 118-144.  <a href="http://www.bmgn-lchr.nl/index.php/bmgn/article/view/9355">http://www.bmgn-lchr.nl/index.php/bmgn/article/view/9355</a>.</p> <p>Foster, Meg. “Online and Plugged In?: Public History and Historians in the Digital Age.” <em>Public History Review</em>21, no. 0 (December 28, 2014): 1–19. <a href="https://doi.org/10.5130/phrj.v21i0.4295">https://doi.org/10.5130/phrj.v21i0.4295 <span></span></a></p> <p>Green, Alix: Zurück in die Zukunft? Public History und der neue akademische Bürger. In: Public History Weekly 3 (2015) 7, DOI: 10.1515/phw-2015-3590.</p> <p>Noiret, Serge. “Digital Public History: Bringing the Public Back In – Public History Weekly – The International Blogjournal.” Public History Weekly, April 23, 2015. <a href="https://public-history-weekly.degruyter.com/3-2015-13/digital-public-history-bringing-the-public-back-in/">https://public-history-weekly.degruyter.com/3-2015-13/digital-public-history-bringing-the-public-back-in/</a>.</p> <p>Zürndorf, Irmgard (2010): Zeitgeschichte und Public History, Version: 1.0. In: Docupedia-Zeitgeschichte, <a href="https://docupedia.de/zg/Public_History">https://docupedia.de/zg/Public_History</a>.</p> <h4>Zu den einzelnen Tagen der Master Class siehe</h4> <figure class="wp-block-embed-wordpress wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-digital-humanities-am-dhip wp-has-aspect-ratio wp-embed-aspect-1-1"><div class="wp-block-embed__wrapper"> <blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="kbvCc6Z7m6"><a href="https://dhdhi.hypotheses.org/4365">Network Mapping, Prousts Madeleine und Pommes Schranke &#8211; #dhmasterclass Tag 1</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted" src="https://dhdhi.hypotheses.org/4365/embed#?secret=kbvCc6Z7m6" data-secret="kbvCc6Z7m6" width="500" height="282" title="&#8222;Network Mapping, Prousts Madeleine und Pommes Schranke &#8211; #dhmasterclass Tag 1&#8220; &#8212; Digital Humanities am DHIP" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe> </div></figure> <figure class="wp-block-embed-wordpress wp-block-embed"><div class="wp-block-embed__wrapper"> <blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="PShCjd2Mlm"><a href="https://dhiha.hypotheses.org/2405">Corpus, transcriptions, et joies du pad &#8211; deuxième journée de #dhmasterclass</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted" src="https://dhiha.hypotheses.org/2405/embed#?secret=PShCjd2Mlm" data-secret="PShCjd2Mlm" width="500" height="282" title="&#8222;Corpus, transcriptions, et joies du pad &#8211; deuxième journée de #dhmasterclass&#8220; &#8212; Digital Humanities à l&#039;Institut historique allemand" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe> </div></figure> <figure class="wp-block-embed-wordpress wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-digital-humanities-am-dhip wp-has-aspect-ratio wp-embed-aspect-1-1"><div class="wp-block-embed__wrapper"> <blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="EkihAn1nHK"><a href="https://dhdhi.hypotheses.org/4557">Kommt es in den Header, in Front oder in Back? &#8211; Wir codieren mit XML/TEI an Tag 3 der #dhmasterclass</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted" src="https://dhdhi.hypotheses.org/4557/embed#?secret=EkihAn1nHK" data-secret="EkihAn1nHK" width="500" height="282" title="&#8222;Kommt es in den Header, in Front oder in Back? &#8211; Wir codieren mit XML/TEI an Tag 3 der #dhmasterclass&#8220; &#8212; Digital Humanities am DHIP" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe> </div></figure> Kommt es in den Header, in Front oder in Back? – Wir codieren mit XML/TEI an Tag 3 der #dhmasterclass https://dhdhi.hypotheses.org/4557 Digital Humanities am DHIP urn:uuid:6537f84e-3e5d-25f4-f187-e2a4c80b203f Tue, 09 Oct 2018 16:22:24 +0000 Am dritten Tag der Master Class Digital Humanities ging es ans Eingemachte: das Auszeichnen und Codieren unserer Texte mit XML/TEI. Als Einstieg gab es einen Crashkurs in Grundlagen von XML und TEI durch die&#46;&#46;&#46; <figure class="wp-block-image"><img src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/10/document1870.jpg" alt="" class="wp-image-4788" srcset="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/document1870.jpg 1826w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/document1870-300x169.jpg 300w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/document1870-768x432.jpg 768w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/document1870-500x281.jpg 500w" sizes="(max-width: 1826px) 100vw, 1826px" /></figure> <p class="has-drop-cap">Am dritten Tag der <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/3349">Master Class Digital Humanities</a> ging es ans Eingemachte: das Auszeichnen und Codieren unserer Texte mit XML/TEI. Als Einstieg gab es einen Crashkurs in Grundlagen von XML und TEI durch die <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/3447">Experten</a> Charles Riondet und Lionel Tadjou (beide Inria, Paris). Während einige der <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/3493">Teilnehmenden</a> im Studium oder im Projekt schon aktiv mit TEI gearbeitet haben oder arbeiten, kam anderen selbst ganz grundlegende Dinge wie öffnende und schließende Tags erst einmal je nach Muttersprache spanisch oder chinesisch vor. Im letzten Jahr bei der ersten <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/2782">Master Class zu Forschungsdaten</a> gab es eine spontane Break-out-Session „<a href="https://dhiha.hypotheses.org/1990">TEI for Dummies</a>“ unter der Leitung von Emmanuelle Morlock, um zumindest einen groben Einblick zu geben. Bei der zweiten Master Class stand dieser Standard als Grundlage für die Erstellung einer digitalen Edition eindeutig im Mittelpunkt des Themas, und wir hatten den ganzen Tag dafür Zeit. Eine schöne Einführung auf Deutsch gibt es – neben unseren Lektüreempfehlungen <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/4221">hier auf dem Blog</a> – von Christof Schöch<sup>[1]</sup>.</p> <p>In nach Kenntnisstand eingeteilten Gruppen übten wir nach der Einleitung das Kodieren eines eigenen Dokuments. In meiner Gruppe hatten wir uns das Auszeichnen eines Dokuments aus dem Krieg 1870/71 vorgenommen, das seit kurzem im DHIP aufbewahrt wird: die – aus heutiger Sicht komische – Beschwerde von General <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Albrecht_Gustav_von_Manstein">Albrecht Gustav von Manstein</a>, datiert auf den 21. Oktober 1870, über die nachlassende Qualität des Champagners, der den Besatzern von der Stadt Orléans geliefert wurde. Die Publikation von Dokumentenscan, Transkription und XML/TEI ist in Vorbereitung! Das Dokument war bereits von Friederike Odenwald, Praktikantin am DHIP und Teilnehmerin der Master Class, transkribiert worden, was von der Gruppe zugleich im Header vermerkt wurde. Gemeinsam wurde der Text dann zunächst Korrektur gelesen und über die Unterschriftenzeile gerätselt (siehe Beitragsbild oben &#8211; Hinweise werden gerne entgegengenommen), bevor es an die erste grobe formelle Auszeichnung mit dem XML Editor Oxygen ging. Neben dem Tipp der Experten, beim Kodieren die Website mit den <a href="http://www.tei-c.org/Guidelines/">TEI-Guidelines</a> immer offen zu haben, um den Gebrauch der einzelnen Tags Nachschlagen zu können, half uns beim Bearbeiten des Texts der Austausch und die Diskussion in der Gruppe, was den Experten zufolge ebenso häufig der Arbeitsrealität beim Erstellen einer digitalen Edition entspricht.</p> <p>Die Experten zeigten uns bei der Besprechung der Ergebnisse, wie man ein XML/TEI-Dokument relativ einfach mit dem <a href="http://dcl.ils.indiana.edu/teibp/index.html" target="_blank">TEI-Boilerplate</a> der Indiana University visualisieren kann. Et voilà, so sah unsere Quelle aus:</p> <figure class="wp-block-image"><img src="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/IMG_6796.jpg" alt="" class="wp-image-4766" srcset="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/IMG_6796.jpg 2016w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/IMG_6796-300x225.jpg 300w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/IMG_6796-768x576.jpg 768w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/IMG_6796-500x375.jpg 500w" sizes="(max-width: 2016px) 100vw, 2016px" /><figcaption>Nach der formalen Auszeichnung in Kleingruppen: Besprechung der Ergebnisse mit den Experten</figcaption></figure> <p><strong>Im „Treibsand der semantischen Annotation“</strong></p> <p>Am Nachmittag folgte die Vertiefung in Sachen XML/TEI: Daten anreichern/annotieren mit einer Einführung durch <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/3447">Expertin</a> Ioana Galleron. Das Anreichern, so brachte sie uns bei, ist eine Praktik, die es bei analogen Texten genauso gab und hier nun ins Digitale übertragen wird. Angereichert wird über Attribute oder über Verlinkungen. Die grundlegende Frage dabei ist, welche Annotationen man für die eigene Forschungsfrage braucht, da das Annotieren eine zeitaufwendige Tätigkeit ist, die kaum oder keine akademische Anerkennung bringt. Unterschieden wird zwischen formaler Annotation – die wir am Vormittag überwiegend betrieben hatten – und semantischer Annotation, bei der es um Kodierung des Inhalts geht, etwa Elemente zur Bestimmung der Textgattung, Auszeichnung von Zitaten, philologische und inhaltliche Hinweise (persName, placeName, del, add, subst, gap,&#8230;) etc. Gerade bei der semantisch-inhaltlichen Annotation besteht die Gefahr, sich in einem „Treibsand“ zu begeben, alles auszeichnen zu wollen und sich im Wust der Schlagwörter zu verlieren.</p> <p>Wir sprechen über <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Named-entity_recognition">Named Entities</a>, was bei manchen Teilnehmenden ein Jauchzen bis ins Framapad auslöste, da die Verlinkung mit Normdaten wie z.B. <a href="http://www.dnb.de/DE/Standardisierung/GND/gnd_node.html">GND</a>, <a href="http://www.viaf.org/">VIAF</a> und <a href="http://www.isni.org/">ISNI</a>, Ontologien und Verzeichnissen wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/GeoNames">GeoNames</a> einen großen Teil des Mehrwerts von digitalen Editionen im Vergleich zu ihrem gedruckten Pendant ausmacht. Der Workflow beim Auszeichnen von Named Entities besteht aus den Schritten Identifizierung – Desambiguierung (z.B. Homonyme oder ungenaue Angaben klären, wie „an diesem Tag“) und schließlich Anreicherung. Auch hier gilt: Es ist zeitaufwändig! Ob händisch, oder halbautomatisch, es muss stets nachjustiert und überarbeitet werden. <br /></p> <p>Ioana Galleron weihte uns ebenso in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Linked_Open_Data">Linked Open Data</a> und in ihre Arbeit des Annotierens literarischer Texte und literarischer Charaktere ein. Und wir lernen das Open Access Tool <a href="http://textometrie.ens-lyon.fr/spip.php?rubrique96&amp;lang=fr">TXM Treetagger angepasst von der ENS Lyon</a> zur Vermeidung von Hierarchiekonflikten kennen. Beim Anblick ihrer Folie zum Part-of-speech-Tagging, bei dem hinter jedem Wort mit Schrägstrich getrennt als Tag die Wortart spezifiziert wird, wurde manchen schwindelig. Wie speziell ist das und was können Historiker/innen damit anfangen? Wir kehren zur Diskussion &#8222;was auszeichnen?&#8220; zurück und zur Konzentration auf die eigene Forschungsfrage, freilich ohne die Edition für andere Forschungsfragen etwa durch eine nicht-gekennzeichnete Harmonisierung von Schreibweisen unbrauchbar zu machen.<br /></p> <p>Schließlich ging es mit dem Hands-on-Teil weiter und wir arbeiteten an unseren eigenen Dokumenten in Kleingruppen. Der Teufel steckt natürlich im Detail und je tiefer man einsteigt, umso komplexer wird es. Wohin etwa mit einer Namensliste, in der ein &lt;persName&gt; den Link zur GND, zu VIAF oder zu ISNI oder eine URI für die GeoNames enthalten soll? Header, Front oder Back?</p> <figure class="wp-block-image"><img src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/10/DomEI8oXoAA9se6.jpg-small.jpg" alt="" class="wp-image-4713" srcset="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/DomEI8oXoAA9se6.jpg-small.jpg 680w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/DomEI8oXoAA9se6.jpg-small-300x225.jpg 300w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/DomEI8oXoAA9se6.jpg-small-500x375.jpg 500w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /><figcaption>Diskussion in der Gruppe: wo kommt das Element hin?</figcaption></figure> <blockquote class="wp-block-quote"><p>The jury might still be out? I think another related question about <a href="https://twitter.com/hashtag/front?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#front</a> bs <a href="https://twitter.com/hashtag/back?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#back</a> came up and <a href="https://twitter.com/hashtag/back?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#back</a> won? <a href="https://twitter.com/AndreaGHofmann?ref_src=twsrc%5Etfw">@AndreaGHofmann</a> <a href="https://twitter.com/van_de_Light?ref_src=twsrc%5Etfw">@van_de_Light</a> <a href="https://twitter.com/Mareike2405?ref_src=twsrc%5Etfw">@Mareike2405</a> ? <a href="https://twitter.com/hashtag/dhmasterclass?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#dhmasterclass</a> <a href="https://t.co/CTo5ONGVo2">pic.twitter.com/CTo5ONGVo2</a> — Viola Wiegand (@violawiegand) <a href="https://twitter.com/violawiegand/status/1047513688813580289?ref_src=twsrc%5Etfw">October 3, 2018</a></p></blockquote> <p>Die Gruppen finden dafür unterschiedliche Lösungen &#8211; teils unter Einbezug von Hinweisen nichtanwesender Twitterstorians &#8211; und wir lernen nicht nur die immer wieder wundersame Untertützung der Scientific Community über Twitter kennen, sondern auch, dass unterschiedliche Lösungen durchaus in Ordnung sein können… eben in Abhängigkeit von der eigenen Forschungsfrage, des Workflows (ob alleine oder in Gruppe) UND solange alle Entscheidungen transparent dokumentiert werden. Ein gutes Beispiel dafür ist die Dokumentation der <a href="https://www.berliner-intellektuelle.eu/about?de">editorischen Richtlinien</a> in Anne Baillots Edition der Berliner Intellektuellen um 1800. Von dort schauen wir uns auch ab, die Indizes als jeweils eigene XML/TEI-Datei anzulegen. <br /></p> <p>____<br /></p> <h4>Zu den einzelnen Tagen der Master Class Digital Humanities siehe auch:</h4> <figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-digital-humanities-am-dhip wp-has-aspect-ratio wp-embed-aspect-1-1"><div class="wp-block-embed__wrapper"> <blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="27y2TxxbV9"><a href="https://dhdhi.hypotheses.org/4365">Network Mapping, Prousts Madeleine und Pommes Schranke &#8211; #dhmasterclass Tag 1</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted" src="https://dhdhi.hypotheses.org/4365/embed#?secret=27y2TxxbV9" data-secret="27y2TxxbV9" width="500" height="282" title="&#8222;Network Mapping, Prousts Madeleine und Pommes Schranke &#8211; #dhmasterclass Tag 1&#8220; &#8212; Digital Humanities am DHIP" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe> </div></figure> <p><blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="ByJyb6YpKK"><a href="https://dhiha.hypotheses.org/2405">Corpus, transcriptions, et joies du pad &#8211; deuxième journée de #dhmasterclass</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted" src="https://dhiha.hypotheses.org/2405/embed#?secret=ByJyb6YpKK" data-secret="ByJyb6YpKK" width="500" height="282" title="&#8222;Corpus, transcriptions, et joies du pad &#8211; deuxième journée de #dhmasterclass&#8220; &#8212; Digital Humanities à l&#039;Institut historique allemand" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p> <ol class="footnotes"><li id="footnote_0_4557" class="footnote">Schöch, Christof: „Ein digitales Textformat für die Literaturwissenschaft. Die Richtlinien der Text Encoding Initiative und ihr Nutzen für Textedition und Textanalyse“, <em>Romanische Studien</em> 4 (2016), S. 325–364, <a href="http://www.romanischestudien.de/index.php/rst/article/view/58">http://www.romanischestudien.de/index.php/rst/article/view/58</a>.</li></ol> Anregungen für die Korpuslinguistik & -stilistik: #dhmasterclass https://dhdhi.hypotheses.org/4613 Digital Humanities am DHIP urn:uuid:cb70ef5a-f0b1-4312-9d3b-ba3652984136 Tue, 09 Oct 2018 08:53:39 +0000 Von der #DHMasterclass am DHI bin ich mit vielen Eindrücken zurückgekehrt. Hier möchte ich auf Themen näher eingehen, die mich besonders angesprochen haben. Das waren speziell das kollaborative Konzept der Veranstaltung sowie konkrete methodische&#46;&#46;&#46; <p>Von der <a href="https://twitter.com/hashtag/dhmasterclass?src=hash">#DHMasterclass</a> am <a href="https://www.dhi-paris.fr/">DHI</a> bin ich mit vielen Eindrücken zurückgekehrt. Hier möchte ich auf Themen näher eingehen, die mich besonders angesprochen haben. Das waren speziell das kollaborative Konzept der Veranstaltung sowie konkrete methodische Anregungen, die für meine Arbeit als Korpuslinguistin (am <a href="https://www.birmingham.ac.uk/schools/edacs/departments/englishlanguage/research/projects/clic/index.aspx">CLiC Projekt</a> des <a href="https://www.birmingham.ac.uk/research/activity/corpus/index.aspx">Centre for Corpus Research,</a> Universität Birmingham) besonders interessant sind.</p> <h2 id="mce_11">Interdisziplinärer und -nationaler Dialog</h2> <ul class="wp-block-gallery alignright columns-1 is-cropped"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/10/IMG_3535-e1538989518286.jpg" alt="" data-id="4914" data-link="http://dhdhi.hypotheses.org/?attachment_id=4914" class="wp-image-4914" srcset="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/IMG_3535-e1538989518286.jpg 3860w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/IMG_3535-e1538989518286-300x180.jpg 300w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/IMG_3535-e1538989518286-768x461.jpg 768w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/IMG_3535-e1538989518286-500x300.jpg 500w" sizes="(max-width: 3860px) 100vw, 3860px" /></figure></li></ul> <p>Das <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/3257">&#8222;THATcamp-ähnliche Format&#8220; der Masterclass</a> hat mir sehr gut gefallen. Es gab viel Teamarbeit und spontanes &#8222;hands-on&#8220; Ausprobieren von Methoden mit authentischen Daten von Teilnehmenden. Zudem hat die Zusammensetzung der Gruppe den Dialog über interdisziplinäre und internationale Grenzen hinweg ermutigt. So waren unter anderem die Bereiche Geschichte, Germanistik, Lyrik, Anglistik, Korpuslinguistik, aber auch historische Gedenkstätten und Archive vertreten.</p> <p>Besonders interessant war es für mich, einen Einblick in diverse Projekte zu gewinnen. In meiner eigenen Erfahrung mit korpuslinguistischen Projekten besteht die anfängliche Herausforderung oft darin, ein möglichst geeignetes Korpus für die bestehende Forschungsfrage zu identifizieren oder ein Korpus aus relevanten elektronischen Texten zusammenzustellen. Währenddessen hatten viele Master Class Teilnehmende Zugang zu Primärdaten, die noch digitalisiert werden müssen. Das Digitalisieren dieser Dokumente kann daher einen wichtigen Teil dieser Projekte einnehmen.</p> <ul class="wp-block-gallery alignright columns-1 is-cropped"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/10/framapad.png" alt="" data-id="4973" data-link="http://dhdhi.hypotheses.org/?attachment_id=4973" class="wp-image-4973" /><figcaption><strong>Ein Ausschnitt vom Framapad</strong></figcaption></figure></li></ul> <p>Die Erkenntnisse der Präsentationen und Diskussionen während der Master Class haben wir gemeinschaftlich in einem Online Texteditor auf einem eigens angelegten &#8222;Pad&#8220; festgehalten (in diesem Falle wurde die französische Software <a href="https://framapad.org/en/">Framapad</a> genutzt &#8211; aber es gibt weiter Anbieter wie z.B. <a href="http://">Etherpad</a>). Das kooperative Schreiben von  Stichpunkten, Kommentaren und Links zu weiterführenden Quellen bietet eine Plattform für den Austausch von Ideen während der Veranstaltung. Zugleich entsteht ein wertvolles Dokument – denn obwohl das Pad nach ein paar Monaten automatisch gelöscht wird, lässt es sich zum Glück exportieren. In diesem Sinne fungiert das Pad als gemeinschaftliches, dynamisches Arbeitsblatt, und ich plane, es künftig in meine eigene Lehre einzusetzen.</p> <h2>Methodische Anregungen</h2> <p>In der Masterclass haben wir das <a href="https://transkribus.eu/Transkribus/">Transkribus Tool</a> ausprobiert, um handschriftliche Texte zu transkribieren. Der transkribierte Text kann dann exportiert werden, so dass man mit einem XML Text Editor wie <a href="https://www.oxygenxml.com/download.html">Oxygen</a> besondere Merkmale des Originaldokuments – wie z.B. Überschriften, Unterstreichungen, Marginalien – im elektronischen Text annotieren kann. So ergeben sich Möglichkeiten der Analyse, die mit einfachen Textdokumenten nicht zu bewerkstelligen sind.</p> <p><a href="http://www1.ids-mannheim.de/direktion/personal/witt.html">Andreas Witt</a> hat in seinem Vortrag über das Erstellen von Korpora betont wie wichtig es ist, sich frühzeitig mit rechtlichen Hürden hinsichtlich des Urheberrechts under Persönlichkeitsrechte zu befassen. Seine Präsentation deutete auf die vielen Möglichkeiten der Korpusanalyse auf verschiedenen Mikro- und Makroebenen hin. So kann, auf der Mikroebene, eine Suchanfrage in einem Korpus auf einem bestimmten Wort oder einem &#8222;regulären Ausdruck&#8220; bestehen, oder die Analyse ausschließlich auf Makrotrends fixiert sein, wie es z.B. im &#8222;<a href="https://books.google.co.uk/books?id=YKMCy9I3PG4C&amp;lpg=PP1&amp;pg=PP1#v=onepage&amp;q&amp;f=false">Distant Reading</a>&#8220; der Fall ist.</p> <p>Viel Interesse bestand am Thema &#8222;Named Entity Recognition&#8220;, welches von <a href="https://www.researchgate.net/profile/Ioana_Galleron">Ioana Galleron</a> angesprochen wurde. Sie demonstrierte die Methode mit dem <a href="http://apps.lattice.cnrs.fr/sem/">SEM Tool</a>. Prinzipiell ermittelt dieses Tool &#8222;genannte Entitäten&#8220; aus den Kategorien Personen, literarischer Charaktere, Orte, Organisationen, Firmen und Produkte. Perfekt funktioniert das automatisiert leider nicht, aber es bietet zumindest einen guten Einstieg. Galleron und ihre Kollegen sind zuletzt der <a href="https://dh2018.adho.org/spotting-the-character-how-to-collect-elements-of-characterisation-in-literary-texts/">Erkennung von literarischen Charakteren</a> nachgegangen und annotieren die Texte dafür mit XML/TEI.</p> <h2>Dokumentieren &amp; Teilen</h2> <p>Zum Ende der Woche widmete sich das Programm der Frage, wie Forschungsprozesse disseminiert aber auch systematisch festgehalten werden können. Ziel der (DH)Forschung ist oft nicht nur, andere Geisteswissenschaftler*innen zu erreichen, sondern auch die Öffentlichkeit zu erreichen und einzubinden. <a href="https://www.c2dh.uni.lu/people/anita-lucchesi">Anita Lucchesi</a> hat uns das Konzept der (Digital) <a href="https://docupedia.de/zg/Zuendorf_public_history_v2_de_2016">Public History</a> näher gebracht und die Chance gegeben, unser eigenes kleines Projekt zu starten. Es war faszinierend zu sehen, wie schnell die drei Gruppen interaktive Webpräsenzen mit den Tools <a href="https://storymap.knightlab.com/">StoryMap</a>, <a href="https://timeline.knightlab.com/">Timeline</a> und <a href="https://www.historypin.org/en/">historypin</a> auf die Beine stellten.</p> <figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper"> <blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="en" dir="ltr">Group work for creating a digital public history publication <a href="https://twitter.com/hashtag/dhmasterclass?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#dhmasterclass</a> 45 min to go. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/11/72x72/1f913.png" alt=" @LyrikFNZ: Ein Public History Projekt entsteht #dhmasterclass https://dhdhi.hypotheses.org/4602 Digital Humanities am DHIP urn:uuid:88c9c4e7-9881-7dd5-92a4-e09af22ab069 Sun, 07 Oct 2018 08:43:49 +0000 &#8222;Ach Liebste, lass uns eilen, / Wir haben Zeit: / Es schadet das Verweilen / Uns beiderseit.&#8220; Wie im Flug ist eine ereignisreiche Woche #dhmasterclass am DHI in Paris an uns vorbeigeeilt &#8211; samt&#46;&#46;&#46; <p class="has-drop-cap"><span style="margin: 0px;color: #14171a;line-height: 107%;font-family: 'Times New Roman',serif;font-size: 12pt"><a href="https://www.deutschelyrik.de/index.php/ach-liebste-lass-uns-eilen.511.html">&#8222;Ach Liebste, lass uns eilen, / Wir haben Zeit: / Es schadet das Verweilen / Uns beiderseit.</a>&#8220; </span><span style="margin: 0px;color: #14171a;line-height: 107%;font-family: 'Times New Roman',serif;font-size: 12pt">Wie im Flug ist eine ereignisreiche Woche <a href="https://twitter.com/search?q=%23dhmasterclass&amp;src=typd">#dhmasterclass</a> am <a href="https://www.dhi-paris.fr/home.html">DHI</a> in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paris">Paris </a>an uns vorbeigeeilt &#8211; samt l’amitie franco-allemande, meist strahlendem Sonnenschein, gutem Essen und vielen neuen Eindrücken &#8211; und nicht zuletzt einem tollen Programm und einer wunderbaren Organisation, die keine Wünsche offengelassen hat. Jetzt verstreut es uns wieder in alle Himmelsrichtungen, und bevor ich Paris schweren Herzens verlasse, ziehen die letzten Tage nochmal an meinem inneren Auge vorbei. </span><span style="margin: 0px;color: #14171a;line-height: 107%;font-family: 'Times New Roman',serif;font-size: 12pt">Als DH-Beginnerin war vieles für mich in der letzten Woche neu, manches erstmal ein böhmisches Dorf und oft hat der Kopf geraucht. Vielleicht lag das auch daran, dass ich versucht habe,  gleichzeitig live zu <a href="https://twitter.com/andreaghofmann?lang=de">twittern</a>, dem <a href="https://semestriel.framapad.org">framapad</a> und dem Gespräch zu folgen – Multitasking ist super!</span></p> <p><span style="margin: 0px;color: #14171a;line-height: 107%;font-family: 'Times New Roman',serif;font-size: 12pt"> </span><span style="margin: 0px;color: #14171a;line-height: 107%;font-family: 'Times New Roman',serif;font-size: 12pt"><a href="https://transkribus.eu/Transkribus/">Transkribus</a> ist mein neues Lieblingstool. Für mein Habilitationsprojekt <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/4061"><em>Zwischen Heimatfront und Schlachtfeld – „Kriegsbilder“ in protestantischen Predigten und Andachtsschriften des Ersten Weltkriegs</em></a> werte ich Pfarrernachlässe aus, manche schwer lesbar. Handschriften zu transkribieren dauert ewig. Da wird mir Transkribus eine große Hilfe sein, wenn mein eigenes Model mal trainiert ist. Ideen für Folgeprojekte entstehen in meinem Kopf, beflügelt durch die Pariser Luft und viele Gespräche &#8211; eine digitale Edition von Kriegspredigten könnte ich machen und überhaupt sollen auch andere von den Daten profitieren können, die ich gesammelt habe. </span></p> <p><span style="margin: 0px;color: #14171a;line-height: 107%;font-family: 'Times New Roman',serif;font-size: 12pt">Total inspirierend war dazu die Einführung in die <a href="https://twitter.com/alucchesi">Digital Public History</a> – wir haben Ideen gesponnen, Tools ausprobiert und Projekte kreiert. Die Studierenden der #dhmasterclass hätten gern mehr Digital Public History in der Lehre. Verstehe ich total und werde in nächster Zeit darüber nachdenken – wie kann ich das sinnvoll mit den vielen „analogen“ Kompetenzen verbinden, die man gerade im Proseminar auch noch vermitteln muss? </span></p> <p><span style="margin: 0px;color: #14171a;line-height: 107%;font-family: 'Times New Roman',serif;font-size: 12pt">Tja, und dann kam der Empfang am Donnerstagabend am DHI mit leckeren Häppchen und ausgelassener Stimmung. <a href="https://twitter.com/van_de_Light">Joana</a> und ich sind beide große Fans von frühneuzeitlicher Lyrik. Bevor wir so richtig gemerkt haben, was passiert, hat <a href="https://twitter.com/Mareike2405">Mareike</a> uns Twitter für Fortgeschrittene beigebracht (<a href="http://tweetdeck.twitter.com/">Tweetdeck</a> hat mir noch gefehlt zum Glück) und plötzlich hatten wir einen neuen Twitteraccount <a href="https://twitter.com/LyrikFNZ">@LyrikFNZ</a>. Ab jetzt wollen wir regelmäßig frühneuzeitliche Lyrik twittern. Die Followerzahlen sind dank unserer Multiplikatorin Mareike schon am ersten Abend in erstaunliche Höhen gestiegen und erste Kolleg*innen haben sich gemeldet, die ihre Lieblingsgedichte auch <a href="https://twitter.com/auto_chirp">über unseren Account teilen wollen</a>. Unser eigenes Digital Public History Project ist entstanden! Wo wird das alles hinführen und was würde <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Fleming">Paul Fleming</a> dazu sagen? Vielleicht das hier: </span></p> <blockquote class="wp-block-quote"> <p><a href="https://www.mumag.de/gedichte/fle_p.html" target="_blank" rel="noopener">„Was klagt, was lobt man noch?  / Sein Unglück und sein Glücke / ist ihm ein jeder selbst. / Schau alle Sachen an: / dies alles ist in dir. / Laß deinen eitlen Wahn, / und eh du fürder gehst, / so geh in dich zurücke. / Wer sein selbst Meister ist / und sich beherrschen kann, / dem ist die weite Welt / und alles untertan.&#8220; </a></p> </blockquote> “Les communautés de deuil” https://grandeguerre.hypotheses.org/2384 La Grande Guerre urn:uuid:c7b8b8d5-94b7-2176-1c46-f9ff73fae031 Thu, 04 Oct 2018 12:32:34 +0000 Prochaine conférence dans le cadre de “Les sorties de guerre. France, Allemagne, Europe 1917-1923”, cycle organisé conjointement par l’Institut historique allemand et la Mission du centenaire de la Première Guerre mondiale (vers le programme). Stéphane Audoin-Rouzeau (École des hautes&#46;&#46;&#46; <p>Prochaine conférence dans le cadre de “Les sorties de guerre. France, Allemagne, Europe 1917-1923”, cycle organisé conjointement par l’Institut historique allemand et la Mission du centenaire de la Première Guerre mondiale (vers le <a href="http://www.dhi-paris.fr/fileadmin/user_upload/DHI_Paris/05_Veranstaltungen/01_Vortrag/2018/2018_Sorties_de_Guerre_Flyer_2018_web_Final.pdf">programme</a>).<span id="more-2384"></span></p> <p><strong>Stéphane Audoin-Rouzeau</strong> (École des hautes études en sciences sociales) étudiera <strong>Le deuil personnel après la Grande Guerre</strong>. Les historiens, depuis longtemps, se sont focalisés sur le deuil collectif induit par la mort de masse pendant la Grande Guerre, ainsi que sur toutes les manifestations de ce dernier. Mais ils se sont peu intéressés au deuil personnel, tel qu&#8217;il a été vécu au sein des familles, et éprouvé, littéralement, par les acteurs sociaux. Une &#8220;histoire du sensible&#8221; peut-elle approcher de la douleur de la perte ? Par quels moyens ? Avec quelles sources ? Pour quels effets de connaissance et d&#8217;intelligibilité? C&#8217;est à de telles questions que cette intervention voudrait tenter de répondre.</p> <p><strong>Silke Fehlemann</strong> (université Düsseldof) reviendra sur le thème <strong>Souvenir, deuil et représentations. Cultures de mémoire pendant la République de Weimar</strong>. Pendant la Première Guerre mondiale, la question du deuil provoqué par les morts des combats est débattue publiquement. Le régime d’un deuil profond et silencieux devient alors le compromis pour réconcilier aussi bien la tristesse et le sentiment de perte ainsi que les paroles de jusqu’au-boutisme de la société en guerre. L’image du deuil <a href="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/546/files/2018/10/1280px-Steinlen_La_Gloire_1915.jpeg"><img class=" wp-image-2403 alignleft" src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/546/files/2018/10/1280px-Steinlen_La_Gloire_1915-300x220.jpeg" alt="" width="410" height="301" srcset="https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/10/1280px-Steinlen_La_Gloire_1915-300x220.jpeg 300w, https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/10/1280px-Steinlen_La_Gloire_1915-768x563.jpeg 768w, https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/10/1280px-Steinlen_La_Gloire_1915-500x367.jpeg 500w, https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/10/1280px-Steinlen_La_Gloire_1915.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 410px) 100vw, 410px" /></a>silencieux reste intacte pendant la République de Weimar, excluant le deuil des familles de l’espace public. Cela contribue, parmi d’autres facteurs, à une marginalisation politique des survivants, n’ayant que peu de place dans les cérémonies locales. La mémoire est surtout militaire et masculine, alors que la société civile a lourdement contribué à l’effort de guerre.<br /> La vague de souvenir vers la fin des années 1920 provoque en revanche une conjoncture de récits et de mémoires militaires aussi bien que civiles. S’affirment alors deux tendances différentes. Socio-démocrates et libéraux de gauche défendent le principe d’un deuil sans héroïsation, alors qu’au sein de la bourgeoisie nationaliste-conservatrice s’impose une lecture idéalisant les soldats morts pour la patrie. Les national-socialiste, fascinés par la guerre et tenant un discours imprégné de métaphores de combat, reprennent cette dernière interprétation pour se mettre en scène comme un mouvement de salut, capable de guérir les blessures de la défaite.</p> <p><strong>Date</strong>: 9 octobre 2018, 18h30</p> <p><strong>Lieu</strong>: Institut historique allemand (8 rue du Parc-Royal, 75003 Paris), réservation: event@dhi-paris.fr.</p> <p>Image: Théophile Alexandre Steinlen, (1859-1923), La Gloire. Veuves de Poilus, Première Guerre mondiale (1914-1918), Estampe, 1915. Source gallica.bnf.fr/ Bibliothèque nationale de France. Public domain.</p> Tage der Gefahr #dhmasterclass https://dhdhi.hypotheses.org/4493 Digital Humanities am DHIP urn:uuid:0dcacbc9-c541-6819-7ca8-42e0c60ef227 Wed, 03 Oct 2018 10:04:01 +0000 Unter dem Titel &#8222;Tage der Gefahr&#8220; veröffentlichte der Musikschriftsteller Friedrich Rochlitz ein Brieftagebuch mit seinen Kriegserlebnissen als Zivilist im Oktober 1813 in Leipzig (Collage: MDZ+Wikimedia) Leipzig, Anfang Oktober 1813. Zwischen Napoléons Grande Armée und&#46;&#46;&#46; <figure class="wp-block-image"><img src="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/post_1.png" alt="" class="wp-image-4497" srcset="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/post_1.png 778w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/post_1-300x175.png 300w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/post_1-768x447.png 768w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/post_1-500x291.png 500w" sizes="(max-width: 778px) 100vw, 778px" /><figcaption>Unter dem Titel &#8222;Tage der Gefahr&#8220; veröffentlichte der Musikschriftsteller Friedrich Rochlitz ein Brieftagebuch mit seinen Kriegserlebnissen als Zivilist im Oktober 1813 in Leipzig (Collage: MDZ+Wikimedia)</figcaption></figure> <p>Leipzig, Anfang Oktober 1813. Zwischen Napoléons Grande Armée und einer Koalition der alliierten Truppen von Preußen, Russland, Österreich und Schweden bahnt sich ein Gefecht bislang ungekannten Ausmaßes an. Zweihunderttausend französische Soldaten nehmen ihre Stellung in der Stadt und im Umland ein, während die Gegenseite ihre dreihundertfünfzigtausend Mann konzentrisch heranzieht. Unabhängig von den Sorgen über den Ausgang des nunmehr fast unausweichlichen Schlachtgeschehens umtreibt die Einwohner Leipzigs jetzt vor allem die eine existenzielle Frage: Werden sich die Kämpfe womöglich inmitten der Stadt abspielen, oder wird Leipzig von Tod und Zerstörung verschont bleiben?</p> <p>Bereits zu diesem Zeitpunkt ist die Versorgungssituation desolat. Die Lebensmittelvorräte sind so gut wie aufgebraucht und der Brotpreis steigt ins Absurde. Tausende Kranke und Verwundete aus vorherigen Kämpfen der französischen Armee sind in Großlazaretten vor der Stadt oder in der umfunktionierten Thomaskirche untergebracht. Der Nachrichtenverkehr wird streng kontrolliert, stattdessen machen um so mehr Gerüchte die Runde.</p> <p>Der Leipziger Musikkritiker <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Rochlitz" target="_blank">Friedrich Rochlitz</a> (1769–1842), Gründer und Redakteur der einflussreichen &#8222;Allgemeinen musikalischen Zeitung&#8220;, erlebte das Geschehen aus nächster Nähe mit. Wie wohl viele andere auch verbrachte Rochlitz die Nächte größtenteils schlaflos. Als Schriftsteller begegnete er seiner Angst mit dem Federkiel und verfasste einen Brief an einen Freund in Dresden, in dem er ausführlich über das Erlebte berichtete. Da der Postverkehr unterbunden war und er den Brief nicht versenden konnte, wurde der Brief Tag um Tag länger – und erlangte bald den Charakter eines Tagebuchs.</p> <p>Insbesondere die vier Tage des Schlachtgeschehens vom 16. bis zum 19. Oktober 1813 schilderte Rochlitz mit emotionaler Sprache und oft betrüblichen, drastischen oder entsetzenden Szenen, denen er direkt beigewohnt hatte. Ein Pferd, das vor Erschöpfung tot zusammenbricht. Ein zweijähriges Mädchen, dem ein Granatsplitter den Arm zerfetzt. Der sächsische König, der sich im Schloss verschanzt. Eine Kanonenkugel, die zum einen Fenster hinein und zum anderen wieder hinausfliegt. Napoleon, der nervös mit Fernrohr und Tabakdose hantiert. Eine Frau, die mutig einen Blindgänger entschärft. Lazarette, die mitsamt ihren Insassen niederbrennen.</p> <p>Rochlitz und seine Familie hatten Glück. Von schweren materiellen Verlusten abgesehen, blieben sie alle am Leben und bei Gesundheit. Endlich konnte auch das umfangreiche Konvolut, das in den Kriegstagen entstanden war, dem Freund in Dresden zugestellt werden. Offenbar beeindruckte es den Empfänger so sehr, dass dieser den Brief auch anderen zu lesen gab. Vielleicht durch persönliche Rückmeldungen ermutigt, entschloss sich Rochlitz drei Jahre später zur <a href="https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10604517_00185.html?zoom=0.5" target="_blank">Veröffentlichung</a>, für die er ebenfalls anerkennende Reaktionen erntete.</p> <p>Rochlitz war bewusst, dass seine Leser die Unmittelbarkeit seiner Schilderungen am meisten beeindruckte. Die Authentizität macht auch heute noch den Wert seines Brieftagebuchs aus. In dieser Hinsicht drängt sich eine Gegenüberstellung mit Autobiografika anderer Autoren oder aus späteren Kriegen auf, die mit einer größeren, repräsentativen Textsammlung auch korpusorientiert angegangen werden kann. Ebenso erscheint die Erschließung der Nachbearbeitungen und Neukontextualisierungen, die das Manuskript sowohl durch Rochlitz selbst als auch in postumen Auflagen von 1850, 1904, 1912–1918 etc. erlebte, und deren Aufbereitung als textgenetische Edition für eine kritische Leserschaft lohnenswert.</p> <p>Dazu mehr dazu im anschließenden Blogpost!</p> Corpus, transcriptions, et joies du pad – deuxième journée de #dhmasterclass https://dhiha.hypotheses.org/2405 Digital Humanities à l'Institut historique allemand urn:uuid:0c6265f4-0416-db43-428f-4db84b18f698 Tue, 02 Oct 2018 19:31:04 +0000 Pour cette deuxième édition, la master class franco-allemande à l&#8217;Institut Historique Allemand a une saveur particulièrement douce pour moi. L&#8217;année passée, je venais juste de prendre mes fonctions en tant que professeur lors que&#46;&#46;&#46; <p>Pour cette deuxième édition, la <a href="https://dhiha.hypotheses.org/2088">master class franco-allemande à l&rsquo;Institut Historique Allemand</a> a une saveur particulièrement douce pour moi. L&rsquo;année passée, je venais juste de prendre mes fonctions en tant que professeur lors que s&rsquo;est tenue <a href="https://dhiha.hypotheses.org/1860">la première master class</a>. Mon expérience de l&rsquo;enseignement des années précédentes était alors plutôt clairsemée et largement orientée vers la formation continue: il n&rsquo;y avait donc pour moi rien de plus normal que de s&rsquo;adresser à des chercheurs motivés et disposés à tirer le maximum de leur semaine de master class.</p> <p>Un an plus tard, j&rsquo;arrive avec toute une année universitaire « normale » dans le sac à dos: des cours d&rsquo;allemand pour non-spécialistes, des cours de master de tronc commun pour anglicistes, germanistes, hispanistes et étudiants de Lettres, des cours de civilisation et de littérature allemandes niveau licence comme niveau master pour un public manquant complètement de la culture générale que j&rsquo;avais jusque là toujours présupposée chez un public d&rsquo;université&#8230; en un an, j&rsquo;ai déployé tant d&rsquo;énergie et de stratégies pour tirer, pousser, animer, construire, éveiller, former, que le délice de retrouver un public de master class en est encore plus savoureux. Tous les dispositifs que l&rsquo;on peut proposer fonctionnent, les participants sont ravis de transformer toute forme d&rsquo;échange en terreau de discussion fertile, en moyen d&rsquo;élever le débat, en occasion d&rsquo;aller encore plus loin.</p> <p>Non qu&rsquo;animer la master class ne demande aucun effort, entendons-nous bien. Il faut rester à l&rsquo;écoute du pouls du groupe, en écoutant, en regardant, en donnant la parole, en suivant les <a href="https://twitter.com/search?q=%23dhmasterclass" target="_blank">tweets</a>. Et il faut être sûr de ne perdre personne en route, ce qui n&rsquo;est pas forcément évident avec un groupe linguistiquement hétérogène. Inévitablement, la balance penche parfois plus du côté de l&rsquo;allemand, parfois plus du côté du français, et il faut s&rsquo;assurer qu&rsquo;aucun participant ne décroche. J&rsquo;ai donc passé aujourd&rsquo;hui l&rsquo;essentiel de la journée à résumer en français, au fil de l&rsquo;eau, dans le pad commun, ce que les deux experts invités ont présenté à partir de supports et de présentations combinant l&rsquo;allemand et l&rsquo;anglais. Les francophones pouvaient donc suivre directement en version française et ne pas perdre trop de temps à raccrocher les wagons.</p> <p>L&rsquo;exercice n&rsquo;était pas évident dans la mesure où j&rsquo;avais aujourd&rsquo;hui moi-même beaucoup de choses à apprendre. L&rsquo;introduction d&rsquo;Andreas Witt (un de nos <a href="https://dhiha.hypotheses.org/2151" target="_blank">experts</a>) à la constitution de corpus a rassemblé des choses que j&rsquo;avais, au fil des années, fini par grapiller ici et là et reconstituer pour moi-même, mais que je n&rsquo;avais jamais embrassées de manière aussi systématique. Au delà des petites finesses disciplinaires, qui ont sans doute rendu un peu rugueux le propos d&rsquo;Andreas pour les historiens (par exemple autour de la notion de modèle, B-A BA pour les uns et hyperabstraction pour les autres), tous ceux qui étaient dans la salle aujourd&rsquo;hui sont, avec ce qu&rsquo;il a présenté, désormais engagés sur des rails numériques solides. Andreas Witt a répondu de manière tout à fait claire à la question de savoir comment s&rsquo;engager dans une recherche en humanités numériques basée sur du texte: en amont du plan de gestion de données, en amont du choix des langages et des standards, en amont des parti-pris d&rsquo;annotation, il a montré qu&rsquo;il y a la réflexion à mener sur la constitution du corpus, que l&rsquo;on peut certes résumer à quelques éléments simples (définir le contenu, la langue, les métadonnées, l&rsquo;annotation, la situation légale propre aux données), mais ces simples éléments permettent en réalité d&#8217;emblée d&rsquo;aller au coeur du modèle de données, et de s&rsquo;engager sur la voie de l&rsquo;interprétation par le modèle de données. Cette approche de la constitution de corpus avait ceci d&rsquo;exemplaire qu&rsquo;elle a mis en oeuvre à la fois une très grande disponibilité des outils conceptuels de la linguistique à des recherches non proprement linguistiques et une très grande disponibilité de chercheurs en humanités numériques (ou chercheurs <em>in spe</em>) <em>a priori</em> pas du tout linguistes à l&rsquo;outillage linguistique. Donc une démonstration par l&rsquo;exemple que linguistique et humanités numériques peuvent parfaitement se rejoindre non pas juste pour brasser quantités de lemmes et de segments, mais pour penser la constitution de l&rsquo;objet de recherches en humanités numériques.</p> <p>L&rsquo;objectif de la master class étant de suivre harmonieusement le<em> workflow</em> du travail numérique sur des ressources textuelles, j&rsquo;avoue que j&rsquo;ai trouvé cette journée particulièrement réussie parce qu&rsquo;elle n&rsquo;a pas grillé les étapes, mais vraiment pris les choses dans l&rsquo;ordre, du début, et de manière extrêmement serrée pour aborder la suite. Le travail sur la constitution de corpus avec Andreas Witt a permis d&rsquo;ouvrir la porte &#8211; à travers laquelle tout le monde s&rsquo;est rué en deuxième partie de journée!</p> <p>La deuxième partie de la journée était en effet très, très attendue par les participants, qui ne disposent dans l&rsquo;ensemble pas de texte électronique pour mener à bien leur recherche, mais au mieux d&rsquo;images des artefacts comportant le texte sur lequel ils travaillent (manuscrits, tapuscrits, livres). Tobias Hodel est donc arrivé <a href="https://read.transkribus.eu/">avec le projet READ et Transkribus</a> en terrain conquis (sa présentation est disponible <a href="https://www.slideshare.net/thfalcon/read-presentation-for-the-dhmasterclass18-at-the-dhi-paris">ici</a>). Les dieux de la technologie étant avec nous (en particulier la Nemesis de l&rsquo;Internet, qu&rsquo;il vaut mieux ne pas fâcher dans ce genre de contexte et à laquelle je suis prête à sacrifier des caramels mous si nécessaire pour qu&rsquo;elle nous reste favorable), il a été possible de procéder à du travail sur pièces &#8211; et alors, les questions ont fusé: peut-on faire ceci, où sauvegarder cela, que faire avec les formats de sortie&#8230;</p> <p>De notre workflow, nous avons donc grimpé les deux premières marches: pensé le corpus et élaboré le texte brut (du moins en théorie). Demain, il s&rsquo;agira d&rsquo;enrichir le texte, après-demain de le publier et de le valoriser, et pour finir, de réfléchir sur les bonnes pratiques rencontrées en route: autant de choses qu&rsquo;il m&rsquo;a fallu, il y a 8 ans de cela, bien 18 mois pour rassembler dans les grandes lignes. Et que nous condensons en 5 jours. </p> <p></p> <p></p> <p></p> Network Mapping, Prousts Madeleine und Pommes Schranke – #dhmasterclass Tag 1 https://dhdhi.hypotheses.org/4365 Digital Humanities am DHIP urn:uuid:2754ecf8-d3e7-d625-8027-9b9a95720517 Tue, 02 Oct 2018 13:18:34 +0000 Wir beginnen mit dem „Wetterbericht“ – ein Ritual, das sich bei der ersten Master Class Digital Humanities eingebürgert hatte: die eigene Geistes- und Gefühlslage in Bezug auf das, was kommt (oder auch was war)&#46;&#46;&#46; <figure class="wp-block-image"><img src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/10/masterclass18.jpg" alt="" class="wp-image-4386" srcset="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass18.jpg 2016w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass18-300x225.jpg 300w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass18-768x576.jpg 768w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass18-500x375.jpg 500w" sizes="(max-width: 2016px) 100vw, 2016px" /></figure> <p>Wir beginnen mit dem „Wetterbericht“ – ein Ritual, das sich bei der ersten Master Class Digital Humanities eingebürgert hatte: die eigene Geistes- und Gefühlslage in Bezug auf das, was kommt (oder auch was war) in eine Wettersprache übersetzen. Bei fast allen war es sonnig und heiter an Tag 1 der <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/3349">Deutsch-Französischen Master Class am DHI</a>, was auch dem tatsächlichen Wetter in Paris entsprach. Bei der Vorstellungsrunde der <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/3493">Teilnehmenden</a> und Projekte wird es spannend: Wo sind Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Bearbeitung von autobiographischen Texten aus Kriegen des 19. und 20. Jahrhunderts mit deutscher und französischer Beteiligung? Schon die Quellen sind sehr unterschiedlich und wir diskutieren die verschiedenen Typen autobiographischer Quellen: Tagebücher, Memoiren, Erinnerungen, Briefe (private und offene, etwa an Zeitungen), Interviews (Audio und Video), Befragungsberichte, Kalender, Fragebogen sowie in Teilen literarische Texte. Als weitere Unterscheidung kamen an Tag 2 die Klassifikation von Korpora dazu, etwa geschriebene/gesprochene Sprache, einsprachig/multilingual, linguistisch annotiert/nicht-annotiert, dynamisch/statisch, Universalkorpus/Spezialkorpus, komplett oder mit Streichen von Teilen, die legale Problem bereiten können etc. So viele Unterschiede, stellen wir fest. Was uns vereint? Die Methodologie…</p> <p></p> <div class="wp-block-image"><figure class="alignleft is-resized"><img src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/10/masterclass18c-e1538483340183.jpg" alt="" class="wp-image-4401" width="345" height="460" srcset="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass18c-e1538483340183.jpg 1512w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass18c-e1538483340183-225x300.jpg 225w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass18c-e1538483340183-768x1024.jpg 768w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass18c-e1538483340183-375x500.jpg 375w" sizes="(max-width: 345px) 100vw, 345px" /></figure></div> <p>In Gruppen erarbeiten wir dann, welche Erwartungen die Teilnehmenden an die Master Class haben. Traditionell geschieht das mit einem kollaborativ erstellten Mind Map auf den Papiertischdecken, von denen drei hier abgebildet sind. Im Zentrum der erstellten Zeichnungen steht zumeist die digitale Edition oder die Texte und Daten, für deren Bearbeitung sich die Master Clässler Tools und Methoden versprechen: etwa wie man am besten vom Digitalisat zum Volltext kommt, wie man mit XML/TEI auszeichnet und wie man die eigenen Daten mit anderen vernetzen kann. Kenntnisse der Public History rund um autobiographische Quellen ist ein weiterer häufig genannter Bedarf, was gut ist, denn am Donnerstag wird dies den ganzen Tag Thema sein.</p> <p>Was wir bei der Konzeption der Master Class nicht bedacht hatten, war, dass viele der Teilnehmenden ihre autobiographischen Quellen gerne als Netzwerk darstellen und analysieren wollen. Network Mapping, nannte das Damien Accoulon, und erfand damit einen neuen Begriff, der uns sehr gut gefiel, weil er mehr bedeutet als Netzwerk Visualisierung, aber weniger als Netzwerk Analyse… also irgendwo dazwischen angesiedelt. Wir beschließen, eine Break-out-Session dazu anzubieten, vielleicht ja am Donnerstag.</p> <div class="wp-block-image"><figure class="alignright is-resized"><img src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/10/masterclass18_b.jpg" alt="" class="wp-image-4392" width="382" height="287" srcset="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass18_b.jpg 2016w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass18_b-300x225.jpg 300w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass18_b-768x576.jpg 768w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/10/masterclass18_b-500x375.jpg 500w" sizes="(max-width: 382px) 100vw, 382px" /></figure></div> <p>Im zweiten Teil des Nachmittags widmen wir uns Gemeinsamkeiten und Unterschieden in Sachen Infrastruktur in Deutschland und Frankreich, vor allem im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Datenarchivierung. Ganz grundlegend ist die zentrale Struktur in Frankreich mit den großen Infrastrukturangeboten etwa von <a href="https://www.huma-num.fr/" target="_blank" rel="noopener">Huma-Num</a> (dem französischen DARIAH) und der stark regional geprägten Landschaft in Deutschland, wo neben Playern wie DARIAH und <a href="https://www.clarin-d.net/de/">Clarin </a>zumeist lokale Bibliotheken und Datenzentren die Nachhaltigkeit von digitalen Projekten garantieren. In Sachen digitale Editionen und Infrastruktur werden genannt <a href="http://tapasproject.org/" target="_blank" rel="noopener">TAPAS Project</a>, ein weltweites Repositorium für TEI-Daten, <a href="https://textgrid.de/" target="_blank" rel="noopener">TextGRID</a>, nicht mehr aktualisiert, aber immer noch verwendbar, <a href="https://www.clarin-d.net/de/" target="_blank" rel="noopener">Clarin.de</a> für linguistische Ressourcen und als Sammlung das <a href="https://ota.ox.ac.uk/" target="_blank" rel="noopener">Oxford </a>Text Archive. Wir sprechen über Digitalisierungsprojekte rund um die Weltkriege, etwa die Angebote der Bibliothek <a href="http://www.lacontemporaine.fr/" target="_blank">La Contemporaine</a> (früher BDIC), <a href="https://gallica.bnf.fr/accueil/?mode=desktop" target="_blank">Gallica</a>, <a href="https://www.europeana.eu/portal/de/collections/world-war-I" target="_blank">European1914-1918</a>, das <a href="http://ww1lit.nsms.ox.ac.uk/ww1lit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">First World War Poetry Digital Archive</a> und andere.</p> <p>Bei den Tools rund um Editionen, Texterstellung und Textanalyse fallen die Namen <a href="https://transkribus.eu/Transkribus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Transkribus</a>, womit wir uns an Tag zwei näher auseinandersetzen wollen, außerdem <a href="https://www.etrap.eu/research/tracer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TRACER</a>, <a href="http://clic.bham.ac.uk/?" target="_blank" rel="noopener">CLiC web app: online corpus tool</a>, <a href="http://mallet.cs.umass.edu/" target="_blank" rel="noopener">MALLET</a> (für Topic Modeling), <a href="http://textometrie.ens-lyon.fr/" target="_blank" rel="noopener">TXM</a> (Textometry), <a href="http://ucrel.lancs.ac.uk/usas/" target="_blank" rel="noopener">USAS tagger</a>, <a href="http://ucrel.lancs.ac.uk/wmatrix/%20" target="_blank">UCREL Semantic Analysis System</a>, das im Wmatrix Interface verwendet werden kann und natürlich <a href="https://voyant-tools.org/" target="_blank">Voyant tools</a>. Wir reißen kurz die Wichtigkeit von Normdateien an, wie die Gemeinsame Normdatei (<a href="http://www.dnb.de/DE/Standardisierung/GND/gnd_node.html" target="_blank">GND</a>) in Deutschland oder das Virtual International Authority File (<a href="http://viaf.org/" target="_blank">VIAF</a>) auf internationaler Ebene.</p> <p>Abends geht es in das Café de la Mairie im dritten Arrondissement zum gemeinsamen Abendessen und zum Austausch über die wichtigen Dinge im Leben &#8211; zumal in Frankreich: Essen und Fußball! Wir reden Deutsch, Französisch und Englisch durcheinander. Die deutschen Teilnehmenden lernen, was es mit Prousts Madeleine auf sich hat, die französischen, was Pommes Schranke bedeutet… Als wir gegen 23h00 das Restaurant verlassen, war es draußen immer noch klar und die Sterne funkelten am Himmel. Vielversprechend für Tag 2!<br /></p> 4 octobre 2018, conférence publique de Franziska Heimburger dans le cadre de la #dhmasterclass https://dhiha.hypotheses.org/2366 Digital Humanities à l'Institut historique allemand urn:uuid:8a5b4240-232c-6c98-b000-5511b3901e56 Wed, 26 Sep 2018 15:34:06 +0000 Dans le cadre de la Master Class franco-allemande en Humanités Numériques « Approches numériques de sources autobiographiques issues des guerres », Franziska Heimburger (Sorbonne Université) donnera le 4 octobre à 18h une conférence publique intitulée Constituer&#46;&#46;&#46; <p>Dans le cadre de la <a href="https://dhiha.hypotheses.org/2088">Master Class franco-allemande en Humanités Numériques « Approches numériques de sources autobiographiques issues des guerres »</a>, Franziska Heimburger (Sorbonne Université) donnera le 4 octobre à 18h une conférence publique intitulée </p> <p><em><strong>Constituer des traductions historiques en sources pour une histoire croisée &#8211; quels outils numériques pour quelles questions ?</strong></em></p> <p>Les discussions autour du « numérique » dans nos disciplines des SHS ont souvent tendance à porter soit très abstraitement sur la transformation d&rsquo;un champ, soit sur des questions terre-à-terre de choix et d&rsquo;utilisation de différents outils.<br />Profitant du début d&rsquo;un nouveau projet à l&rsquo;échelle individuelle pour s&rsquo;insérer dans l&rsquo;espace entre ces deux extrêmes, cette conférence explore la tension et les aller-retours entre questionnement théorique et approche pratique. <br />À l&rsquo;aide de trois corpus différents centrés sur la mémoire et le témoignage de la Première Guerre mondiale, nous allons tester la portée heuristique de l&rsquo;analyse quantitative et qualitative de traductions pour l&rsquo;historien·ne. Que nous disent, par exemple, les traductions et retraductions des romans de la Grande Guerre sur la mémoire du conflit dans différentes sociétés ? Et comment s&rsquo;y prendre pour répondre à cette question ?</p> <p><strong>Franziska</strong> <strong>Heimburger</strong> est docteure en histoire contemporaine et maîtresse de conférences en civilisation britannique à Sorbonne Université. Elle s’intéresse aux rapports entre langues et histoire, au niveau théorique, mais également dans le cadre des coalitions militaires du milieu des 19e siècle jusqu’à la Première Guerre mondiale. Elle anime depuis 2009 avec Émilien Ruiz le blog <a href="http://www.boiteaoutils.info/">La boîte à outils des historiens</a> et enseigne les outils quantitatifs et numériques au niveau licence et master à Sorbonne Université et à Sciences Po Paris. Twitter: <a href="https://twitter.com/@FHeimburger" target="_blank" rel="noreferrer noopener">@FHeimburger</a>. </p> <p>La conférence est ouverte au public. Elle se tient à l&rsquo;Institut Historique Allemand, 8 rue du Parc Royal, Paris 3ème.</p> <p> <br /><strong>Information et réservation</strong> : <a>event@dhi-paris.fr</a> </p> <p></p> <h1></h1> Le nouvel aéroport et la résilience des Sereer riverains https://ihacrepos.hypotheses.org/1157 Groupe IHA CREPOS urn:uuid:6fe23785-8a7f-f9db-3cf6-3e39de983d84 Sat, 22 Sep 2018 15:20:29 +0000 La première pierre posée le 4 avril 2007 (fête de l’indépendance du Sénégal) et inauguré le 7 décembre 2017, l’Aéroport International Blaise Diagne est construit à proximité du village de Diass qui abrite l’une&#46;&#46;&#46; <p>La première pierre posée le 4 avril 2007 (fête de l’indépendance du Sénégal) et inauguré le 7 décembre 2017, l’Aéroport International Blaise Diagne est construit à proximité du village de Diass qui abrite l’une des plus grandes communautés rurales du département de Mbour et dans la région administrative de Thiès. L’actuel gouvernement et bailleurs représentent la construction de cet aéroport comme une « nécessité » pour désengorger la ville de Dakar, devenue « saturée » à cause de l’urbanisation galopante. D’après le Groupe de la Banque africaine de développement, l’aéroport « sera considéré comme un hub régional et favorisera le développement économique et touristique du pays ». Définie dans le schéma d’aménagement et de développement territorial de la zone comprise entre Dakar et Mbour, la décision technocrate d’implanter un aéroport international à plus que 40km de Dakar, se heurte à des réalités de deux communautés rurales, composées des communautés Sereer, particulièrement les sous-groupes de Paloor et de Saafeen. Cela engendre une transformation et une reconfiguration socio-spatiale radicale de la zone et au sein des populations.<br /></p> <p>Deux décrets sont au centre du conflit. Le premier est le décret n°2002-435 du 29 avril 2002 qui se prononce sur la désaffectation d’un terrain du domaine national situé à Diass, d’une superficie de 1350 ha servant d’assiette à la réalisation d’un aéroport international. Pour les populations de Diass, ce décret n’aurait pas causé de problèmes. Cependant, un deuxième décret a été publié. C’est le décret n°2010-894 du 30 juin 2010, qui impose la création d’une zone d’extension de l’Aéroport International Blaise Diagne d’une superficie de 4000 ha, notamment pour l’aire de sécurité, mais fortement contesté par les communautés Sereer concernées (cf. Diouf, 2014). Cela produit un litige foncier qui va créer une division au sein des communautés riveraines. Hors que les uns rappellent leur attachement socio-culturel à la terre, les autres se lancent dans la spéculation.</p> <p>Ma recherche ne porte pas sur l’aéroport en question mais je me sers de lui pour mieux comprendre les résiliences des communautés riveraines et surtout les litiges fonciers que l’aménagement territorial a déclenchés. L’étude de l’impact de l’Aéroport International Blaise Diagne sur les communautés riveraines permettra d’explorer de manière empirique les interactions sociales des acteurs dans le processus d’insertion urbaine et la transformation socio-culturelle. Dans ce billet, je m’intéresse à la question suivant : quel impact le nouvel aéroport a sur la communauté riveraine et vice versa? Le but de ce texte est la préparation d’une recherche de terrain à l’aide de méthodes ethnographiques. </p> <p><strong>Différentes perspectives sur le nouvel aéroport</strong></p> <p>La zone de la région de Thiès et plus précisément Diass et Keur Moussa fut d’abord habitée par des Sereer du Nord-Ouest. Leur histoire est marquée par leur résilience par rapport à l’influence des Wolof du Kajoor et Bawol de la confédération du Djoloff et par leur rejet des rapports de dominations politiques, des tentatives d’islamisation et la résistance à la pénétration coloniale française. Ainsi, ces populations se retiraient dans une aire de vie difficilement accessible à cause de son relief accidenté<a href="#_ftn1">[1]</a> constitué de plateau et vallée dépressive. Du coup, cette position favorisa le maintien de leur organisation sociale peu hiérarchisée et matrilinéaire. Leur langue est caractérisée par une variété de dialecte entrainant des fois une incompréhension entre des sous-groupes (Ousmane Diouf, 2014). Bien que, d’après Ismaïla Ciss (2000), les Sereer du Nord-Ouest étaient historiquement (XIV<sup>ème</sup> siècle) des peuples allogènes au terroir qu’ils occupent actuellement, ils ont pu s’imposer comme des « autochtones », très attachés à leur terroir.</p> <p>Il est important de prendre en compte ce contexte socio-culturel et historique pour mieux saisir les dynamiques conflictuelles autour de l’emplacement du nouvel aéroport. Sa construction devait conditionner le déplacement de trois villages de la communauté rurale de Keur Moussa, notamment les villages de Kessouk-hatt, de Kathialick et de Mbadatt. Les populations de ces trois villages vivent d’agriculture et d’élevage, ce qui renforce davantage leur attachement au terroir. De plus, elles ont des lieux de cultes dans leur terroir que les membres fréquentent et pratiquent régulièrement. Ainsi, elles aperçoivent leur dépossession comme injustice et certains se sont organisés en Collectif pour la défense des intérêts des villages riverains de l’Aéroport International Blaise Diagne (AIBD). Le 13 avril 2014, le collectif des habitants de ces villages riverains a adressé une lettre ouverte au président sénégalais, Macky Sall. Dans cette lettre, Abdoulaye Diouf, secrétaire général de l’association pour la défense des intérêts des villages de la communauté rurale de Keur Moussa riverains de l’AIBD, affirme que les riverains étaient en parti expropriées de leur terre « sans fondement légal », surtout les habitants du village de Mbadatt qui ont été déplacées de force en mars 2014. Selon Abdoulaye Diouf, le village de Mbadatt « est rayé de la carte du Sénégal », « sans respect des droits fondamentaux de la personne humaine » et entrainant un « traumatisme psychologique » chez les personnes âgées.<a href="#_ftn2">[2]</a> Dans un entretien, Abdoulaye Diouf m’a rappelé que son père, chef coutumier de Kathialick, fut amené en garde à vue lors du déguerpissement. </p> <figure class="wp-block-image"><img src="https://ihacrepos.hypotheses.org/files/2018/09/Kathialick-1.jpg" alt="" class="wp-image-1185" srcset="https://ihacrepos.hypotheses.org/files/2018/09/Kathialick-1.jpg 1204w, https://ihacrepos.hypotheses.org/files/2018/09/Kathialick-1-300x144.jpg 300w, https://ihacrepos.hypotheses.org/files/2018/09/Kathialick-1-768x367.jpg 768w, https://ihacrepos.hypotheses.org/files/2018/09/Kathialick-1-500x239.jpg 500w" sizes="(max-width: 1204px) 100vw, 1204px" /><figcaption> Photo des ménages qui ont quitté Kathialick prise au mois de mai 2018 </figcaption></figure> <p>Son village se trouve en ce moment dans un état où une partie des habitants a accepté d’aller au site de recasement aménagé par l’Etat et l’autre partie a décidé de rester dans le village parce que, argumentent-ils, l’aire de sécurité de l’aéroport qui est avancée comme raison de leur délocalisation ne tient pas. Ainsi, la lettre du Collectif dénonce :<br /></p> <blockquote class="wp-block-quote"><p> « Il a été annoncé partout que le site de l’aéroport est dans la communauté rurale de Diass alors que ce sont les habitants de la communauté rurale de Keur Mousseu que nous sommes qui sont inquiétés. D’ailleurs certaines concessions du village de Diass Louboug sont dans les périmètres de l’aéroport et pourtant aucun dégât n’a été causé à ces populations.<br />Aussi, est-il logique que si besoin en était, que les trois villages sont visés par le décret n°2002-435 du 29 avril 2002 qui prévoit en son article 2 une indemnité totale de 15.258.700 francs [CFA] pour l’ensemble des occupants du terrain de l’aéroport. Ceci démontre à suffisance que la surface concernée a été dépassée ». </p></blockquote> <p>En effet, le secrétaire général de l’association s’approprie le décret de 2002 pris par le président Abdoulaye Wade pour argumenter et réclamer à l’État la faveur de rester sur son site même si la compensation du déguerpissement fut décrétée. Pourtant, le rapport du groupe de la Banque africaine de développement mentionne que les populations de la communauté rurale de Diass sont les plus affectées mais certaines de la communauté rurale de Keur Moussa aussi<a href="#_ftn3"><sup>[3]</sup></a>, en raison du respect de la zone de sécurité aéroportuaire.</p> <p>Quelques jours après l’ouverture de l’aéroport, les communautés continuaient de protester contre le fait d’avoir perdu leurs sites hérités des ancêtres avec les rites et cultes à l’aéroport. Un habitant Mbadatt s’exclame dans le journal sénégalais « Le quotidien »: </p> <blockquote class="wp-block-quote"><p>« Nous avons cédé nos terres héritées de nos ancêtres. Ce n’était pas du tout facile surtout avec la délocalisation du cimetière de Mbadatt (le site qui abrite actuellement le pavillon présidentiel). Nous tenons beaucoup à notre tradition ! »<a href="#_ftn4"><sup>[4]</sup></a></p></blockquote> <p>En analysant les différentes interventions des représentants des villages riverains à l’aéroport et ayant été sur le terrain, on peut induire comment une décision de réaménagement territorial en vue d’urbanisation et de construction d’infrastructures modernes, peut entrainer des sentiments de victimisations, mais aussi l’émergence d’une nouvelle forme de citoyenneté urbaine<a href="#_ftn5"><sup>[5]</sup></a>. Cette nouvelle forme de citoyenneté s’explique par le fait que les habitants s’engagent à participer activement aux processus de prises de décisions socio-politiques. D’un côté, l’organisation technocrate du schéma d’aménagement urbain et du développement territorial, instituée par des décrets et lois, pousse les acteurs du commun, de l’autre côté, à se réorganiser en collectif pour la défense des intérêts des villages de la communauté rurale de Keur Moussa riverains de l’AIBD. En même temps, les éléments d’identification culturelle jouent un rôle dans l’appréhension de la lutte militante et engagent des communautés rurales dans leurs interactions avec les acteurs de l’aéroport<a href="#_ftn6"><sup>[6]</sup></a>. L’aéroport représente un enjeu important de transformation sociale, mais aussi une arène dans laquelle nous retrouvons non seulement les technocrates de l’État sénégalais mais aussi les communautés rurales qui jouent sur différentes formes de résilience.</p> <p>Cependant, il faut mentionner que le changement du statut de la terre, à travers la déconcentration des infrastructures urbaines, à savoir l’industrie et l’habitat, engendre un champ d’énormes spéculations. Sachant bien que, de nos jours, la valeur de la terre se hisse proportionnellement à des montants d’argent énormes, des acteurs Sereer de la zone font preuve de double résilience. Dans la dynamique d’urbanisation, Diass et Keur Moussa deviennent d’un coup un site d’investissement très important. Les enjeux fonciers suscitent beaucoup de commentaires et d’intérêts. Les surfaces sont de plus en plus construites et les jeunes ont des opportunités d’emplois d’ouvriers et de manœuvres dans les chantiers de constructions. D’ailleurs la fin des travaux de construction de l’aéroport en avait désœuvré un grand nombre. Les communautés rurales de Diass et de Keur Moussa sont dans le processus d’une rapide urbanisation et industrialisation depuis l’insertion du schéma d’aménagement et de développement territorial et la construction du nouvel aéroport. De villages, ces zones sont devenues des mairies en 2014. </p> <p>Ce qui inspire ce billet, c’est que l’Aéroport International Blaise Diagne est un facteur de transformation à plusieurs dimensions à savoir les dimensions socio-spatiales, politiques, économiques, etc. qui engendre en même temps une reconfiguration sociale. Les habitants des villages riverains à l’aéroport, ont-ils été déguerpis de force ou ont-ils volontairement cédé le site pour cause d’utilité publique en ayant en tête le décret d’indemnisation et les avantages potentiels de l’aéroport moderne ? L’attachement à la terre nous fait croire à un processus de force, mené par une logique néolibérale et imposé par des technocrates. Cependant, les fortunes de ceux qui profitent de la spéculation rappellent aussi que la terre n’est plus seulement porteuse des valeurs culturelles, mais se laisse transformer aussi en terrain à commodifier (Le Roy 1997 ; Klute et Fernandes 2011). Dans le terrain que je suis en train de mener, je m’intéresse aux litiges occasionnés par ces dynamiques controverses.<br /></p> <p><strong>Références</strong></p> <p>Benga, Ndiouga(2013) : Les murs-murs sur nos murs. Quête de citoyenneté et culture urbaine à Dakar, In : DIOUF Mamadou, FREDERICKS Rosalind (eds.), Les arts de la citoyenneté au Sénégal, espaces contestés et civilités urbaines, Paris, Karthala.</p> <p>Ciss, Ismaila (2000) : La colonisation et mutations des sociétés seereer du nord-ouest, du milieu du XIXe siecle à la deuxième guerre mondiale, [Thèse du doc. troisième cycle], Dakar LTH801</p> <p>Ciss, Ismaila (2012) : Dynamique atlantique et transformations des sociétés sereer du Nord-Ouest, de l’ère de la traite négrière à la post colonie, Dakar, UCAD, [Thèse de doc. d’Etat d’histoire].</p> <p>Diouf, Ousmane (2014) : Dynamiques urbaines et transformations des sociétés sereer du Nord-Ouest, de la seconde guerre à nos jours, Mémoire de master II, Histoire des Modernités Africaines, Dakar</p> <p>Klute, Georg und Fernandes, Raúl (2011) : Globalisierung Süd. Globale Herausforderungen und die (Wieder-)Entstehung neo-traditioneller Landrechte. Rechtsanthropologische Untersuchungen in Guinea-Bissau. In: Globalisierung Süd. En ligne : <a href="http://www.worldcat.org/oclc/862554031">http://www.worldcat.org/oclc/862554031</a></p> <p>Le Roy, Étienne (1997) : La sécurisation foncière dans un contexte africain de marchandisation imparfaite de la terre, horizon/documentation, IRD : http://horizon.documentation.ird.fr/exl-doc/pleins_textes/pleins_textes_6/colloques2/42965.pdf</p> <hr class="wp-block-separator" /> <p><a href="#_ftnref1"><sup>[1]</sup></a> Benga, Ndiouga (2013) : Les murs-murs sur nos murs. Quête de citoyenneté et culture urbaine à Dakar, in : Diouf, Mamadou et Rosalind Fredericks (eds.), Les arts de la citoyenneté au Sénégal, espaces contestés et civilités urbaines, Paris, Karthala.</p> <p><a href="#_ftnref2"><sup>[2]</sup></a> Je remercie Ousmane Diouf et Abdoul Aziz Diagne pour les éclaircissements. </p> <p><a href="#_ftnref1"><sup>[3]</sup></a> https://www.lequotidien.sn/impact-de-laibd-sur-la-communaute-diass-attend-son-decollage/ (siehe oben).</p> <p><a href="#_ftnref1"><sup>[4]</sup></a> https://www.afdb.org/fileadmin/uploads/afdb/Documents/Environmental-and-Social-Assessments/AIBD%20ESIA%20-%20FR%20-%2015102010.pdf (bei Webseiten Datum des Zugriffs angeben).</p> <p><a href="#_ftnref1"> </a><a href="https://ihacrepos.hypotheses.org/wp-admin/post.php?post=1157&amp;action=edit#_ftnref1"><sup>[5]</sup></a> Keur Moussa a un relief accidenté avec le plateau géologique et des vallées (Plan local de développement de la communauté de Keur Moussa – 2010 – 2015).</p> <p><a href="#_ftnref2"> </a><a href="https://ihacrepos.hypotheses.org/wp-admin/post.php?post=1157&amp;action=edit#_ftnref1"><sup>[6]</sup></a> Source de la lettre: http://www.rewmi.com/situation-des-habitants-des-villages-riverains-de-laibd-lettre-ouverte-a-monsieur-le-president-de-la-republique-par-abdoulaye-diouf.html</p> Atelier de jeunes chercheurs: Représentation des métropoles (1200-1600) https://dfmfa.hypotheses.org/2714 DFMFA urn:uuid:7961cca6-a539-93b1-1025-b7606c17562f Sat, 22 Sep 2018 09:49:17 +0000 L&#8217;université de Ratisbonne (Jörg Oberste), l&#8217;Institut historique allemand (Rolf Große) et l&#8217;université Paris 8 (Boris Bove) organiseront le 26 et 27 novembre 2018 un atelier de jeunes chercheurs sur »Représentation des métropoles &#8211; Metropolenbilder. Inszenierungen von Metropolität in Spätmittelalter und Renaissance (1200-1600)«. Lieu: Institut historique allemand, 8 rue du Parc-Royal, 75003 Paris Renseignements: Jörg Oberste ( joerg.oberste@web.de) &#8211; Rolf Große (rgrosse@dhi-paris.fr) en&#46;&#46;&#46; Cfp: Perceptions et représentations des frontières et des espaces frontaliers au Moyen Âge et à l’époque moderne (IXe–XVIIIe siècles) https://dfmfa.hypotheses.org/2697 DFMFA urn:uuid:b1b31670-ffc5-2240-0784-adf5d2c7265f Fri, 21 Sep 2018 12:46:11 +0000 Université d&#8217;été du 21 au 24 mai 2019, à l’IHA, organisée par Maximilian Groß et Robert Friedrich (IHA) en coopération avec Christophe Duhamelle (EHESS), Rainer Babel, Rolf Große (IHA) et Sven Jaros (université de Leipzig) &#160; . Appel ouvert jusqu’au 30 novembre 2018. en savoir plus&#8230; &#160; Conférence: Les franciscains au service des rois et reines de Majorque (1276-1343) https://dfmfa.hypotheses.org/2664 DFMFA urn:uuid:1621ac12-9b10-a34b-af50-5a6cded21269 Fri, 21 Sep 2018 12:14:51 +0000 La prochaine séance du séminaire d’histoire médiévale organisé par l’École pratique des hautes études (Laurent Morelle) et l’Institut historique allemand (Rolf Große) se tiendra le mercredi 17 octobre 2018. &#160; Au programme: Robert Friedrich (IHA), Les franciscains au service des rois et reines de Majorque (1276-1343). La discussion qui suivra sera animée par Stéphane Pequignot (EPHE). &#160; Le séminaire aura lieu à l’IHA (8&#46;&#46;&#46; #DHIP60 – 60 Jahre Deutsches Historisches Institut Paris in Bildern, Büchern und Fakten oder: 60 Jahre in 60 Tweets! Teil 1 https://dhdhi.hypotheses.org/3549 Digital Humanities am DHIP urn:uuid:de19d273-817d-ec9f-5fdd-dab8ebcb5afc Tue, 18 Sep 2018 10:31:49 +0000 Dieses Jahr wird das DHIP 60 Jahre alt und das wollen wir nicht nur feiern, sondern auch an Besonderes und Highlights aus unserer eigenen Geschichte erinnern! Nach intensivem Studium von Akten, Hausarchiv und Jahresberichten&#46;&#46;&#46; <p>Dieses Jahr wird das DHIP 60 Jahre alt und das wollen wir nicht nur feiern, sondern auch an Besonderes und Highlights aus unserer eigenen Geschichte erinnern! Nach intensivem Studium von Akten, Hausarchiv und Jahresberichten sowie Zeitzeugenbefragung konnten wir unsere etwas andere Timeline zusammenstellen und über den Sommer 60 Tweets mit Wissenswertem und Unterhaltsamem aus unserem sechzigjährigen Bestehen twittern: Wann fand der erste Jeudi-Vortag statt? Wie sah das derzeitige Institutsgebäude bei Einzug aus? Und seit wann gibt es eigentlich die Zeitschrift „Francia“? Unsere Serie #DHIP60 verrät es!<br /> Hier gibt es die gesamte Serie zum Nachlesen!<sup>[1]</sup></p> <blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"> <p lang="de" dir="ltr">Kleine Frage an all unsere Follower: Wann fand unser erster Jeudi-Vortag statt? Wie sah das Gebäude des DHIP bei Einzug aus? Und seit wann gibt es eigentlich unsere Zeitschrift „Francia“? (1/2) <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a> <a href="https://t.co/BZqsjptTgD">pic.twitter.com/BZqsjptTgD</a></p> <p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/996748881294749696?ref_src=twsrc%5Etfw">May 16, 2018</a></p></blockquote> <p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"> <p lang="de" dir="ltr">Keine Ahnung? Dann folge unserer Serie <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a>! Denn dieses Jahr wird das DHIP 60 Jahre alt und das wollen wir feiern! Daher gibt es ab morgen unter dem Hashtag <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a> täglich je einen Tweet zu unserer Geschichte. (2/2) <a href="https://t.co/KLpTSbjeOp">pic.twitter.com/KLpTSbjeOp</a></p> <p>&mdash; DHI Paris (@dhiparis) <a href="https://twitter.com/dhiparis/status/996754215350521856?ref_src=twsrc%5Etfw">May 16, 2018</a></p></blockquote> <p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>&nbsp;</p> <blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"> <p lang="de" dir="ltr">Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag <a href="https://twitter.com/dhiparis?ref_src=twsrc%5Etfw">@dhiparis</a> ! <a href="https://twitter.com/hashtag/DHIP60?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DHIP60</a> <a href="https://t.co/Kg6sa78x4U">https://t.co/Kg6sa78x4U</a></p> <p>&mdash; <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/11/72x72/1f1eb-1f1f7.png" alt=" “La fin des empires ou l’impérialisme triomphant: le monde colonial redessiné” https://grandeguerre.hypotheses.org/2330 La Grande Guerre urn:uuid:4cd035e9-9a18-f0c7-db46-73fad675bf2e Mon, 17 Sep 2018 11:33:49 +0000 Prochaine conférence dans le cadre de “Les sorties de guerre. France, Allemagne, Europe 1917-1923”, cycle organisé conjointement par l’Institut historique allemand et la Mission du centenaire de la Première Guerre mondiale (vers le programme). Cette séance des &#8220;sorties de guerre&#8221;&#46;&#46;&#46; <p class="has-drop-cap">Prochaine conférence dans le cadre de “Les sorties de guerre. France, Allemagne, Europe 1917-1923”, cycle organisé conjointement par l’Institut historique allemand et la Mission du centenaire de la Première Guerre mondiale (vers le <a href="http://www.dhi-paris.fr/fileadmin/user_upload/DHI_Paris/05_Veranstaltungen/01_Vortrag/2018/2018_Sorties_de_Guerre_Flyer_2018_web_Final.pdf">programme</a>).</p> <span id="more-2330"></span> <ul class="wp-block-gallery alignleft columns-2 is-cropped"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img src="https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/09/16_5_19_aux_Invalides_le_drapeau_...Agence_Rol_btv1b530164238-1.jpg" alt="" class="wp-image-2340" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img src="https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/09/16_5_19_aux_Invalides_le_drapeau_...Agence_Rol_btv1b530164238-2.jpg" alt="" class="wp-image-2345" /></figure></li></ul> <figure class="wp-block-image"><img src="https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/09/16_5_19_aux_Invalides_le_drapeau_...Agence_Rol_btv1b530164238.jpg" alt="" class="wp-image-2334" /></figure> <ul class="wp-block-gallery alignright columns-1 is-cropped"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img src="https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/09/Soldats-coloniaux.jpg" alt="" class="wp-image-2364" srcset="https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/09/Soldats-coloniaux.jpg 1434w, https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/09/Soldats-coloniaux-172x300.jpg 172w, https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/09/Soldats-coloniaux-768x1337.jpg 768w, https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/09/Soldats-coloniaux-287x500.jpg 287w" sizes="(max-width: 1434px) 100vw, 1434px" /></figure></li></ul> <p>Cette séance des &#8220;sorties de guerre&#8221; est consacrée aux changements dans le monde colonial suite à la Première Guerre mondiale et en particulier aux destins des colonies ainsi que de leur sociétés. <strong>Christian Koller</strong> (université de Zurich) étudiera la &#8220;<strong>Fin de la guerre &#8211; transformation du colonialisme?</strong>&#8221; tout en soulignant que la fin de la Première Guerre mondiale évoqua multiples questions sur le futur des colonies. D’une part, les colonies de l’Entente qui avaient contribué énormément à l’effort de guerre étaient aussi bouleversées que les sociétés européennes. D’autre part, les intentions des puissances victorieuses concernant les anciennes colonies allemandes n’étaient pas du tout homogènes. Ces enjeux-ci sont discutés à travers les exemples de l’Inde anglaise et du Sud-Ouest africain allemand.</p> <p><strong>Pierre Vermeren</strong> (université Panthéon-Sorbonne) interviendra à ses côtés au sujet du monde colonial francais.</p> <p><strong>Date</strong>: 25 septembre 2018, 18h30</p> <p><strong>Lieu</strong>: Institut historique allemand (8 rue du Parc-Royal, 75003 Paris), réservation: event@dhi-paris.fr.</p> <p>Image: Anonyme: Les Tirailleurs Tonkinois à Paris. Quelques types des nouveaux soldats coloniaux venus pour se battre en France contre l’Allemagne, s.d., Université de Caen, Fonds Lafond, Série 5, URL: <a href="https://www.flickr.com/photos/universite_caen/15059557267/in/album-72157647618424162/">https://www.flickr.com/photos/universite_caen/15059557267/in/album-72157647618424162/</a></p> Was lesen zur Vorbereitung für die #dhmasterclass „Autobiographische Quellen aus Kriegen digital untersuchen“? https://dhdhi.hypotheses.org/4221 Digital Humanities am DHIP urn:uuid:a86ed7be-88f6-6c22-b9e4-a57e5ca43f59 Wed, 12 Sep 2018 10:58:19 +0000 Expertinnen und Experten der Master Class Digital Humanities &#8222;Autobiographische Quellen aus Kriegen digital untersuchen&#8220; haben eine Kurzbibliographie zu den einzelnen Tagen zusammengestellt, die wir den Leserinnen und Lesern des Blogs nicht vorenhalten wollen. Tag&#46;&#46;&#46; <p>Expertinnen und Experten der Master Class Digital Humanities &#8222;Autobiographische Quellen aus Kriegen digital untersuchen&#8220; haben eine Kurzbibliographie zu den einzelnen Tagen zusammengestellt, die wir den Leserinnen und Lesern des Blogs nicht vorenhalten wollen.<strong><br /> </strong></p> <h2>Tag 2 &#8211; Transkribus</h2> <p>Transkribus recognises early modern German correspondence, in: Transkribus, 9/7/2018, <a href="https://read.transkribus.eu/2018/07/09/early-modern-correspondence/">https://read.transkribus.eu/2018/07/09/early-modern-correspondence/</a></p> <p>Rainer Perkuhn / Holger Keibel / Marc Kupietz (2012): <em>Korpuslinguistik.</em>Paderborn: Fink: Kapitel 3 „Sprache Sammeln“.</p> <p>&nbsp;</p> <h2>Tag 3 &#8211; Vormittag</h2> <p>Marjorie Burghart, <em>Éditer des sources historiques en ligne grâce à XML – Un guide pratique</em>, 2010, <a href="http://mutec.huma-num.fr/sites/www.mutec-shs.fr/files/Guide%20Editer%20des%20sources%20historiques%20%20gr%C3%A2ce%20a%20XML.pdf">http://mutec.huma-num.fr/sites/www.mutec-shs.fr/files/Guide%20Editer%20des%20sources%20historiques%20%20gr%C3%A2ce%20a%20XML.pdf</a></p> <p>Laurent Romary, Patrice Lopez. GROBID &#8211; Information Extraction from Scientific Publications. <em>ERCIM News</em>, ERCIM, 2015, Scientific Data Sharing and Re-use, 100,<a href="https://ercim-news.ercim.eu/en100/r-i/grobid-information-extraction-from-scientific-publications"> &lt;https://ercim-news.ercim.eu/en100/r-i/grobid-information-extraction-from-scientific-publications&gt;</a>.<a href="https://hal.inria.fr/hal-01673305"> &lt;hal-01673305&gt;</a></p> <p>&nbsp;</p> <h2>Tag 3 – Nachmittag</h2> <p>Dominic Oldman, Martin Doerr, Stefan Gradmann “Zen and the art of Linked Data: New Strategies for a Semantic Web of Humanist Knowledge”, in <em>A New Companion to Digital Humanities</em>, S. Schreibman, R. Siemens and J. Unsworth (eds.), Wiley Blackwell, 2016.</p> <p>Galleron, Ioana, « Conceptualisation of theatrical characters in the digital paradigm: needs, problems and foreseen solutions », <em>Human and Social studies</em>, De Gruyter, vol. 6, issue 1 (Published Online: 2017-04-18 | DOI: <a href="https://doi.org/10.1515/hssr-2017-0007">https://doi.org/10.1515/hssr-2017-0007</a>).</p> <p>Regarder des exemples de codage sur <a href="http://pacific.obdurodon.org/index.html">http://pacific.obdurodon.org/index.html</a>]</p> <p>&nbsp;</p> <h2>Tag 4 – Public History</h2> <p>Noiret, Serge. “Digital Public History: Bringing the Public Back In &#8211; Public History Weekly &#8211; The International Blogjournal.” Public History Weekly, April 23, 2015. <a href="https://public-history-weekly.degruyter.com/3-2015-13/digital-public-history-bringing-the-public-back-in/">https://public-history-weekly.degruyter.com/3-2015-13/digital-public-history-bringing-the-public-back-in/</a>.</p> <p>Foster, Meg. “Online and Plugged In?: Public History and Historians in the Digital Age.” <em>Public History Review</em>21, no. 0 (December 28, 2014): 1–19. <a href="https://doi.org/10.5130/phrj.v21i0.4295">https://doi.org/10.5130/phrj.v21i0.4295</a>.</p> <p>Außerdem folgende Projekte ansehen:<br /> Real Time World War I &#8211; <a href="https://twitter.com/RealTimeWW1">https://twitter.com/RealTimeWW1</a><br /> Cleveland Historical &#8211; <a href="https://clevelandhistorical.org">https://clevelandhistorical.org</a><br /> Pinning Reading’s History &#8211; <a href="https://www.historypin.org/en/person/11821">https://www.historypin.org/en/person/11821</a></p> <p>&nbsp;</p> <h2>Tag 5</h2> <p>Laurent Romary, “Stabilizing knowledge through standards &#8211; A perspective for the humanities”, <em>Going Digital: Evolutionary and Revolutionary Aspects of Digitization</em>, Science History Publications, 2011. <a href="https://hal.inria.fr/inria-00531019">&lt;inria-00531019&gt;</a></p> <p>Laurent Romary, Emiliano Degl’innocenti, Klaus Illmayer, Adeline Joffres, Emilie Kraikamp, et al.. Standardization survival kit (Draft). [Research Report] Deliverable 4.1, Inria. 2016.<br /> <a href="https://hal.inria.fr/hal-01513531">&lt;hal-01513531&gt;</a></p> <p>____</p> <p>Zum Programm der Master Class: <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/3349" target="_blank" rel="noopener">https://dhdhi.hypotheses.org/3349</a></p> <p>Zur Vorstellung der Expertinnen und Experten: <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/3447" target="_blank" rel="noopener">https://dhdhi.hypotheses.org/3447</a></p> <p>Zur Vorstellung der Teilnehmenden: <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/3493" target="_blank" rel="noopener">https://dhdhi.hypotheses.org/3493</a></p> <p>Twitterliste mit Teilnehmenden und Expert*innen: <a href="https://twitter.com/dhiparis/lists/dhmasterclass" target="_blank" rel="noopener">https://twitter.com/dhiparis/lists/dhmasterclass</a></p> <p>Die Master Class Digital Humanities ist gefördert mit Mitteln der Deutsch-Französischen Hochschule.</p> <p><img class="alignleft size-medium wp-image-3319" src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/05/LOGO-UFA-300x100.jpg" alt="" width="300" height="100" srcset="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/05/LOGO-UFA-300x100.jpg 300w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/05/LOGO-UFA-768x255.jpg 768w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/05/LOGO-UFA-500x166.jpg 500w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p> Bibliographie ordonnée par jour de la #dhmasterclass « Approches numériques de sources autobiographiques issues des guerres » https://dhiha.hypotheses.org/2324 Digital Humanities à l'Institut historique allemand urn:uuid:21c2ccb7-8d81-7269-1f91-0e0945f35410 Wed, 12 Sep 2018 10:50:06 +0000  Jour 2 &#8211; Transkribus Transkribus recognises early modern German correspondence, in: Transkribus, 9/7/2018, https://read.transkribus.eu/2018/07/09/early-modern-correspondence/ Rainer Perkuhn / Holger Keibel / Marc Kupietz (2012): Korpuslinguistik.Paderborn: Fink: Kapitel 3 „Sprache Sammeln“. &#160; Jour 3 &#8211; Matinée&#46;&#46;&#46; <h2><strong> </strong>Jour 2 &#8211; Transkribus</h2> <p>Transkribus recognises early modern German correspondence, in: Transkribus, 9/7/2018, <a href="https://read.transkribus.eu/2018/07/09/early-modern-correspondence/">https://read.transkribus.eu/2018/07/09/early-modern-correspondence/</a></p> <p>Rainer Perkuhn / Holger Keibel / Marc Kupietz (2012): <em>Korpuslinguistik.</em>Paderborn: Fink: Kapitel 3 „Sprache Sammeln“.</p> <p>&nbsp;</p> <h2>Jour 3 &#8211; Matinée</h2> <p>Marjorie Burghart, <em>Éditer des sources historiques en ligne grâce à XML – Un guide pratique</em>, 2010, <a href="http://mutec.huma-num.fr/sites/www.mutec-shs.fr/files/Guide%20Editer%20des%20sources%20historiques%20%20gr%C3%A2ce%20a%20XML.pdf">http://mutec.huma-num.fr/sites/www.mutec-shs.fr/files/Guide%20Editer%20des%20sources%20historiques%20%20gr%C3%A2ce%20a%20XML.pdf</a></p> <p>Laurent Romary, Patrice Lopez. GROBID &#8211; Information Extraction from Scientific Publications. <em>ERCIM News</em>, ERCIM, 2015, Scientific Data Sharing and Re-use, 100,<a href="https://ercim-news.ercim.eu/en100/r-i/grobid-information-extraction-from-scientific-publications"> &lt;https://ercim-news.ercim.eu/en100/r-i/grobid-information-extraction-from-scientific-publications&gt;</a>.<a href="https://hal.inria.fr/hal-01673305"> &lt;hal-01673305&gt;</a></p> <p>&nbsp;</p> <h2>Jour 3 – Après-midi</h2> <p>Dominic Oldman, Martin Doerr, Stefan Gradmann “Zen and the art of Linked Data: New Strategies for a Semantic Web of Humanist Knowledge”, in <em>A New Companion to Digital Humanities</em>, S. Schreibman, R. Siemens and J. Unsworth (eds.), Wiley Blackwell, 2016.</p> <p>Galleron, Ioana, « Conceptualisation of theatrical characters in the digital paradigm: needs, problems and foreseen solutions », <em>Human and Social studies</em>, De Gruyter, vol. 6, issue 1 (Published Online: 2017-04-18 | DOI: <a href="https://doi.org/10.1515/hssr-2017-0007">https://doi.org/10.1515/hssr-2017-0007</a>).</p> <p>Regarder des exemples de codage sur <a href="http://pacific.obdurodon.org/index.html">http://pacific.obdurodon.org/index.html</a>]</p> <p>&nbsp;</p> <h2>Jour 4 – Public History</h2> <p>Noiret, Serge. “Digital Public History: Bringing the Public Back In &#8211; Public History Weekly &#8211; The International Blogjournal.” Public History Weekly, April 23, 2015. <a href="https://public-history-weekly.degruyter.com/3-2015-13/digital-public-history-bringing-the-public-back-in/">https://public-history-weekly.degruyter.com/3-2015-13/digital-public-history-bringing-the-public-back-in/</a>.</p> <p>Foster, Meg. “Online and Plugged In?: Public History and Historians in the Digital Age.” <em>Public History Review</em>21, no. 0 (December 28, 2014): 1–19. <a href="https://doi.org/10.5130/phrj.v21i0.4295">https://doi.org/10.5130/phrj.v21i0.4295</a>.</p> <p>Et regarderles projets suivants :<br /> Real Time World War I &#8211; <a href="https://twitter.com/RealTimeWW1">https://twitter.com/RealTimeWW1</a><br /> Cleveland Historical &#8211; <a href="https://clevelandhistorical.org">https://clevelandhistorical.org</a><br /> Pinning Reading’s History &#8211; <a href="https://www.historypin.org/en/person/11821">https://www.historypin.org/en/person/11821</a></p> <p>&nbsp;</p> <h2>Jour 5</h2> <p>Laurent Romary, “Stabilizing knowledge through standards &#8211; A perspective for the humanities”, <em>Going Digital: Evolutionary and Revolutionary Aspects of Digitization</em>, Science History Publications, 2011. <a href="https://hal.inria.fr/inria-00531019">&lt;inria-00531019&gt;</a></p> <p>Laurent Romary, Emiliano Degl’innocenti, Klaus Illmayer, Adeline Joffres, Emilie Kraikamp, et al.. Standardization survival kit (Draft). [Research Report] Deliverable 4.1, Inria. 2016.<br /> <a href="https://hal.inria.fr/hal-01513531">&lt;hal-01513531&gt;</a></p> <p>___</p> <p>Le programme de la Master Class : <a href="https://dhiha.hypotheses.org/2088" target="_blank" rel="noopener">https://dhiha.hypotheses.org/2088</a></p> <p>Les expert-e-s : <a href="https://dhiha.hypotheses.org/2151" target="_blank" rel="noopener">https://dhiha.hypotheses.org/2151</a></p> <p>Les participant-e-s : <a href="https://dhiha.hypotheses.org/2191" target="_blank" rel="noopener">https://dhiha.hypotheses.org/2191</a></p> <p>hashtag: <a href="https://twitter.com/search?q=%23dhmasterclass&amp;src=typd" target="_blank" rel="noopener">#dhmasterclass</a></p> <p>Liste Twitter des expert-e-s et particpant-e-s : <a href="https://twitter.com/dhiparis/lists/dhmasterclass" target="_blank" rel="noopener">https://twitter.com/dhiparis/lists/dhmasterclass</a></p> <p>Avec le soutien financier de l’<a href="https://www.dfh-ufa.org/fr/" target="_blank" rel="noopener">Université franco-allemande.</a></p> <p><a href="http://dhiha.hypotheses.org/2036/logo-ufa" rel="attachment wp-att-2074"><img class="alignleft wp-image-2074" src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/411/files/2018/05/LOGO-UFA.jpg" alt="" width="356" height="118" srcset="https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/05/LOGO-UFA.jpg 2078w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/05/LOGO-UFA-300x100.jpg 300w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/05/LOGO-UFA-768x255.jpg 768w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/05/LOGO-UFA-500x166.jpg 500w" sizes="(max-width: 356px) 100vw, 356px" /></a></p> GIRAF-IFFD – Interdisziplinäre Forschungsgemeinschaft Frankreich-Deutschland https://francofil.hypotheses.org/5436 Franco-Fil urn:uuid:4067da6a-c5c7-babf-a388-70fb19c7ead8 Tue, 11 Sep 2018 13:43:11 +0000 Die „Groupe Interdisciplinaire de Recherche Allemagne – France / Interdisziplinäre Forschungsgemeinschaft Frankreich – Deutschland“ (GIRAF-IFFD) ist ein Verein von NachwuchswissenschaftlerInnen, DoktorandInnen, Post-DoktorandInnen der Sozial-, Geistes- und Literaturwissenschaften, die sich in ihren Forschungsarbeiten mit Frankreich und Deutschland bzw. den deutschsprachigen Ländern &#8230; <a href="https://francofil.hypotheses.org/5436">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a> APPEL À CANDIDATURE POUR UNE BOURSE DE DOCTORAT à DAKAR https://ihacrepos.hypotheses.org/1107 Groupe IHA CREPOS urn:uuid:5da4c8ef-0b97-9a24-0c86-235dedd17047 Mon, 10 Sep 2018 18:20:33 +0000 Début de la bourse: 1er janvier 2019 Durée: 24 mois, prolongeable de 12 mois après une évaluation positive Date limite de candidature: 25 septembre 2018 PDF Ausschreibung auf Deutsch L’Institut historique allemand (IHA) et&#46;&#46;&#46; <p><strong>Début de la bourse: 1<sup>er</sup> janvier 2019</strong></p> <p><strong>Durée: 24 mois, prolongeable de 12 mois après une évaluation positive</strong></p> <p><strong>Date limite de candidature: 25 septembre 2018</strong></p> <p><strong><a href="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/3135/files/2018/09/2018_IHA_CREPOS_Ausschreibung-Promotionsstipendium_DT_FR.pdf">PDF</a></strong></p> <p><a href="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/3135/files/2018/09/2018_IHA_CREPOS_Ausschreibung-Promotionsstipendium_DT_FR.pdf">Ausschreibung auf Deutsch</a></p> <p>L’Institut historique allemand (IHA) et le <strong>Ce</strong>ntre de <strong>r</strong>echerches sur les <strong>p</strong>olitiques <strong>s</strong>ociales (CREPOS) offrent une bourse de doctorat pour une période de 24 mois (prolongeable de 12 mois après une évaluation positive). Nous cherchons un doctorant ou une doctorante capable de mener à bien un projet de thèse s’inscrivant dans la thématique générale du programme de recherche transnational  »La bureaucratisation des sociétés africaines«. Les disciplines éligibles sont les sciences humaines et sociales. Les projets éligibles peuvent concerner toute région en Afrique et/ou la diaspora africaine de toutes les périodes. Pour une description du programme voir <a href="https://www.dhi-paris.fr/fr/recherche/afrique/la-bureaucratisation-des-societes-africaines.html">https://www.dhi-paris.fr/fr/recherche/afrique/la-bureaucratisation-des-societes-africaines.html</a></p> <p><strong>Conditions </strong></p> <ul> <li>Le doctorant ou la doctorante s’engage à mener à bien son projet de thèse.</li> <li>Le programme est basé à Dakar. La présence à Dakar pendant l’année académique du programme (janvier‒juin) est obligatoire. Les boursiers peuvent effectuer des missions de recherche en Afrique et en Europe et participer à des manifestations scientifiques hors du Sénégal.</li> <li>Le doctorant ou la doctorante participera aux activités scientifiques du programme et contribuera à l’organisation des activités collectives.</li> </ul> <p>Des informations sur le montant de la bourse sont disponibles auprès de la directrice administrative de l’IHA, Maren Dehne: <a href="mailto:MDehne@dhi-paris.fr">MDehne@dhi-paris.fr</a>.</p> <p><strong>Critères de sélection </strong></p> <ul> <li>la qualité du projet de recherche, son originalité, son adéquation au programme collectif;</li> <li>la qualification académique;</li> <li>les compétences linguistiques (bonnes connaissances du français sont indispensables, l’allemand et l’anglais sont un atout).</li> <li>la volonté à travailler en équipe et à prendre des initiatives;</li> <li>à qualifications égales, la candidature de femmes est privilégiée.</li> </ul> <p><strong>Dossier de candidature </strong></p> <ul> <li>Une copie du diplôme de master 2 ou un diplôme équivalent ou une attestation de réussite du master 2;</li> <li>lettre de motivation;</li> <li>curriculum vitae;</li> <li>projet de recherche, rédigé en français ou en anglais, comprenant:</li> <li>un titre, suffisamment clair et précis pour exposer l’objectif principal de la recherche;</li> <li>un résumé (200 mots);</li> <li>la présentation du projet de recherche (environ 3000 mots): un exposé de la problématique et des objectifs de la recherche, construit sur la base de l’état de l’art; la présentation de la méthodologie et des sources envisagées;</li> <li>une bibliographie (pas plus d’une page).</li> <li>Une lettre d’accord et de référence du (futur) directeur/de la (future) directrice de thèse à la participation du candidat/ de la candidate au programme qui doit être envoyée directement à l’IHA, sans mettre le candidat ou la candidate en copie: <a href="mailto:bewerbung@dhi-paris.fr">bewerbung@dhi-paris.fr</a>.</li> </ul> <p>Le dossier de candidature devra être envoyé avant le 25 septembre 2018 sous forme électronique en <strong>un seul fichier PDF</strong> à l’IHA: <a href="mailto:bewerbung@dhi-paris.fr">bewerbung@dhi-paris.fr</a>.</p> <p>Les entretiens auront lieu à Paris le 18 octobre 2018 ; sur place ou par skype. Pour obtenir plus d’informations, veuillez-vous adresser à la directrice scientifique du programme, Susann Baller: <a href="mailto:sballer@dhi-paris.fr">sballer@dhi-paris.fr</a>.</p> Projekt Andrea Hofmann – Zwischen Heimatfront und Schlachtfeld. „Kriegsbilder“ in protestantischen Predigten und Andachtsschriften des Ersten Weltkriegs https://dhdhi.hypotheses.org/4061 Digital Humanities am DHIP urn:uuid:1d831f90-a384-5043-338f-1ee115e5f3e3 Sat, 08 Sep 2018 19:09:42 +0000 Begeistert begrüßten große Teile der evangelischen Theologen im August 1914 den Beginn des Ersten Weltkriegs. Sie erhofften sich von diesem Krieg eine Vormachtstellung des Deutschen Reichs in Europa und damit verbunden einen Aufschwung für&#46;&#46;&#46; <p>Begeistert begrüßten große Teile der evangelischen Theologen im August 1914 den Beginn des Ersten Weltkriegs. Sie erhofften sich von diesem Krieg eine Vormachtstellung des Deutschen Reichs in Europa und damit verbunden einen Aufschwung für die evangelische Theologie und Frömmigkeit. Das deutsche Volk, so glaubten sie, könne mit Gottes Hilfe den Krieg gewinnen. 1918, nach dem Frieden von Compiègne und der deutschen Niederlage, standen viele Pfarrer vor einer existentiellen theologischen Krise: Musste das Kriegsende als Gericht Gottes über die Deutschen verstanden werden, weil diese sich nicht als würdiges Volk Gottes erwiesen hatten?</p> <p>In meinem Forschungsprojekt frage ich nach den &#8222;Kriegsbildern&#8220;, also den theologischen Deutungen des Krieges, in protestantischen Predigten und Andachtsschriften aus Südwestdeutschland (heutige Gebiete Pfalz, Baden, Württemberg, Hessen und Elsass), die zwischen 1914 und 1918 entstanden sind. Wie deuteten Theologen das Kriegsgeschehen? Wie verbanden sie in ihren Texten politische Propaganda, aber auch seelsorgerliche Impulse, um ihrer Gemeinde den Sinn des Krieges und seine theologische Relevanz zu vermitteln?</p> <p>Mein Quellenkorpus umfasst gedruckte und handschriftliche Predigten aus der Heimat und dem Feld sowie gedruckte Andachtsschriften, die im Krieg von kirchlichen Verlagen vertrieben und verbreitet wurden. Das Quellenmaterial bietet einen breiten Überblick über theologische Strömungen der Zeit, indem Schriften von lutherischen, unierten und reformierten Pfarrern einbezogen werden. Außerdem können die unterschiedlichen sozialen und gesellschaftlichen Komponenten, die die Predigttätigkeit der Pfarrer bestimmten, analysiert werden: War der Pfarrer auf dem Land oder in der Stadt tätig, war er Prediger an einer Universitätskirche oder auf dem Feld? Wie wurde in der Grenzregion zwischen Deutschland und Frankreich die Frage nach nationaler Identität während des Krieges immer wieder neu gestellt und beantwortet? Kriegspredigten und Andachtsschriften leisten damit nicht nur Aufschlüsse über eine evangelische Kriegstheologie, sie sind außerdem wichtige autobiographische Quellen. Oftmals berichteten nämlich die Pfarrer in ihnen auch über ihre ganz persönlichen Kriegserfahrungen, die ihr theologisches Denken ebenfalls beeinflussten &#8211; etwa vom Tod ihrer Söhne im Feld, von Problemen in der Gemeinde oder von ihren Erlebnissen als Feldgeistliche.</p> <p>Insgesamt erweist sich die Quellenlage sowohl in Deutschland als auch in Frankreich als unübersichtlich und oftmals schwer zugänglich. Eine systematische Erschließung und Digitalisierung der Quellen, wie sie teilweise schon von unterschiedlichen Seiten (z.B. <a href="http://www.bnu.fr" target="_blank" rel="noopener">BNU Strasbourg</a> und <a href="https://europeana.eu/portal/de/collections/world-war-I" target="_blank" rel="noopener">europeana 1914-1918</a>) initiiert wurde, ist deshalb nötig &#8211; auch, um die Flut an Texten mit Hilfe von digitalen Methoden noch einmal anders und großflächiger untersuchen zu können. Impulse dazu soll die Master Class Digital Humanities &#8222;<a href="https://dhdhi.hypotheses.org/3349" target="_blank" rel="noopener">Autobiographische Quellen aus Kriegen digital untersuchen</a>&#8220; geben!</p> <p>Bild: Feldpostkarte aus dem Ersten Weltkrieg, Augustinus Heumann, &#8222;Sei getreu bis in den Tod&#8220; (Offb 2,10), <a href="https://www.europeana.eu/portal/de/record/2048043/ProvidedCHO_Universit_t_Osnabr_ck___Historische_Bildpostkarten_2307.html?q=Sei+getreu+bis+in+den+Tod" target="_blank" rel="noopener">https://www.europeana.eu/portal/de/record/2048043/ProvidedCHO_Universit_t_Osnabr_ck___Historische_Bildpostkarten_2307.html?q=Sei+getreu+bis+in+den+Tod</a>, Lizenz: <a class="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/" target="_blank" rel="http://www.europeana.eu/schemas/edm/rights noopener xhv:license">CC BY-NC-SA </a> (09.09.2018).</p> <p><span style="margin: 0px;font-family: 'Candara',sans-serif"><span style="color: #000000"> </span></span><span style="margin: 0px;font-family: 'Candara',sans-serif"><span style="color: #000000"><a href="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/09/Europeana-Media.jpeg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4065" src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/09/Europeana-Media-200x300.jpeg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/09/Europeana-Media-200x300.jpeg 200w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/09/Europeana-Media-768x1151.jpeg 768w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/09/Europeana-Media-334x500.jpeg 334w, https://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/09/Europeana-Media.jpeg 1165w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a></span></span></p> GIRAF-IFFD – Groupe interdisciplinaire de recherche Allemagne-France https://germano-fil.hypotheses.org/2575 Germano-Fil urn:uuid:bb7d6686-5828-0ee7-afea-c3514c5fdd4c Thu, 06 Sep 2018 09:34:59 +0000 Le Groupe interdisciplinaire de recherche Allemagne-France/ Interdisziplinäre Forschungsgemeinschaft Frankreich / Deutschland (GIRAF-IFFD) est une association de jeunes chercheurs, doctorants et post-doctorants en littérature, sciences humaines et sociales dont les travaux concernent la France et les pays de langue allemande. L’association &#8230; <a href="https://germano-fil.hypotheses.org/2575">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a> <p><a href="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/472/files/2018/09/Logo-GIRAF-1.png"><img class="wp-image-2587 alignright" src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/472/files/2018/09/Logo-GIRAF-1-156x300.png" alt="" width="146" height="273" /></a>Le Groupe interdisciplinaire de recherche Allemagne-France/ <em>Interdisziplinäre Forschungsgemeinschaft Frankreich / Deutschland</em> (GIRAF-IFFD) est une association de jeunes chercheurs, doctorants et post-doctorants en littérature, sciences humaines et sociales dont les travaux concernent la France et les pays de langue allemande. L’association GIRAF-IFFD est née de rencontres qui se sont déroulées lors de la première université d’été franco-allemande de doctorants tenue à Berlin en 2002 et a été fondée en février 2003.</p> <p>Elle s’est donnée pour but de mettre en place un réseau d’informations (administratives, scientifiques, et pratiques), de contribuer à favoriser les échanges scientifiques entre les jeunes chercheurs, et enfin de créer et entretenir un vrai dialogue avec les différentes institutions françaises et allemandes du monde de la recherche et de l’enseignement supérieur.</p> <p>Dans une optique interdisciplinaire, des disciplines très variées sont représentées au sein de l’association, les études germaniques (civilisation, littérature, linguistique allemandes), la littérature française, la littérature générale et comparée, l’histoire, la géographie, la philosophie, les sciences politiques, la sociologie, les relations internationales, la communication, la psychologie, le droit ou bien les sciences de l’éducation. Outre des réunions mensuelles dans différentes villes où sont présents les membres de l’association, GIRAF-IFFD organise également tous les deux ans un atelier de recherche interdisciplinaire réunissant une vingtaine de jeunes chercheurs germanophones et francophones.</p> <p>On trouvera davantage d’informations sur le site internet de ce groupe : <a href="http://www.giraf-iffd.eu">http://www.giraf-iffd.eu</a>, ou en écrivant à l’adresse suivante :  <a href="mailto:contact@giraf-iffd.eu">contact@giraf-iffd.eu</a>, Twitter : <a href="https://twitter.com/GIRAF_IFFD" target="_blank" rel="noopener">@GIRAF_IFFD</a>.</p> The experts ! #dhmasterclass https://dhiha.hypotheses.org/2151 Digital Humanities à l'Institut historique allemand urn:uuid:cafcd8bc-10a7-a942-183b-a021c9d7def0 Thu, 30 Aug 2018 08:55:23 +0000 Les expert-e-s intervenant lors de la Master Class « Approches numériques de sources autobiographiques issues des guerres » sont, par ordre chronologique et alphabétique: Anne Baillot est professeur en études germaniques à l’Université du&#46;&#46;&#46; <p><a href="http://dhiha.hypotheses.org/2151/masterclass_1" rel="attachment wp-att-2289"><img class="alignleft wp-image-2289" src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/411/files/2018/08/masterclass_1.png" alt="" width="365" height="285" srcset="https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/08/masterclass_1.png 741w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/08/masterclass_1-300x234.png 300w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/08/masterclass_1-500x390.png 500w" sizes="(max-width: 365px) 100vw, 365px" /></a>Les expert-e-s intervenant lors de la Master Class « Approches numériques de sources autobiographiques issues des guerres » sont, par ordre chronologique et alphabétique:</p> <p><b>Anne Baillot </b>est professeur en études germaniques à l’Université du Mans, où elle est notamment responsable du cursus intégré de licence “Etudes Européennes”. Spécialiste de l’Aufklärung et du romantisme allemand, elle est l’éditrice de <a href="https://www.berliner-intellektuelle.eu/">Lettres et textes. Le Berlin intellectuel autour de 1800</a>. Elle est également Managing Editor du <a href="https://journals.openedition.org/jtei/">Journal of the Text Encoding Initiative</a>, twitteuse active, blogueuse occasionnelle, gourmande d’archives et défenseuse sans relâche de l’open access. Twitter: <a href="https://twitter.com/@AnneBaillot" target="_blank" rel="noopener">@AnneBaillot</a>.</p> <p><b>Franziska Heimburger </b>est docteure en histoire contemporaine et maîtresse de conférences en civilisation britannique à Sorbonne Université. Elle s’intéresse aux rapports entre langues et histoire, au niveau théorique, mais également dans le cadre des coalitions militaires du milieu des 19e siècle jusqu’à la Première Guerre mondiale. Elle anime depuis 2009 avec Émilien Ruiz le blog <a href="http://www.boiteaoutils.info/">La boîte à outils des historiens</a> et enseigne les outils quantitatifs et numériques au niveau licence et master à Sorbonne Université et à Sciences Po Paris. Twitter: <a href="https://twitter.com/@FHeimburger" target="_blank" rel="noopener">@FHeimburger</a>.</p> <p><b>Tobias Hodel</b> est chercheur post-doctorant aux Archives d’Etat du canton de Zurich, où il est responsable du projet <a href="https://read.transkribus.eu/" target="_blank" rel="noopener">READ (Recognition and Enrichment of Archival Documents)</a>. Il est spécialiste de reconnaissance de manuscrits, et s’intéresse plus particulièrement à l’apport du <i>machine learning</i> à la discipline historique. Sa thèse de doctorat, soutenue à l’Université de Zurich, a porté sur les pratiques de conservation du cloître de Königsfelden; il dirige le projet d’édition “Documents et chartres du cloîtres de Königsfelden” (financé par le Fonds National Suisse). Il est responsable de la refonte de la plateforme de e-learning <a href="http://www.adfontes.uzh.ch" target="_blank" rel="noopener">Ad fontes</a>. Twitter: <a href="https://twitter.com/@thist_uzh" target="_blank" rel="noopener">@thist_uzh</a>.</p> <p><b>Mareike König </b>est docteure en histoire contemporaine et bibliothécaire scientifique. Elle dirige la section Humanités Numériques et la bibliothèque de l’Institut Historique Allemand à Paris ainsi que la rédaction de la plateforme de blogging scientifique <a href="https://de.hypotheses.org/" target="_blank" rel="noopener">de.hypotheses</a>. Sa recherche porte sur l’histoire française et l’histoire allemande du XIXème siècle ainsi que sur les questions de communication propres aux réseaux sociaux. Son ouvrage, rédigé à quatre mains avec Elise Julien, “Rivalités et interdépendances. France-Allemagne 1871–1918”, paraîtra à l’automne 2018 en allemand (WBG) et en français (<a href="http://www.septentrion.com/fr/livre/?GCOI=27574100429130" target="_blank" rel="noopener">Presses du Septentrion</a>). Twitter: <a href="https://twitter.com/@Mareike2405" target="_blank" rel="noopener">@Mareike2405</a>.</p> <p><b>Anita Lucchesi </b>est doctorante en Histoire Publique Numérique au <a href="https://www.c2dh.uni.lu">Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History</a>, diplômée d’une licence d’histoire et d’un master d’histoire comparée de l’Université de Rio de Janeiro. Dans son mémoire de master, elle a comparé le développement de l’histoire numérique en Italie et aux Etats-Unis entre 2001 et 2011. Ses recherches de doctorat actuelles portent sur les souvenirs et récits de migration au Luxembourg et s’appuient sur des méthodes d’histoire publique pour rassembler et analyser des sources historiques tout en impliquant un public plus large. Le moissonnage de mémoire en cours &#8211; une expérience de crowdsourcing &#8211; peut être consulté ici: <a href="https://memorecord.uni.lu">memorecord.uni.lu</a>. Twitter: <a href="https://twitter.com/@alucchesi" target="_blank" rel="noopener">@alucchesi</a>.</p> <p><b>Ioana Galleron </b>est professeur de littérature française et humanités numériques à l’université Sorbonne-Nouvelle. Elle s’intéresse plus particulièrement au théâtre des XVIIe et XVIIIe siècles, qu’elle explore avec des méthodes traditionnelles ainsi que numériques. Elle est impliquée dans plusieurs projets de numérisation en XML/TEI de pièces de théâtre (<a href="http://www.licorn-research.fr/Boissy.html">http://www.licorn-research.fr/Boissy.html</a>), mais aussi d’autres ressources, comme le Dictionnaire universel d’Antoine Furetière, dans la version de 1701 de Basnage de Beauval (projet ANR BASNUM). Elle est membre de l’action COST 16204 « Distant reading for European Literary History ».</p> <p><b>Marie Puren </b>est docteure en histoire contemporaine et diplômée de l’Institut d’Etudes Politiques de Paris et de l’Ecole nationale des chartes. Actuellement ingénieure de recherches en humanités numériques à l’<a href="https://www.inria.fr/centre/paris" target="_blank" rel="noopener">INRIA</a> de Paris, elle est membre de l’équipe <a href="https://www.inria.fr/equipes/almanach" target="_blank" rel="noopener">ALMAnaCH</a> (Inria – EPHE) pour les projet européens <a href="http://www.parthenos-project.eu/" target="_blank" rel="noopener">PARTHENOS</a> et IPERION-CH. A partir du 1er septembre 2018, elle sera chercheuse post-doctorante au sein du <a href="http://larhra.ish-lyon.cnrs.fr/" target="_blank" rel="noopener">LARHRA</a> à Lyon en histoire et humanités numériques. Elle enseigne les humanités numériques en master à l’Université de Versailles-Saint-Quentin-en-Yvelines, et ses travaux s’intéressent principalement à l’histoire intellectuelle de la France contemporaine et aux humanités numériques. Twitter: <a href="https://twitter.com/@MariePuren" target="_blank" rel="noopener">@MariePuren</a>.</p> <p><b>Charles Riondet </b> History Ph.D. and Archivist is research Engineer in Digital Humanities at the French Institute for Research in Computer Science and Automation (Inria) in Paris, Member of the Team ALMAnaCH. He is involved in European Union funded Horizon 2020 projects PARTHENOS and EHRI as a metadata and standards specialist, with a focus on textual data (XML-TEI) and archival metadata (EAD, EAC-CPF). <b></b>Twitter: <a href="https://twitter.com/@charlesriondet" target="_blank" rel="noopener">@charlesriondet</a>.</p> <p><b>Dorian Sellier </b>obtained a Master’s degree in Medieval History and in Information Architecture at the ENS de Lyon. He is currently a member of the Team ALMAnaCH at Inria Paris, where he works as a UX Designer / Information Architect. He is involved in the European H2020 project PARTHENOS, for which he is responsible of the website’s user-centered design. <b></b>Twitter: <a href="https://twitter.com/@DorianSeillier" target="_blank" rel="noopener">@DorianSeillier</a>.</p> <p><b>Lionel Tadjou </b>holds a Master Degree in Computer science with major in software engineering. He is currently research engineer at the French National Institute for Computer Science and Applied Mathematic (Inria) in Paris, and member of the ALMAnaCH team where he  works as a Web developer. He is involved in European Union funded Horizon 2020 projects PARTHENOS. <b></b>Twitter: <a href="https://twitter.com/@NTatali" target="_blank" rel="noopener">@NTatali</a>.</p> <p><b>Andreas Witt </b>est professeur en <a href="http://www.spinfo.phil-fak.uni-koeln.de/33165.html" target="_blank" rel="noopener">Humanités Numériques et en TAL à l’Université de Cologne</a>; il dirige également le domaine “Infrastructures de recherche” à l’Institut de Langue Allemande de Mannheim. Il est également professeur honoraire d’Humanités Numériques à l’Université de Heidelberg. Ses recherches portent sur la standardisation des données linguistiques de recherche; il est organisateur responsable du groupe de travail ISO “Annotation linguistique” (ISO/TC 37/SC 4/WG 6) et co-porteur du Special Interest Group “TEI for Linguists” au sein de la Text Encoding Initiative.</p> <p>_____</p> <p>Le programme de la Master Class : <a href="https://dhiha.hypotheses.org/2088" target="_blank" rel="noopener">https://dhiha.hypotheses.org/2088</a></p> <p>Les participant-e-s : <a href="https://dhiha.hypotheses.org/2191" target="_blank" rel="noopener">https://dhiha.hypotheses.org/2191</a></p> <p>hashtag: <a href="https://twitter.com/search?q=%23dhmasterclass&amp;src=typd" target="_blank" rel="noopener">#dhmasterclass</a></p> <p>Liste Twitter des expert-e-s et particpant-e-s : <a href="https://twitter.com/dhiparis/lists/dhmasterclass" target="_blank" rel="noopener">https://twitter.com/dhiparis/lists/dhmasterclass</a></p> Participant-e-s de la Master Class Humanités Numériques #dhmasterclass https://dhiha.hypotheses.org/2191 Digital Humanities à l'Institut historique allemand urn:uuid:91d30b13-f7b4-28b0-6959-e3dce723cbcc Mon, 20 Aug 2018 13:44:44 +0000 Accoulon, Damien Thèse en cours (Univ. Paris Nanterre &#38; TU Braunschweig) sur les As de l’aviation en Allemagne, en France et au Royaume-Uni de 1914 à 1939. S’intéresse à l’expérience combattante et aux représentations&#46;&#46;&#46; <p><b>Accoulon, Damien</b><b><br /> </b>Thèse en cours (Univ. Paris Nanterre &amp; TU Braunschweig) sur les As de l’aviation en Allemagne, en France et au Royaume-Uni de 1914 à 1939. S’intéresse à l’expérience combattante et aux représentations des pilotes de la Première Guerre mondiale, mises en lien avec leurs relations et leurs parcours dans l’entre-deux-guerres. Intérêt particulier pour le traitement statistique, l’analyse relationnelle et les données textuelles. Sur Twitter : @daccoulon.</p> <p><b>Bolz, Lisa<br /> </b>Thèse en cours sur la dépêche télégraphique au XIXe siècle et la circulation internationale des nouvelles agencières. S’intéresse en particulier à l’histoire du journalisme, la communication internationale, la technique de communication ainsi qu’au traitement statistique et informatique des données textuelles. Sur twitter : @lisabolz:</p> <p><b>Bonhomme, Marie-Laurence<br /> </b>Diplômée de master en Histoire du droit (Paris II) et en Humanités numériques (Master Technologies numériques appliquées à l’histoire à l’École nationale des chartes). Sur Twitter /@mlbonhomme.</p> <p><b>Buerstedde, Alexander<br /> </b>Studiert Geschichte sowie Anglistik und Bildungswissenschaften im Master an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Fachliche Vertiefung im Bereich der <i>digital history</i>, insbesondere über den Einsatz und die Reflektion von <i>text mining</i>-Verfahren sowie über Veränderungen im Workflow einer digital arbeitenden Geschichtswissenschaft. Mitarbeit am <i>public history</i>-Projekt „<a href="http://trugundschein.org/" target="_blank" rel="noopener">Trug und Schein</a>“, in dem ein Briefwechsel aus dem Zweiten Weltkrieg digital aufbereitet und gebloggt wird. Erhofft sich von der Master Class neue Einblicke in <i>best practices </i>digitalen Arbeitens. Twittert unter @ABuerstedde.</p> <p><b>Chagué, Alix<br /> </b>Diplômée de master en histoire de l&rsquo;art à l’Université Paris Nanterre et en humanités numériques (“Technologies numériques appliquées à l’histoire”) à l’École nationale des Chartes ; a travaillé pour le projet ANR de recherche et d&rsquo;édition de sources historiques sur l&rsquo;industrie du textile « Time Us » ; s&rsquo;intéresse à l&rsquo;analyse historique des pratiques culturelles, aux approches favorisant l&rsquo;étude des rapports sociaux de sexe et aux enjeux de la visualisation des données textuelles et sérielles. Sur Twitter : @Alix_Tz.</p> <p><b>Chapelle, Sandra<br /> </b>Thèse en cours (université de Bourgogne Franche-Comté) sur les expériences de guerre des civils pendant le conflit franco-prussien à travers les écritures de soi (1870-1914). Privilégie une approche pluridisciplinaire qui croise l’histoire du conflit franco-allemand dans ses dimensions sociales et culturelles et l’histoire des textes à travers un corpus de Mémoires, correspondances, journaux personnels, épistolaires, intimes, manuscrits et imprimés produits pendant le conflit. Participe à l’atelier doctoral « Archives et intimité » du centre d’histoire du xixe siècle de l’Université de Paris 1. A publié un article « Tuer le temps : le journal d’Auguste Castan pendant la guerre de 1870-1871 », <i>Revue d’histoire du xix</i><i>e</i><i> siècle, </i>n°51, 2015.</p> <p><b>Chartain, Lucile<br /> </b>A étudié la sociologie et les études germaniques à Paris. A soutenu une thèse de sociologie portant sur la circulation du cinéma allemand contemporain en France depuis 1990. Est actuellement ingénieure de recherche contractuelle au CNRS pour les programmes Matrice-13 Novembre, portant sur la mémoire individuelle et collective des grands événements. Dans le cadre du programme Matrice, collabore à la mise en place d’une base de données multimédia d’archives de la Seconde Guerre mondiale : analyse des témoignages écrits et audiovisuels de déportés de répression et de persécution. Les méthodes et les outils numériques se situent au cœur de la mise en place du réservoir de corpus. A titre personnel, développe un projet de recherche consacré à la notion de « victime de guerre » en Allemagne et en France <i>via </i>l’analyse de sources autobiographiques. Sur Twitter : @Lucile_CK.</p> <p><b>Gerhards, Donata<br /> </b>Bachelorstudium der Geschichte und American Studies an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit dem WS 2017/18 Masterstudium “Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften”, ebenfalls an der JGU Mainz, mit den Schwerpunkten Digitale Editorik und Spatial Humanities. Arbeitet als studentische Hilfskraft am Kooperationsprojekt „Gutenberg Biographics“ u.a. des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. und dem Universitätsarchiv Mainz und absolviert im Oktober 2018 ein Praktikum am Deutschen Historischen Institut Rom im Projekt „Digitale Bibliothek Diulio Susmel / Digitaler Dienstkalender Benito Mussolinis 1923-1945 / Präsenz deutscher militärischer Verbände in Italien (1943-1945)“. Neben dem offenen Format der Master Class und der Möglichkeit des interdisziplinären Wissensaustauschs, interessiert sie sich besonders dafür, neue Erkenntnisse im Bereich der Public History zu sammeln. Twittert erst seit kurzem unter @D_gerH.</p> <p><b>Hellwinkel, Lars<br /> </b><b></b>Diplômé d’Université Christian-Albrechts de Kiel et de l’Université de Bretagne Occidentale Brest, Lars Hellwinkel a soutenu en mai 2006 une thèse de doctorat d’histoire contemporaine sur la marine de guerre en France, dirigée en co-tutelle par les professeurs Michael Salewski (Kiel) et Christian Bougeard (Brest). Ancien boursier de l’Institut historique allemand à Paris et du Centre d’études d’Histoire de la Défense (CEHD) à Vincennes, il a participé à de nombreux colloques sur la Marine et les industries de l’armement pendant la Seconde Guerre Mondiale en France et en Allemagne. Professeur d’histoire au lycée Athenaeum à Stade près de Hambourg, Lars Hellwinkel est actuellement responsable du service pédagogique du Mémorial du camp de Sandbostel (Stalag X B) et travaille sur la numérisation des souvenirs d’anciens prisonniers de guerre français.</p> <p><b>Hess, Jan<br /> </b>Studierte Germanistik, Politikwissenschaft und Interkulturelle Gender Studies in Trier. War während seines Studiums am Trier Center for Digital Humanities (TCDH) als wissenschaftliche Hilfskraft des Projekts “Vernetzte Korrespondenzen – Erforschung und Visualisierung sozialer, räumlicher, zeitlicher und thematischer Netze in Briefkorpora” tätig und schrieb seine Masterarbeit über „Die Exilbriefe Thomas Manns und René Schickeles als Vorarbeit ihrer ästhetischen Politikkritik“. Ist seit November 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter am TCDH, wo er sich im Zuge des Projekts “eXplore! &#8211; computergestützte Modellierung, Analyse und Exploration autobiographischer Texte” sowie im Rahmen seiner Dissertation (Arbeitstitel: „Zwischen Werkstatt und literarischem Werk: Klaus Manns Tagebücher im Kontext seiner fiktionalen und nicht-fiktionalen Schriften“) mit den Tagebüchern Klaus Manns sowie den Möglichkeiten digitaler Methoden zur Analyse derselben beschäftigt. Twittert eigentlich nicht, hat aber einen Account: @linke_poot.</p> <p><b>Hofman, Andrea<br /> </b>Studierte Theologie und Musikwissenschaft in Heidelberg und Salzburg und promovierte 2013 in Heidelberg zum Psalmlied in der Reformationszeit. Arbeitete vier Jahre lang am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz und ist seit Oktober 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere Christentumsgeschichte an der Theologischen Fakultät der HU in Berlin. Gerade forscht sie mit einem DFG-Stipendium in Strasbourg. Im Habilitationsprojekt untersucht sie Predigten und Andachtsschriften aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, die in Südwestdeutschland und dem Elsass entstanden sind. Im Rahmen der Masterclass interessiert sie sich u.a. dafür, welche Möglichkeiten eine digitale Edition der Quellen mit sich bringen könnte. Twittert unter @AndreaGHofmann.</p> <p><b>Landeau, Anaïs<br /> </b>Diplômée d’un master Arts, Lettres et Civilisations en Études Culturelles Internationales. Débute une thèse en Humanités Numériques en septembre, sur l’analyse et l’extraction des émotions dans un corpus de textes européens des XIXème et XXème siècles.</p> <p><b>Ribeiro, Julia<br /> </b>Doctorante contractuelle au Centre des Sciences des Littératures en Langue Française de l’Université Paris Nanterre en co-direction avec l’École des Hautes Études en Sciences Sociales, travaillant sur la poésie de la Première Guerre mondiale et son utilisation comme source sur l’expérience combattante. Participe au projet d’humanités numériques “Poésie Grande Guerre”, autour de la construction d’une base de données relationnelle sur la poésie publié en français pendant ou en lien avec la Grande Guerre. Master en Histoire et Civilisations à l’École des Hautes Études en Sciences Sociales et licence en Sciences Sociales à l’Universidade de São Paulo (Brésil) avec une échange dans le département d’études de guerre de la King’s College London. Sur Twitter : @juliarsct.</p> <p><b>Roeder, Torsten<br /> </b>Studierte Musikwissenschaft und Italienisch in Hamburg, Rom und Berlin. Sein Interesse an digitalen Medien führte ihn zu den Digital Humanities. Arbeitete zunächst an biographischen Datenbanken und später an digitalen Editionen mit XML/TEI. Phil. Diss. in Musikwissenschaft mit digitalen Verfahren zur Quellenauswertung. Seit 2018 wissenschaftlicher Referent mit Schwerpunkt Digital Humanities an der Leopoldina/Halle. Bringt einen Augenzeugenbericht (?) zur Völkerschlacht des Leipziger Musikschriftstellers Friedrich Rochlitz mit, der bisher noch nicht wissenschaftlich ediert wurde. Twittert unter <a href="https://twitter.com/torstenroeder">@torstenroeder</a>.</p> <p><b>Schenk, Nicolas<br /> </b>Titulaire d’une licence d’anglais et d’histoire et d’un master d’Humanités Numériques à l’Université de Trèves, il contribue depuis 2018 au projet d&rsquo;édition et de rétro-numérisation de Büchner en s’intéressant plus particulièrement à l’encodage XML/TEI. Prépare actuellement une thèse  de doctorat sur les sources autobiographiques d’un auteur de littérature d’exil. Sur Twitter: @nicischenk.</p> <p><b>Suarez Cronauer, Elena<br /> </b>Schloss ihren Bachelor in Geschichte und Archäologie in Mainz und Santiago de Compostela ab. Studiert momentan im hochschulübergreifenden Master „Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften“ an der Johannes-Gutenberg-Universität und der Fachhochschule Mainz. Schwerpunkte und Interessen im Studium sind digitale (Musik)editionen sowie digitale Datenbanken. Wird ab Ende Oktober 2018 ein Praktikum am DHIP im Bereich der Digital Humanities zum Projekt „Adressbuch der Deutschen in Paris von 1854“ absolvieren. In der Masterclass interessiert sie sich für den Aspekt der Public History, freut sich auf den offenen Austausch und hofft Anreize für ein Thema zu ihrer Masterarbeit finden zu können. Twittert seit kurzem unter <a href="https://twitter.com/ElenaSCronauer">@ElenaSCronauer</a><b>.</b></p> <p><b>van de Löcht, Joana<br /> </b>Studierte im Bachelor „Assyriologie“ und „Vorderasiatische Archäologie“ und im Master „Editionswissenschaft und Textkritik“ an der Universität Heidelberg. Dort reichte sie im Herbst 2017 ihre Dissertation „Die Genese der ‚Strahlungen‘ aus Ernst Jüngers privaten Tagebüchern“ ein, in der sie die Überarbeitungstendenzen vom privaten Tagebuchnotat zur publizierten Fassung nachzeichnete. Im Rahmen der Master Class interessiert sie sich vor allem dafür, inwiefern sich Überarbeitungstendenzen von Tagebüchern einerseits quantitativ und andererseits qualitativ mittels digitaler Methoden erschließen und darstellen lassen. Twittert unter @van_de_Light.</p> <p><b>Wiegand, Viola<br /> </b>Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Research Fellow) und Doktorandin an der Universität Birmingham (Großbritannien) in den Bereichen der Korpuslinguistik, Diskursanalyse und Stylistics, bzw. Anglistik. Viola analysiert im CLiC Dickens Projekt englische Literatur Korpora des 19. Jahrhunderts (<a href="http://clic.bham.ac.uk/">clic.bham.ac.uk</a>) und für die eigene Dissertation englische Texte aus dem 20. &amp; 21. Jahrhundert (Blogs, akademische Texte &amp; Zeitungsartikel) mit Schwerpunkt auf Diskursen der Überwachung. Im Rahmen der Masterclass interessiert sie sich vor allem für die digitalen Methoden in den deutschen und französischen Digital Humanities Traditionen &#8211; und inwiefern es dort Gemeinsamkeiten mit der (britischen) Korpuslinguistik gibt. Thematisch hat sie auch Interesse an Quellen und Korpora aus dem 20. Jahrhundert. Sie wird der Forschungsfrage nachgehen, wie Einstellungen zur Ausweispflicht (Personalausweise, Reisepässe, Visa etc.) in verschiedenen Textquellen diachronisch und interkulturell repräsentiert werden. Twittert unter: <a href="https://twitter.com/violawiegand">@violawiegand</a>.</p> <p>___</p> <p>Vers le programme de la Master Class : <a href="https://dhiha.hypotheses.org/2088" target="_blank" rel="noopener">https://dhiha.hypotheses.org/2088</a></p> <p>The experts ! :</p> <p>Liste expert-e-s et participant-e-s sur Twitter :  <a href="https://twitter.com/dhiparis/lists/dhmasterclass" target="_blank" rel="noopener">https://twitter.com/dhiparis/lists/dhmasterclass</a></p> Master Class franco-allemande en Humanités Numériques II. Approches numériques de sources autobiographiques issues des guerres #dhmasterclass https://dhiha.hypotheses.org/2088 Digital Humanities à l'Institut historique allemand urn:uuid:60b42bfc-eac0-c943-0f3f-39e220a47b70 Mon, 20 Aug 2018 13:37:51 +0000 Axée en premier chef sur les sources autobiographiques écrites dans le contexte de guerres, cette deuxième Master Class franco-allemande en Humanités Numériques à l’Institut historique allemand (du 1er au 5 octobre 2018) poursuit quatre&#46;&#46;&#46; <p><a href="http://dhiha.hypotheses.org/2088/masterclass2018-2" rel="attachment wp-att-2179"><img class="alignleft wp-image-2179" src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/411/files/2018/08/masterclass2018-1.png" alt="" width="537" height="200" srcset="https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/08/masterclass2018-1.png 773w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/08/masterclass2018-1-300x112.png 300w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/08/masterclass2018-1-768x286.png 768w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/08/masterclass2018-1-500x186.png 500w" sizes="(max-width: 537px) 100vw, 537px" /></a>Axée en premier chef sur les sources autobiographiques écrites dans le contexte de guerres, cette deuxième Master Class franco-allemande en Humanités Numériques à l’<a href="https://www.dhi-paris.fr/fr/page-daccueil.html" target="_blank" rel="noopener">Institut historique allemand</a> (du 1er au 5 octobre 2018) poursuit quatre principaux objectifs :</p> <ul> <li>mettre en pratique et en perspective les nouvelles opportunités offertes par les méthodes numériques pour le travail sur les témoignages de guerre ;</li> <li>favoriser la diffusion de savoirs historiques à un public plus large au moyen des méthodes de la Public History ;</li> <li>sensibiliser les jeunes chercheurs/ses aux bonnes pratiques numériques ;</li> <li>favoriser les interactions entre jeunes chercheurs/ses et encourager les transferts de compétence franco-allemands.</li> </ul> <p>La Master Class bénéfit du soutien financier de l&rsquo;<a href="https://www.dfh-ufa.org/fr/" target="_blank" rel="noopener">Université franco-allemande</a>, de l&rsquo;<a href="https://www.dhi-paris.fr/fr/page-daccueil.html" target="_blank" rel="noopener">Institut historique allemand</a> et de <a href="http://www.univ-lemans.fr/fr/index.html" target="_blank" rel="noopener">Le Mans Université</a>.</p> <h2><b>Lundi 1</b><b>er</b><b> octobre 2018</b></h2> <p><em><strong>Expertes : Anne Baillot (Le Mans Université), Mareike König (IHA Paris), Marie Puren (LARHRA, Lyon)</strong></em></p> <p>13h30 <i>Accueil des participant(e)s</i></p> <p>14h Tour de table et présentation des participant(e)s</p> <p>16h <i>Pause café</i></p> <p>16h30-18h Édition numérique : workflows et standards</p> <p>20h <i>Dîner commun au restaurant </i><i><br /> </i></p> <p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p> <h2><b>Mardi 2 octobre 2018</b></h2> <p><strong><i>Experts :</i> <i>Andreas Witt (Université de Cologne) et Tobias Hodel (Archives Cantonales de Zurich/Université de Zurich)</i></strong></p> <p>9h30-11h Constituer des corpus textuels et enrichir des transcriptions de sources</p> <p><i>11h-11h30 Pause café</i></p> <p>11h30-13h Transkribus dans la pratique &#8211; premiers pas du travail sur document: de l’image numérique au texte transcrit</p> <p><i>13h-14h Déjeuner sur place</i></p> <p>14h-15h30 Faire des requêtes dans de grandes quantités de textes: concevoir textes et requêtes</p> <p><i>15h30-16h Pause café</i></p> <p>16h-18h Analyse de corpus, reconnaissance de manuscrits et annotation textuelle: quelles méthodes pour répondre à quelles questions ?</p> <p><i>18h Fin de la journée</i></p> <p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p> <h2><b>Mercredi 3 octobre 2018</b></h2> <p><strong><i>Experts de la matinée : </i>Charles Riondet et Lionel Tadjou (Inria, Paris)</strong></p> <p>9h30-11h Structurer des données textuelles avec la TEI (1/2)</p> <p><i>11h-11h30 Pause café</i></p> <p>11h30-13h Structurer des données textuelles avec la TEI (2/2)</p> <p><i>13h-14h Déjeuner sur place</i></p> <p><strong><i>Experte de l’après-midi : Ioana Galleron (Université Sorbonne Nouvelle-Paris 3, Paris)</i></strong></p> <p>14h-15h30 Enrichir/annoter: Principes et outils</p> <p>15h30-16h <em>Pause café</em></p> <p>16h-18h Enrichir/annoter : Mise en œuvre en petits groupes</p> <p><i>18h Fin de la journée</i></p> <p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p> <h2><b>Jeudi 4 octobre 2018</b></h2> <p><strong><i>Expertes de la journée : </i>Anita Lucchesi (C2DH, Luxembourg) et Mareike König (IHA)</strong></p> <p>9h30-11h Introduction à l’histoire publique et ses “tools kits”</p> <p><i>11h-11h30 Pause café</i></p> <p>11h30-13h Préparer la publication d’un projet numérique</p> <p><i>13h-14h Déjeuner sur place</i></p> <p>14h-15h30 Publication numérique :  Mise en œuvre en petits groupes</p> <p><i>15h30-16h Pause café</i></p> <p>16h-18h Finaliser avant publication/Développer une stratégie pour les médias sociaux</p> <p><strong>18h-20h</strong> <strong>Conférence publique de Franziska Heimburger (Sorbonne Université, Paris) : « Constituer des traductions historiques en sources pour une histoire croisée &#8211; quels outils numériques pour quelles questions ? »</strong></p> <p><i>Suivie d’un verre de l’amitié</i></p> <p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p> <h2><b>Vendredi 5 octobre 2018</b></h2> <p><strong><i>Experts : Dorian Sellier et Charles Riondet (Inria, Paris)</i></strong></p> <p>9h-10h30 Présentation des résultats de la semaine</p> <p><i>10h30-11h Pause café</i></p> <p>11h-12h30 Documenter ses bonnes pratiques de recherche, avec le Standardization Survival Kit</p> <p>12h30 Dernier tour de table</p> <p><i>13h Fin de la Master Class</i></p> <p>_________</p> <p><iframe src="//www.slideshare.net/slideshow/embed_code/key/mCVjItGkBdjfBE" width="668" height="714" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"> </iframe></p> <div style="margin-bottom: 5px"><strong> <a title="Zweite Deutsch-Französiche Master Class Digital Humanities 2018" href="//www.slideshare.net/DHI_Paris/zweite-deutschfranzsiche-master-class-digital-humanities-2018" target="_blank" rel="noopener">Zweite Deutsch-Französiche Master Class Digital Humanities 2018</a> </strong> von <strong><a href="https://www.slideshare.net/DHI_Paris" target="_blank" rel="noopener">DHI_Paris</a></strong></div> <p>&nbsp;</p> <p>Lieu : Institut historique allemand Paris (IHA)<br /> Date : 1er &#8211; 5 octobre 2018<br /> Hashtag : #dhmasterclass<br /> Blog : dhiha.hypotheses.org et dhdhi.hypotheses.org</p> <p>Organisé par : Anne Baillot (Le Mans Université), Mareike König (IHA Paris), Marie Puren (LARHRA, Lyon)</p> <p>Nous remercions notamment l&rsquo;<a href="https://www.dfh-ufa.org/fr/" target="_blank" rel="noopener">Université franco-allemande</a> pour son soutien financier.</p> <p>Les expert-e-s :<br /> Les participant-e-s :<br /> La bibliographie :<br /> Vers la version en langue allemande :</p> <p>&nbsp;</p> <p><a href="https://www.dfh-ufa.org/fr/" rel="attachment wp-att-2074"><img class="alignleft wp-image-2074" src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/411/files/2018/05/LOGO-UFA.jpg" alt="" width="244" height="81" srcset="https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/05/LOGO-UFA.jpg 2078w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/05/LOGO-UFA-300x100.jpg 300w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/05/LOGO-UFA-768x255.jpg 768w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/05/LOGO-UFA-500x166.jpg 500w" sizes="(max-width: 244px) 100vw, 244px" /></a><a href="https://www.dhi-paris.fr/fr/page-daccueil.html"><img class="alignleft wp-image-675" src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/411/files/2012/10/LOGO-DHIP_IHA.jpg" alt="" width="136" height="75" srcset="https://dhiha.hypotheses.org/files/2012/10/LOGO-DHIP_IHA.jpg 453w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2012/10/LOGO-DHIP_IHA-300x165.jpg 300w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2012/10/LOGO-DHIP_IHA-50x27.jpg 50w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2012/10/LOGO-DHIP_IHA-80x44.jpg 80w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2012/10/LOGO-DHIP_IHA-100x55.jpg 100w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2012/10/LOGO-DHIP_IHA-200x110.jpg 200w" sizes="(max-width: 136px) 100vw, 136px" /></a><a href="http://www.univ-lemans.fr/fr/index.html" rel="attachment wp-att-2109"><img class="alignleft wp-image-2109" src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/411/files/2018/08/logo_LEMANS_UNIVERSITE_RVB.jpg" alt="" width="195" height="73" srcset="https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/08/logo_LEMANS_UNIVERSITE_RVB.jpg 550w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/08/logo_LEMANS_UNIVERSITE_RVB-300x112.jpg 300w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/08/logo_LEMANS_UNIVERSITE_RVB-500x187.jpg 500w, https://dhiha.hypotheses.org/files/2018/08/logo_LEMANS_UNIVERSITE_RVB-1320x500.jpg 1320w" sizes="(max-width: 195px) 100vw, 195px" /></a></p> <p>&nbsp;</p> The experts! #dhmasterclass https://dhdhi.hypotheses.org/3447 Digital Humanities am DHIP urn:uuid:d29eb90b-62cc-9a8d-644e-2a7911f97d76 Tue, 14 Aug 2018 09:38:19 +0000 Die Expertinnen und Experten der deutsch-französischen Master Class Digital Humanities &#8222;Autobiographische Quellen aus Kriegen digital untersuchen&#8220; sind (in alphabetischer Reihenfolge): Anne Baillot ist Professorin für Germanistik an der Universität von Le Mans, wo sie&#46;&#46;&#46; <p><img class="alignleft size-medium wp-image-3706" src="http://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/08/masterclass_1-300x234.png" alt="" width="300" height="234" srcset="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/08/masterclass_1-300x234.png 300w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/08/masterclass_1-500x390.png 500w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/08/masterclass_1.png 741w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Die Expertinnen und Experten der deutsch-französischen Master Class Digital Humanities &#8222;Autobiographische Quellen aus Kriegen digital untersuchen&#8220; sind (in alphabetischer Reihenfolge):</p> <p><b>Anne Baillot</b> ist Professorin für Germanistik an der <a href="http://www.univ-lemans.fr/fr/index.html" target="_blank" rel="noopener">Universität von Le Mans</a>, wo sie insbesondere für den integrierten Bachelorstudiengang “Etudes Européennes” zuständig ist. Als Herausgeberin der Edition „<a href="https://www.berliner-intellektuelle.eu/" target="_blank" rel="noopener">Briefe und Texte aus dem intellektuellen Berlin um 1800</a>” ist sie Spezialistin für die Aufklärung sowie für die deutsche Romantik. Zudem ist sie Managing Editor des ”<a href="https://journal.tei-c.org/journal/index" target="_blank" rel="noopener">Journal of the Text Encoding Initiative</a>”, aktive Twitter-Nutzerin, gelegentliche Bloggerin, Archivliebhaberin und unermüdliche Fürsprecherin für Open Access. Twitter: <a href="https://twitter.com/@AnneBaillot" target="_blank" rel="noopener">@AnneBaillot</a>.</p> <p><b>Franziska Heimburger</b> ist promovierte Zeithistorikerin und Dozentin für Britische Geschichte an der Universität Sorbonne. Sie befasst sich mit dem Verhältnis zwischen Sprache und Geschichte auf theoretischer Ebene, ebenso wie im Rahmen der militärischen Koalitionen Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg. Gemeinsam mit Émilien Ruiz betreibt sie seit 2009 das Blog “<a href="http://www.boiteaoutils.info/" target="_blank" rel="noopener">La boîte à outils des historiens</a>” und lehrt quantitative wie digitale Instrumente auf Bachelor-, und Masterebene an der Universität Sorbonne sowie der Sciences Po Paris. Twitter: <a href="https://twitter.com/@FHeimburger" target="_blank" rel="noopener">@FHeimburger</a>.</p> <p><b>Tobias Hodel</b> ist PostDoc am Staatsarchiv des Kantons Zürich und dort zuständig für das Projekt <a href="https://read.transkribus.eu/" target="_blank" rel="noopener">READ (Recognition and Enrichment of Archival Documents)</a>. Er beschäftigt sich mit Handschriftenerkennung und dem Einsatz von <i>machine learning</i> in den Geschichtswissenschaften. An der Universität Zürich hat er zu den Aufbewahrungspraktiken des Klosters Königsfelden promoviert. Er leitet das digitale Editionsprojekt “Die Akten und Urkunden des Klosters Königsfelden” (gefördert durch den Schweizerischen Nationalfonds zur Forschungsförderung) und ist für die Neukonzeption der e-Learningplattform <a href="http://www.adfontes.uzh.ch" target="_blank" rel="noopener">Ad fontes</a>. Twitter: <a href="https://twitter.com/@thist_uzh" target="_blank" rel="noopener">@thist_uzh</a>.</p> <p><b>Mareike König</b> ist promovierte Historikerin und wissenschaftliche Bibliothekarin. Sie leitet die Abteilung Digital Humanities und die Bibliothek am <a href="https://www.dhi-paris.fr/home.html" target="_blank" rel="noopener">Deutschen Historischen Institut Paris</a> sowie die deutschsprachige Blogplattform für die Geisteswissenschaften <a href="https://de.hypotheses.org/" target="_blank" rel="noopener">de.hypotheses</a>. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf der deutschen und französischen Geschichte im 19. Jahrhundert sowie auf der digitalen Wissenschaftskommunikation in den Sozialen Medien. In Kürze wird Ihr gemeinsam mit Élise Julien verfasstes Buch “Verfeindung und Verflechtung. Deutschland-Frankreich 1870-1918 auf Deutsch (WBG) und auf Französisch (<a href="http://www.septentrion.com/fr/livre/?GCOI=27574100429130" target="_blank" rel="noopener">Septentrion</a>) erscheinen. Twitter: <a href="https://twitter.com/@Mareike2405" target="_blank" rel="noopener">@Mareike2405</a>.</p> <p><b>Anita Lucchesi</b> ist Doktorandin in Digital Public History am <a href="https://www.c2dh.uni.lu" target="_blank" rel="noopener">Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History</a> und hat einen Bachelorabschluss in Geschichte sowie einen Masterabschluss in Vergleichender Geschichte der Universität Rio de Janeiro. In ihrer Masterarbeit stellte sie einen Vergleich der Entwicklung der digitalen Geschichte in Italien und den USA zwischen 2001 und 2011 an. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit forscht sie aktuell zu Erinnerungen und Berichten zu Migration in Luxemburg. Dabei stützt sie sich auf Methoden der Public History, um unter Einbeziehung der breiten Öffentlichkeit historische Quellen zusammenzutragen und zu analysieren. Das laufende Harvesting von aktuellen Speicherdaten &#8211; ein crowdsourcing Experiment &#8211; kann hier aufgerufen werden: <a href="https://memorecord.uni.lu">memorecord.uni.lu</a>.Twitter: <a href="https://twitter.com/@alucchesi" target="_blank" rel="noopener">@alucchesi</a>.</p> <p><b>Ioana Galleron</b> ist Professorin für französische Literatur und digitale Geisteswissenschaften an der Universität Sorbonne-Nouvelle. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf dem französischen Theater des 17. und 18. Jahrhunderts. Ihre zahlreichen Publikationen dazu beruhen sowohl auf digitalen als auch traditionellen Methoden. Sie ist an mehreren Digitalisierungsprojekten von Theaterstücken (<a href="http://www.licorn-research.fr/Boissy.html">http://www.licorn-research.fr/Boissy.html</a>) und anderer Ressourcen beteiligt, wie etwa das “Dictionnaire universel” von Antoine Furetière, in der Version von Basnage de Beauval von 1701 (ANR BASNUM). Sie ist Mitglied der COST Aktion 16204 “<a href="http://www.cost.eu/COST_Actions/ca/CA16204" target="_blank" rel="noopener">Distant reading for European Literary History</a>”.</p> <p><b>Marie Puren</b> ist promovierte Zeithistorikerin und hat einen Abschluss vom Institut d’Etudes Politiques de Paris sowie der Ecole nationale des chartes. Aktuell arbeitet sie als Forschungsingenieurin für digitale Geisteswissenschaften am <a href="https://www.inria.fr/centre/paris" target="_blank" rel="noopener">INRIA</a> in Paris und ist zudem Mitglied des Teams <a href="https://www.inria.fr/equipes/almanach" target="_blank" rel="noopener">ALMAnaCH</a> für die europäischen Projekte <a href="http://www.parthenos-project.eu/" target="_blank" rel="noopener">PARTHENOS</a> und IPERION-CH. Ab 1. September 2018 wird sie am <a href="http://larhra.ish-lyon.cnrs.fr/" target="_blank" rel="noopener">LARHRA</a> in Lyon als Postdoktorandin  in Geschichte sowie in digitalen Geisteswissenschaften arbeiten. Sie lehrt digitale Geisteswissenschaften im Master an der Universität zu Versailles-Saint-Quentin-en-Yvelines und forscht insbesondere zur intellektuellen Geschichte des zeitgenössischen Frankreichs sowie zu den digitalen Geisteswissenschaften. Twitter: <a href="https://twitter.com/@MariePuren" target="_blank" rel="noopener">@MariePuren</a>.</p> <p><b>Charles Riondet</b> ist promovierter Historiker und Archivist. Er ist Forschungsingenieur in den digitalen Geisteswissenschaften am <a href="https://www.inria.fr/centre/paris" target="_blank" rel="noopener">INRIA</a> in Paris und ist Mitglied des Teams <a href="https://www.inria.fr/equipes/almanach" target="_blank" rel="noopener">ALMAnaCH</a>. Als Metadaten- und Standardspezialist ist er in den EU-finanzierten Horizon 2020-Projekten <a href="http://www.parthenos-project.eu/" target="_blank" rel="noopener">PARTHENOS</a> und EHRI beteiligt. Sein Fokus liegt hierbei auf Textdaten (XML-TEI) und archivalischen Metadaten (EAD, EAC-CPF). Twitter: <a href="https://twitter.com/@charlesriondet" target="_blank" rel="noopener">@charlesriondet</a>.</p> <p><b>Dorian Sellier </b>hat einen Masterabschluss in mittelalterlicher Geschichte und Informationsarchitektur der ENS in Lyon. Als Mitglied des Teams <a href="https://www.inria.fr/equipes/almanach" target="_blank" rel="noopener">ALMAnaCH</a> am <a href="https://www.inria.fr/centre/paris" target="_blank" rel="noopener">INRIA</a> Paris arbeitet er aktuell als UX Designer bzw. Informationsarchitekt. Zudem ist er am europäischen H2020-Projekt <a href="http://www.parthenos-project.eu/" target="_blank" rel="noopener">PARTHENOS</a> beteiligt, wo er für das nutzerzentrierte Design der Website verantwortlich ist. Twitter: <a href="https://twitter.com/@DorianSeillier" target="_blank" rel="noopener">@DorianSeillier</a>.</p> <p><b>Lionel Tadjou</b> hat einen Masterabschluss in Informatik mit Schwerpunkt Softwareentwicklung. Aktuell ist er als Forschungsingenieur am <a href="https://www.inria.fr/centre/paris" target="_blank" rel="noopener">INRIA</a> tätig sowie Mitglied des <a href="https://www.inria.fr/equipes/almanach" target="_blank" rel="noopener">ALMAnaCH</a> Teams, wo er als Webentwickler arbeitet. Er ist beteiligt am EU-finanzierten Horizon 2020- Projekt <a href="http://www.parthenos-project.eu/" target="_blank" rel="noopener">PARTHENOS</a>. Twitter: <a href="https://twitter.com/@NTatali" target="_blank" rel="noopener">@NTatali</a>.</p> <p><b>Andreas Witt</b> ist Professor für für <a href="http://www.spinfo.phil-fak.uni-koeln.de/33165.html" target="_blank" rel="noopener">Digital Humanities und Sprachliche Informationsverarbeitung an der Universität zu Köln</a> und Leiter des Programmbereichs Forschungsinfrastrukturen am Institut für Deutsche Sprache in Mannheim. Er ist zudem Honorarprofessor für Digital Humanities und Computerlinguistik an der Universität Heidelberg. Er beschäftigt sich u.a. mit der Standardisierung linguistischer Forschungsdaten und ist verantwortlicher Organisator der ISO Arbeitsgruppe &#8218;Linguistische Annotation&#8216; (ISO/TC 37/SC 4/WG 6) und Co-Sprecher der Special Interest Groups ‘TEI for Linguists’ innerhalb der Text Encoding Initiative.</p> <p>_____</p> <p>Zum Programm der Master Class: <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/3349" target="_blank" rel="noopener">https://dhdhi.hypotheses.org/3349</a></p> <p>Zur Vorstellung der Teilnehmerinnen und Teilnehmern: <a href="https://dhdhi.hypotheses.org/3493" target="_blank" rel="noopener">https://dhdhi.hypotheses.org/3493</a></p> <p>hashtag: #dhmasterclass</p> <p>Twitterliste mit Teilnehmenden und Expert*innen: <a href="https://twitter.com/dhiparis/lists/dhmasterclass" target="_blank" rel="noopener">https://twitter.com/dhiparis/lists/dhmasterclass</a></p> <p>____</p> <p>Wir danken der Deutsch-Französischen Hochschule für die großzügige Förderung der Masterclass!</p> <p><img class="alignleft wp-image-3319" src="http://dhdhi.hypotheses.org/files/2018/05/LOGO-UFA-300x100.jpg" alt="" width="273" height="91" srcset="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/05/LOGO-UFA-300x100.jpg 300w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/05/LOGO-UFA-768x255.jpg 768w, https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/511/files/2018/05/LOGO-UFA-500x166.jpg 500w" sizes="(max-width: 273px) 100vw, 273px" /></p> APPEL À CANDIDATURES POUR UNE BOURSE DE POSTDOCTORAT à Dakar https://ihacrepos.hypotheses.org/1020 Groupe IHA CREPOS urn:uuid:a018eeca-ef7e-b68d-1dbc-c86d3526a87d Fri, 13 Jul 2018 20:39:15 +0000 Début de la bourse: 1er janvier 2019 Durée: 24 mois, prolongeable de 12 mois après une évaluation positive Date limite de candidature: 20 septembre 2018 PDF Ausschreibung auf Deutsch L’Institut historique allemand (IHA) et&#46;&#46;&#46; <p><strong>Début de la bourse: 1<sup>er</sup> janvier 2019</strong></p> <p><strong>Durée: 24 mois, prolongeable de 12 mois après une évaluation positive</strong></p> <p><strong>Date limite de candidature: 20 septembre 2018</strong></p> <p><strong><a href="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/3135/files/2018/07/2018_IHA_CREPOS_Appel-doffre-bourses-de-postdoc_FR.pdf">PDF</a></strong></p> <p><a href="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/3135/files/2018/07/2018_IHA_CREPOS_Ausschreibung-Postdoc-Stipendium_DE.pdf">Ausschreibung auf Deutsch</a></p> <p>L’Institut historique allemand (IHA) et le <strong>Ce</strong>ntre de <strong>r</strong>echerches sur les <strong>p</strong>olitiques <strong>s</strong>ociales (CREPOS) offrent une bourse d’études postdoctorales pour une période de 24 mois (prolongeable de 12 mois après une évaluation positive). Nous cherchons un postdoctorant ou une postdoctorante capable de mener à bien un projet de recherche s’inscrivant dans la thématique générale du programme de recherche transnational »La bureaucratisation des sociétés africaines«. Les disciplines éligibles sont les sciences humaines et sociales. Les projets éligibles peuvent concerner toute région en Afrique et/ou la diaspora africaine de toutes les périodes. Pour une description du programme voir <a href="https://www.dhi-paris.fr/fr/recherche/afrique/la-bureaucratisation-des-societes-africaines.html">https://www.dhi-paris.fr/fr/recherche/afrique/la-bureaucratisation-des-societes-africaines.html</a></p> <p><strong>Conditions </strong></p> <ul> <li>Le postdoctorant ou la postdoctorante s’engage à mener à bien son projet individuel de recherche.</li> <li>Le programme est basé à Dakar. La présence à Dakar pendant l’année académique du programme (janvier‒juin) est obligatoire. Les boursiers peuvent effectuer des missions de recherche en Afrique et en Europe et participer à des manifestations scientifiques hors du Sénégal.</li> <li>Le postdoctorant ou la postdoctorante participera aux activités scientifiques du programme et contribuera à l’organisation des activités collectives.</li> </ul> <p>Des informations sur le montant de la bourse sont disponibles auprès de la directrice administrative de l’IHA, Maren Dehne: <a href="mailto:MDehne@dhi-paris.fr">MDehne@dhi-paris.fr</a>.</p> <p><strong>Critères de sélection </strong></p> <ul> <li>la qualité du projet de recherche, son originalité, son adéquation au programme collectif;</li> <li>la qualification académique, y compris ses publications;</li> <li>les compétences linguistiques (de bonnes connaissances du français sont indispensables, l’allemand et l’anglais sont un atout).</li> <li>la volonté à travailler en équipe et à prendre des initiatives;</li> <li>à qualifications égales, la candidature de femmes est privilégiée.</li> </ul> <p><strong>Dossier de candidature </strong></p> <ul> <li>copie du diplôme de doctorat ou une attestation que la soutenance est programmée avant octobre 2018;</li> <li>lettre de motivation;</li> <li>curriculum vitae avec liste des publications, conférences et interventions;</li> <li>projet de recherche, rédigé en français ou en anglais, comprenant:</li> </ul> <ol style="list-style-type: lower-roman"> <li>un titre, suffisamment clair et précis pour exposer l’objectif principal de la recherche;</li> <li>un résumé (200 mots);</li> <li>la présentation du projet de recherche (environ 5000 mots): un exposé de la problématique et des objectifs de la recherche, construit sur la base de l’état de l’art; la présentation de la méthodologie et des sources envisagées;</li> <li>une bibliographie (pas plus d’une page).</li> </ol> <p>Une lettre de recommandation qui doit être envoyée directement à l’IHA, sans mettre le candidat ou la candidate en copie: <a href="mailto:bewerbung@dhi-paris.fr">bewerbung@dhi-paris.fr</a></p> <p>Le dossier de candidature devra être envoyé avant le 20 septembre 2018 sous forme électronique en <strong>un seul fichier PDF</strong> à l’IHA: <a href="mailto:bewerbung@dhi-paris.fr">bewerbung@dhi-paris.fr</a>.</p> <p>Les entretiens auront lieu à Paris le 18 octobre 2018. Pour obtenir plus d’informations, veuillez-vous adresser à la directrice scientifique du programme, Susann Baller: <a href="mailto:sballer@dhi-paris.fr">sballer@dhi-paris.fr</a>.</p> Université d’été 2018 à Berlin: De l’agrafe au logiciel: technologies bureaucratiques et relations sociales dans les mondes du travail en Afrique https://ihacrepos.hypotheses.org/949 Groupe IHA CREPOS urn:uuid:1d985e06-5c79-d73a-34c3-fb07752ac5f6 Thu, 12 Jul 2018 10:57:36 +0000 De l’agrafe au logiciel: technologies bureaucratiques et relations sociales dans les mondes du travail en Afrique Programme Université d’été Berlin, 16-20 juillet 2018 Les univers professionnels, en Afrique, semblent de plus en plus imprégnés&#46;&#46;&#46; <p><strong>De l’agrafe au logiciel: technologies bureaucratiques et relations sociales dans les mondes du travail en Afrique</strong></p> <p><a href="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/3135/files/2018/07/Programme_Ecole_16-au-20-juillet-2018_IHA-CREPOS.pdf" target="_blank" rel="noopener">Programme</a></p> <p>Université d’été</p> <p>Berlin, 16-20 juillet 2018</p> <p>Les univers professionnels, en Afrique, semblent de plus en plus imprégnés par différentes technologies bureaucratiques. Cela concerne le travail, formel et informel, journalier, spirituel, voire le travail forcé. Si ce constat est évident pour le travail du bureaucrate, cela vaut aussi pour le menuisier, le chauffeur, le paysan, l’ouvrier ou le marchand ambulant qui doivent, à un moment ou l’autre, remplir des formulaires, facturer de reçus, déclarer des dépenses, établir des listes etc. Outre les services publics, les grandes entreprises, les organisations non-gouvernementales, chaque école, église, magasin, association, ou groupement se dotent désormais de son équipement technique pour assurer son fonctionnement quotidien. Face à l’omniprésence de la bureaucratisation, Béatrice Hibou remarque à juste titre que nous sommes tous des bureaucrates. Notre équipement peut être une simple ramette de papiers, un bloc de factures, un formulaire, un cachet, un classeur ou un étager, ou bien encore des logiciels de logistique ou de scanners d’empreintes biométriques. De telles technologies bureaucratiques ont un impact sur les pratiques de travail, aussi dans les sphères économiques, politiques, sociales et religieuses. Ces pratiques sont souvent marquées par un imaginaire de l’efficacité, de la rationalisation et de la mise en place de procédures – parfois purement esthétiques, parfois suivant des logiques d’efficacité ou néolibérales. Cet imaginaire renvoie à des normes sociales du travail qui s’inspirent, parfois, par des conceptions locales du ‘travail’, ou bien aussi, par une conception du « bon citoyen ». Ces imaginaires bureaucratiques du travail dépendent directement de pratiques matérielles, c’est-à-dire de la manipulation et de l’usage d’artefacts et d’assemblages technologiques, qui déterminent ce qui est perçu comme le « vrai » travail bureaucratique et le « véritable » bureaucrate. Ainsi, ces technologies de la bureaucratie influencent nos façons de penser, nos façons de structurer notre organisation sociale, voire même la mise en scène de l’administration et de la gestion publique.</p> <p>Pour notre université d’été nous invitons des doctorant(e)s en histoire, en  anthropologie, en sciences politiques, en sociologie ou dans des disciplines apparentées à questionner leurs matériaux de recherche selon la vie quotidienne des technologies bureaucratiques. Ces technologies sont comprises tant comme des artefacts isolés que comme des assemblages technologiques encastrés dans des pratiques sociales et culturelles. De quelles manières se reconfigurent alors les imaginaires de la bureaucratie et du travail ? Comment conditionnent-elles et ordonnent-elles des processus de rationalisation bureaucratique ? Comment les technologies bureaucratiques génèrent, affectent, transforment et conditionnent différentes relations sociales ? Contribuent-elles au principe bureaucratique de la dépersonnalisation des rapports sociaux, et peut-être même participent d’une violence structurelle pour les acteurs ? De l’agrafe au logiciel, les technologies bureaucratiques ont un impact sur les façons dont les hommes se comportent vis-à-vis de l’Etat (citoyenneté), vis-à-vis d’organisations qu’ils représentent ou auxquelles ils appartiennent, ainsi que vis-à-vis d’autres personnes et même vis-à-vis d’eux-mêmes. Ces rapports génèrent soit un engagement/attachement, soit un détachement. À travers le prisme de la technologie, nous envisageons ainsi d’étudier les rôles praxéologiques, esthétiques, affectifs/émotionnels et/ou symboliques/imaginaires que les technologies bureaucratiques jouent dans la formation de relations humaines entre engagement/identification et détachement.</p> <p>L’université d’été se focalise sur trois axes de recherches, étroitement liés les uns aux autres :</p> <ol> <li><strong><u>Les espaces du travail bureaucratique.</u></strong> S’il s’agit notamment du building administratif, du bureau ou du guichet, l’espace du bureau peut être plus réduit, telle une case ou une cabane. Parfois, juste le cachet marque l’espace du bureau, tandis qu’un tas de document ramassé sous un lit représente l’archive. Les espaces du travail bureaucratique concernent aussi les trajets que prennent les documents bureaucratiques, en terme de circulation des documents ou par voie électronique (des espaces virtuels). Les espaces sont donc des espaces « réels » (entre quatre murs ou autour d’une table etc.), des espaces virtuels, et/ou des espaces produits par des pratiques sociales ou par des imaginaires.</li> <li><strong><u>Les technologies bureaucratiques</u></strong>. Elles renvoient à un assemblage d’artefacts, d’outils de travail, qui viennent avec une matérialité particulier, et à un savoir-faire, une habilité, des procédures et des méthodes. De ce point de vue, la bureaucratie en tant que telle est déjà une technologie, une machine qui rend, selon Max Weber, l’organisation efficace et rationnelle. En même temps, la bureaucratie dépend des technologies qui déterminent ses pratiques, au niveau symbolique (cachet) comme organisationnel (classeur, logiciel, liste).</li> <li><strong><u>Les imaginaires du travail bureaucratique</u></strong>. Ceux-ci relèvent de normes sociales et de concepts du « bon » bureaucrate, de « l’idéaltype » de la bureaucratie, mais aussi d’autres pratiques sociales et culturelles qui influencent, transforment et/ou mettent en question cet idéaltype. Les imaginaires bureaucratiques s’expriment souvent dans l’attrait pour les règles et la rationalisation, mais reflètent aussi les valeurs symboliques qu’on attache au papier, à un cachet ou à l’empreinte biométrique.</li> </ol> <p>Chaque participant soumettra un papier de 10 à 15 pages (environ 30 000 signes avec espaces). Ces papiers circuleront en amont entre tous les participants afin d’enrichir les discussions. Lors de l’université d’été à Berlin, chaque participant aura 20 minutes pour résumer son travail. Chaque communication sera ensuite commentée par deux chercheurs ; ensuite le papier sera discuté en séance plénière.</p> <p>L’Ecole d’été du programme de recherche « La bureaucratisation des sociétés africaines » de l’Institut historique allemand de Paris (IHA) et le Centre de recherche sur les politiques sociales des Dakar (CREPOS) en collaboration avec re:work de Humboldt-Universität zu Berlin et l’Institut des mondes africains de Paris (IMAF) et avec le soutien de l’Université franco-allemand et la Fondation Max Weber.</p> <p><strong>Partenaires </strong>:</p> <p>Programme « La bureaucratisation des sociétés africaines »: Dr. Susann Baller</p> <p>Institut historique allemand de Paris : Prof. Thomas Maissen</p> <p>Centre de recherche sur les politiques sociales des Dakar (CREPOS) : Prof. Alfred Ndiaye</p> <p>Re:work de Humboldt-Universität zu Berlin: Prof. Andreas Eckert</p> <p>Institut des mondes africains de Paris (IMAF): Dr. Séverine Awenengo Dalberto</p> <p><strong>Comité scientifique</strong> : Susann Baller, Peter Lambertz et Martin Mourre</p> <p><strong>Lieu : </strong>Re:work (Centre de recherche international «Travail et parcours de vie dans une perspective historique globale»), Humboldt-Universität zu Berlin, adresse : Georgenstr. 23, 10117 Berlin</p> <p>&nbsp;</p> <p><a href="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/3135/files/2018/07/Programme_Ecole_16-au-20-juillet-2018_IHA-CREPOS.pdf" target="_blank" rel="noopener"><strong>Programme</strong></a></p> <p><strong>Lundi, 16 juillet 2018</strong></p> <p>14h00-15h00                   <strong>Introduction</strong></p> <p>Mots de bienvenus d’Andreas Eckert (U Humboldt Berlin et directeur de re:work) et du comité scientifique (Susann Baller, Peter Lambert et Martin Mourre)</p> <p>15h00-16h30                   <strong>Présentation 1</strong> de Kamina Diallo : « Les imaginaires du travail bureaucratique des associations d’ex-combattants ivoiriennes »</p> <p><em>16h30                                  Pause-café</em></p> <p>17h00-18h30                   <strong>Présentation 2</strong> d’Abasse Diop : « Travail précaire et technologies bureaucratiques : entre ajustement et rejet »</p> <p><strong>Mardi, 17 juillet 2018</strong></p> <p>09h00-10h30                   <strong>Table ronde I : Les espaces sociaux et politiques des technologies bureaucratiques</strong></p> <p>Chair : Martin Mourre; intervenants : Florence Brisset-Foucault (IMAF, U Paris 1-Sorbonne), Ndiouga Benga (UCAD), Romain Tiquet (U Genève)</p> <p><em>10h30                                  Pause-café</em></p> <p>11h00-12h30                   <strong>Présentation 3</strong> de Merlin Ottou : «‘Votre carte minière, s’il vous plaît !’ : une ethnographie des rapports entre les agents des brigades minières du Capam et les orpailleurs dans les sites miniers de Bétaré-Oya au Cameroun »</p> <p><em>12h30                                  Déjeuner</em></p> <p>14h00-15h30                   <strong>Présentation 4</strong> d’Oscarine Mela : « Améliorer la gestion des ressources humaines de l’administration publique camerounaise à l’aide d’un logiciel : jeux autour du Sigipes »</p> <p><em>15h30                                  Pause-café</em></p> <p>16h00-17h30                   <strong>Présentation 5</strong> de Modou Niang : « Contextualisation socio-historique des organisations paysannes au Sénégal »</p> <p>17h45-19h15                   <strong>Table ronde II : Construction et gouvernance bureaucratiques de l’espace</strong></p> <p>Chair : Lamina Doumbia; intervenants : Sabine Planel (IMAF), Georg Klute (U Bayreuth), Mahaman Tidjani Alou (U Niamey, LASDEL)</p> <p><strong>Mercredi, 18 juillet 2018</strong></p> <p>09h00-10h30                   <strong>Présentation 6</strong> de Bintou Mbaye : « L’abolition de l’esclavage et ses aspects bureaucratiques à Saint-Louis et Gorée en 1848 »</p> <p><em>10h30                                  pause-café</em></p> <p>11h00-12h30                   <strong>Présentation 7</strong> Lamine Doumbia : « La bureaucratisation de la pratique foncière: perspective des associations des déguerpis et des activistes à l‘exemple de Bamako et de Ouagadougou »</p> <p>12h30-13h00                   Présentation de l’Université franco-allemande (UFA) : Kathleen Schlütter</p> <p><em>13h00                                  déjeuner</em></p> <p>14h00                                Témoignage de Paul Isewanga Inongo</p> <p>15h30-17h00                   Archives de la Stasi (Archiv des Bundesbeauftragten für Stasiunterlagen)</p> <p><em>19h00                                  Diner</em></p> <p><strong>Jeudi, 19 juillet 2018</strong></p> <p>09h00-10h30                   <strong>Table ronde III: Le travail du bureaucrate</strong></p> <p>Chair : Amadou Dramé; intervenants : Anaïs Wion (IMAF), Catarina Madeira-Santos (EHESS), Andreas Eckert (re :work/ U Humboldt Berlin)</p> <p><em>10h30                                  Pause-café</em></p> <p>11h00-12h30                   <strong>Présentation 8</strong> de Peter Lambertz : « The Vernacular Bureaucracy of Taxi Logistics at the Airport of Dakar »</p> <p><em>12h30                                  Déjeuner</em></p> <p>14h00-15h30                   <strong>Présentation 9</strong> de Kelma Manatouma : « Identification et historicité de la papierisation des identités au Tchad »</p> <p><em>15h30                                  Pause-café</em></p> <p>16h00-17h30                   <strong>Présentation 10 </strong>d’Amadou Dramé : « ‘Broussard’ mais aussi bureaucrate : Réflexion sur la posture Commandant de cercle dans la politique musulmane d’identification et de la surveillance des marabouts en AOF (1906-1946) »</p> <p><strong>Vendredi, 20 juillet 2018</strong></p> <p>09h00-10h30                   <strong>Table-ronde IV : L’uniforme comme technologie bureaucratique</strong></p> <p>Chair : Peter Lambertz; intervenants : Joël Glasman (U Bayreuth), Mirco Göpfert (U Konstanz)</p> <p><em>10h30                                  Pause-café</em></p> <p>11h00-12h30                   <strong>Présentation 11</strong> de Martin Mourre : « Le travail bureaucratique de la justice militaire coloniale : le procès des tirailleurs de Thiaroye, 1944-1945 »</p> <p><em>12h30                                  déjeuner</em></p> <p>14h00-15h30                   <strong>Présentation 12</strong> de Cecilia Passanti : « Quand les technologies rentrent en politique. Sur le rôle des technologies électorales dans le façonnement des Etats africains »</p> <p><em>15h30                                 Pause-café</em></p> <p>16h00-17h30                   <strong>Présentation 13</strong> de Johara Berriane : « Les papiers de la foi. Production et usages des documents d’identité évangéliques dans les mobilités africaines (Maroc et Sénégal) »</p> <p>17h30-18h00                   Conclusion</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Commentaires :</strong></p> <table> <tbody> <tr> <td width="42"><strong> </strong></td> <td width="67"><strong>Date</strong></td> <td width="157"><strong>Chair</strong></td> <td width="230"><strong>Présentation de 20 minutes</strong></td> <td width="237"><strong>Commentaire 1</strong></td> <td width="195"><strong>Commentaire 2</strong></td> </tr> <tr> <td width="42">1</td> <td width="67">16/07</td> <td width="157">Susann Baller</td> <td width="230">Kamina Diallo</td> <td width="237">Florence Brisset-Foucault</td> <td width="195">Daniel Tödt</td> </tr> <tr> <td width="42">2</td> <td width="67">16/07</td> <td width="157">Peter Lambertz</td> <td width="230">Abasse Diop</td> <td width="237">Baz Lecocq</td> <td width="195">Lamine Doumbia</td> </tr> <tr> <td width="42">3</td> <td width="67">17/07</td> <td width="157">Martin Mourre</td> <td width="230">Merlin Ottou</td> <td width="237">Alfred Ndiaye</td> <td width="195">Johara Berriane</td> </tr> <tr> <td width="42">4</td> <td width="67">17/07</td> <td width="157">Lamine Doumbia</td> <td width="230">Oscarine Mela</td> <td width="237">Susann Baller</td> <td width="195">Kelma Manatouma</td> </tr> <tr> <td width="42">5</td> <td width="67">17/07</td> <td width="157">Susann Baller</td> <td width="230">Modou Niang</td> <td width="237">Georg Klute</td> <td width="195">Amadou Dramé</td> </tr> <tr> <td width="42">6</td> <td width="67">18/07</td> <td width="157">Ndiouga Benga</td> <td width="230">Bintou Mbaye</td> <td width="237">Catarina Madeira-Santos</td> <td width="195">Lesley Brown</td> </tr> <tr> <td width="42">7</td> <td width="67">18/07</td> <td width="157">Thomas Maissen</td> <td width="230">Lamine Doumbia</td> <td width="237">Sabine Planel</td> <td width="195">Oscarine Mela</td> </tr> <tr> <td width="42">8</td> <td width="67">19/07</td> <td width="157">Andreas Eckert</td> <td width="230">Peter Lambertz</td> <td width="237">Ndiouga Benga</td> <td width="195">Abasse Diop</td> </tr> <tr> <td width="42">9</td> <td width="67">19/07</td> <td width="157">Ndiouga Benga</td> <td width="230">Kelma Manatouma</td> <td width="237">Mahaman Tidjani Alou</td> <td width="195">Cecilia Passanti</td> </tr> <tr> <td width="42">10</td> <td width="67">19/07</td> <td width="157">Martin Mourre</td> <td width="230">Amadou Dramé</td> <td width="237">Andreas Eckert</td> <td width="195">Romain Tiquet</td> </tr> <tr> <td width="42">11</td> <td width="67">20/07</td> <td width="157">Amadou Dramé</td> <td width="230">Martin Mourre</td> <td width="237">Joël Glasman</td> <td width="195">Anaïs Wion</td> </tr> <tr> <td width="42">12</td> <td width="67">20/07</td> <td width="157">Johara Berriane</td> <td width="230">Cecilia Passanti</td> <td width="237">Romain Tiquet</td> <td width="195">Kamina Diallo</td> </tr> <tr> <td width="42">13</td> <td width="67">20/07</td> <td width="157">Peter Lambertz</td> <td width="230">Johara Berriane</td> <td width="237">Mirco Göpfert</td> <td width="195">Susann Baller</td> </tr> </tbody> </table> [Neuerscheinung] [nouvelle parution] Francia-Recensio 2018/2 https://dfmfa.hypotheses.org/2608 DFMFA urn:uuid:1d50e97a-c642-702a-cc4a-8c8da652ec0d Thu, 05 Jul 2018 11:35:12 +0000 Francia-Recensio 2018/2: Die aktuelle Ausgabe von Francia-Recensio enthält 107 Rezensionen aus den Bereichen Mittelalter, Frühe Neuzeit und Neueste Geschichte. Francia Recensio 2018-2 Francia-Recensio 2018/2: Le dernier numéro de »Francia-Recensio« comprend 107 comptes rendus couvrant le Moyen Âge, les Temps modernes et l&#8217;histoire contemporaine. Francia Recensio 2018-2 “La construction de la mémoire combattante après-guerre” https://grandeguerre.hypotheses.org/2252 La Grande Guerre urn:uuid:d2b18652-7f29-24f1-45b4-69e1b5d6a7da Thu, 28 Jun 2018 08:58:47 +0000 Prochaine conférence dans le cadre de “Les sorties de guerre. France, Allemagne, Europe 1917-1923”, cycle organisé conjointement par l’Institut historique allemand et la Mission du centenaire de la Première Guerre mondiale (vers le programme). La conférence de Nicolas Offenstadt (université&#46;&#46;&#46; <p>Prochaine conférence dans le cadre de “Les sorties de guerre. France, Allemagne, Europe 1917-1923”, cycle organisé conjointement par l’Institut historique allemand et la Mission du centenaire de la Première Guerre mondiale (vers le <a href="http://www.dhi-paris.fr/fileadmin/user_upload/DHI_Paris/05_Veranstaltungen/01_Vortrag/2018/2018_Sorties_de_Guerre_Flyer_2018_web_Final.pdf">programme</a>).<span id="more-2252"></span></p> <p>La conférence de<strong> Nicolas Offenstadt</strong> (université Panthéon-Sorbonne) a pour sujet &#8220;<strong>Un Patrimoine de pierres et de larmes. Les anciens combattants et l&#8217;espace du souvenir</strong>&#8220;. Revenus du front, les anciens combattants n&#8217;attendent pas seulement la reconnaissance individuelle de leurs souffrances et de leurs expérience. Ils entendent aussi définir un nouvel espace public de la mémoire, depuis les anciennes zones du front jusqu&#8217;aux cimetières de l&#8217;arrière. A vrai dire, cela <a href="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/546/files/2018/06/Saint-Laurent-Blangy.jpg"><img class="size-medium wp-image-2253 alignleft" src="https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/546/files/2018/06/Saint-Laurent-Blangy-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/06/Saint-Laurent-Blangy-300x200.jpg 300w, https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/06/Saint-Laurent-Blangy-768x512.jpg 768w, https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/06/Saint-Laurent-Blangy-500x333.jpg 500w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>ne va pas de soi et les conflits et combats se multiplient.</p> <p>Cette première intervention sera suvie par celle d&#8217;Arndt Weinrich (Sorbonne Université).</p> <p><strong>Date</strong>: 3 juillet 2018, 18h30</p> <p><strong>Lieu</strong>: Institut historique allemand (8 rue du Parc-Royal, 75003 Paris), réservation: event@dhi-paris.fr.</p> <p>Image: Oli Bac: <a href="https://www.flickr.com/photos/olibac/6336800753/">Saint-Laurent-Blangy, Cimetière militaire allemand</a>, 2011. Flickr, Creative Commons.</p> Les actes du colloque »Charlemagne: les temps, les espaces, les hommes« sont parus https://charlemagne.hypotheses.org/681 Charlemagne urn:uuid:80383ea5-0204-7084-3bf7-ba59e03421ed Fri, 22 Jun 2018 08:15:06 +0000 Les actes du colloque »Charlemagne: les temps, les espaces, les hommes. Construction et déconstruction d’un règne«, organisé en 2014 à l&#8217;Institut historique allemand de Paris, viennent de paraître. Die Beiträge der 2014 am Deutschen Historischen Institut Paris veranstalteten Tagung  »Charlemagne: &#8230; <a href="https://charlemagne.hypotheses.org/681">Lire la suite <span class="meta-nav">&#8594;</span></a> <p>Les actes du colloque <span id="ProductDisplay1_lblTitle" class="ProductDisplay_ProductTitle">»Charlemagne: les temps, les espaces, les hommes. </span><span id="ProductDisplay1_lblSubTitle" class="ProductDisplay_ProductSubTitle">Construction et déconstruction d’un règne«</span>, organisé en 2014 à l&rsquo;Institut historique allemand de Paris, viennent de paraître.</p> <p>Die Beiträge der 2014 am Deutschen Historischen Institut Paris veranstalteten Tagung  <span id="ProductDisplay1_lblTitle" class="ProductDisplay_ProductTitle">»Charlemagne: les temps, les espaces, les hommes. </span><span id="ProductDisplay1_lblSubTitle" class="ProductDisplay_ProductSubTitle">Construction et déconstruction d’un règne« sind nun erschienen.</span></p> <p><a href="http://www.brepols.net/Pages/ShowProduct.aspx?prod_id=IS-9782503577975-1" target="_blank" rel="noopener"><span id="ProductDisplay1_lblTitle" class="ProductDisplay_ProductTitle">Rolf Große, Michel Sot (Hg.), Charlemagne: les temps, les espaces, les hommes. </span><span id="ProductDisplay1_lblSubTitle" class="ProductDisplay_ProductSubTitle">Construction et déconstruction d’un règne, Turnhout 2018.</span></a></p> IDENTITÉS DE PAPIER, PAPIERS D’IDENTITÉ EN AFRIQUE CONTEMPORAINE (XIXE‒XXIE SIÈCLE). 22-23 JUIN 2018 https://ihacrepos.hypotheses.org/911 Groupe IHA CREPOS urn:uuid:16288b35-2bad-c45d-201c-4aa0740c3ca3 Wed, 13 Jun 2018 08:41:15 +0000 CENTRE DE CONFÉRENCE UCAD 2 UNIVERSITÉ CHEIKH ANTA DIOP, DAKAR Vendredi 22 juin 2018 Salle Visio-conférence 8:30                        Accueil: café &#38; enregistrement des participants et participantes 9:00                        Ouverture du colloque par Ibrahima Thioub (Recteur&#46;&#46;&#46; <table> <tbody> <tr> <td>CENTRE DE CONFÉRENCE UCAD 2</td> </tr> </tbody> </table> <p>UNIVERSITÉ CHEIKH ANTA DIOP, DAKAR</p> <ul> <li>Vendredi 22 juin 2018</li> </ul> <p><em>Salle Visio-conférence</em></p> <p>8:30                        Accueil: café &amp; enregistrement des participants et participantes</p> <p>9:00                        Ouverture du colloque par Ibrahima Thioub (Recteur de l’UCAD)</p> <p>9:15                        Introduction des organisateurs et organisatrices</p> <p>9:45–10:45           Conférence inaugurale par Keith Breckenridge  (Wits Institute for Social &amp; Economic Research University of the Witwatersrand, Afrique du Sud):</p> <p>Mathematical abstraction, writing and imperial racism:  on the theoretical significance of biometric government</p> <p>10:45–11:00         Pause-café</p> <p>11:00–13:00        Panel 1: Identifier et s’identifier en AOF                                                    <em>Salle Visio-conférence</em><br /> Président: Adrien Ndiouga Benga (Université Cheikh Anta Diop)</p> <p>Bintou Mbaye (Université Cheikh Anta Diop de Dakar): La Commission chargée de l’abolition immédiate de l’esclavage: Une instance d’identification des esclaves domestiques à Saint-Louis et à Gorée (Sénégal, 1848)</p> <p>Martin Mourre (IHA‒CREPOS): Identifier les anciens combattants en AOF après la Seconde Guerre mondiale:<br /> Retour sur la mission Liger</p> <p>Amadou DramÉ (IHA‒CREPOS): Une procédure d’identification infructueuse: Le cas d’Adam Idriss Brahim Serkin Bakay, étudiant d’AOF à al-Azhar (Caire), 1954–1956</p> <p>Séverine Awenengo Dalberto (CNRS, Institut des mondes africains, IHA‒CREPOS, ANR PIAF): La première carte d’identité d’AOF: encartement des citoyens et écritures bureaucratiques de soi au Sénégal</p> <p>13:00–14:45                  Pause déjeuner</p> <p>14:45–17:00 Panel 2: Politiques et pratiques de l’état civil                                                             <em>Salle Visio-conférence</em></p> <p>Président: Richard BanÉgas  (Centre de recherches internationales, Sciences Po Paris, ANR PIAF)</p> <p>Louise BarrÉ (Université Bordeaux-Montaigne, Les Afriques dans le monde): Papiers de familles: la bureaucratisation de la question familiale (Côte d’Ivoire, 1950‒1970)</p> <p>Jérôme Kouakou (Centre de Recherche pour le Développement, Université Alassane Ouattara Bouaké): A quoi sert la déclaration de naissance? Analyse du phénomène de la non-déclaration à partir de la représentation sociale de l’acte de naissance en Côte d’Ivoire</p> <p>Fatoumata Hane (Université Assane Seck de Ziguinchor): État civil en Casamance: du privé au politique. Entre marqueurs identitaires et actions politiques</p> <p>Malick Ndour (Greffier, chef du bureau de l’état civil Tribunal d’instance Hors Classe  de Dakar): Retour d’expérience</p> <p>Teresa Vazquez (UNHCR Bureau régional d’Afrique de l’Ouest ‒ Unité Apatridie): Le Haut-commissariat des Nations Unies pour les réfugiés (HCR) et la lutte contre l’apatridie en Afrique de l’Ouest</p> <p>14:45–17:00 Panel 3: Enregistrer le social, attester et faire usage des identités                                            <em>Salle Atelier</em></p> <p>Président: Alfred Inis Ndiaye  (Université Gaston Berger de Saint-Louis)</p> <p>Nora Bardelli (Refugee Studies Centre, University of Oxford): Entre biométrie et témoignage: la production contemporaine du réfugié au Burkina Faso</p> <p>Johara Berriane (IHA‒CREPOS): Les papiers de la foi. Usages des documents d’identité des églises évangéliques dans les mobilités africaines (Maroc et Sénégal)</p> <p>Peter Lambertz (IHA‒CREPOS): Noms, registres, passagers: contrôle de mobilité sur les baleinières du Congo supérieur (RDC)</p> <p>Fatoumata Camara (Université de Sciences sociales et de Gestion de Bamako): La maîtrise du foncier par le »papier« au Mali</p> <p>Fodé Diop (Enda Jeunesse Action, Antenne de Kolda): L’enregistrement à l’état civil à Kolda: Quand l’expérience réussit en milieu communautaire</p> <p>17:00–17:30                  Pause café</p> <p>17:30–18:30   Papiers d&rsquo;identité… Et pourtant, j&rsquo;existe !                             <em> Grande salle de conférence de l&rsquo;UCAD 2 </em></p> <p>Performance d’Alioune Diagne, chorégraphe et interprète, Compagnie Diagn’Art</p> <p><em>                       Avec le soutien de la Direction de l’Animation culturelle et scientifique de l’UCAD     </em></p> <ul> <li>Samedi 23 juin 2018</li> </ul> <p>9:00–11:00     Panel 4: L’encartement des citoyens: inclusion &amp; exclusion                    <em>Salle Visio-conférence</em></p> <p>Présidence: Alioune Badara Diop (Université Cheikh Anta Diop)</p> <p>Zakaria Ould Ahmed Salem Denna (Northwestern University, Chicago): Un État (civil) dans l’État? L’Agence Nationale des Titres Sécurisés en Mauritanie</p> <p>Jeanne Bouyat (Centre de recherches internationales, Sciences Po Paris): La fabrique du doute identitaire au lycée sud-africain: matérialité et pratiques d’identification excluantes des élèves immigrés à Johannesburg</p> <p>Florent Piton (Université Paris Diderot, CESSMA): Le papier conjure-t-il la menace? Carte d’identité, obsession statistique et angoisse de submersion au Rwanda (1957–1994)</p> <p>Laurent Fourchard (Centre de recherches internationales, Sciences Po Paris): Citoyens d’origine contrôlée au Nigeria</p> <p>11:00–11:15                  Pause café</p> <p>11:15–13:15   Panel 5: Trier les corps, identifier les individus                                            <em>Salle Visio-conférence</em></p> <p>Présidence: Laurent Vidal (Représentant de  l’Institut de Recherche pour le Développement au Sénégal)</p> <p>Mor Ndao &amp; Cheikh KotÉ (Université Cheikh Anta Diop de Dakar): Procédures d’identification et de surveillance des tuberculeux en contexte colonial: du dépistage au travail de suivi des infirmières visiteuses (1920–1960)</p> <p>Aissatou Seck (Université Cheikh Anta Diop de Dakar): Le système d’identification et de contrôle de la trypanosomiase humaine en AOF (Sénégal, 1908–1945)</p> <p>Noémi Toussignant (University College London): Niakhar comme terrain vectoriel. Identification, sciences sociales et État au Sénégal postcolonial</p> <p>Alimou Diallo (Université Paris Nanterre): Politiques de l’inanimé. L&rsquo;identification des corps »sans vie et sans papiers« au Maroc</p> <p>11:15–13:15      Panel 6: La bureaucratisation des trajectoires de vie                                                             <em>Salle Atelier</em></p> <p>Présidence: Ibou Diallo (Centre de Recherches sur les Politiques sociales (CREPOS))</p> <p>Kamina Diallo (Sciences Po Paris, IHA‒CREPOS): Cellule 39. Processus d’identification et mobilisation d’un groupe d’ex-combattants en Côte d’Ivoire</p> <p>Sidy Cissokho (Centre of African Studies, University of Edinburg): Le permis à deux vitesses (Sénégal)</p> <p>Fatou Binetou Dial (LAC‒IFAN, Université Cheikh Anta Diop de Dakar): Officialiser le mariage au Sénégal: de la mosquée à la mairie, un parcours inachevé (son étudiant Alassane Sow lira le papier)</p> <p>Susann Baller (IHA‒CREPOS): Cartes, licences et attestations sur l’honneur: entre identification bureaucratique et pratiques populaires dans le football »navétanes« au Sénégal</p> <p>13:15–14:30                  Pause déjeuner</p> <p>14:30–16:15      Panel 7: Crises de papiers, papiers en crise                                                 <em>Salle Visio-conférence</em></p> <p>Présidence: Marielle Debos (Université Paris Nanterre)</p> <p>Armando Cutolo (Università degli studi di Siena): L’identité appropriée. Dispositifs étatiques et dispositifs populaires d’identification dans la Côte d’Ivoire post-crise</p> <p>Kelma Manatouma (Université Paris Nanterre, IHA‒CREPOS): Dynamiques politiques et humanitaires de l’identification au Tchad. Cas des »retournés« du conflit centrafricain à Goré</p> <p>Claude Linjuom Mbowou (Université Paris 1 Panthéon‒Sorbonne): Identités et papiers dans le Lac Tchad. Impossible vérité, impossible citoyenneté?</p> <p>Boris Samuel (ANR PIAF‒CERI Sciences Po Paris): Crise des indicateurs et espoirs biométriques. Les difficultés d&rsquo;identification des bénéficiaires dans la mise en place d’une protection sociale au Maroc</p> <p>16:15–16:45                 Remarques conclusives par Jean-François Bayart (Graduate Institute of International and Developpement Studies (Genève), titulaire de la Chaire Yves Oltramare)</p> <p><strong>Vendredi 22 juin -Samedi 23 juin : UCAD 2, 1<sup>e</sup> étage. </strong></p> <p><strong>« Papiers d’identité » :  </strong>exposition photographique réalisée par les étudiants de 3<sup>e</sup> année de journalisme du Centre d’études des sciences et techniques de l’information (CESTI UCAD).</p> <p><strong> </strong></p> <p><strong> </strong></p> <table> <tbody> <tr> <td width="59">&nbsp;</td> <td width="986">&nbsp;</td> </tr> </tbody> </table> <table> <tbody> <tr> <td width="1045"><strong><u>Comité d’organisation</u></strong></p> <p>Séverine Awenengo Dalberto: <u>sawenengo@gmail.com</u></p> <p>Johara Berriane: <u>JBerriane@dhi-paris.fr</u></p> <p>Amadou Dramé: <a href="mailto:ADrame@dhi-paris.fr">ADrame@dhi-paris.fr</a></p> <p><strong><u>Comité scientifique</u></strong></p> <p>Séverine Awenengo Dalberto, Richard Banégas, Johara Berriane, Amadou Dramé</p> <p><strong>Institution organisatrice</strong></p> <p>Groupe de recherche IHA‒CREPOS</p> <p>18 Bd. Martin Luther King (Corniche) Fann-Hock, Dakar, Sénégal</p> <p>Téléphone: +221 33 823 70 60</p> <p><a href="http://ihacrepos.hypotheses.org">http://ihacrepos.hypotheses.org</a></p> <p><strong>En partenariat principal avec l’ANR PIAF</strong></p> <p>(Institut des mondes africains /  Centre de recherches internationales, Sciences Po Paris)</p> <p><a href="https://piaf.hypotheses.org/1">https://piaf.hypotheses.org/1</a></td> </tr> </tbody> </table> “Le patrimoine industriel de la Première Guerre mondiale” (Paris du 6 au 8 décembre 2018). Appel à contribution https://grandeguerre.hypotheses.org/2232 La Grande Guerre urn:uuid:994d1c3e-cf96-49cd-e674-ad6148d31c72 Wed, 06 Jun 2018 04:49:15 +0000 Colloque &#8220;Le patrimoine industriel de la Première Guerre mondiale&#8221; Paris, du 6 au 8 décembre 2018 La Première Guerre mondiale a considérablement marqué l’histoire de l’Europe. Elle a été caractérisée par un effort sans précédent de la production industrielle,&#46;&#46;&#46; <p><strong>Colloque &#8220;Le patrimoine industriel de la Première Guerre mondiale&#8221;</strong></p> <p><strong>Paris, du 6 au 8 décembre 2018</strong></p> <p>La Première Guerre mondiale a considérablement marqué l’histoire de l’Europe. Elle a été caractérisée par un effort sans précédent de la production industrielle, qui constitue aujourd’hui un patrimoine européen commun. Le patrimoine industriel de la Première Guerre mondiale semble cependant être invisible : il n’est pas identifié ni même défini comme tel, alors que cette guerre s’est caractérisée par le recours massif aux techniques industrielles, tant dans le domaine de la production d’armes, d’avions que de produits chimiques à des fins militaires, que dans le domaine civil en particulier pour la production agro-alimentaire. Il est intéressant de souligner qu’à l’inverse, le patrimoine industriel de la Reconstruction a pu faire l’objet de travaux.</p> <p><strong>Quelle définition ?</strong></p> <p>Le patrimoine industriel de la 1e Guerre mondiale est celui des usines et de toute infrastructure – ferroviaire, portuaire, aéroportuaire, électriques… – construites pendant la guerre pour répondre à l’effort de guerre ou assurer la survie des populations. Il peut être constitué d’usines ou d’extensions d’usines créées spécifiquement et il concerne aussi des usines déplacées en raison des combats et réinstallées, moyennant des adaptations, dans d’anciens sites industriels en zone libre. Les traces  matérielles peuvent aussi être celles de plans urbains hérités des bases militaires comme celles américaines en France. Il concerne l’ensemble des acteurs de cette guerre, « alliés » et « ennemis ». Sans doute existe-t-il aussi un patrimoine immatériel, des films ou des témoignages recueillis sur cette production de guerre, qui a vu notamment la participation massive des femmes.</p> <p>Nous limitons volontairement le champ aux  industries qui ont été mises à contribution pendant la guerre pour l&#8217;effort de guerre et qui ont dû s&#8217;agrandir ou construire de nouveaux espaces. Il ne s&#8217;agit pas d&#8217;aborder le thème de la reconstruction.</p> <p>Deux journées d’études consacrées à ce thème ont été organisées en décembre 2017 en France, et ont permis de dégager des premiers éléments de réflexion pour le cas français. Ainsi, les différents cas étudiés ont permis de souligner que selon les entreprises, les choix architecturaux avaient variés : maintien d’une architecture de prestige et soignée, recours à des techniques et matériaux de faibles qualités dans un contexte de pénurie ou encore usage de la préfabrication légère (structure métallique et brique) dans d’autres cas. Dans le premier cas, l’entreprise misait sur la réutilisation du lieu après le conflit car celui-ci devait être court, ou à l’inverse, à partir de 1917, parce qu’elle pensait qu’il allait bientôt se terminer. Dans le dernier, il s’agissait surtout de construire vite de grands espaces adaptés à des productions comme la mécanique ou la fabrication des obus. La question de la conservation de ces bâtiments et de leur patrimonialisation a également permis de montrer que beaucoup d’édifices construits pendant la 1<sup>e</sup> Guerre mondiale ont été détruits pendant la 2<sup>e</sup> guerre mondiale, ou plus tard, dans le contexte d’extension des usines pour <a href="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/546/files/2018/06/Deutsche_Reparationslieferungen.jpg"><img class="size-medium wp-image-2248 alignleft" src="https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/546/files/2018/06/Deutsche_Reparationslieferungen-300x211.jpg" alt="" width="300" height="211" srcset="https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/06/Deutsche_Reparationslieferungen-300x211.jpg 300w, https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/06/Deutsche_Reparationslieferungen-768x540.jpg 768w, https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/06/Deutsche_Reparationslieferungen-500x352.jpg 500w, https://grandeguerre.hypotheses.org/files/2018/06/Deutsche_Reparationslieferungen.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>répondre à la croissance du marché, ou à l ‘inverse, après la crise économique, dans le vaste mouvement de destruction des sites industriels abandonnés. L’intérêt des travaux ont été portés sur ceux qui restent : très souvent, les propriétaires actuels ignorent l’histoire de leur usine et son importance historique ; il en est de même des services de l’État pour qui ce critère ne figure pas dans les grilles d’analyse patrimoniale. Dans quelques cas, rares, le lien avec la 1<sup>e</sup> Guerre mondiale est mis en valeur et constitue même un motif de visite.</p> <p>Les caractéristiques architecturales, économiques et politiques dans lesquelles ont été construits les sites industriels de la 1e guerre mondiale justifient pourtant pleinement leur reconnaissance, aux côtés des cimetières et des champs de bataille.</p> <p>L’organisation d’un colloque européen, le premier sur ce thème, s’impose afin d’établir un état des lieux des traces matérielles existant encore aujourd&#8217;hui et d&#8217;attirer l&#8217;attention des pouvoirs publics sur la nécessité d’assurer leur conservation. Il participerait également à la construction d’une histoire et d’un patrimoine commun européen.</p> <p>Proposition à envoyer pour le <strong>9 juillet 2018,</strong> sous forme d’un résumé de 300 mots maximum accompagné d’une courte biographie et 3 références de publication à : cilac@cilac.com</p> <p><strong>Comité scientifique</strong></p> <ul> <li>Florence Hachez-Leroy, Université d’Artois et Centre de recherches historiques, EHESS/CNRS, Présidente du CILAC, France</li> <li>Helmuth Albrecht, Institute for Industrial Archaeology, History of Science and Technology, Freiberg, Allemagne</li> <li>Louis André, Université Rennes 2, France</li> <li>Alain Beltran, CNRS, Sorbonne &#8211; Identités, relations internationales et civilisations de l’Europe, Labex ENHE</li> <li>Eusebi Casaneles, Life President of TICCIH, Former Director Museu de la Ciència i de la Tècnica de Cataluny, Espagne</li> <li>Jürgen Finger, Institut historique allemand, France</li> <li>Ioana Irina Iamandescu, University of Architecture and Urbanism &#8220;Ion Mincu&#8221;, Roumanie</li> <li>Jean-Louis Kerouanton, Université de Nantes, France</li> <li>Györgyi Németh, université de Miskolc, Hongrie</li> <li>Miles Oglethorpe, Historic Scotland, Royaume-Uni</li> <li>Massimo Preite, Università degli Studi di Firenze, Italie</li> </ul> <p>Paul Smith, représentant national auprès de TICCIH, CILAC, France</p> <p>Image: Anonym: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-R02190,_Deutsche_Reparationslieferungen.jpg">Deutsche Reparationslieferungen</a> (um 1920). Bundesarchiv. Bild 182-R02190. WikimediaCommons, public domain.</p>